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Großer Empfang für Siemens-Boss
beim deutschen Botschafter
Am 2. Januar fand ein großer Cocktail Empfang aus Anlass
des Besuches von Dr. Heinrich von Pierer, dem Vorstandsvorsitzenden der
Siemens AG und Vorsitzenden des Asien-Pazifik-Ausschusses der deutschen
Wirtschaft, in der Residenz des deutschen Botschafters Andreas von Stechow
statt.
Der Botschafter sagte in seiner Begrüßungsansprache,
dass er es als große Ehre empfindet, diesen hohen Besuch bei ihm willkommen
heißen zu dürfen und strich auch heraus, dass er über die große Anzahl
der Gäste, die trotz der vielen von der Regierung bewilligten Feiertage
gekommen waren, sehr erfreut war. Unter den Ehrengästen befand sich auch
der Präsident des Nationalen Repräsentantenhauses und Sprecher des
Unterhauses, Khun Uthai Pimchaichon.

Uthai
Pimchaichon, der Sprecher des Unterhauses und Präsident der Nationalen
Repräsentantenhauses, gab in seiner Rede seine enge Verbundenheit zu
Deutschland kund.

Der
deutsche Botschafter Andreas von Stechow bei seiner Begrüßungsansprache.
Humorvoll und mit viel Charme begrüßte er Dr. von Pierer und Uthai
Pimchaichon.

Dr. von
Pierer während seiner Rede, in der er ebenso humorvoll war wie der
Botschafter

Hing
gebannt an den Lippen ihres Gatten: Junko von Stechow
Andreas von Stechow kündigte seinen deutschen Ehrengast
mit den Worten an: „Heuer haben wir im chinesischen Horoskop das Zeichen
des Schafes. Dieses Tier ist intelligent und vorausblickend, es ist
betriebsam, bescheiden und ein fleißiger Arbeiter. Es gibt Kleidung und
Nahrung gleichzeitig. Für ein Geschäftsjahr ein gutes Vorzeichen. Heute
heißen wir Dr. Heinrich von Pierer willkommen. Er erinnert mich an das
vorausschauende Schaf. Seine Firma gibt cirka 400.000 Angestellten auf der
ganzen Welt Kleidung und Nahrung durch effiziente Produktion und durch
moderne Technologie. Dr. von Pierer hat eine spezielle Verbindung zu Asien.
Er war es, der früher als viele andere den dynamischen Markt in
Südostasien erschloss und eine Schlüsselrolle dabei spielte, deutsche
Firmen nach Asien zu bringen. Siemens Produkte gehören zu den besten in der
Welt. Siemens ist das Zeichen für deutsche Qualität, Progress und
Innovation und Ansehen. Dr. von Pierer ist der vorausschauende Vorsitzende
eines weltführenden Konzerns, der mit persönlichem Charme, dem Gedächtnis
eines Elefanten und großer Voraussicht die treibende Kraft des deutschen
Handels mit Asien darstellt."

Uthai
Pimchaichon, Andreas von Stechow und die beiden führenden Siemens Männer,
Dr. von Pierer und Dr. Ockert van Zyl

Beim
Drink nach dem formellen Teil: Dr. Herbert Traxl, der österreichische
Botschafter, Datin Zai Ali Normann, Botschafter Andreas von Stechow, Edgar
E. Normann, Direktor von NRC und Shovana Traxl.

