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Regierung führt für Ausschreibungen elektronischen Bieterprozess ein
Premierminister Thaksin Shinawatra erklärte kürzlich,
dass die thailändische Regierung ab Januar 2003 für Ausschreibungen aller
Regierungsbüros einen elektronischen Bieterprozess einführen werde, um
Kosten zu sparen und gleichzeitig die Transparenz des Regierungshandelns zu
erhöhen.
In der ersten Phase werden die Behörden das sogenannte
„E-Procurement" bei kleineren Projekten einsetzen und es schrittweise
auf das gesamte Ausschreibungssystem ausweiten.
Viset Choopipan, der Präsident von PTT Plc., erklärte,
dass das Unternehmen schon seit Oktober 2001 die Technik der umgekehrten
Versteigerung über das Internet anbietet und dadurch mehr als 20 Prozent an
Ausgaben eingespart hat.
Umgekehrte Versteigerung bedeutet, dass in diesem Fall nicht ein
Verkäufer einen Gegenstand zur Versteigerung anbietet, sondern der Käufer
ein Kaufgesuch veröffentlicht, um das sich die möglichen Verkäufer
bewerben können. Der Käufer wählt dann das Angebot mit dem günstigsten
Preis.(TNA)
Bauern sollen organische Anbaumethoden einführen
Die einheimischen Bauern sollen ihren Nahrungsmittelanbau
auf organische Methoden umstellen, um der zunehmenden Nachfrage nach
chemikalienfreien Nahrungsmitteln auf dem Weltmarkt gerecht zu werden.
Somkid Disathaporn, der Direktor des Instituts für
organischen Getreideanbau in der Landwirtschaftsbehörde, erklärte, dass
der Konsum organisch hergestellter Nahrung jährlich um 15% zunimmt. Diesem
Trend folgend hat das Landwirtschaftsministerium das Institut Anfang dieses
Jahres gegründet, um die Produktion organischer Nahrung für den Weltmarkt
zu unterstützen.
„Die weltweite Nachfrage nach diesen Nahrungsmitteln
wächst erheblich und die Vereinigten Staaten, Deutschland und Japan
entwickeln sich zu den wesentlichen Absatzmärkten. Auch in Singapur nimmt
die Nachfrage deutlich zu. Deshalb besteht jetzt eine gute Gelegenheit für
die thailändischen Bauern, organische Anbaumethoden einzuführen."Das
Institut hat ein Pilotprojekt gestartet, um den organischen Anbau von
Getreide, Obst, Gemüse und Kräutern zu fördern. Insbesondere organischer
Jasminreis wird in der Europäischen Union so stark nachgefragt, dass die
Teilnehmer am Pilotprojekt die erforderlichen Mengen nicht produzieren
konnten.
Andere beliebte organische Produkte sind Bananen, Durian, Mais und
Salatgemüse. (TNA)
Immobilienboom
schwächt sich im Juli ab
Der Boom im Immobilienbereich schwächte sich im Juli
etwas ab und die Gesamtsumme der Kredite von Geschäftsbanken an
Immobilienunternehmen und Käufer ging zurück.
Die Bank of Thailand erklärte in einem kürzlich veröffentlichten
Bericht über die Lage im Immobilienbereich, dass die Gesamtsumme der im
Juli von Banken vergebenen Kredite an den Sektor 631,8 Milliarden Baht
betrug, das waren 3,5% weniger als im gleichen Vorjahresmonat. Diese Zahl
umfasst einen Rückgang der Kredite um 15,8% an die Immobilienunternehmen,
jedoch eine Zunahme der an die Käufer gewährten Darlehen um 7,1%. Im
Vergleich zum Juni gingen die Kredite an die Käufer um 1 Milliarde Baht auf
376,4 Milliarden Baht zurück und diejenigen an die Unternehmen um 3,69
Milliarden auf 255,4 Milliarden Baht. Die Zahl der ausgegebenen
Grundstückslizenzen betrug im Juli in Bangkok 1.020, 13,1% weniger als vor
Jahresfrist. Dagegen stieg die Anzahl der neu gebauten Häuser im
Jahresvergleich um 1,3% auf 2.743. Die Bank of Thailand geht davon aus, dass
die wirtschaftliche Erholung des Immobilienbereichs in der ersten Hälfte
dieses Jahres den Handel mit Grundstücken sowohl im Wert als auch in der
Anzahl gerechnet im ganzen Land angetrieben hat. Im Juli betrug der Wert der
in Thailand gekauften Grundstücke insgesamt 22,6 Milliarden Baht, was einem
Wachstum von 37,6% gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres entspricht. (TNA)
Hohe Nachfrage in Kanada nach Reis und Trockennahrung aus Thailand
Das Wirtschaftsministerium erklärte kürzlich, dass die
Nachfrage nach Reis und Trockennahrung aus Thailand in Kanada im Steigen
begriffen ist. Das thailändische Handelsförderbüro in Toronto hatte die
Behörde informiert, dass die Minh Phat Trading Co, der Großhändler für
Trockennahrung in Kanada, hochwertigen Reis aus Thailand importieren möchte,
um der hohen Nachfrage auf dem Markt gerecht zu werden.
