Sanfte Heilung aus der Natur
2. Jahrgang
Ausgabe Nr. 5

2 Februar - 8 Februar 2003
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Verschiede Arten von Bädern – für Wohlbefinden, aber auch zur Heilung Teil 1

Ludwig Augruber

Es gibt eine ganze Reihe von Badearten. Ob es der Gesundheit, der Schönheit, der Fitness oder der Entspannung dient, kommt auf die Temperatur des Wassers und auf die Badezusätze an. Heute wollen wir uns auf die Heilwirkung der verschiedenen Teilbäder konzentrieren und was man damit alles erreichen kann. Es gibt sechs verschiedene Arten von Heil-Teilbädern. Das erste ist das Sitzbad.

Dazu sitzt man in einer Sitzbadewanne (oder Plastikwanne) mit bis zu einem Drittel Wasser mit einer Temperatur von 37 Grad Celsius gefüllt. Nach dem Hineinsetzen soviel Wasser auffüllen, bis die Wanne bis zum Rand voll ist. Die Füße müssen warm gehalten werden. Dieses Sitzbad dient zur Ableitung überflüssiger Blutfülle im Kopf, hilft gegen Hämorriden, gynäkologischen Krankheiten, Darm- und Nierenbeschwerden.

Beim Wechselsitzbad benötigt man zwei Sitzbadewannen. Das Wasser in der einen soll 39 – 40 Grad haben, das in der zweiten Wanne 15 – 20 Grad. Jeweils 3 – 5 Minuten in der warmen Wanne sitzen, 30 Sekunden im kalten Wasser. Dreimal wechseln, mit kalt abschließen. Es hilft gegen Blähsucht, bei Senkung der Baucheingeweide, bei Beschwerden in den Wechseljahren.

Das kalte Fußbad wirkt gegen Kopfschmerzen, Blutfülle im Kopf, Nasenbluten und bei müden Füßen. Allerdings nicht bei Blasenleiden und Krämpfen anwenden. Die Füße müssen warm sein! Dann die Beine bis zur Hälfte der Waden in 15 Grad kaltes Wasser stellen. Nach vollständigem Wärmegefühl, das sich nach einigen Minuten einstellt, beenden Sie das Fußbad.

Das Wechselfußbad hilft gegen zu hohen Blutdruck, Beschwerden in den Wechseljahren, chronisch kalten Füßen, Durchblutungsstörungen und Blutfülle im Kopf. Bei Krämpfen in den Blutgefäßen nicht anwenden! Eine Wanne hat 38 – 40 Grad, die zweite 15 – 18 Grad. Die Füße im warmen Wasser lassen, bis sich ein deutliches Wärmegefühl einstellt. Im kalten Wasser nur 15 Sekunden bleiben. Dreimal wechseln, mit kalt abschließen.

Das kalte Armbad wirkt bei nervösen Herzbeschwerden, nervösem Herzdruck und nervösem Herzklopfen. Beide Arme werden gleichzeitig in eine Wanne mit 10 – 15 Grad kaltem Wasser eingetaucht. 10 – 30 Sekunden baden, danach das Wasser nur kurz abstreifen und leichte Gymnastik machen.

Das Wechselarmbad ist gegen chronisch kalte Hände, chronische Kopfschmerzen und zur Anregung des Kreislaufs. Genauso verfahren wie beim Wechselbad für die Füße. Die Arme nicht abtrocknen, sondern nur abstreifen und leichte Gymnastik machen.


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