Feuilleton
2. Jahrgang
Ausgabe Nr. 3

19. Januar - 25 Januar 2003
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Großer Empfang für Siemens-Boss beim deutschen Botschafter

Eine Traumhochzeit a la Hollywood

Sammlie

Heissa und Juchei – jetzt kann man hoch hinaus springen

Jazzige Jazzsession im Jomtien Boat House

Großer Empfang für Siemens-Boss beim deutschen Botschafter

Am 2. Januar fand ein großer Cocktail Empfang aus Anlass des Besuches von Dr. Heinrich von Pierer, dem Vorstandsvorsitzenden der Siemens AG und Vorsitzenden des Asien-Pazifik-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, in der Residenz des deutschen Botschafters Andreas von Stechow statt.

Der Botschafter sagte in seiner Begrüßungsansprache, dass er es als große Ehre empfindet, diesen hohen Besuch bei ihm willkommen heißen zu dürfen und strich auch heraus, dass er über die große Anzahl der Gäste, die trotz der vielen von der Regierung bewilligten Feiertage gekommen waren, sehr erfreut war. Unter den Ehrengästen befand sich auch der Präsident des Nationalen Repräsentantenhauses und Sprecher des Unterhauses, Khun Uthai Pimchaichon.

Uthai Pimchaichon, der Sprecher des Unterhauses und Präsident der Nationalen Repräsentantenhauses, gab in seiner Rede seine enge Verbundenheit zu Deutschland kund.

Der deutsche Botschafter Andreas von Stechow bei seiner Begrüßungsansprache. Humorvoll und mit viel Charme begrüßte er Dr. von Pierer und Uthai Pimchaichon.

Dr. von Pierer während seiner Rede, in der er ebenso humorvoll war wie der Botschafter

Hing gebannt an den Lippen ihres Gatten: Junko von Stechow

Andreas von Stechow kündigte seinen deutschen Ehrengast mit den Worten an: „Heuer haben wir im chinesischen Horoskop das Zeichen des Schafes. Dieses Tier ist intelligent und vorausblickend, es ist betriebsam, bescheiden und ein fleißiger Arbeiter. Es gibt Kleidung und Nahrung gleichzeitig. Für ein Geschäftsjahr ein gutes Vorzeichen. Heute heißen wir Dr. Heinrich von Pierer willkommen. Er erinnert mich an das vorausschauende Schaf. Seine Firma gibt cirka 400.000 Angestellten auf der ganzen Welt Kleidung und Nahrung durch effiziente Produktion und durch moderne Technologie. Dr. von Pierer hat eine spezielle Verbindung zu Asien. Er war es, der früher als viele andere den dynamischen Markt in Südostasien erschloss und eine Schlüsselrolle dabei spielte, deutsche Firmen nach Asien zu bringen. Siemens Produkte gehören zu den besten in der Welt. Siemens ist das Zeichen für deutsche Qualität, Progress und Innovation und Ansehen. Dr. von Pierer ist der vorausschauende Vorsitzende eines weltführenden Konzerns, der mit persönlichem Charme, dem Gedächtnis eines Elefanten und großer Voraussicht die treibende Kraft des deutschen Handels mit Asien darstellt."

Uthai Pimchaichon, Andreas von Stechow und die beiden führenden Siemens Männer, Dr. von Pierer und Dr. Ockert van Zyl

Beim Drink nach dem formellen Teil: Dr. Herbert Traxl, der österreichische Botschafter, Datin Zai Ali Normann, Botschafter Andreas von Stechow, Edgar E. Normann, Direktor von NRC und Shovana Traxl.

Hier ein kleiner Teil der illustren Gäste, die den Reden interessiert zuhören

Dr. von Pierer wurde im Jahre 1992 als Nachfolger von Dr. Kaske Chef von Siemens. Sofort nach Antritt seiner Position begann er mit der Rekonstruktion der Firma, indem er Zentren der Kompetenz schuf und die Wellenbewegungen an den Aktienmärkten ausnützte. Er kam direkt zur Party aus China, wo er gemeinsam mit dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder die Transrapid Magnetbahn, die mit einer Rekordgeschwindigkeit Schanghai mit Pudong verbindet, einweihte. Diese Magnetbahn war in einer Rekordzeit von nur einem Jahr erbaut und fertiggestellt worden.

