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Budget Car and Truck Rental eröffnet neue Zweigstelle in Pattaya
Pattaya, 4. Juli. Der geschäftsführende Direktor von
Budget Car and Truck Rental, Wanchai Tangpanichdee, eröffnete eine neue
Zweigstelle des Unternehmens in Pattaya. An der Eröffnungsveranstaltung
nahmen das Vorstandsmitglied Warith Trirapun, Geschäftsführer Anawan
Prachasaisoradej sowie die Angestellten des Unternehmens und zahlreiche
geladene Gäste teil.
Wanchai
Tangpanichdee, geschäftsführender Direktor (hintere Reihe, 3. von rechts),
Anawan Prachasaisoradej, Geschäftsführer (hintere Reihe, 4. von rechts),
und Warith Trirapun, Vorstandsmitglied (hintere Reihe, 5. von rechts),
feierten gemeinsam mit Vertretern der Geschäftsführung und Angestellten
die Eröffnung der neuen Zweigstelle von Budget auf der Strandstraße.
Anawan, der Geschäftsführer des Zentralbüros,
erklärte, dass diese neue Zweigstelle das 24. Büro von Budget in
Thailand, aber das einzige in Pattaya sei. Das Büro hatte sich bisher in
der Soi Diana Inn befunden, wurde jedoch jetzt in die Tipp Plaza verlegt,
da der Standort dort einfacher zu erreichen ist und über einen größeren
Parkplatz verfügt. In der neuen Zweigstelle werden sich Betriebsleiter
Thongchai Na Ampai und seine Mitarbeiter um die Kunden kümmern.
Budget vermietet Autos und Lieferwagen und bietet
weitere Dienstleistungen, darunter die 24-Stunden-Hilfe, die kostenlose
Übergabe und die Möglichkeit, den Mietwagen an einem anderen Standort
wieder abzugeben, an. Das neue Büro befindet sich in der Tipp Plaza (in
der Nähe der Polizeistation) an der Beachroad von Pattaya.
Tel. 038 710 717, Fax. 038 710 720. Im
Internet:www.budget.co.th.
Finanzministerium sieht thailändische Wirtschaft auf Wachstumspfad
Die thailändische Wirtschaft tritt, mit Unterstützung
durch das umfassende ökonomische Anreizpaket der Regierung, in eine
erneute wirtschaftliche Wachstumsphase ein.
Nach Angaben eines hochrangigen Beamten des
Finanzministeriums, des Direktors der Abteilung für Fiskalpolitik und
Planung, Somchai Satchapong, wird diese Entwicklung schon heute durch die
über die Prognosen hinausgehenden Einnahmen des Staates deutlich. Die
Einnahmen des Ministeriums überstiegen in den vergangenen acht Monaten
des Finanzjahres (Oktober 2001 – Mai 2002) das angestrebte Budget von
823 Milliarden Baht um 50,89 Milliarden Baht oder 8,7%.
Das Ministerium sei sehr zuversichtlich, dass die
Einnahmen dieses Finanzjahres die Zielvorgaben um 36,5 Milliarden Baht
oder 4% übertreffen werden.
21,6 Milliarden Baht der zusätzlichen Einnahmen wurden
durch direkte und 14,6 Milliarden durch Verbrauchssteuern aufgebracht.
Diese erweiterten Einnahmen seien ein Zeichen für die wirtschaftliche
Erholung in den Bereichen Konsum, Investition, Produktion und Immobilien.
