Auch ihre Gruppenführer waren mit dabei
Natürlich kamen die jungen Pfadfinder aus verschiedenen
Ländern nicht, um sich ihre Ersatzdrogen abzuholen, sondern sie besuchten das
Drogenzentrum Baan Poonsri Uppatham in Nordpattaya, um sich dort einmal
gründlich umzusehen.

Vitaya
Chenchai und Lard Jainam führten die traditionelle Kampftechnik auf eine
originelle Art vor.

Marjolein
Knijnenburg (rechts) mit ihren fleißigen Helfern, Assistant Anupong Jaikeow
(links) und der medizinischen Assistentin Thanida Keowchan.
Diese täglichen Ganztagsbesuche von verschiedenen Gruppen
wurden als eine der Tagesaktivitäten für die Pfadfinder ins Programm
aufgenommen. Sie sollten die aufopfernde Arbeit des Leiters des Zentrums,
Polizeioberstleutnant Jirat Phichitpai, und seiner Gruppe kennen lernen, aber
auch gleichzeitig um mit den Insassen des Heimes über deren Probleme sprechen
und dadurch vor dem Drogenkonsum gewarnt werden.
Die hübsche 21-jährige Holländerin Marjolein Knijnenburg
kam über eine Woche lang täglich mit neuen Gruppen ins Heim und fühlte sich
dort, wie sie sagte „schon fast wie zuhause". Sie selbst ist bereits
seit 13 Jahren eine Pfadfinderin und wird es auch weiterhin mit Begeisterung
bleiben. „Dieser Besuch hier im Drogenzentrum von Pattaya hilft den Jungen
und Mädels ungemein, die Drogensüchtigen kennen zu lernen und ihre Probleme
besser zu verstehen", sagt sie. Sie und die anderen Helfer sahen es als
große Hilfe an, dass die jungen Pfadfinder lernten, welche Maßnahmen
ergriffen werden, um die süchtigen Jugendlichen wieder auf den rechten Weg zu
führen, sie von ihrer Sucht zu befreien und sie wieder zu vollwertigen
Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft zu machen.
Nach der Präsentation durch Polizeioberstleutnant Jirat
Phichitpai, bei der sie erfuhren, dass bereits über 20.000 Drogensüchtigen,
Thais und Ausländern, erfolgreich in diesem Heim geholfen wurde, wurden die
Jungs und Mädels eingeladen, gemeinsam, zum Zeichen der Verbundenheit, Bäume
im Garten des Drogenzentrums anzupflanzen. Durch diese gemeinsam zwischen den
Heiminsassen und den Pfadfindern durchgeführte Arbeit, kam sofort eine
Verbundenheit zwischen den Jugendlichen auf und trotz der Sprachbarriere kam
man sich sofort in Freundschaft näher.

John
Larkin, der Führer von „Heartbeat" Unit Großbritannien (rechts stehend)
mit seiner Scouttruppe.

Zakir
Hossain aus Bangladesh (Mitte) erklärt seinen Pfadfindern die Kampftechnik der
sie gerade beiwohnen.
Dies drückte sich auch nach dem gemeinsamen Mittagessen bei
den anschließenden Vorführungen aus. Eine besondere Art Kampfshow wurde von
Vitaya Chenchai und Lard Jainam vorgeführt. Und obwohl dieser Kampf am Anfang
recht ernst aussah, merkte man bald, dass zwei sehr talentierte junge Komiker
am Werke waren, deren Vorführung reichlich beklatscht und belacht wurde. Auch
andere Heiminsassen, wie Best und Bo mit ihrer hauseigenen Band ergriffen das
Mikrofon und gaben ihre Gesangeskünste zum Besten. Daraufhin ließen sich die
Gäste nicht lumpen und zeigten ihrerseits, was sie alles konnten.

Best und
Bo zeigten den Gästen mit ihrer Gruppe, wie man in Thailand rockt.
Obwohl dies nur eine der vielen Aktivitäten der Pfadfinder war, bleibt sie
doch mit Sicherheit in den Köpfen der jungen Menschen haften und hat auf ihre
Weise dazu beigetragen, das Motto dieser 20. Welt-Jamboree an der Yao Beach in
Sattahip zu treffen: „Lern meine Welt und meine Kultur kennen".
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