Siemens hat die Skytrain in Bangkok mit erbaut und auch die neue Untergrundbahn, welche im nächsten Jahr ihren Betrieb aufnehmen wird, benützt Siemens Technologie. Ebenso sind Kraftwerke, elektrische Übertragungsnetzwerke und mobile Kommunikationstechnik in Thailand und ganz Asien Nummer zu finden.

In seiner Rede sagte Dr. von Pierer, dass er schon vieles genannt worden sei, aber noch nie ein Schaf oder ein Elefant. Er würde es aber aus dem Mund des Botschafters als Kompliment nehmen und sich bemühen, weiterhin diesem Ruf gerecht zu werden. Er führte weiter aus, dass der Asien-Pazifik-Auschuss aus 600 führenden deutschen Firmen bestehe, die sich in Asien engagiert haben. Alle zwei Jahre treffen sie sich in Ländern mit interessanten Entwicklungen. Das letzte Treffen war im vorigen Jahr in Tokio und wird im Jahre 2004 in Bangkok stattfinden. Dr. von Pierer war die treibende Kraft hinter dieser Entscheidung des Komitees. Er sagte weiter: „Thailand und Deutschland sind enge Partner auf vielen Gebieten und ich gebe der Hoffnung Ausdruck, dass diese Verbindung noch viel weiter ausgebaut werden kann."

Der letzte Sprecher vor dem Abendessen war der Präsident des Nationalen Repräsentantenhauses und Sprecher des Unterhauses, Khun Uthai Pimchaichon. Er schloss sich den Wünschen seines Vorredners an und strich heraus, dass Thailand eine integrierende Rolle in Südostasien spielt. „Thailand zeigt ein klare Verpflichtung zur Demokratie, Menschenrechten und Marktwirtschaft. Thailand ist auch als politischer Partner für Deutschland in Südostasien privilegiert und ich glaube, dass Thailand ein Beispiel für demokratisches Wachstum für seine Nachbarn darstellt." Er dankte Dr. von Pierer für alles, was dieser bereits für Thailand gemacht hat und forderte ihn auf, weiterhin dafür Sorge zu tragen, dass mehr deutsche Firmen in Thailand investieren.

Nach all diesen Reden waren natürlich alle hungrig und guter Dinge machte man sich auf, das exzellente Büffet zu verspeisen. Die Party ging noch ziemlich lange weiter und auch Dr. von Pierer nahm noch lange daran teil.

Dr. von Pierers Besuch in Thailand war nur halb privater Natur, da er am nächsten Tag einen Termin bei Premierminister Thaksin hatte. Es wurde gerätselt, ob vielleicht der Tenor dieses Gespräches eine ähnliche Magnetbahn wie in Shanghai gewesen sei.


Eine Traumhochzeit a la Hollywood

Wie im Märchen oder im Film begann die Romanze der beiden jungen Leute, die sich kürzlich fürs Leben verbanden. Sonthaya Khunpluem, traf die Dame seines Herzens, Sukumol Khonjaem, erstmalig während einer seiner Wahlkampagnen vor mehr als drei Jahren. Für beide war es Liebe auf den ersten Blick und seither waren sie unzertrennlich.

General Prem Tinsulanonda gibt dem Paar im Beisein von Premierminister Thaksin Shinawatra gute Ratschläge und wünscht ihnen viele glückliche Jahre.

Am 8. Januar war es dann endlich soweit und die beiden Liebenden gaben ihr Ja-Wort um von nun an vereint durchs Leben zu gehen. Die größte Hochzeit aller Zeiten in Chonburi wurde in Gegenwart von den höchsten Würdenträgern des Landes und 10.000 Gästen im Ambassador Jomtien Hotel gefeiert

Da es sich bei Sonthaya, 39, ein Absolvent der Sripatum Universität, wo er Recht studierte und seinen Abschluss auf der Burapha Universität machte, um den Minister für Tourismus und Sport, aber gleichzeitig auch um den ältesten Sohn von Kamnam Poh, Somchai Khunpluen handelt, machte diese Traumhochzeit natürlich besonders medienreif. Auch die Braut, Sukumol, kommt aus einer der ersten Familien im Raum Chonburi. Die Khonjaem Familie besitzt die Baumaterialien Firma Baan Ampur Trading Ltd. Sukumol, eine 27-jährige Schönheit, hat auf der Assumption Universität Betriebswirtschaft studiert und sich nach ihrem Abschluss auf das Hotelmanagement konzentriert.

