Kritik
2. Jahrgang
Ausgabe Nr. 1

5. Januar - 11 Januar 2003
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Motts CD Hütte: Pink Floyd – Echoes – The Best Of

Mott der Hund

***** Wertung: 5 Sterne

Alle Scheiben mit dem Titel „Best Of" unterliegen immer dem üblichen Problem, das immer gefragt wird, warum ein bestimmter Titel nicht mit enthalten ist oder was ein anderer Titel dort macht. Stellen wir das gleich klar: In meiner Bestenliste von Pink Floyd stehen „Saucerful of Secrets" von „Ummagumma", „Remergence" und „Mudmen" von „Obscured by Clouds" und sicher nicht das furchtbare „When Tigers Broke Free", was bestimmt nur deshalb auf dem Album ist, weil es sonst auf keiner CD zu finden ist, da es bisher lediglich einmal 1982 als Single aus dem zusätzlichen Material für „The Wall, The Movie" auf den Markt kam. Auf einem „Best of Pink Floyd"-Album sollte auch nichts von diesem schrecklichen letzten Album „The Final Cut" enthalten sein. Doch genug der Beschwerden, der Rest der zwei Stunden fünfunddreißig Minuten ist großartig. Drei Songs von „Piper at the Gates of Dawn", „Set the controls for the heart of the Sun" (das einzige Stück, welches von der Fünferbesetzung von Pink Floyd aufgenommen wurde, bevor der liebenswerte, aber vollkommen verrückte Syd Barret dem Sonnenuntergang entgegenritt) und „Jugband Blues" von „Saucerful of Secrets", „One of these days" und das mächtige „Echoes" (großartig von den ursprünglichen 23 auf vertretbarere 17 Minuten zusammengeschnitten, wobei doch alle Bieps und Bängs und David Gilmours tolle Gitarrensolos erhalten wurden) von „Meddle", glücklicherweise die beste Hälfte der Stücke aus „Dark Side Of The Moon", insgesamt fünf, zwei von „Wish You Were Here", einer aus „Animals", vier von „The Wall" und vier aus den beiden letzten Alben „Momentary lapse of Reason" und „Division Bell". Doch leider nichts aus ihren drei herrlichen Livealben.

Insgesamt ist die Zusammenstellung ein weiterer Beweis dafür, dass Pink Floyd noch immer die feinste Band im Weltraum ist. Das beste ist jedoch, dass das Album von zwei schönen Syd-Barret-Songs abgeschlossen wird, die nicht nur ein bischen Licht in die im allgemeinen düsteren Gedanken von Pink Floyd bringen, sondern hoffentlich auch ein paar Groschen in Syds Geldbeutel, die ihm in seiner Zurückgezogenheit in Cambridge sicher gut bekommen würden.

Disc Zwei schließt mit dem dröhnenden „High Hopes", was wie der abschließende Ausdruck ihrer schwermüdigen Majestät klingt und das letzte Stück des letzten Pink-Floyd-Albums ist. Aber die Geschichte geht noch weiter, denn als der Schlussakkord verklingt, läutet eine Glocke und Syd kommt noch einmal und singt „Bike", einen fröhlichen, angenehm rührenden Abschluss einer großartigen Karriere. Das beste an diesem „Best Of"-Album ist, dass die Songs von 1994 übergangslos in Lieder von 1967 übergehen, ohne eine Note zu vergessen. Großartig, Pink Floyd, Tschüss, vielen Dank und erfreut euch an der Rente.

Musiker

Syd Barret – Gitarre, Gesang

David Gilmour – Gitarre, Gesang

Roger Waters – Bass, Gesang

Rick Wright – Keyboards, Gesang

Nick Mason – Schlagzeug

Inhalt

Disc I

1. Astronomy Domine

2. See Emily Play

3. The Happiest Days Of Our Lives

4. Another Brick In The Wall (Part 2)

5. Echoes

6. Hey You

7. Marooned

8. The Great Gig In The Sky

9. Set The Controls For The Heart Of The Sun

10. Money

11. Keep Talking

12. Sheep

13. Sorrow

Disc II

1. Shine On You Crazy Diamond (Parts 1-7)

2. Time

3. The Fletcher Memorial Home

4. Comfortably Numb

5. When The Tigers Broke Free

6. One Of These Days

7. Us And Them

8. Learning To Fly

9. Arnold Layne

10. Wish You Were Here

11. Jugband Blues

12. High Hopes

13. Bike

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mottthedog@shenanigens-pattaya.com