2. Jahrgang
Ausgabe Nr. 31

2. August - 9. August 2003
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Wenn es nur die Nebenwirkungen nicht gäbe

Franz Schmid

Wie wir alle wissen, gibt es eigentlich kein einziges Ereignis, das ohne Nebenwirkungen vor sich geht. Jede Medizin hat irgendeine Nebenwirkung, die manchmal so unangenehm ist, dass sie die Heilung dadurch sogar behindert oder Schmerzen und Beschwerden verursacht.

Genauso ist es auch mit allen anderen Nebenwirkungen.

Natürlich gibt es auch oft gute Nebenwirkungen. Zum Beispiel, es erfindet jemand irgend etwas und dadurch ergibt sich etwas völlig Neues, Gutes, das dabei eigentlich gar nicht geplant war. Von diesen „guten" Nebenwirkungen möchte ich allerdings heute nicht sprechen, eher vom Gegenteil, nämlich von den schlechten Nebenwirkungen, Auswirkungen und dergleichen.

Nebenwirkungen gibt es auch beim Sport. Wenn ein Sportler 40 km oder länger läuft und sich verausgabt, dann werden seine Muskeln sauer und er kann große Probleme haben. Auch mit Medikamenten ist das so eine Sache. Auch wenn ein Sportler Schnupfen oder eine Erkältung hat, dürfte er normalerweise keine Medizin einnehmen, denn sonst könnte ihm Doping nachgewiesen werden, da gewisse Stoffe in diesen Medizinen darauf hinauslaufen.

Bei dem Wort hinauslaufen fällt mir denn auch gleich der letzte Marathon ein, der in Pattaya abgehalten wurde. Viel gepriesen und mit viel Promotion angekündigt, wurde auch viel erwartet. Das kam auch. Die Sportler waren gut, es war ein tolles Rennen, das Wetter spielte mit, es gab keine größeren Unfälle und alles lief eigentlich wie am Schnürchen. Auch genügend Besucher waren da. Mehr als in den Vorjahren.

Ja und gerade diese Besucher brachten die bösen Nebenwirkungen mit sich. Die meisten kamen natürlich aus Bangkok, aber auch aus anderen Teilen Thailands. Farangs waren auch einige da. Obwohl braun gebrannt, erkannte man doch den Unterschied zu den Thais sofort, da die Farangs ihren Abfall in die dafür vorgesehenen Mülltonnen warfen. Die Thais machten das nicht!

Anscheinend herrscht hierzulande noch immer die Ansicht, dass man den Müll beim Nachbarn oder wo immer man sich gerade befindet, abladen darf, solange es nicht direkt vor der eigenen Haustüre ist. Obwohl ich da auch nicht mehr ganz so sicher bin, was ich schon alles gesehen habe.

Der gesamte Strand war eine einzige Müllhalde und die Entschuldigung der Stadtregierung war, dass sonntags keine Leute arbeiten. Eine tolle Entschuldigung! Selbst auf die Gefahr hin, dass mich nun so mancher europäische Thailand-Müllfan angreifen wird, möchte ich doch behaupten, dass gerade bei solchen Veranstaltungen in Europa die Arbeitskräfte verdoppelt werden, um für Sauberkeit auch während der Veranstaltung zu sorgen.

Aber, wie gesagt, das sind eben Nebenwirkungen.

Die dann allerdings auch oft in ganz böse Krankheiten ausarten können.


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