Das junge Paar mit Familienangehörigen vor dem Haus der Braut.

Somchai und Satil Khunpluem erhalten Geschenke von den Neuvermählten.

Braut und Bräutigam erhalten Geschenke von den Brauteltern.

„Mit diesem Ring nehme ich dich zur Frau."

Bereits um 9:09 Uhr früh begannen die Zeremonien der buddhistischen Trauungsfeierlichkeiten mit der „Khan Mark" Parade, bei der 88 Paare, angeführt von den Eltern des Bräutigams, Somchai und Satil Khunpluem, die Geschenke und die Aussteuer in den großen Ballsaal brachten. Die Stimmung war allgemein sehr gehoben, da der berühmte Shinakorn Krailas traditionelle Hochzeitslieder während des langes Weges sang.

Um pünktlich 11:09 Uhr wurde der Höhepunkt, die heilige Wasserzeremonie durchgeführt, bei welcher der Nationalstaatsmann, der ehemaliger Premierminister und Haupt des Staatsrates, General Prem Tinsulanonda, dem Brautpaar die Ehre erwies und gesegnete Girlanden, die mit einer Blumenkette verbunden waren, auf die Häupter des Paares legte, um ihre Verbundenheit zu zeigen. Anschließend goss er als Erster das geweihte Wasser in ihre Hände, gefolgt von Abertausenden von Menschen, die alle gekommen waren, um dem jungen Paar Glück zu wünschen.

Nationalkünstler Shinakorn Krailas erfreut die Teilnehmer mit traditionellen thailändischen Hochzeitsliedern.

Somchai Khunpluem und General Prem Tinsulanonda gemeinsam mit dem Hochzeitspaar.

Sonthaya mit Familienmitgliedern vor der „Khan Mark"-Prozession.

Sawang Srisakun, der Gouverneur von Chonburi, überreicht dem Paar die Heiratsurkunden.

Die höchsten Würdenträger des Landes waren ebenfalls gekommen, um dieser Traumhochzeit beizuwohnen: Premierminister Taksin Shinawatra, Sanoh Tientong, Präsident der Berater des Premierministers und dessen Gattin Uraiwan, Banharn Silpa-archa, der Vorsitzende der Chart Thai Party und seine Gemahlin Khun Ying Jamsai. Viele andere hochrangige Minister und Politiker, regionale und national, geführt vom stellvertretenden Premier Minister Chavalit Yongchaiyudh, Wirtschaftsgrößen und über 10.000 andere Gäste nahmen an diesem Ereignis teil.

Die anschließende Hochzeitsfeier übertraf alles schon einmal da gewesene und auch die Tausende Gäste außerhalb des Saales speisten an mehr als 100 Ständen, in denen man das feinste Essen bekam und alle feierten in guter Stimmung. Dazu trug natürlich auch die Unterhaltung bei. „Ford" Sobchai Kriyurasen und Kornpin Puangpo, zwei der bekanntesten Sänger aus Thailand sangen gleich nach der Zeremonie ein Lied für das Brautpaar: „Fak wai nai mue" („Halte es sicher in deiner Hand"). Settha Sirachaya, ein bekannter Showmaster sorgte für die gute Abwicklung auf der Bühne und führte gekonnt durch den Nachmittag. Immer wieder wurden Filme gezeigt, auf denen die Verwandten, Freunde und Bekannten dem Brautpaar zur Hochzeit gratulierten.

Das Thema der Party war pink und blau, die bevorzugten Farben des Brautpaares. All die wunderschöne Dekoration im Saal und auch draußen, wo sich die 10.000 Gäste aufhielten, waren in diesen Farben gehalten. Das Ambassador Jomtien Hotel, in welchem dieses großartige Ereignis stattfand, hatte diese Hochzeit wirklich wie eine Märchenhochzeit ausgerichtet.

Märchenhaft ist allerdings auch die Aussteuer: Mit 4.444.400 Baht, Gold im Gewicht von 20 Baht und Diamanten und Juwelen im Wert von 100 Millionen Baht. Die Eltern der Braut schenkten Ländereien im Wert von Hunderten von Millionen Baht.

