Humor
Ausgabe Nr. 24
15. Dezember - 21. Dezember 2002
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Die Försterin

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken, Schneeflöcklein leis’ hernieder sinken.

Auf Edeltännlein’s grünem Wipfel häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.

Und dort vom Fenster her durchbricht den dunklen Tann ein warmes Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer die Försterin im Herrenzimmer.

In dieser wunderschönen Nacht hat sie den Förster umgebracht.

Er war ihr bei des Hauses Pflege seit langer Zeit schon sehr im Wege.

So kam sie mit sich überein: am Niklasabend muß es sein.

Und als das Rehlein ging zur Ruh’, das Häslein tat die Augen zu,

erlegte sie direkt von vorn den Gatten über Kimm und Korn.

Vom Knall geweckt, rümpft nur der Hase zwei-, drei-, viermal die Schnuppernase

und ruhet weiter süß im Dunkeln derweil die Sternlein traulich funkeln.

Und in der guten Stube drinnen, da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muss die Försterin sich eilen, den Gatten sauber zu zerteilen.

Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen nach Waidmanns Sitte aufgebrochen.

Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied (was der Gemahl bisher vermied)-

behält ein Teil Filet zurück als festtägliches Bratenstück

und packt zum Schluss, es geht auf vier, die Reste in Geschenkpapier.

Da tönt’s von fern wie Silberschellen, im Dorfe hört man Hunde bellen.

Wer ist’s, der in so tiefer Nacht im Schnee noch seine Runde macht?

Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten auf einem Hirsch herangeritten!

He, gute Frau, habt ihr noch Sachen, die armen Menschen Freude machen?

Des Försters Haus ist tief verschneit, doch seine Frau steht schon bereit:

„Die sechs Pakete, heil’ger Mann, ‚s ist alles, was ich geben kann".

Die Silberschellen klingen leise, Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.

Im Försterhaus die Kerze brennt, ein Sternlein blinkt — es ist Advent.

Die echte Bedeutung von: Betriebsfest

Das einzige Chaos in der Firma, das sich nicht spontan entwickelt, sondern von der Betriebsleitung organisiert wird. Beginnt mit artigem Zuprosten unter Wahrung der hierarchischen Etikette, um sich mit wachsendem Alkoholspiegel in einen anarchistischen Wahn zu steigern, an dessen Ende Azubi und Chef Arm in Arm auf dem Tisch von Fräulein Schmittke das Lied von der Biene Maja grölen. Das größte Problem am nächsten Morgen ist jedoch nicht der Kater, sondern die bange Frage, ob denn die ganzen neuen Duz-Freundschaften auch jetzt noch Geltung haben.


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