Sie zeigten auch, dass sich das Land aufgrund der erfolgreichen
Anstrengungen der Regierung, die Wirtschaft auf lokalem Niveau zu
stimulieren und durch die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen
zu fördern, sowie den Immobiliensektor wiederzubeleben und der
schwächenden Wirtschaft durch ein 50 Milliarden Baht umfassendes
Anreizpaket auf die Beine zu helfen, wieder auf einem Wachstumpfad
befände. Somchai sagte, dass die Steuereinnahmen auf langlebige
Konsumgüter wie Motorräder, Autos und elektrische Geräte im Mai die
Zielvorgaben um jeweils 48%, 27,4% bzw. 19% übertroffen haben. Es hätten
sich mehr Konsumenten entschlossen, diese Güter zu kaufen, weil sie
wieder Vertrauen in die Wirtschaft des Landes gewonnen hätten, fügte er
hinzu. (TNA)
Stabilität und starke Fundamentaldaten sind der Schlüssel zu nachhaltigem wirtschaftlichen Wachstum
Wichtiger als anhaltende Versuche zur Verstärkung des
wirtschaftlichen Wachstums sind Anstrengungen zur Sicherung der
Stabilität und Nachhaltigkeit der Volkswirtschaft und zur Stärkung ihrer
fundamentalen Daten. Der Präsident der Bangkok Bank Plc, Kosit Panpiumrat,
erklärte, dass die Stärkung des ökonomischen Systems die wesentliche
Grundlage für ein nachhaltiges Wachstum sei. Dagegen sei ein reines
Wirtschaftswachstum nicht das wesentliche Thema. „Sollten die
fundamentalen Daten, und insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit des Landes,
weiterhin schwach bleiben, sind die Aussichten für das wirtschaftliche
Wachstum anhaltend unsicher. Zu den hauptsächlichen Indikatoren einer
wirtschaftlichen Schwäche gehören ein Handelsdefizit oder ein
abnehmender Handelsbilanzüberschuss", fügte der führende Banker
Thailands hinzu.
„Nachdem der Ausschuss für wirtschaftliche und
soziale Entwicklung bekanntgegeben hat, dass das Bruttosozialprodukt im
ersten Quartal dieses Jahres beeindruckend gewachsen ist, analysiert die
Bangkok Bank zur Zeit die ökonomischen Daten, um unsere
Wirtschaftsprognose zu korrigieren", sagte Kosit. „Es ist sehr
wahrscheinlich, dass die Bank ihre Prognose nach oben korrigiert. Wir
werden bald eine abschließende Bewertung abgeben können."
Zum Thema des Wettbewerbs der Privatbanken bei der
Ausgabe von Kreditkarten erklärte Kosik, dass die von der Bank of
Thailand auferlegten Kriterien kein zentrales Thema seien, da alle Banken
in der Lage seien, diese zu erfüllen. Anlass zur Sorge sollten dagegen
die überzogenen Ausgaben der Besitzer von Kreditkarten geben.
Kreditkartenunternehmen und Besitzer von Kreditkarten sollten sich im
Klaren sein, dass die Ausgaben und Rückzahlungen ausgeglichen sein
müssten, da der Konsument sonst unausweichlich mit einem
Verschuldungsproblem konfrontiert werde, führte er weiter aus. (TNA)
Entwurf zum neuen Franchisegesetz liegt bald vor
Die Abteilung für Binnenhandel überarbeitet zur Zeit
ihren Entwurf für ein Franchise-Gesetz, um die allgemeinen Richtlinien
des Franchising festzulegen und die weitere Ausdehnung dieses
Geschäftsmodells in Thailand zu fördern.
Siripol Yodmuangcharoen, der Generaldirektor der
Abteilung, erklärte, dass das Gesetz den Betrieb von internationalen und
nationalen Franchise-Unternehmen, Investitionen und die Ausweitung von
Franchise-Ketten behandeln werde. Das neue Gesetz würde keine
Einschränkungen für ausländische Unternehmen enthalten, doch es werde
für mehr Gerechtigkeit für alle Franchise-Geber und Nehmer beitragen und
ein anhaltendes Wachstum und Stabilität im Franchisegewerbe sicherstellen.
Siripol sagte, das Gesetz sähe vor, dass sich die
Franchise-Unternehmen bei der Abteilung für Binnenhandel registrieren und
ihre finanzielle Situation sowie Informationen zu Lizenzgebühren und ihre
Bilanzen offenlegen müssen. Außerdem wird das Gesetz Vorschriften für
die Verträge zwischen Franchise-Gebern und -Nehmern enthalten.
Der Generaldirektor führte weiterhin aus, dass die
Abteilung seit etwa vier Monaten an einem Gesetzentwurf arbeitet. Einige
Beamte nahmen auch an einer Veranstaltung zum Thema „Wirtschaftsrecht
für Franchise-Unternehmen" in Genf teil. Außerdem hatte die
Abteilung die thailändischen Handelsvertreter in verschiedenen Ländern
gebeten, Informationen über deren Franchisegesetze und Vorschriften zu
übermitteln, so dass diese Anregungen in die thailändische Gesetzgebung
einfließen können.