Hier
ein kleiner Teil der illustren Gäste, die den Reden interessiert zuhören
Dr. von Pierer wurde im Jahre 1992 als Nachfolger von Dr.
Kaske Chef von Siemens. Sofort nach Antritt seiner Position begann er mit
der Rekonstruktion der Firma, indem er Zentren der Kompetenz schuf und die
Wellenbewegungen an den Aktienmärkten ausnützte. Er kam direkt zur Party
aus China, wo er gemeinsam mit dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder
die Transrapid Magnetbahn, die mit einer Rekordgeschwindigkeit Schanghai mit
Pudong verbindet, einweihte. Diese Magnetbahn war in einer Rekordzeit von
nur einem Jahr erbaut und fertiggestellt worden.
Siemens hat die Skytrain in Bangkok mit erbaut und auch
die neue Untergrundbahn, welche im nächsten Jahr ihren Betrieb aufnehmen
wird, benützt Siemens Technologie. Ebenso sind Kraftwerke, elektrische
Übertragungsnetzwerke und mobile Kommunikationstechnik in Thailand und ganz
Asien Nummer zu finden.
In seiner Rede sagte Dr. von Pierer, dass er schon vieles
genannt worden sei, aber noch nie ein Schaf oder ein Elefant. Er würde es
aber aus dem Mund des Botschafters als Kompliment nehmen und sich bemühen,
weiterhin diesem Ruf gerecht zu werden. Er führte weiter aus, dass der
Asien-Pazifik-Auschuss aus 600 führenden deutschen Firmen bestehe, die sich
in Asien engagiert haben. Alle zwei Jahre treffen sie sich in Ländern mit
interessanten Entwicklungen. Das letzte Treffen war im vorigen Jahr in Tokio
und wird im Jahre 2004 in Bangkok stattfinden. Dr. von Pierer war die
treibende Kraft hinter dieser Entscheidung des Komitees. Er sagte weiter:
„Thailand und Deutschland sind enge Partner auf vielen Gebieten und ich
gebe der Hoffnung Ausdruck, dass diese Verbindung noch viel weiter ausgebaut
werden kann."
Der letzte Sprecher vor dem Abendessen war der Präsident
des Nationalen Repräsentantenhauses und Sprecher des Unterhauses, Khun
Uthai Pimchaichon. Er schloss sich den Wünschen seines Vorredners an und
strich heraus, dass Thailand eine integrierende Rolle in Südostasien spielt.
„Thailand zeigt ein klare Verpflichtung zur Demokratie, Menschenrechten
und Marktwirtschaft. Thailand ist auch als politischer Partner für
Deutschland in Südostasien privilegiert und ich glaube, dass Thailand ein
Beispiel für demokratisches Wachstum für seine Nachbarn darstellt."
Er dankte Dr. von Pierer für alles, was dieser bereits für Thailand
gemacht hat und forderte ihn auf, weiterhin dafür Sorge zu tragen, dass
mehr deutsche Firmen in Thailand investieren.
Nach all diesen Reden waren natürlich alle hungrig und
guter Dinge machte man sich auf, das exzellente Büffet zu verspeisen. Die
Party ging noch ziemlich lange weiter und auch Dr. von Pierer nahm noch
lange daran teil.
Dr. von Pierers Besuch in Thailand war nur halb privater Natur, da er am
nächsten Tag einen Termin bei Premierminister Thaksin hatte. Es wurde
gerätselt, ob vielleicht der Tenor dieses Gespräches eine ähnliche
Magnetbahn wie in Shanghai gewesen sei.
Eine Traumhochzeit a la Hollywood
Wie im Märchen oder im Film begann die Romanze der
beiden jungen Leute, die sich kürzlich fürs Leben verbanden. Sonthaya
Khunpluem, traf die Dame seines Herzens, Sukumol Khonjaem, erstmalig
während einer seiner Wahlkampagnen vor mehr als drei Jahren. Für beide war
es Liebe auf den ersten Blick und seither waren sie unzertrennlich.

General
Prem Tinsulanonda gibt dem Paar im Beisein von Premierminister Thaksin
Shinawatra gute Ratschläge und wünscht ihnen viele glückliche Jahre.
Am 8. Januar war es dann endlich soweit und die beiden
Liebenden gaben ihr Ja-Wort um von nun an vereint durchs Leben zu gehen. Die
größte Hochzeit aller Zeiten in Chonburi wurde in Gegenwart von den
höchsten Würdenträgern des Landes und 10.000 Gästen im Ambassador
Jomtien Hotel gefeiert
Da es sich bei Sonthaya, 39, ein Absolvent der Sripatum
Universität, wo er Recht studierte und seinen Abschluss auf der Burapha
Universität machte, um den Minister für Tourismus und Sport, aber
gleichzeitig auch um den ältesten Sohn von Kamnam Poh, Somchai Khunpluen
handelt, machte diese Traumhochzeit natürlich besonders medienreif. Auch
die Braut, Sukumol, kommt aus einer der ersten Familien im Raum Chonburi.
Die Khonjaem Familie besitzt die Baumaterialien Firma Baan Ampur Trading
Ltd. Sukumol, eine 27-jährige Schönheit, hat auf der Assumption
Universität Betriebswirtschaft studiert und sich nach ihrem Abschluss auf
das Hotelmanagement konzentriert.

