2. Jahrgang
Ausgabe Nr. 13

30. März - 5. April 2003
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Der pure Neid

„Oh, schau doch nur mal, wie die wieder angezogen ist! Schamlos mit diesem kurzen Rock, da sieht man bis auf das Allerheiligste rauf. Na, die will sich doch sicher nur einen Mann angeln." Kommt Ihnen das bekannt vor, meine Damen? Ganz sicher haben Sie solche Töne schon vernommen – oder könnte es sein, dass sie so etwas ähnliches womöglich gar selbst von sich gegeben haben?

Ist es jetzt die echte Moral, die aus diesen Worten spricht, oder ist es vielleicht etwas gänzlich anderes? Der pure Neid vielleicht? Denn wer so einen kurzen Rock anziehen kann, muss schon sehr schöne Beine aufweisen können und da kann es natürlich sein, dass man selbst ein wenig von der Natur benachteiligt wurde. Und weil man eben selbst solch ein Röckchen nicht gut tragen kann, schimpft man eben darauf. So ähnlich wie der Fuchs über die sauren Trauben schimpfte, bloß weil er sie nicht erreichen konnte.

Alle Menschen sind eigentlich irgendwann einmal neidisch auf etwas. Sei es auf das Aussehen einer anderen Frau, auf ihre Kleidung, auf ihren Mann, der sie geradezu vergöttert, oder auf den neuen Wagen der Nachbarn. Irgend etwas hat es bestimmt schon gegeben, auf das wir neidisch reagierten. Das ist eigentlich ganz natürlich und menschlich. Auch Hunde streiten sich um einen Knochen, knurren sich an und fletschen die Zähne.

Aber wollen wir Frauen denn auch wirklich so reagieren oder wollen wir nicht vielmehr in Frieden mit unseren Mitmenschen leben, ihnen alles gönnen, was sie sich erarbeitet haben und sogar das, was ihnen (vielleicht unverdiente Weise) in den Schoß fällt. Wir Frauen sollten mit gutem Beispiel unseren Kindern, ja sogar unseren Männern vorangehen und ihnen echte Freundschaft, Kameradschaft und Menschlichkeit vorzeigen. Wie heißt es so schön: Was du säest, das wirst du ernten. Wenn man nun Neid sät, dann wird man auch Neid ernten. Und so geht das immer weiter, mit allem was wir tun und sogar denken. Denn auch die Gedanken, und speziell diese, haben eine große Macht, mehr als wir vielleicht glauben wollen. Denn Gedankenformen senden und übertragen unsichtbare Energiefelder. Deshalb sollte man nur gute und positive Gedanken aussenden, da eben wie schon gesagt, Gedanken Energie sind, die Gefühle auslösen können.

Darum meine Damen, seien Sie vorsichtig, wenn Sie jemandem etwas Nettes sagen, es aber nicht so meinen, denn die Hintergedanken, die Sie dabei haben mögen, werden irgendwann einmal zu Tage kommen. Mit einem guten Gedanken kommt man immer weiter, hat eine bessere und schönere Ausstrahlung und vor allen Dingen wirkt ein Lächeln damit immer echt!


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