„Bisher gibt es in Thailand kein Gesetz, welches sich
direkt mit Franchise-Unternehmen beschäftigt. Die Geschäftspraktiken
unterliegen zur Zeit einem einfachen zivilrechtlichen Vertrag", sagte
Siripol.
Fachexperten sagen voraus, dass das Franchisegewerbe in
den kommenden fünf Jahren um 25-30% wachsen wird. (TNA)
Maniok-Exporte in asiatische Länder sind vielversprechend
Asiatische Länder, insbesondere China, bekunden
Interesse am Import von Maniok aus Thailand zur Produktion von Tiernahrung.
Thammanoon Chiewsakul, der Generaldirektor der Außenhandelsabteilung
Thailands, erklärte, dass Thailand im vergangenen Jahr die Rekordsumme
von 4,68 Millionen Tonnen an Maniok-Produkten exportieren konnte, was
einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 44,28% darstellt. Er schrieb
diesen erheblichen Zuwachs der neuen Strategie zur Förderung von
Maniok-Exporten in die Volksrepublik China zu. Dadurch steigen die lokalen
Preise für unbearbeiteten Maniok von 65-80 Satang auf 1-1,2 Baht pro
Kilo.
Um die Stabilität des Marktes und der Preise zu
gewährleisten, hat das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem privaten
Sektor und Fachexperten ein Programm zur Verbesserung der Qualität der
Maniok-Produkte ins Leben gerufen. Es wird auch geplant eine Werbekampagne
durchzuführen, um mehr Produkte auf den bestehenden Märkten abzusetzen
und neue Exportmärkte zu erschließen.
Thammanoon sagte, dass die Abteilung versucht habe, die
Qualität der Maniok-Produkte zu verbessern, um sowohl den Bedürfnissen
der lokalen als auch der internationalen Kunden besser gerecht zu werden.
Gleichzeitig führt sie, in Zusammenarbeit mit Experten der
Kasetsart-Universität, Fortbildungsveranstaltungen für Maniok-Anpflanzer
durch.
Eine Handelsdelegation, bestehend aus Vertretern der
öffentlichen und privaten Sektoren sowie einigen Fachexperten, besuchte
vor kurzem die Philippinen und China, um für die Verwendung von Maniok
als Ausgangsmaterial zur Produktion von Tiernahrung zu werben.
Philippinische Schweinezüchter haben bereits ihr Interesse bekundet und
erklärt, dass sie ihre Regierung auffordern werden, die Einfuhrzölle auf
Maniok-Produkte von 40% auf 10% zu senken. (TNA)
Thailand möchte drei Karibik-Staaten als Tor zu US- und EU-Märkten benutzen
Kantathir Suphamongkol, der Handelsrepräsentant
Thailands, erklärte vergangene Woche, dass die drei karibischen Staaten
Guyana, Surinam und Trinidad & Tobago mit den USA und der EU ein
Freihandelsabkommen abgeschlossen hätten. Dieses Abkommen könnte für
Thailand eine Möglichkeit darstellen, seinen Handel mit den Vereinigten
Staaten und der Europäischen Union weiter auszubauen.
Kantathir leitete im Juni eine thailändische
Handelsdelegation in der Karibik, um mit den dortigen Regierungen über
die Möglichkeiten der Zusammenarbeit in Handel und Investitionen zu
diskutieren. Die Reaktionen seiner Gesprächspartner waren überwiegend
positiv.