Das
junge Paar mit Familienangehörigen vor dem Haus der Braut.

Somchai
und Satil Khunpluem erhalten Geschenke von den Neuvermählten.

Braut
und Bräutigam erhalten Geschenke von den Brauteltern.

„Mit
diesem Ring nehme ich dich zur Frau."
Bereits um 9:09 Uhr früh begannen die Zeremonien der
buddhistischen Trauungsfeierlichkeiten mit der „Khan Mark" Parade,
bei der 88 Paare, angeführt von den Eltern des Bräutigams, Somchai und
Satil Khunpluem, die Geschenke und die Aussteuer in den großen Ballsaal
brachten. Die Stimmung war allgemein sehr gehoben, da der berühmte
Shinakorn Krailas traditionelle Hochzeitslieder während des langes Weges
sang.
Um pünktlich 11:09 Uhr wurde der Höhepunkt, die heilige
Wasserzeremonie durchgeführt, bei welcher der Nationalstaatsmann, der
ehemaliger Premierminister und Haupt des Staatsrates, General Prem
Tinsulanonda, dem Brautpaar die Ehre erwies und gesegnete Girlanden, die mit
einer Blumenkette verbunden waren, auf die Häupter des Paares legte, um
ihre Verbundenheit zu zeigen. Anschließend goss er als Erster das geweihte
Wasser in ihre Hände, gefolgt von Abertausenden von Menschen, die alle
gekommen waren, um dem jungen Paar Glück zu wünschen.

Nationalkünstler
Shinakorn Krailas erfreut die Teilnehmer mit traditionellen thailändischen
Hochzeitsliedern.

Somchai
Khunpluem und General Prem Tinsulanonda gemeinsam mit dem Hochzeitspaar.

Sonthaya
mit Familienmitgliedern vor der „Khan Mark"-Prozession.

Sawang
Srisakun, der Gouverneur von Chonburi, überreicht dem Paar die
Heiratsurkunden.
Die höchsten Würdenträger des Landes waren ebenfalls
gekommen, um dieser Traumhochzeit beizuwohnen: Premierminister Taksin
Shinawatra, Sanoh Tientong, Präsident der Berater des Premierministers und
dessen Gattin Uraiwan, Banharn Silpa-archa, der Vorsitzende der Chart Thai
Party und seine Gemahlin Khun Ying Jamsai. Viele andere hochrangige Minister
und Politiker, regionale und national, geführt vom stellvertretenden
Premier Minister Chavalit Yongchaiyudh, Wirtschaftsgrößen und über 10.000
andere Gäste nahmen an diesem Ereignis teil.
Die anschließende Hochzeitsfeier übertraf alles schon
einmal da gewesene und auch die Tausende Gäste außerhalb des Saales
speisten an mehr als 100 Ständen, in denen man das feinste Essen bekam und
alle feierten in guter Stimmung. Dazu trug natürlich auch die Unterhaltung
bei. „Ford" Sobchai Kriyurasen und Kornpin Puangpo, zwei der
bekanntesten Sänger aus Thailand sangen gleich nach der Zeremonie ein Lied
für das Brautpaar: „Fak wai nai mue" („Halte es sicher in deiner
Hand"). Settha Sirachaya, ein bekannter Showmaster sorgte für die gute
Abwicklung auf der Bühne und führte gekonnt durch den Nachmittag. Immer
wieder wurden Filme gezeigt, auf denen die Verwandten, Freunde und Bekannten
dem Brautpaar zur Hochzeit gratulierten.
Das Thema der Party war pink und blau, die bevorzugten
Farben des Brautpaares. All die wunderschöne Dekoration im Saal und auch
draußen, wo sich die 10.000 Gäste aufhielten, waren in diesen Farben
gehalten. Das Ambassador Jomtien Hotel, in welchem dieses großartige
Ereignis stattfand, hatte diese Hochzeit wirklich wie eine Märchenhochzeit
ausgerichtet.
Märchenhaft ist allerdings auch die Aussteuer: Mit
4.444.400 Baht, Gold im Gewicht von 20 Baht und Diamanten und Juwelen im
Wert von 100 Millionen Baht. Die Eltern der Braut schenkten Ländereien im
Wert von Hunderten von Millionen Baht.
Mit all diesen Geschenken wurde der gemeinsame Lebensweg des Brautpaares
wahrlich vergoldet. Die Eltern des Bräutigams schenkten dem glücklichen
Paar noch ein Traumhaus und den Familienring der Khunpluems, sowie einen
funkelnagelneuen Mercedes Benz E-280 für mehr als 3 Millionen Baht. Damit
sie den vergoldeten Weg auch stilgerecht zurücklegen können.
Sammlie
Eine Erzählung von Varee Buntschuschej
Kapitel 1 Der Urwald
Sammlies Heimat liegt im Regenwald am äußersten südlichen
Rande Thailands. Dort sprach man nicht über die Liebe. Besonders das
Geschlechtliche zwischen Mann und Frau war ein Tabuthema. Auch das Küssen und
das Streicheln kannten die Menschen dort nicht. Von der Liebe oder dem verliebt
sein hatte Sammlie vor ihrem fünfzehnten Lebensjahr noch nichts gehört. Auch
in der Schule wurde nicht gelehrt, wie Kinder gezeugt werden. Über eine solche
Peinlichkeit sprach man dort nicht.

