Fragen Sie Tante Frieda
Ausgabe Nr. 12
22. September - 28. September 2002
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Liebe Tante Frieda!

Ich bin schon ganz verzweifelt, denn mein Mann schiebt alles, auch die kleinste Kleinigkeit auf mich ab. Ganz egal was es ist, immer muss ich es tun oder den Kopf dafür hinhalten. Manchesmal kommt er mir vor, als wäre er zu gar nichts fähig. Ich muss unsere drei Kinder ganz alleine erziehen, er mischt sich da nie ein. Er geht jeden Unannehmlichkeiten aus dem Weg und sagt immer, dass ich das viel besser richten kann als er. Ich bin wirklich ausgesprochen sauer auf ihn. Was kann ich tun oder wie kann ich ihn dazu bringen, ein bisschen mehr Verantwortung zu übernehmen.

Geplagte Ehefrau

Liebe geplage Ehefrau,

also, alles was recht ist, aber zu irgendwas war er ja schon nütze, das bezeugen doch wohl eure drei Kinder. Oder haste die auch alleine gemacht? Ich glaube, dass du, sei mir nicht böse, ein wenig dominant bist und das könnte der Grund für deinen Mann sein, dass er alles auf dich abschiebt. Falls das stimmt, dann stell dich doch mal hilflos, so etwas mögen die Männer. Das war schon zu meiner Zeit so. Da brauchte man nur ein bisschen mit den Wimpern zu klimpern und auf hilflos zu machen und schon hatte man eine ganze Reihe Kavaliere die sich erboten zu helfen. Also, sei nicht zu selbständig – und wenn du mal was mit Absicht verpatzen musst, scheu dich nicht das zu tun. Auch wenn dein Mann sagt, du machst das besser, tue es eben nicht.

Liebe Tante Frieda,

meine Frau und ich haben momentan große Probleme. Es handelt sich dabei um unseren Sohn. Er steht kurz vor seinem 19.Geburtstag, ist gerade mit dem Abitur fertig und besteht darauf zu seinem Geburtstag ein eigenes Auto zu bekommen. Autos sind in Thailand aber ziemlich teuer, das alleine ist schon eine große finanzielle Belastung, welche er uns da zumutet. Die Schule war sehr teuer, das werden alle wissen, die Kinder hier zur Schule schicken müssen. Ich bin strikt dagegen, meine Frau allerdings möchte unbedingt, dass ich ihm ein eigenes Auto kaufe. Sie sagt, dann könnte er sie immer zu ihren Verwandten in den Isan fahren und sie bräuchte nicht immer mich darum bitten. Ich aber habe Angst um meinen Sohn bei diesem furchtbaren Straßenverkehr hier. Was kann ich nur tun, um meine Frau und meinen Sohn mit meinen Argumenten zu überzeugen?

Besorgter Vater

Lieber besorgter Vater!

Es ist doch alles ganz einfach. Denke doch mal darüber nach, wer dir zu deinem 19. Geburtstag ein Auto gekauft hat? Dein Vater? Nun, falls er es getan hat, dann kannst du deinem Sohn auch eines kaufen. Aber ich glaube, du hast es dir selbst verdienen müssen, habe ich recht? So solltest du es auch mit deinem Sohn halten. Hilf ihm, indem du die Anzahlung für das Auto übernimmst und dann soll er doch jobben, damit er es abbezahlen kann. Die heutige Jugend muss lernen, dass man nicht alles umsonst bekommt. Fang damit bei deinem Sohn an. Sollte deine Frau deshalb zornig sein, mach ihr das Angebot, dass sie das Auto für den Jungen bezahlen soll – schließlich ist sie es, die chauffiert werden will.


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