Das Unternehmen ist mit dem Import thailändischer
Produkte sehr zufrieden, weil diese dort zu hohen Preisen verkauft werden
können. Die meisten Kunden der Firma sind Thailänder und Vietnamesen, die
in Kanada Restaurants oder Lebensmittelläden eröffnet haben.
Das Unternehmen beliefert direkt etwa 100 Restaurants in thailändischem,
vietnamesischem oder chinesischem Besitz in Toronto und Umgebung. Von diesen
sind etwa 40 thailändische Restaurants und 10 Supermärkte.Die nach Kanada
importierte Trockennahrung kommt zu 90% aus Thailand und zu 10% aus Vietnam.
Reis wird ausschließlich aus Thailand importiert. (TNA)
Japan drängt Thailand, mehr Rohzucker zu exportieren
Japanische Importeure von Rohzucker haben Thailand
gebeten, die Exporte dieses Produktes zu erhöhen. Ruengsak Ngamsompak, der
Generalsekretär des Ausschusses für Zuckerrohr und Zucker, erklärte, dass
er dieses Thema auf einem kürzlich abgehaltenen Besuch in Japan mit
Vertretern der japanischen Zuckerindustrie diskutiert habe.
Dabei wurden drei wesentliche Themen behandelt: die
Senkung der japanischen Rohzuckerimporte auf die Hälfte, die zunehmenden
Verluste von Zucker auf dem Export und das Problem der Qualität des
thailändischen Rohzuckers.
In diesem Jahr hat Japan nur 300.000 Tonnen Rohzucker
importiert, während es in den Vorjahren 700.000-1.000.000 Tonnen jährlich
einführte. Die japanischen Experten stellten jedoch klar, dass diese
Veränderung aus der Tatsache herrühre, dass die thailändischen Exporteure
die Exporte von Rohzucker zugunsten der verstärkten Ausfuhr verarbeiteten
Zuckers vermindert haben, um höhere Einnahmen zu erzielen.
„Japan ist jedoch mehr an Rohzucker aus Thailand interessiert, um die
Arbeitsplätze in der heimischen zuckerverarbeitenden Industrie zu erhalten.
Die japanischen Importeure kaufen den Rohzucker normalerweise zu 6 Baht pro
Kilo und raffinieren ihn für 10 Baht pro Kilo zu Zucker, welchen sie auf
dem lokalen Markt für 70 Baht pro Kilo verkaufen. Wenn Thailand seine
japanischen Kunden erhalten will, muss es mehr Rohzucker nach Japan
exportieren", sagte der Branchenvertreter. (TNA)
Investitionen in Baubranche nehmen weiter zu
Die Investitionen in der Baubranche werden in diesem Jahr
wahrscheinlich ein Wachstum von 7% aufweisen, so dass die Wertschöpfung
dieses Sektors um 8% zunehmen wird.
Das Thai Farmers Research Center erklärte, dass die
deutliche Erholung im Baubereich einen wesentlichen Einfluss auf die
Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Situation des Landes habe, da die
Branche etwa 10% des Bruttosozialproduktes erwirtschaftet. Durch einen
Anstieg der Bautätigkeit verbessert sich unmittelbar die Lage in der
Industrieproduktion, im Handel von Baumaterialien sowie im Innenausbau. Die
zunehmenden Einkommen im Baugewerbe fördern darüber hinaus den privaten
Konsum. Das TFRC geht davon aus, dass die Branche auch in der zweiten
Jahreshälfte weiter wachsen wird, wenn auch etwas langsamer. Das führende
Forschungsinstitut warnte jedoch davor, dass das Wachstum durch die starken
internationalen Unsicherheiten im kommenden Jahr deutlich abgeschwächt
werden könnte.
Aufgrund der Kriegsvorbereitungen der USA und Iraks und
der steigenden Ölpreise könnte sich die anfällige Weltwirtschaft weiter
verschlechtern, wodurch das gesamtwirtschaftliche Wachstum Thailands negativ
beeinflusst würde. Diese Situation würde sich auf das Vertrauen der
Konsumenten auswirken und dadurch einen Dominoeffekt hervorrufen, der die
anhaltende Erholung von Produktion und Investitionen stören würde. Dadurch
würden sich auch die Ergebnisse der Unternehmen sowie ihre finanzielle Lage
wieder verschlechtern, so dass das Problem der nicht bedienten
Verbindlichkeiten wieder stärker zum Tragen käme.