Als Sammlie noch sehr klein war, war sie immer müde und
ängstlich. Außer Essen und Schlafen tat sie nichts anderes. Sie hatte
schreckliche Angst davor das Haus zu verlassen. Sammlie fürchtete sich vor
allem, und nicht nur vor der Dunkelheit, sondern ganz besonders vor der
Mondfinsternis, die im ganzen Dorf die Herzen der Bewohner mit Angst erfüllte.
Vor allem Sammlies Mutter in ihrer Ängstlichkeit vergoss sehr viele Tränen
darüber, da sie meinte, dass mit der Mondfinsternis die Welt untergehen werde.
Davor hatte Sammlie fürchterliche Angst. Ihr wurde klargemacht, dass sie nicht
verschlafen dürfe, wenn die Mondfinsternis kommt. Man sah diese als ein
tragisches Ereignis an. Man glaubte, dass ein böser Geist namens Ra-Hu sich
am Himmel herumtreibe, um Krach und Unruhe zu verbreiten. Das ist das
verbrecherische, mächtige Monstrum, das vom höchsten Gott der Buddhisten, Theravada,
bestraft worden ist. In der Nacht gibt es keine Sonne am Firmament, sondern nur
der Mond und kleine Sternchen sind zu sehen. Der Mond mit seinem entzückenden
schwachen Strahl stellt die schönste Erscheinung dar, deshalb versucht Ra-Hu
ihn zu schlucken. Wenn der Mond geschluckt würde, dann wäre die Welt in
der Nacht noch dunkler und würde für immer finster bleiben. Darum müssen die
Menschen dem Mond so gut und so schnell wie möglich helfen, um Ra-Hu mit
großem Krach und viel Lärm zu erschrecken. Dann wird der Mond von ihm wieder
freigegeben und ausgespuckt.
Die Mondfinsternis, die auf Thai Ra-Hu gin chan genannt
wird, ereignet sich meistens in der Nacht. In Sammlies Geburtsdorf Huhr-Sa-Pann
war es an diesem Tag ganz still und die Dorfbewohner verhielten sich sehr
seltsam. Kein Mensch traute sich aus dem Haus zu gehen. Man flüsterte nur noch,
und selbst von den Nachtvögeln war kein einziger Laut mehr zu hören. Es gab
kein Katzenmiauen, kein Hundegebell, kein Babyschreien, keinen Eulenruf. Der
Himmel und die Welt waren stockdunkel und wie dunkel war das! Man hätte denken
können die ganze Welt sei mit schwarzer Farbe angestrichen worden. Die riesigen
mehrhundertjährigen Bäume sahen in der Finsternis bedrohlich schwarz und
mächtiger als je zuvor aus. Sie standen in der Windstille erstarrt wie
Teufelserscheinungen. Alle Leute des Dorfes verhielten sich schweigsam
untereinander.
In solch einer Nacht mussten alle Dorfbewohner wach bleiben
und mit Gongs, Trompeten, Trommeln, Raketen und Fackeln ausgerüstet zu einer
bestimmten Zeit tief in den Urwald gehen. Dann hatten alle Bewohner des
Dschungels zu leiden. Die Gongs und die Trommeln wurden nämlich die ganze Nacht
lang so laut wie möglich geschlagen. Die Trompeten wurden schmetternd geblasen.
Und wer kein Instrument hatte, der klopfte auf Blechtöpfe. Feuerraketen wurden
hoch in Richtung Mond geschossen ungeachtet der Waldbrandgefahr. Dazu musste man
vor dem Ra-Hu laut schreien, laut rufen und laut betteln oder ihn aber
beschimpfen. Jedenfalls war soviel Lärm und Krach zu machen bis der Mond
freigegeben wurde. Dieses Verhalten der Erwachsenen empfand Sammlie als
unglaublich dummes Zeug. Trotzdem hatte sie Angst davor, weil sie mit den
Erwachsenen in der Dunkelheit tief in den Urwald gehen musste. Wenn es möglich
war, dann versteckte sie sich mucksmäuschenstill und schwieg wie ein Grab.
Dabei machte sie sich ganz klein unter ihrem baumwollenen Wickelrock, dem
Sarong, den sie am Tag als Körperbedeckung und in der Nacht als Schlafdecke
benutzte. Gleichzeitig steckte sie ihre Zeigefinger in beide Ohren, um sich vor
dem Krach aus dem tiefen Wald zu schützen. Irgendwann, bevor die anderen sehr
spät ins Haus zurückkamen, schlief Sammlie fest ein, wenn sie nicht zuvor von
ihrem Vater entdeckt und aus Wut unzählige Male von ihm geschlagen wurde.
Fortsetzung folgt
Heissa und Juchei – jetzt kann man hoch hinaus springen
Auch Pattayas Bürgermeister wurden dabei überrascht
Ein Spaß, nicht nur für Kinder, ganz besonderer Art wurde
in der Tipp-Plaza errichtet: „Freddy’s Funplace at the Beach".
Mitten auf der ganz neu errichteten Plaza stehen drei riesige
Trampoline und warten auf die Unentwegten, die sich darauf produzieren wollen.
Als wir zur feierlichen Eröffnung dort eintrafen, standen auch schon wahrhaftig
einige Mutige auf diesen Sprungbrettern, die den Spaß bedeuten, und hüpften
drauf los, was das Zeug nur hielt.

