Reisen und Tourismus
2. Jahrgang
Ausgabe Nr. 2

12. Januar - 18 Januar 2003
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Pfadfinder wurden im Drogenzentrum entdeckt

Auch ihre Gruppenführer waren mit dabei

Natürlich kamen die jungen Pfadfinder aus verschiedenen Ländern nicht, um sich ihre Ersatzdrogen abzuholen, sondern sie besuchten das Drogenzentrum Baan Poonsri Uppatham in Nordpattaya, um sich dort einmal gründlich umzusehen.

Vitaya Chenchai und Lard Jainam führten die traditionelle Kampftechnik auf eine originelle Art vor.

Marjolein Knijnenburg (rechts) mit ihren fleißigen Helfern, Assistant Anupong Jaikeow (links) und der medizinischen Assistentin Thanida Keowchan.

Diese täglichen Ganztagsbesuche von verschiedenen Gruppen wurden als eine der Tagesaktivitäten für die Pfadfinder ins Programm aufgenommen. Sie sollten die aufopfernde Arbeit des Leiters des Zentrums, Polizeioberstleutnant Jirat Phichitpai, und seiner Gruppe kennen lernen, aber auch gleichzeitig um mit den Insassen des Heimes über deren Probleme sprechen und dadurch vor dem Drogenkonsum gewarnt werden.

Die hübsche 21-jährige Holländerin Marjolein Knijnenburg kam über eine Woche lang täglich mit neuen Gruppen ins Heim und fühlte sich dort, wie sie sagte „schon fast wie zuhause". Sie selbst ist bereits seit 13 Jahren eine Pfadfinderin und wird es auch weiterhin mit Begeisterung bleiben. „Dieser Besuch hier im Drogenzentrum von Pattaya hilft den Jungen und Mädels ungemein, die Drogensüchtigen kennen zu lernen und ihre Probleme besser zu verstehen", sagt sie. Sie und die anderen Helfer sahen es als große Hilfe an, dass die jungen Pfadfinder lernten, welche Maßnahmen ergriffen werden, um die süchtigen Jugendlichen wieder auf den rechten Weg zu führen, sie von ihrer Sucht zu befreien und sie wieder zu vollwertigen Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft zu machen.

Nach der Präsentation durch Polizeioberstleutnant Jirat Phichitpai, bei der sie erfuhren, dass bereits über 20.000 Drogensüchtigen, Thais und Ausländern, erfolgreich in diesem Heim geholfen wurde, wurden die Jungs und Mädels eingeladen, gemeinsam, zum Zeichen der Verbundenheit, Bäume im Garten des Drogenzentrums anzupflanzen. Durch diese gemeinsam zwischen den Heiminsassen und den Pfadfindern durchgeführte Arbeit, kam sofort eine Verbundenheit zwischen den Jugendlichen auf und trotz der Sprachbarriere kam man sich sofort in Freundschaft näher.

John Larkin, der Führer von „Heartbeat" Unit Großbritannien (rechts stehend) mit seiner Scouttruppe.

Zakir Hossain aus Bangladesh (Mitte) erklärt seinen Pfadfindern die Kampftechnik der sie gerade beiwohnen.

Dies drückte sich auch nach dem gemeinsamen Mittagessen bei den anschließenden Vorführungen aus. Eine besondere Art Kampfshow wurde von Vitaya Chenchai und Lard Jainam vorgeführt. Und obwohl dieser Kampf am Anfang recht ernst aussah, merkte man bald, dass zwei sehr talentierte junge Komiker am Werke waren, deren Vorführung reichlich beklatscht und belacht wurde. Auch andere Heiminsassen, wie Best und Bo mit ihrer hauseigenen Band ergriffen das Mikrofon und gaben ihre Gesangeskünste zum Besten. Daraufhin ließen sich die Gäste nicht lumpen und zeigten ihrerseits, was sie alles konnten.

Best und Bo zeigten den Gästen mit ihrer Gruppe, wie man in Thailand rockt.

Obwohl dies nur eine der vielen Aktivitäten der Pfadfinder war, bleibt sie doch mit Sicherheit in den Köpfen der jungen Menschen haften und hat auf ihre Weise dazu beigetragen, das Motto dieser 20. Welt-Jamboree an der Yao Beach in Sattahip zu treffen: „Lern meine Welt und meine Kultur kennen".


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