Mit all diesen Geschenken wurde der gemeinsame Lebensweg des Brautpaares wahrlich vergoldet. Die Eltern des Bräutigams schenkten dem glücklichen Paar noch ein Traumhaus und den Familienring der Khunpluems, sowie einen funkelnagelneuen Mercedes Benz E-280 für mehr als 3 Millionen Baht. Damit sie den vergoldeten Weg auch stilgerecht zurücklegen können.


Sammlie

Eine Erzählung von Varee Buntschuschej

Kapitel 1 Der Urwald

Sammlies Heimat liegt im Regenwald am äußersten südlichen Rande Thailands. Dort sprach man nicht über die Liebe. Besonders das Geschlechtliche zwischen Mann und Frau war ein Tabuthema. Auch das Küssen und das Streicheln kannten die Menschen dort nicht. Von der Liebe oder dem verliebt sein hatte Sammlie vor ihrem fünfzehnten Lebensjahr noch nichts gehört. Auch in der Schule wurde nicht gelehrt, wie Kinder gezeugt werden. Über eine solche Peinlichkeit sprach man dort nicht.

Als Sammlie noch sehr klein war, war sie immer müde und ängstlich. Außer Essen und Schlafen tat sie nichts anderes. Sie hatte schreckliche Angst davor das Haus zu verlassen. Sammlie fürchtete sich vor allem, und nicht nur vor der Dunkelheit, sondern ganz besonders vor der Mondfinsternis, die im ganzen Dorf die Herzen der Bewohner mit Angst erfüllte. Vor allem Sammlies Mutter in ihrer Ängstlichkeit vergoss sehr viele Tränen darüber, da sie meinte, dass mit der Mondfinsternis die Welt untergehen werde. Davor hatte Sammlie fürchterliche Angst. Ihr wurde klargemacht, dass sie nicht verschlafen dürfe, wenn die Mondfinsternis kommt. Man sah diese als ein tragisches Ereignis an. Man glaubte, dass ein böser Geist namens Ra-Hu sich am Himmel herumtreibe, um Krach und Unruhe zu verbreiten. Das ist das verbrecherische, mächtige Monstrum, das vom höchsten Gott der Buddhisten, Theravada, bestraft worden ist. In der Nacht gibt es keine Sonne am Firmament, sondern nur der Mond und kleine Sternchen sind zu sehen. Der Mond mit seinem entzückenden schwachen Strahl stellt die schönste Erscheinung dar, deshalb versucht Ra-Hu ihn zu schlucken. Wenn der Mond geschluckt würde, dann wäre die Welt in der Nacht noch dunkler und würde für immer finster bleiben. Darum müssen die Menschen dem Mond so gut und so schnell wie möglich helfen, um Ra-Hu mit großem Krach und viel Lärm zu erschrecken. Dann wird der Mond von ihm wieder freigegeben und ausgespuckt.

Die Mondfinsternis, die auf Thai Ra-Hu gin chan genannt wird, ereignet sich meistens in der Nacht. In Sammlies Geburtsdorf Huhr-Sa-Pann war es an diesem Tag ganz still und die Dorfbewohner verhielten sich sehr seltsam. Kein Mensch traute sich aus dem Haus zu gehen. Man flüsterte nur noch, und selbst von den Nachtvögeln war kein einziger Laut mehr zu hören. Es gab kein Katzenmiauen, kein Hundegebell, kein Babyschreien, keinen Eulenruf. Der Himmel und die Welt waren stockdunkel und wie dunkel war das! Man hätte denken können die ganze Welt sei mit schwarzer Farbe angestrichen worden. Die riesigen mehrhundertjährigen Bäume sahen in der Finsternis bedrohlich schwarz und mächtiger als je zuvor aus. Sie standen in der Windstille erstarrt wie Teufelserscheinungen. Alle Leute des Dorfes verhielten sich schweigsam untereinander.