(von links)
Peter Malhotra, Bürgermeister Pairat Suttithamrongsawat, Freddy Schäller und
Erika Keller zerschneiden das Eröffnungsband zum neuen Euro-Bungee.
Freddy Schäller, der Besitzer, hat sich da wirklich etwas
ganz Nettes einfallen lassen, als er die Geräte zur allgemeinen Benützung
aufstellen ließ. „Lange habe ich nachgedacht, was man denn in Pattaya, dieser
Fun Stadt, in der es aber eigentlich schon alles gibt, noch machen könnte",
berichtet der Schweizer. „"Dann kam mir die Idee mit den Trampolinen und
ich glaube, es wird gut einschlagen." Ja, das glauben wir auch, denn es
bringt Bewegung, es ist gesund, es hält die Muskeln in Trab und das Wichtigste,
es macht ungeheuer viel Spaß.
200 Baht kostet der Spaß für fünf Minuten. Das ist nicht
lange? Na, probieren Sie es doch aus, dann werden Sie bestimmt feststellen, dass
fünf Minuten sehr lange sein können – es sei denn, sie sind ein trainierter
Sportler oder - ein Kind.

Der
Bürgermeister genießt es, über dem Boden zu schweben
Pattayas Bürgermeister Pairat Sutithamrongsawat, der den
Platz in Gegenwart vieler Freunde und Schaulustiger offiziell eröffnete, sprang
gleich nach der Eröffnung als Erster. Gut angeschnallt, denn das ist ein Muss,
damit nur ja nichts passiert, versuchte er sich auf dem Sprungbrett zum
Vergnügen. Eigentlich wollte er ja auch einen Salto ausführen, aber dann, in
der Luft erschien ihm dieser doch ein wenig zu „mortale" und er ließ es
lieber bleiben.
Bruno Keller, der Präsident des Rotary Clubs Jomtien
Pattaya, zeigte was in ihm steckte und sprang auf Teufel komm raus und auch an
Überschlägen ließ er es nicht mangeln. Brendan Richards von der Pattaya Mail
machte es ihm gleich nach und auch er zeigte erstaunliches Können auch auf
diesem Gebiet. Anschließend sprangen dann auch die restlichen Gäste und
wollten nicht genug davon bekommen.
Momentan gibt es noch den Einführungspreis von 150 Baht,
also zögern Sie nicht und probieren Sie den Trampolinsprung, sicher
angeschnallt, aus.
Übrigens, erfrischen kann man sich nach dem Springen im Cafe, das dazu
gehört.
Jazzige Jazzsession im
Jomtien Boat House
Alles was Rang und Namen hat in Pattaya begab sich am
letzten Donnerstag ins Jomtien Boats House, denn da gab es Jazzmusik vom
Feinsten. Aus Kopenhagen war die „Doc Houlind Jazz Band" angereist,
um die Pattayaner wieder einmal zu beglücken. Zum fünften Mal übrigens
bereits. Die vierköpfige Band spielt Jazz im New Orleans Stil, auch unter
Dixieland Jazz bekannt.