„Diese drei Länder sind zwar klein, doch sie haben
von den USA und der EU im Rahmen ihres allgemeinen Präferenzsystems
Handelsprivilegien erhalten. Deshalb ist Thailand daran interessiert, sie
als strategische Partner zu gewinnen. Wir können diese Länder außerdem
auch als mögliches Tor zum Mark Lateinamerikas nutzen", erklärte
Kantathir. „Zahlreiche Unternehmen aus diesen drei Ländern haben auch
Interesse an einer direkten Zusammenarbeit mit thailändischen Unternehmen
geäußert und werden bald eine Delegation nach Thailand senden",
fuhr er fort. Kantathir plant in naher Zukunft auch Besuche in Peru,
Brasilien, Argentinien und Chile. (TNA)
Sicherheit ist Chefsache
von Walter Kretschmer
Es gilt noch immer die Aussage, dass
Unfallverhütungsvorschriften mit Blut geschrieben sind. Meist werden
Vorschriften immer erst nach einem Unfall aus der Überlegung heraus
verfasst, wie man diesen Unfall in Zukunft vermeiden kann. Unfälle bei
der Arbeit werden bei uns in Deutschland durch die Berufsgenossenschaften
versichert und sind in der Versicherungsprämie zu 100% vom Arbeitgeber zu
bezahlen, also ein echter Kostenfaktor für die Betriebe. Einerseits ist
per Gesetz dafür zu sorgen, dass nach besten Möglichkeiten die
ursprüngliche Gesundheit wieder hergestellt werden soll und der
Verunglückte in seinem erlittenen Schaden so gut wie möglich wieder
vergütet wird. Für die Unternehmen ist meist der Schaden durch den
Arbeitsausfall noch größer.
Das
richtige Training mit gesetzesmäßiger Sicherheitsausrüstung hilft bei
der Erkennung von Sicherheitsmangel im alltäglichen Leben.
Durch diese Struktur hat sich sehr schnell ein System
entwickelt, das jene belohnt, die wenig Schaden verursachen und die
anderen finanziell mehr zur Kasse bittet, die viel Schaden verursachen.
Dies trifft jedoch nur im Bezug auf die Arbeitgeber zu, aber nicht auf die
Mitarbeiter.
Schauen wir zurück, dann zeigen die Statistiken der
Berufsgenossenschaften, dass mit Beginn des letzten Jahrhunderts die
meisten Unfälle auf konstruktive Mängel oder Eigenheiten der Maschinen
zurückzuführen waren. Mit jedem Unfall wurden die Vorschriften schärfer
und präziser, um Unfälle mit körperlichen Schäden zu vermeiden.
Häufig
gesehen auf Baustellen in Thailand: Diese zwei Bauarbeitear scheinen es
nicht so wichtig zu nehmen mit Sicherheitsvorkehrungen.
So kommt es, dass über 80% der
Unfallverhütungsvorschriften eigentlich Anweisungen zu konstruktiven
Maßnahmen an Gebäuden, Maschinen, Geräten und im Umfeld des
Arbeitsplatzes sind. Nur dort, wo kein direkter weiterer Schutz mehr
möglich ist, sind dann zusätzliche Maßnahmen vorgeschrieben, sich
selbst und andere durch entsprechende Schutzkleidung und entsprechendes
Verhalten zu schützen.
Alle Maßnahmen sind Verpflichtungen für den
Arbeitgeber und haben rechtliche Konsequenzen, wenn sie nicht eingehalten
wurden, vor allem im Falle eines Unfalles. Es genügt auch nicht, nur die
Dinge bereitzustellen, es muss auch nachgewiesen werden, dass der
jeweilige Vorgesetzte seine Mitarbeiter richtig unterwiesen hat, nur dann
hat der Vorgesetzte seine Aufgabe erfüllt. Der Mitarbeiter ist damit
gegenüber seinem Arbeitgeber immer nur betriebsrechtlich verpflichtet.
Die Versicherung zahlt immer, auch bei einem Fehlverhalten, es sei denn,
es war Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit.
Mit diesen Grundlagen steht jeder Vorgesetzte sehr
schnell vor dem Richter, deshalb wurde das System der
Sicherheitsingenieure eingeführt, die selbst keine Verantwortung in der
Entscheidung tragen, sondern nur in der Qualität der Beratung der
Vorgesetzten. Sie sind also verantwortlich, dass die Verantwortlichen
richtig beraten werden und nicht mit dem Gesetz in Konflikt kommen können,
natürlich, letzten Endes, zum Schutze aller Mitarbeiter. Die
Verantwortung liegt immer beim jeweiligen Vorgesetzten. Wegen rechtlicher
Konsequenzen ist deshalb in diesem Bereich ein gewisser Formalismus
erforderlich.
Studiert man heutige Unfallstatistiken, so sind
wesentliche Veränderungen festzustellen.