In solch einer Nacht mussten alle Dorfbewohner wach bleiben und mit Gongs, Trompeten, Trommeln, Raketen und Fackeln ausgerüstet zu einer bestimmten Zeit tief in den Urwald gehen. Dann hatten alle Bewohner des Dschungels zu leiden. Die Gongs und die Trommeln wurden nämlich die ganze Nacht lang so laut wie möglich geschlagen. Die Trompeten wurden schmetternd geblasen. Und wer kein Instrument hatte, der klopfte auf Blechtöpfe. Feuerraketen wurden hoch in Richtung Mond geschossen ungeachtet der Waldbrandgefahr. Dazu musste man vor dem Ra-Hu laut schreien, laut rufen und laut betteln oder ihn aber beschimpfen. Jedenfalls war soviel Lärm und Krach zu machen bis der Mond freigegeben wurde. Dieses Verhalten der Erwachsenen empfand Sammlie als unglaublich dummes Zeug. Trotzdem hatte sie Angst davor, weil sie mit den Erwachsenen in der Dunkelheit tief in den Urwald gehen musste. Wenn es möglich war, dann versteckte sie sich mucksmäuschenstill und schwieg wie ein Grab. Dabei machte sie sich ganz klein unter ihrem baumwollenen Wickelrock, dem Sarong, den sie am Tag als Körperbedeckung und in der Nacht als Schlafdecke benutzte. Gleichzeitig steckte sie ihre Zeigefinger in beide Ohren, um sich vor dem Krach aus dem tiefen Wald zu schützen. Irgendwann, bevor die anderen sehr spät ins Haus zurückkamen, schlief Sammlie fest ein, wenn sie nicht zuvor von ihrem Vater entdeckt und aus Wut unzählige Male von ihm geschlagen wurde.

Fortsetzung folgt


Heissa und Juchei – jetzt kann man hoch hinaus springen

Auch Pattayas Bürgermeister wurden dabei überrascht

Ein Spaß, nicht nur für Kinder, ganz besonderer Art wurde in der Tipp-Plaza errichtet: „Freddy’s Funplace at the Beach".

Mitten auf der ganz neu errichteten Plaza stehen drei riesige Trampoline und warten auf die Unentwegten, die sich darauf produzieren wollen. Als wir zur feierlichen Eröffnung dort eintrafen, standen auch schon wahrhaftig einige Mutige auf diesen Sprungbrettern, die den Spaß bedeuten, und hüpften drauf los, was das Zeug nur hielt.

(von links) Peter Malhotra, Bürgermeister Pairat Suttithamrongsawat, Freddy Schäller und Erika Keller zerschneiden das Eröffnungsband zum neuen Euro-Bungee.

Freddy Schäller, der Besitzer, hat sich da wirklich etwas ganz Nettes einfallen lassen, als er die Geräte zur allgemeinen Benützung aufstellen ließ. „Lange habe ich nachgedacht, was man denn in Pattaya, dieser Fun Stadt, in der es aber eigentlich schon alles gibt, noch machen könnte", berichtet der Schweizer. „"Dann kam mir die Idee mit den Trampolinen und ich glaube, es wird gut einschlagen." Ja, das glauben wir auch, denn es bringt Bewegung, es ist gesund, es hält die Muskeln in Trab und das Wichtigste, es macht ungeheuer viel Spaß.

200 Baht kostet der Spaß für fünf Minuten. Das ist nicht lange? Na, probieren Sie es doch aus, dann werden Sie bestimmt feststellen, dass fünf Minuten sehr lange sein können – es sei denn, sie sind ein trainierter Sportler oder - ein Kind.

Der Bürgermeister genießt es, über dem Boden zu schweben

Pattayas Bürgermeister Pairat Sutithamrongsawat, der den Platz in Gegenwart vieler Freunde und Schaulustiger offiziell eröffnete, sprang gleich nach der Eröffnung als Erster. Gut angeschnallt, denn das ist ein Muss, damit nur ja nichts passiert, versuchte er sich auf dem Sprungbrett zum Vergnügen. Eigentlich wollte er ja auch einen Salto ausführen, aber dann, in der Luft erschien ihm dieser doch ein wenig zu „mortale" und er ließ es lieber bleiben.

Bruno Keller, der Präsident des Rotary Clubs Jomtien Pattaya, zeigte was in ihm steckte und sprang auf Teufel komm raus und auch an Überschlägen ließ er es nicht mangeln. Brendan Richards von der Pattaya Mail machte es ihm gleich nach und auch er zeigte erstaunliches Können auch auf diesem Gebiet. Anschließend sprangen dann auch die restlichen Gäste und wollten nicht genug davon bekommen.

Momentan gibt es noch den Einführungspreis von 150 Baht, also zögern Sie nicht und probieren Sie den Trampolinsprung, sicher angeschnallt, aus.

Übrigens, erfrischen kann man sich nach dem Springen im Cafe, das dazu gehört.


Jazzige Jazzsession im Jomtien Boat House

Alles was Rang und Namen hat in Pattaya begab sich am letzten Donnerstag ins Jomtien Boats House, denn da gab es Jazzmusik vom Feinsten. Aus Kopenhagen war die „Doc Houlind Jazz Band" angereist, um die Pattayaner wieder einmal zu beglücken. Zum fünften Mal übrigens bereits. Die vierköpfige Band spielt Jazz im New Orleans Stil, auch unter Dixieland Jazz bekannt.

Jazz Session vom Feinsten mit der Doc Houlin New Orleans Jazzband.

Die Viermannkapelle erzeugt einen Klangteppich, an dem sich so manche Dixie Big Band ein Beispiel nehmen könnte. Die Besetzung der Gruppe ist Schlagzeug, Piano, Klarinette, Trompete und Gesang. Bandleader und Frontmann ist Doc Houlind, Trompeter und Sänger der Gruppe. Er musiziert bereits seit den sechziger Jahren. Die Band um ihn spielt auch schon gut zehn Jahre zusammen. Die Profimusiker sind ständig auf Tour. Sie spielen auf den Bühnen der Jazzfestivals unter anderen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Holland und natürlich Dänemark. Nicht zum erstenmal spielen sie in Pattaya.

Matti Oiling, der finnische Trommler der Band zeigt, dass man auch mit einem minimalen Schlagzeug viele Klangfarben erzeugen kann. Sein Schlagzeug Set besteht nur aus den nötigsten Einzelteilen: Basstrommel, Snare Tom und Becken. Kontrollierte Rim Shots, eine Technik bei welcher der Stock auf Trommelrand und Trommelfell gleichzeitig geschlagen wird, ein facettenreiches Beckenspiel sowie dynamische synkopierte Kicks der Basstrommel zeichnen sein Spiel aus. Gemeinsam mit dem Pianisten bildet er das musikalische und rhythmische Fundament der Band. Bassstimme und Harmonien werden vom Pianisten gespielt. Sein E-Piano klingt gelegentlich wie ein Honkey Tonk Piano. Das sind die täglich von Bier und Whisky getauften Klaviere der verruchten Jazzkneipen früherer Tage. Aber auch glockenklare Klänge wie die eines Fender Rhodes Piano entlockt er seinem Instrument. In der Improvisation zeigt er seine virtuosen Fähigkeiten.

Ein großartiger Improvisator ist auch der Klarinettist. Während die Trompete die eigentliche Melodie spielt, improvisiert die Klarinette eine weitere Melodie. Die beiden Melodien mischen sich zu dem für die Musik typischen Sound. Doc Houlind begeisterte die Zuschauer mit seinem Trompetenspiel, seinem Gesang und seiner Präsenz auf der Bühne.

Während die vielen Gäste am frühen Abend andächtig der Musik lauschten und sich fragten, ob eine weiße Reinkarnation Louis Armstrongs auf der Bühne stünde, wurde zu späterer Stunde getanzt. Hits wie „Blueberry Hill" ließen so manches Paar wie in den Flitterwochen gemeinsam das Tanzbein schwingen. Elvis Presley Hit „One night with you" , ein beschwingtes Liebeslied in langsamen Tempo, eignete sich besonders zum Schmusetanz. Das Finale des großartigen Abends war wohl die Polonaise der ausgelassenen Gäste, geführt von Doc Houlind, quer durch das rustikale, maritime Restaurant. Die Band spielte dazu den wohl bekanntesten Jazzsong aller Zeiten: „Oh when the Saints go marching in". Ib Otensen, der Eigentümer des Jomtien Boat House, des Residence Garden Hotels und vom Captains Corner, hatte schon immer ein Händchen für so außergewöhnliche Dinge und es bleibt zu hoffen, dass er uns noch viele solcher eindrucksvollen, kulturellen Ereignisse beschert.


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