Jazz
Session vom Feinsten mit der Doc Houlin New Orleans Jazzband.
Die Viermannkapelle erzeugt einen Klangteppich, an dem
sich so manche Dixie Big Band ein Beispiel nehmen könnte. Die Besetzung der
Gruppe ist Schlagzeug, Piano, Klarinette, Trompete und Gesang. Bandleader
und Frontmann ist Doc Houlind, Trompeter und Sänger der Gruppe. Er
musiziert bereits seit den sechziger Jahren. Die Band um ihn spielt auch
schon gut zehn Jahre zusammen. Die Profimusiker sind ständig auf Tour. Sie
spielen auf den Bühnen der Jazzfestivals unter anderen in Deutschland,
Österreich, der Schweiz, Belgien, Holland und natürlich Dänemark. Nicht
zum erstenmal spielen sie in Pattaya.
Matti Oiling, der finnische Trommler der Band zeigt, dass
man auch mit einem minimalen Schlagzeug viele Klangfarben erzeugen kann.
Sein Schlagzeug Set besteht nur aus den nötigsten Einzelteilen:
Basstrommel, Snare Tom und Becken. Kontrollierte Rim Shots, eine Technik bei
welcher der Stock auf Trommelrand und Trommelfell gleichzeitig geschlagen
wird, ein facettenreiches Beckenspiel sowie dynamische synkopierte Kicks der
Basstrommel zeichnen sein Spiel aus. Gemeinsam mit dem Pianisten bildet er
das musikalische und rhythmische Fundament der Band. Bassstimme und
Harmonien werden vom Pianisten gespielt. Sein E-Piano klingt gelegentlich
wie ein Honkey Tonk Piano. Das sind die täglich von Bier und Whisky
getauften Klaviere der verruchten Jazzkneipen früherer Tage. Aber auch
glockenklare Klänge wie die eines Fender Rhodes Piano entlockt er seinem
Instrument. In der Improvisation zeigt er seine virtuosen Fähigkeiten.
Ein großartiger Improvisator ist auch der Klarinettist.
Während die Trompete die eigentliche Melodie spielt, improvisiert die
Klarinette eine weitere Melodie. Die beiden Melodien mischen sich zu dem
für die Musik typischen Sound. Doc Houlind begeisterte die Zuschauer mit
seinem Trompetenspiel, seinem Gesang und seiner Präsenz auf der Bühne.
Während die vielen Gäste am frühen Abend andächtig der Musik
lauschten und sich fragten, ob eine weiße Reinkarnation Louis Armstrongs
auf der Bühne stünde, wurde zu späterer Stunde getanzt. Hits wie „Blueberry
Hill" ließen so manches Paar wie in den Flitterwochen gemeinsam das
Tanzbein schwingen. Elvis Presley Hit „One night with you" , ein
beschwingtes Liebeslied in langsamen Tempo, eignete sich besonders zum
Schmusetanz. Das Finale des großartigen Abends war wohl die Polonaise der
ausgelassenen Gäste, geführt von Doc Houlind, quer durch das rustikale,
maritime Restaurant. Die Band spielte dazu den wohl bekanntesten Jazzsong
aller Zeiten: „Oh when the Saints go marching in". Ib Otensen, der
Eigentümer des Jomtien Boat House, des Residence Garden Hotels und vom
Captains Corner, hatte schon immer ein Händchen für so außergewöhnliche
Dinge und es bleibt zu hoffen, dass er uns noch viele solcher
eindrucksvollen, kulturellen Ereignisse beschert.
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