Unfälle durch konstruktive Mängel sind absolute
Seltenheit geworden. Ein großer Anteil der Schäden sind Langzeiteffekte
durch einseitige Belastungen am Arbeitsplatz, verursacht durch die Möbel,
Geräusche, Licht, Farbe und Gerüche, also das normale Umfeld. Studiert
man diese Ursachen noch genauer, dann kommt man zu der erstaunlichen
Erkenntnis, dass die meisten Unfallursachen heute im Verhalten der
Menschen liegen. Unfälle werden zunehmend als menschliches Versagen
eingestuft.
Hier wiederum kann man zwei Fälle unterscheiden:
1. Die Fälle, wo die menschlichen Fähigkeiten in der
Aufnahme der Situation einfach auf Dauer überfordert sind. Hier sind die
Ursachen Reizüberflutung, zu viele Schilder oder Signale in Verbindung
mit Geschwindigkeit und Gewohnheit.
2. Die Fälle, wo menschliches Verhalten basierend auf
das Unterbewusstsein fehlgeleitet wird und zu unbewusstem Fehlverhalten
führt.
Dies ist den Berufsgenossenschaften und allen, die mit
Sicherheit zu tun haben, schon sehr lange bekannt. Lange Jahre hatte man
geglaubt, man könnte durch möglichst blutige und drastische Unfallbilder
das Verhalten ändern oder verbessern.
Zumindest in Deutschland sind die blutigen Unfallbilder
als Unfallverhütung fast verschwunden, weil man erkannt hat, dass sie
wirkungslos waren.
Wir kennen das: Wenn wir auf der Autobahn an einem
Unfall vorbei fahren, der meist mit einem Stau verbunden ist, fahren wir
tatsächlich so lange langsam, bis der Stau vorbei ist, aber dann fahren
wir vielleicht sogar noch schneller, um die verlorene Zeit aufzuholen.
Eine stark vereinfachte Erklärung ist die, dass wir
einen inneren Schutzmechanismus haben, der uns sagt, „das betrifft
andere, nicht mich, in dieser Beziehung bin ich unverletzlich". Dass
dem so ist, ist sehr gut, weil wir sonst in der Angst umkommen würden.
Wir brauchen diesen inneren Schutz, um gesund durch den Alltag zu kommen.
Die Menschen, die diesen Schutz weniger ausgeprägt haben, leben in
ständiger, extremer Angst, werden leicht psychisch krank und sind dann
auch tatsächlich häufiger in Unfälle verwickelt, als jene mit einer
gewissen Abhärtung und Gelassenheit. Die meisten Unfallursachen sind im
Verhalten der Menschen zu suchen.
Wie kann man Menschen zu
besserem Verhalten motivieren?
Jeder Motivationsprozess beginnt mit der Wahrnehmung
eines Mangels, nur dann beginnt der Prozess des Nachdenkens, wie dieser
Mangel beseitigt werden kann. Ist eine Lösung theoretisch gefunden, muss
natürlich die Umsetzung, die Beseitigung des Mangels erfolgen. Ist dies
schließlich erreicht, erfolgt die Phase der Zufriedenheit. Nun kann
erneut eine Wahrnehmung eines Mangels erfolgen.
Die 5 Schritte jedes Motivationsprozesses:
1. Wahrnehmung eines Mangels.
2. Nachdenken! Wie kann der Mangel beseitigt werden?
3. Aktion zur Beseitigung des Mangels.
4. Zufriedenheit, Befriedigung genießen.
5. Entwicklung einer neuen Wahrnehmung.
Keine Motivation ohne die Erfahrung eines Mangels!
Bedingt durch den beschriebenen
Unverletzlichkeitseffekt nehmen wir keinen Mangel zum Thema
Arbeitssicherheit wahr, wir müssen diesen Mangel künstlich erzeugen und
bewusst machen. Aus diesem Grund haben sich die Methoden zur
Unfallverhütung entscheidend geändert. Es wird nicht mehr der wilde
Unfall gezeigt, sondern eine erstrebenswerte Situation, die durch
richtiges Verhalten erreicht wird, welches sich zu kopieren lohnt.
Zunächst die Gesetzmäßigkeiten von Verhalten und den
daraus gewonnen Erfahrungen.
Lebewesen verhalten sich so, dass sie ein Verhalten mit
positiver Erfahrung wiederholen und Verhalten mit negativer Erfahrung in
der Zukunft vermeiden.
