2. Jahrgang
Ausgabe Nr. 14

6. April - 12. April 2003
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Laufen Sie der Arthrose einfach davon

René Langener

Kaum bückt man sich nach etwas, schon spannt es im Rücken. Das Treppensteigen tut in den Knien weh und überhaupt, die Arme kann man nur mehr mit Mühe über den Kopf bringen auch das Sitzen ist manchmal sehr unangenehm in den Hüftgelenken.

Nicht mehr nur die Omas trifft es, dass sie nur mehr mit Mühe in die Höhe kommen. Arthrosepatienten werden immer jünger, ja es kann sogar schon junge Menschen in den zwanziger Jahren treffen. Verschleißerscheinungen machen sich in der Bevölkerung immer mehr bemerkbar. Die Ursache ist meist ein Verschleiß des Knorpels und fehlende Flüssigkeit.

Sollten die Gelenke bei Bewegungen knirschen, dann kann das bereits das erste Symptom einer Arthrose-Erkrankung sein. Auch die sogenannte „Morgensteifigkeit" ist bereits ein Alarmsignal. Dann nämlich, wenn nach dem Aufwachen die Hüften schmerzen, die Knie nicht in Gang kommen oder die Schultern weh tun, sollte man den Gang zum Orthopäden unbedingt machen, um die Bewegungsprobleme abklären zu lassen.

Man kann heutzutage schon viel dabei helfen, diese Krankheit in den Griff zu bekommen. Gezielte Bewegung ist eine dieser Therapien. Aber sobald der Arzt oder Krankengymnast gewisse Bewegungen verordnet, sind die meisten Leute erst einmal fassungslos. Warum Treppensteigen, wenn es doch so schmerzt oder Hanteln schwingen, wenn man die Arme kaum hoch bekommt? Die Menschen müssen erst einmal begreifen lernen, dass man der Arthrose im wahrsten Sinne des Wortes davonlaufen kann. Denn das schlimmste ist immer, die betroffenen, schmerzenden Gliedmaßen zu schonen, dadurch verschlimmert sich der Zustand nämlich noch mehr und am Ende könnte es soweit kommen, dass ein künstliches Gelenk nötig ist.

Neben viel gezielter Bewegung kann man aber auch andere Dinge machen. Zum Beispiel gibt es bereits künstliche Gelenkflüssigkeit. In einem gesunden Gelenk sorgen intakte Knorpel für einen „reibungslosen" Bewegungsablauf. Sollten die Gelenk nicht mehr über genügend eigene Gelenkschmiere verfügen, kann man diese jetzt einspritzen lassen (z.B. Synvisc). Im Frühstadium eingesetzt kann diese Methode bereits nach drei Injektionen für Monate hinaus ein schmerzfreies Leben bescheren und sogar Operationen können dadurch verhindert werden. Es gibt neben synthetischen Mittel aber auch Naturmittel, die eingesetzt werden können. Eine harmlosere Alternative, ohne Nebenwirkungen, sind Glucosamin und Chndroitin. Sie regen den Körper an, die Produktion von körpereigener Gelenkschmiere wieder aufzunehmen. Selbst Extrakte aus der Wunderfrucht Papaya werden bereits eingespritzt und haben eine hervorragende Wirkung.

Akupunktur ist ebenfalls ein Heilmittel, das nicht verachtet werden darf, da es dabei bereits zu verblüffenden Ergebnissen kam. Bereits nach 10 bis 20 Sitzungen stellten Patienten fest, dass sie kaum noch Schmerzen hatten.

Das Neueste sind Knorpelzüchtungen. In einigen Labors wird das bereits fleißig ausprobiert. Momentan allerdings dürfen die Löcher im Knorpel nicht größer als ein 2-Euro-Stück sein.

Abnehmen ist auch sehr wichtig, denn je mehr Körpergewicht auf den Gelenken ruht, desto schlimmer wird es.

Das Allerwichtigste: Trinken Sie täglich mindestens 3 Liter Wasser, ohne Coca Cola oder andere Getränke, auch nicht Tees, dazu zu rechnen. Wenn dem Körpersystem nämlich die nötige Flüssigkeit – und das ist klares Wasser ohne Kohlensäure – fehlt, dann holt er es sich aus den Knochen, Knorpeln, Gelenken und Zellen und lässt eine Ruine zurück.


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