2. Jahrgang
Ausgabe Nr. 10

9. März - 15. März 2003
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In einfachen Zahlen ausdrückt

Franz Schmid

Der Krieg gegen Irak würde die USA an die 40 Milliarden US Dollar kosten. Wahrscheinlich sogar mehr, wenn er sich hinausziehen würde. Das sagen Analysten in den Staaten. Damit ist es aber nicht abgetan, denn die Nachwehen dieses Krieges, sollten wir vor dem Ärgsten verschont bleiben, dabei sind der Wiederaufbau und die Sicherheit Iraks mit einbezogen, würde sich auf mehr als 100 Milliarden US Dollar belaufen.

Offizielle Stellen im Pentagon weigern sich allerdings noch, die voraussichtlichen Kosten eines Krieges der Öffentlichkeit bekannt zu geben, da im Endeffekt die Intensität des Krieges, der voraussichtliche Schaden und viele andere Faktoren schwer voraus zu berechnen sind, sagte ein Sprecher.

Trotzdem gaben einige Analysten erwartete Kosten von cirka 40 Milliarden US Dollar an, falls der Krieg, wie sie hoffen in einigen Wochen wieder vorbei wäre. Sie vergleichen die Kosten mit denen des Persischen Golf Krieges im Jahre 1991, der die USA 61 Milliarden – oder in heutiger Währung wenn man die Inflation rechnet, 80 Milliarden Dollar gekostet hat.

Warum diese Kosten so drastisch überschritten werden könnten, wird vermutet, dass die Irakische Armee nicht mehr wie die alte irakische Armee kämpfen wird sondern wie die alte deutsche Wehrmacht im 2. Weltkrieg.

Die Zahlen der Analysten schwanken und bei manchen erreichen sie sogar abstrakte Höhen von 100 bis 200 Milliarden Dollar, aber alle sind sich einig, dies würde ein sehr teuerer Krieg werden. Denn wie vorher schon erwähnt sind die Kosten des Wiederaufbaus und alles was zu so einem Krieg eben dazu gehört ausgesprochen hoch. Die amerikanische Akademie für Kunst und Wissenschaften vermutet sogar, dass, falls der Krieg andauern würde, Amerika eine Summe von ungefähr 1,9 Billionen Dollar über die kommende Dekade hinlegen müsste.

In Prozenten ausgedrückt würde dies einen Verlust für das Wachstum der Weltwirtschaft von 2 Prozent betragen und würde den großen Ökonomie cirka 3,6 Billionen Dollar bis zum Jahre 2010 kosten. Auch bei einem relativ kurzen Krieg würde die Weltwirtschaft bereits 1 Prozent ihres Wachstums verlieren. Die USA wäre der ganz große Verlierer mit 1,47 Billionen US Dollar, Europa würde 748 Milliarden verlieren, Japan müsste mit 429 Milliarden zahlen, während Australien mit 69 Milliarden relativ billig wegkommen würde.

Wenn man all diese Zahlen hört, wird einem erst klar, dass es nicht ganz so einfach ist mit einem Krieg. „Schnell mal hin und Bomben werfen und die blöden Iraker vernichten" ist nicht das Wahre, denn es könnte sehr wohl ins eigene Auge gehen. Präsident Bush wäre gut beraten, wenn er nicht so sehr auf seine Berater hören würde. Doch leider wird ihm nicht sehr viel anderes übrig bleiben, denn mit seinem Wissen um Auslands- und vor allem Finanzpolitik haperte es schon bei seinen Wahlreden.


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