In der Vernachlässigung oder sogar in der Missachtung
dieser Gesetzmässigkeit ist eine der Hauptursachen des Fehlverhaltens zu
suchen. Ein Beispiel: ein Autofahrer auf der deutschen Autobahn verhält
sich richtig und hält Abstand. Er wird erfahren, dass er immer langsamer
wird, bis er schließlich steht, weil sich ständig andere dazwischen
drängen, folgedessen wird er weniger Abstand halten. Jetzt erfährt er,
dass er schneller vorwärts kommt, weil sich weniger eindrängen können.
Das falsche Verhalten wird mit einer positiven Erfahrung belohnt, also
wird er in Zukunft sich immer so, und damit falsch verhalten, was
eigentlich, im wahrsten Sinne des Wortes, tödlich sein kann. Beispiele
dieser Art können wir überall in unseren Gewohnheiten entdecken.
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Verhalten |
Erfahrung |
|
Fall
1:
Fall 2:
Fall 3:
Fall 4: |
(V) =
positiv
(V) = negativ
(V) = positiv
(V) = negativ |
(E) =
positiv
(E) = negativ
(E) = negativ
(E) = positiv |
wiederholen
vermeiden
vermeiden
wiederholen |
|
So wird nach unserer Gesetzgebung das richtige
Verhalten nie belohnt, nur falsches Verhalten wird manchmal bestraft. Es
könnte eine noch viel bessere Disziplin erzeugt werden, wenn wir
konsequent beide Verhaltensfunktionen nutzen würden, wie es zum Teil im
Steuersystem angewendet wird.
Warum ist jetzt Arbeitssicherheit Chefsache? Vom Gesetz
ist es sowieso klar, doch der Wurm sitzt in unseren menschlichen Anlagen.
Diese beschriebenen drei Funktionen oder auch Prozesse können nur im
Sinne von richtiger Motivation und Verhaltensweise mit der entsprechend
verbundenen Erfahrung verbessert werden. Dies wiederum ist nur möglich,
wenn der oder die Chefs sich strikt und konsequent an diesen Funktionen
ausrichten. Wenn der Chef zwar Sicherheit predigt, aber durch sein
Verhalten dem Mitarbeiter gegenüber falsches Verhalten belohnt oder gar
richtiges Verhalten bestraft, dann wird das Gegenteil erreicht. Jede Klage
über das Verhalten der Mitarbeiter ist mit einem großen Fragezeichen zu
versehen, vor allem, wenn die Aussage vom Chef selbst kommt.
Wie ist das bei mir selbst und dem Verhalten meiner
Kinder, bin ich konsequent und in welcher Richtung belohne und bestrafe
ich wirklich und wie beachte ich den Motivationsprozess?
Das richtige Verhalten der Mitarbeiter ist Chefsache!
Das richtige Verhalten der Kinder und Jugendlichen ist
Erziehersache.
Diese Gesetzmäßigkeiten sind nicht nur für die
Arbeitssicherheit, sie sind in einem noch größerem Maße für das
Verhalten zur Umwelt von Bedeutung. Es ist deshalb nicht mehr als
folgerichtig, dass am TGI dieses in das Lehrkonzept aufgenommen wurde und
nun mit viel Mühe umgesetzt wird. Wir alle wissen, wie schwierig dies in
Deutschland ist und damit fast unlösbar für Thailand zu sein scheint.
Durch die einzigartige Position des TGI ist eine Möglichkeit gegeben,
diesen Prozess für Thailand für die Zielgruppe junger Leute im
technischen Bereich ein wenig zu beschleunigen und nachhaltig zu
motivieren. Das TGI ist ein technisches Trainingsinstitut, es integriert
aber die heute notwendigen Kompetenzen am Arbeitsplatz in die Lehrinhalte
aller Module, dargestellt durch den „Diamant des TGI". Alle
Techniken und Technologien sind nichts, wenn Sicherheit, Gesundheit und
Umwelt dabei vernachlässigt oder gar zerstört werden.
Sicherheit und Umwelt sind und bleiben Chefsache!
Jeder ist auch sein eigener Chef.
E-mail: ptyblatt@loxinfo.co.th
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