2. Jahrgang
Ausgabe Nr. 47

23. November - 29. November 2003
Zum Anfang
Nachrichten
Wirtschaft
Aus ganz Thailand
Der Briefkasten
Sport
Feuilleton
Aus unserer Gesellschaft
Gestatten, mein Name ist
Frauensache
Sanfte Heilung aus der Natur
Tischlein deck dich...
Was gibts Neues?
Fragen Sie Tante Frieda
Spass
Kinderecke
Gedanken zur Woche
E-mail aus München
Österreich Rundschau
Das Schwyzer Eggli
Reisen
Kleinanzeigen
Abo
Wir über uns
Anzeigenpreise
Überschriften [bitte klicken Sie an der Überschrift um den vollständigen Bericht zu lesen]:

Krieg gegen illegalen Handel mit Wildtieren

Grenzbewohner erhalten Malaria Diagnosetraining

Kampagne zur Verkehrssicherheit für Neujahr geplant

Ein Abend mit Raphael Trezzini

Antragsteller für US-Visa müssen Fingerabdrücke abliefern

Thailand eröffnet nationales Nuklearinstitut

Krieg gegen illegalen Handel mit Wildtieren

Die staatliche Forstpolizei von Thailand erklärte den Krieg gegen den illegalen Handel mit Wildtieren. