Sanfte Heilung aus der Natur
Ausgabe Nr. 25
22. Dezember - 28. Dezember 2002
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Reinfall durch Durchfall

Tina Novaree

Die Feiertage bringen es mit sich. Nicht nur die Geschenke, sondern auch eine weniger angenehme Begleiterscheinungen, den Durchfall. Es rumort im Bauch, krampfartige Schmerzen lassen einen bei der kleinsten Regung zur Toilette laufen und die ganzen Feiertage werden einem vermiest.

Die Auslöser von Durchfall sind in den meisten Fällen Bakterien, Viren und Parasiten. Sie werden durch die Nahrung aufgenommen, reizen die Darmschleimhaut und der Körper reagiert mit einer Abwehrreaktion, dem Durchfall. Mit viel Flüssigkeit versucht er, die Bakterien aus dem Darm zu schwemmen. Bei gesunden Menschen klingen die Beschwerden meist schnell und folgenlos ab, aber Kinder und ältere Menschen können dadurch viel leiden.

Zuerst einmal sollte man über die Vorbeugung sprechen. Leicht verderbliche Nahrungsmittel unbedingt im Kühlschrank unter 10 Grad lagern. Beim Auftauen darauf achten, dass das Tauwasser nicht mit anderen Esswaren in Berührung kommt. Bei den ersten Anzeichen von Durchfall zwei Äpfel schälen, reiben und essen. Das soll stündlich wiederholt werden. Äpfel, die nicht voll ausgereift sind, enthalten Pektine, die darmreizende Keime und Giftstoffe rascher aus dem Verdauungstrakt befördern.

Wenn der Durchfall bei Erwachsenen länger als 48 und bei Kinder 24 Stunden anhält, dann sollte man unbedingt den Arzt aufsuchen. Ebenso, wenn beim Stuhl Blut oder Schleim beigemischt ist, schwere Magen-Darmkrämpfe dazu kommen und man fiebert. Dann müssen die Bakterien mit Medikamenten bekämpft werden. Vor allen Dingen sollte man unbedingt, zum Ausgleich der, durch den Durchfall verminderten, Mineralstoffe, alle zwei Stunden eine Banane essen und viel klares, reines Wasser (ohne Mineralien) trinken.

Ansonsten kann man es gut mit einigen Naturheilmitteln versuchen. Heilerde hemmt Entzündungen und beruhigt die gereizte Darmschleimhaut. Drei- bis fünfmal einen Teelöffel Heilerde zur inneren Anwendung mit einer Tasse Kamillentee schluckweise trinken. Ringelblumen-Umschläge empfahl bereits die heilige Hildegard von Bingen, eine der bekanntesten Heilerinnen und Kräuterwissenschaftlerinnen. Zwei Hände voll getrockneter Ringelblumen-Blüten in ¾ l Wasser geben, erhitzen und 10 Minuten köcheln lassen, dann abseihen. Ein Tuch darin tränken, auswringen und auf den Bauch legen. Eine Decke darüber breiten zum Warmhalten. 15 Minuten einwirken lassen. Dasselbe stündlich wiederholen. Kräutertees helfen natürlich auch ungemein. Die Blutwurz enthält einen Wirkstoff, Tormetillrot, der das Vermehren schädlicher Bakterien im Darm hemmt. Zwei Teelöffel kleingeschnittene Wurzeln der Blutwurz in ¼ l Wasser geben, zum sieden bringen und bei kleiner Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen, zugedeckt 30 Minuten ziehen lassen und abseihen. Drei- bis fünf Tassen täglich trinken. Der Darm wird dadurch reguliert und die Schmerzen gelindert. Genauso wirken auch die Bitterstoffe im Wermutkraut. Einen Teelöffel davon in ¼ l siedendes Wasser geben, fünf Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Bis zum Abklingen der Beschwerden alle zwei Stunden eine Tasse trinken. Heidelbeertee beruhigt die gereizte Darmschleimhaut ebenfalls. Drei Teelöffel getrocknete Heidelbeeren mit einem Viertelliter kaltem Wasser übergießen, langsam zum Sieden bringen, 10 Minuten köcheln lassen und abseihen. Dreimal am Tag diese Menge trinken. Treten neben dem Durchfall auch Magenkrämpfe auf, dann hilft ein Tee aus Gänsefingerkraut. Einen gehäuften Teelöffel getrocknetes Kraut mit einem Viertelliter heißem Wasser überbrühen, fünf Minuten ziehen lassen, abseihen. Über den ganzen Tag verteilt drei Tassen davon trinken.


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