Der Briefkasten
Ausgabe Nr. 11
15. September - 23. September 2002
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Überschriften [bitte klicken Sie an der Überschrift um den vollständigen Bericht zu lesen]:

Neutrale Reportage in Frage gestellt

Seit wann bestimmen Gäste die Ordnung?

Fußball – bei der Hitze?

Rettet die Bäume am Jomtien Strand

Neutrale Reportage in Frage gestellt

In Ihrer letzten Ausgaben des Pattaya Blatt schreiben Sie unter „Schwulenbars zeigen Sexshows" verschiedene wahrheitswidrige Sachen.

So stimmt der Titel schon nicht. Es gibt in Pattaya keine Sexshows mit minderjährigen Jungen. Die beiden angedeuteten Lokale dürften das Nok-Nok und der Gentleman-Club sein. Beide haben keine Sexshows überhaupt und nie gehabt.

Dann was die Andeutung einer Bar in Pattayaland Soi 1 angeht, so wird es vermutlich um den Gentleman-Club gehen. In dieser Bar wurden keine Jungs von 14 - 16 Jahren festgenommen und auch nicht beschäftigt, sondern es ging um 16 bis unter 18 jährige Jungs. Ferner gibt es in dieser Bar keinen „Hinterausgang" sondern nur einen Ausgang direkt auf die Strasse.

Wenn geschrieben wird, dass die Bars in Pattayaland Soi 1 vermutlich über Razzien informiert werden, dann ist dies lachhaft und die Urheber dieser Aussage sollten selber genau wissen was und wo wirklich geschieht.

Es wäre für Pattaya von Vorteil wenn das Pattaya Blatt seine anti Schwulenhaltung der Pattaya Mail nicht übernimmt und versucht objektiv-neutral zu bleiben. Vermutlich geht dies aber nicht, da die selben Leute dahinter stehen.

Ein Pattaya Blatt Leser


Seit wann bestimmen Gäste die Ordnung?

Betr. Leserbrief von Albert Fuchs mit der Überschrift: Elend an der Strandpromenade muss verschwinden

Sehr geehrte Damen und Herren!

Herr Fuchs hat die Strandpromenade nur mit halben Augen beobachtet. Dort sitzen auch viele Touristen und schwatzen mit den Thais. Es wird gemeinsam gegessen und gelacht, manchmal wird Gitarre gespielt und dazu gesungen.

Was heißt eigentlich: „muss verschwinden" – seit wann bestimmen Gäste die Ordnung? Ich möchte eigentlich nicht, dass Türken in Berlin vorstellig werden um eine islamische Ordnung einzuführen.

Bei diesem Leserbrief fällt mir spontan das Sprichwort ein, das hier oft zitiert wird: „Gott schütze mich vor Sturm und Wind und Deutschen, die im Ausland sind!" Vielleicht kann Ihre Tante Frieda den Herrn Fuchs dahingehend beraten, dass er seinen nächsten Urlaub doch besser an der Ostsee bucht.

Deutsche Ordnung, die er hier so arg vermisst, wird man ihm dort ausreichend bieten.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Günter Großmann


Fußball – bei der Hitze?

Liebe Herr Redakteur!

Mit Interesse habe ich den Brief von diesem sportbegeisterten, wahrscheinlich jungen Mann gelesen, welcher nicht nur im Fernsehen den Fußball sehen möchte, sondern selbst spielen.

Wahrscheinlich ist dieser junge Mann nicht sehr häufig hier in Thailand, denn es kann hier eine mörderische Hitze herrschen. Da gehört aber schon einiges dazu, bei diesen Temperaturen Fußball zu spielen. Ich würde es nicht tun, denn wie schnell kann man mit einem Hitzschlag im Krankenhaus, oder gar noch ärger in der Leichenhalle enden.

Natürlich könnte man am Abend spielen, aber da fehlt es dann am Flutlicht – oder kennen Sie einen Platz hier wo es das gibt? Aber selbst das könnte ich mir nicht vorstellen, denn die Deutschen wissen wahrlich etwas anderes mit ihrer Zeit am Abend anzufangen, als einem Ball hinterher zu jagen – wenn sie das hier nicht mal bei den Mädels machen müssen.

Ich rate dem jungen Mann, den Fußball zu Hause zu lassen und sich die Zeit lieber mit dem Fangen anderer Bälle abzugeben. Davon gibt es hier genügend, man schwitzt nicht unbedingt, da man es meist in klimatisierten Räumen macht und es macht sicher auch eine Menge Spaß!

In diesem Sinne wünsche ich dem jungen Mann einen schönen Aufenthalt hier in Pattaya.

Elmer Kastner


Rettet die Bäume am Jomtien Strand

Sehr geehrte Redaktion,

Der Bürgermeister von Pattaya hat sich mit dem Abholzen der Bäume am Strand von Jomtien bei vielen Leuten ziemlich ungeliebt gemacht. Bis jetzt hat er mehr als 100 schöne, alte, gesunde, schattenspendende Bäume entfernen lassen. An ihre Stelle pflanzt der Bürgermeister jetzt dürre junge Kokospalmen in hässlichen geraden Linien, die noch dazu in die um sie herum wachsenden Bäume hineinragen werden. Der bisher so natürlich aussehende Strand wird künstlich geradegerichtet. Und dazu sehen Sie noch überall, wohin Sie schauen, die toten Baumstümpfe. Ich bin sicher, dass alle Touristen, die hierherkommen, um den wunderschönen Strand zu genießen, von Jomtien sehr enttäuscht sind. Es sei denn, natürlich, es gefällt ihnen, wenn etwas Schönes zerstört wird. Sie hatten eine schlechte Idee, Herr Bürgermeister. Hier in Jomtien gefällt sie niemandem. Zeigen Sie bitte Intelligenz und Reife und sehen Sie ein, dass Sie einen Fehler gemacht haben. Beenden Sie das Projekt. Hören Sie auf, die Bäume abzuholzen!

Lek,

Präsident des Komitees von Jomtien zum Schutz der Bäume


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