Da die Regierung aufgrund von Budgetrestriktionen das Wachstum im Bau-
und Immobilienbereich im kommenden Jahr nicht unterstützen kann, wird die
wirtschaftliche Erholung vor allem von privaten Investitionen abhängen. (TNA)
Premierminister schlägt Einführung eines Asia-Bond-Marktes vor
Premierminister Thaksin Shinawatra schlug kürzlich die
Einrichtung eines asiatischen Bondmarktes vor, um die Region vor einer neuen
Runde wirtschaftlicher Krisen zu schützen. In einer Rede auf einem Treffen
zur asiatischen Zusammenarbeit erklärte Thaksin im Rahmen des Asiengipfels
des Weltwirtschaftsforums, dass jedes Land Asiens 1% seiner internationalen
Währungsreserven zur Verfügung stellen solle, um diesen Markt zu schaffen.
Außerdem solle eine regionale Kredit-Ratingagentur
errichtet werden, um die in Asien ausgegebenen Schuldverschreiungen zu
bewerten. Die Länder Asiens müssten enger miteinander kooperieren, da in
anderen Regionen schon eine verstärkte Zusammenarbeit deutlich werde.
Die asiatischen Länder unterscheiden sich wesentlich in
geografischer und kultureller Hinsicht und die Region verfügen über enorme
natürliche Ressourcen. Deshalb sei es erforderlich, die Unterschiede zu
nutzen, um die gesamte Wirtschaftsregion zu stärken.
Der thailändische Premier sagte, dass sein Land die
wirtschaftliche Krise schon überwunden hat und die Wirtschaft sich wieder
erholt. Thailand versucht, die Wirtschaft angemessen zu steuern, um eine
nachhaltige Entwicklung zu garantieren, und bereitet sich darauf vor, die
Vorteile der Globalisierung und Liberalisierung zu nutzen.
Er erklärte weiterhin, dass es deutliche Zeichen gäbe, dass sich Asien
auf dem Weg zur Erholung befindet. Deshalb sei es jetzt an der Zeit, dass
die Länder der Region ihre Position ausbauen und strategische Allianzen
schmieden. Thaksin sagte, der asiatische Dialog für Zusammenarbeit könne
als ein ständiger Treffpunkt der Länder der Region dienen, um ihre
Stärken zu vereinen und gemeinsam zu mehr Wohlstand zu gelangen. (TNA)
Projekt „Phuket IT City“ zieht europäische Investoren an
Europäische Unternehmen beabsichtigen, in der südlichen
Provinz Phuket Investitionen im Bereich der Informationstechnologie (IT) zu
tätigen, auch wenn die Investitionen in Phuket teurer sind als in Bangkok,
erklärte ein hochrangiger Vertreter des Nationalen Zentrums für
elektronische und Computertechnologie (NECTEC).
Somyod Sunthornwipak, der Direktor des Projektes zur
Entwicklung der Informationstechnologie in Phuket, sagte, dass die
europäischen Investoren Phuket aufgrund seiner modernen Infrastruktur ein
beträchtliches Potential beimessen. „Und dazu kommt noch, dass das Wetter
in Phuket gut ist und die Insel ein berühmter und beliebter Ferienort des
Landes ist", fügte er hinzu.
Er führte die erheblichen Möglichkeiten der Insel als
neues Zentrum der Informationstechnologie auf das Interesse der Bewohner an
neuen Technologien und die ständige Verbesserung der Infrastruktur zurück.
„Seitdem die Prince of Songkhla University öffentliche
Computernetzwerkkurse anbietet, gibt es jetzt mehr als 200 Internetcafes in
Phuket", sagte Somyod.
Die TOT Corporation hat in der ganzen Provinz ein Glasfasernetzwerk
eingeführt und plant, das gesamte Kommunikationssystem in Phuket in naher
Zukunft zu modernisieren.
Direktor Somyod erläuterte weiterhin, dass das Projekt
„Phuket IT City" zur Zeit mit den europäischen Unternehmern
verhandelt wird, welche auf dem 750 Rai großen Grundstück investieren
wollen.
Obwohl die Provinzbehörden viele Aspekte des Plans schon abgeschlossen
haben, können sie das IT-City-Projekt aufgrund der hohen Grundstückspreise
in Phuket nicht selbst umsetzen. (TNA)
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