2. Jahrgang
Ausgabe Nr. 34

24. August - 30. August 2003
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Von Heinz Roembell

Die Swiss und kein Licht am Ende des Tunnels

Die Swiss hat im Juli über 15% weniger Passagiere befördert. Die Gerüchteküche rund um die Swiss brodelt fast über. Man redet mit Oneworld über eine Mitgliedschaft, mit Lufthansa über eine Beteiligung. Die Swiss wurde mit einem Geburtsfehler geboren und der rächt sich jetzt. Flotte und Personalbestand sind zu gross, das neue Management nicht in der Lage die Probleme zu erkennen und anzupacken, oder sie dürfen nicht, wie sie wollen

Braucht die Schweiz eine unabhängige Fluglinie? Soll der Staat nochmals eingreifen? Die Geister der Schweizer scheiden sich an diesen Fragen.

Es ist aber zweifelhaft, ob die Swiss in Zukunft noch ein Schweizerkreuz auf der Schwanzflosse fliegt. Wenn man die Substanz und das Personal aber mehrheitlich erhalten könnte, wäre das Schweizerkreuz an der Flosse nebensächlich.

ALSTOM schwer angeschlagen, Schweiz in Mitleidenschaft

Die französische ALSTOM kämpft ums Überleben. Ein Kollaps wäre in Frankreich gleichzusetzen mit dem Untergang der Swissair, ein Schock für die Nation. Deshalb hat der Staat eine Minderheitsbeteiligung übernommen. ALSTOM beschäftigt in der Schweiz mehr als 5.000 Leute, mit einem Jahresumsatz von 5 Mia Fr. Unter anderem erwirtschaftet das Kraftwerkgeschäft in der Schweiz, von ABB gekauft, Millionen Verluste. Wie im Falle Swissair und ABB versagte das Alstom Management kläglich und wurde auch hier mit Millionen Abfindungen in den Ruhestand geschickt. Der einfache Mitarbeiter wundert sich, wie sich das Kader bereichert und straflos verabschiedet, für die einzig messbare Leistung, eine ehemals gesunde Firma total abgewirtschaftet zu haben.

Frontalkollision im Gotthard

Eine Frontalkollision im Gotthardtunnel hat einen Toten und fünf Schwerverletzte gefordert. Ein Lastwagen prallte auf der Gegenfahrbahn in einen Personenwagen. Der Tunnel war während fünf Stunden gesperrt. Es brach kein Brand aus.

Der Unfall ereignete sich rund anderthalb Kilometer vom Südportal des Tunnels entfernt. Ein in Richtung Süden fahrendes Zugfahrzeug eines Anhängerzugs geriet aus vorerst nicht geklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn und rammte dort frontal einen Personenwagen. Der Tunnel musste während der nächsten fünf Stunden vollständig gesperrt werden.

Neuer Pass schneller

Die Bundesbehörde hat reagiert, nachdem die Kantone gedroht haben weiterhin keine provisorischen Pässe mehr auszustellen, die Kostenfrage war nicht geregelt. Jetzt wurde für 12,5 Mio eine neue Druckmaschine angeschafft. Ab Oktober sollen neue Pässe innerhalb 15 Tagen ausgestellt werden, anstatt wie momentan in 7 Wochen. Bisher wurden 375 000 Pässe ausgestellt.

Achtung USA Reisende, ab 1.10.2003 muss man bei der Einreise in die USA einen maschinenlesbaren Pass haben, oder ein offizielles Visa beantragen.

In Bern hat man offensichtlich vergessen wie man mit dem Dreisatz ausrechnet, wieviel Zeit es braucht um einen Pass zu drucken, dann mit der Anzahl Pässe multiplizieren etc. Ist das Ergebnis 7-10 Wochen, ja denn eben mehr als eine Maschine, was hätte man sich Ärger erspart.


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