2. Jahrgang
Ausgabe Nr. 36

7. September - 13. September 2003
Zum Anfang
Nachrichten
Wirtschaft
Aus ganz Thailand
Der Briefkasten
Sport
Feuilleton
Aus unserer Gesellschaft
Gestatten, mein Name ist
Frauensache
Sanfte Heilung aus der Natur
Tischlein deck dich...
Was gibts Neues?
Fragen Sie Tante Frieda
Spass
Kinderecke
Gedanken zur Woche
E-mail aus München
Österreich Rundschau
Das Schwyzer Eggli
Kleinanzeigen
Abo
Wir über uns
Anzeigenpreise

  Christoph Leonhard

Ein junger, hochgewachsener, energisch ausschreitender Mann durchquert die große Empfangshalle im Amari Watergate Hotel in Bangkok. Mit einem charmanten Lächeln setzt er sich hin und beginnt zu erzählen.

Christoph Leonhard wurde als einziger Sohn in die Familie eines Marineoffiziers in Hamburg-Wedel hineingeboren. Dadurch bedingt zog die Familie Leonhard häufig um, meist innerhalb Deutschlands, wenn der Vater wieder einmal versetzt wurde, wie das eben so üblich ist im Staatsdienst. Allerdings wurde er auch nach den USA abbestellt und so geschah es, dass der junge Christoph die letzten fünf Jahre seiner Schulausbildung in Washington, USA beendete.

Wieder zurück in Deutschland wurde Christoph dann selbst zu den Waffen gerufen und musste seinen Wehrdienst ableisten. Da er aber keineswegs die Ambitionen hatte wie der Herr Papa, zog es ihn beruflich gesehen in eine andere Richtung und er begann seine Ausbildung zum Hotelfachmann als Lehrling im Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg. Dorte lernte er sich vom Hotelpagen angefangen über die Haushaltung, die Küche, schließlich Empfang und dann Bankett Service und Restaurants bis hinauf in die Büros der Abteilung Marketing durch.

Dann hatte er nach all dem Lernen die Nase voll vom Hotelbetrieb und wollte etwas anderes ausprobieren. Er machte bei der großen Marketing Firma Scholz &Friend, die hauptsächlich Tchibo Kaffee bewerben, ein halbes Jahr Praktikum, um schließlich wieder in den USA an der Cornell Universität im Staate New York zu landen zu einem sehr intensiven Intensiv-Kurs.

Anschließend war er geschult genug, um eine Stelle am Empfang des 5-Sterne-Hotels St. Regis anzunehmen. Dort benötigte er nur zweieinhalb Jahre, bis er es schließlich zum Food&Beverage-Manager gebracht hatte.

Christopher lächelt verschmitzt, wobei seine Grübchen zum Vorschein kommen: „Ja, meine Karriere ist noch nicht so lang und ich habe auch noch nicht sehr viel Hotels gewechselt – und das habe ich auch nicht vor, denn gleich nach Amerika packte mich keineswegs das Heimweh, sondern ganz im Gegenteil das Fernweh. Ich wollte etwas von der Welt sehen und am Besten irgend etwas Exotisches. Bei meiner Suche hatte ich nun das Glück vor drei Jahren gleich hier im Amari Watergate in Bangkok zu landen und die Stelle eines Executive Assistent Managers anzutreten." Er sieht zum Fenster hinaus und sagt: „Hier habe ich alles, was mir gefällt. Das Hotel, die Arbeit, mein Boss, meine Kollegen und auch die Angestellten." „Und", fügt er mit einem Zwinkern hinzu, „ auch mein Fernweh ist gestillt, denn exotischer kann ich es ja nun wirklich fast nicht mehr bekommen und trotzdem allen Komfort dazu haben." Recht hat er, der Christoph.

Über sein Privatleben spricht Christoph nicht sehr viel, nur dass er immer noch glücklich alleine lebt. Das ist für ihn nicht schlimm, denn sein größtes Hobby ist ja das Hotel und sein Job, mit dem ist er quasi verheiratet. „Da würde jede Frau eifersüchtig werden, da ich nur wenig Zeit für sie aufbringen könnte", meint er dazu.

Apropos Hobbys: Er liebt klassische Musik, obwohl sich da sein Geschmack jetzt auch der modernen Musik und dem Jazz zuwendet. Er interessiert sich für Kunst im allgemeinen und sieht sich natürlich im Amari Watergate immer die Ausstellungen an, für die das Hotel auch in dieser Richtung bereits bekannt wurde. Sport gibt es für ihn allerdings nur im Fernsehen, und auch das nur höchstens 10 Minuten pro Woche, denn „Sport ist Mord", seiner Ansicht nach.

Christoph reist sehr gerne. Mindestens einmal im Jahr nach Deutschland zur Familie, bleibt da aber immer nur kurze zwei Wochen, denn „die reichen für Besuche völlig aus". Aber dafür fährt er dann auch mindestens einmal im Jahr in Thailand und in Asien herum, um alles genau kennen zu lernen und hat mittlerweile bereits alle Nachbarländer Thailands bereist. „Aber diese Fahrten sind keineswegs nur der Kultur gewidmet, sondern ich bin dann mit Freunden unterwegs, und wir haben jede Menge Spaß zusammen." Ein Blick in seine lachenden Augen verrät, dass dies mit Sicherheit stimmt.

In Pattaya war er erst zweimal in diesen drei Jahren, aber er versprach diesen Fehler bald gut zu machen und ein paar Tage Urlaub in der „Fun-City" zu verbringen.


E-mail: ptyblatt@loxinfo.co.th
Pattaya Mail Publishing Co., Ltd. 
370/7-8 Pattaya Second Road, Pattaya City, Chonburi 20260, Thailand 
Tel.66-38 411 240-1, 413 240-1, Fax:66-38 427 596

Copyright © 2002 Pattaya Mail. Alle Rechte vorbehalten
Alle Inhalte dienen der persönlichen Information. Eine Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.