Sanfte Heilung aus der Natur
Ausgabe Nr. 16
20. Oktober - 26. Oktober 2002
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Ayurveda: Die Haut – unser größtes Organ

Rosalyn Bioree

Auch unsere Haut unterliegt besonderen Funktionen und Bedingungen und deshalb hat Ayurveda der Pflege und Behandlung dieses Organs so große Aufmerksamkeit gewidmet.

Die Haut ist das größte Organ des Körpers, gemacht zum Tasten und Fühlen. Bedingt durch die zahllosen Nervenendigungen, welche dieses Organ durchziehen, erlaubt es uns eine intensive Kommunikation mit unserer Umwelt. Das Berühren und Betasten stellen feinste Wahrnehmungsmöglichkeiten dar. Gefühle aber auch Zärtlichkeit und Zuwendung werden über die Haut ausgetauscht. Unsere Haut reagiert auch stark auf Emotionen. So können wir blass vor Schreck werden, rot vor Aufregung oder Scham. Nicht umsonst gibt es die Ausdrücke „zum aus der Haut fahren" oder „ich fühle mich in meiner Haut nicht mehr wohl". Wir schaudern uns bei Gruselfilmen, bekommen aus Angst oder Entsetzen Gänsehaut und tolle Musik geht uns „unter die Haut".

Krankheiten und Störungen zeigen sich an den entsprechenden Hautbereichen, da wird die Haut dann empfindlicher oder stumpfer. Sie kann sich warm oder kalt anfühlen, teigig wirken oder sogar schmerzen. Deshalb kann man auch Organe durch entsprechende Anwendungen an den Hautarealen heilen oder heilend beeinflussen.

In gewissen Sinne ist die Haut unser „Heiler". Untersuchungen ergaben nämlich, dass die Haut Hormone, Abwehrstoffe und noch andere wichtige Substanzen bildet, welche durch Massagen freigesetzt werden können. Außerdem besitzt unsere Haut die Fähigkeit Licht aufzunehmen und daher das so wichtige Vitamin D zu erzeugen. Die Haut wird auch oft die dritte Niere des Körpers genannt, da sie Schweißabsonderungen, Wärmeregulierung und Ausscheidungen aus dem Körperinneren vornehmen kann. Es besteht, aus ayurvedischer Sicht ein enger Zusammenhang zwischen Leber und Haut.

Unsere Haut hat demnach viele lebenswichtige Funktionen zu erfüllen und benötigt deshalb, zur Aufrechterhaltung derselben, unsere besondere Pflege und Schutz. Drei Voraussetzungen für gesunde Haut, Jugendlichkeit und Schönheit werden von Ayurveda genannt: eine gesunde, ausgewogene Ernährung, ein erholsamer Schlaf und die regelmäßige Pflege von Körper und Geist.

Sie sollten einen Ayurveda Fachmann aufsuchen und erfahren, welche Doshas Sie haben und sich dann entsprechend dieser ernähren. Bevorzugen Sie aber vor allem frische, vollwertige Speisen, vor allem Sprossen, Blattsalate und grünes Gemüse, Kokosnüsse und in Maßen Getreide wie Dinkel. Das alles fördert die Schönheit von Haut und Haaren.

Treiben Sie regelmäßig Sport – natürlich angemessen an Ihre Konstitution. Machen Sie auch Yoga-Asanas (erfahren Sie auch bei einem Kurs) und vor allem meditieren Sie so oft es geht.

Schlafen Sie ausreichend, denn die Hautzellen erneuern sich dabei ums Doppelte. Die Hirnanhangdrüse schüttet verstärkt Hormone aus und während der Tiefschlafphase bilden sich „Hautmutterzellen", die dann nach cirka 4 Wochen auf der Hautoberfläche erscheinen. Durch Schlafmangel wird die Haut ausgetrocknet, altert schneller. Man muss wissen, dass täglich etwa 2 Milliarden Hautzellen abgestoßen und wieder genauso viel erneuert werden. Deshalb ist ausreichender, gesunder Schlaf so wichtig im Auyrveda Programm.

Hier nun einige Tipps für Masken für gesunde, schöne Haut und gleichzeitig als Vorbeugung von Hautkrankheiten. Sie müssen allerdings wissen, welches Ihr Hauttyp ist, um die richtigen Fruchtmasken anwenden zu können.

Fruchtmaske für fettige Haut:

Eine halbe Kiwi Frucht im Mixer pürieren – oder einen halben Apfel und drei Bananen. Tragen Sie nun diese Mischung von der Kinnmitte aufs Gesicht, Hals und Decoltee auf, sparen sie die Augen dabei aus und bedecken Sie diese mit in Mandelöl getränkten Wattepads. 20 Minuten einwirken lassen.

Fruchtmaske für Mischhaut:

Drei Bananen und 50 Gramm Mungbohnen im Mixer pürieren und diese Mischung ebenfalls wie vorher angegeben auf dem Gesicht auftragen. Ebenfalls die Augen mit in Mandelöl getränkten Wattepads abdecken und die Maske 10 Minuten einwirken lassen.

Fruchtmaske für trockene Haut:

3 Bananen werden mit 100 Milliliter frischer Milch im Mixer püriert. Auf dieselbe Weise verfahren wie bei den oben angegebenen Masken. 20 Minuten einwirken lassen.

Fruchtmaske für normale Haut:

2 Bananen, ein geschälter Apfel und eine kleine Karotte im Mixer pürieren. Die Maske wieder so auftragen wie oben angeführt und 10 Minuten einwirken lassen.

Fruchtmaske für sehr empfindliche Haut:

Da diese Haut stark zu erweiterten Äderchen und Rötungen neigt, bereiten Sie dazu ein Püree aus ausschließlich Bananen zu. In gleicher Weise auftragen und 10 Minuten einwirken lassen.


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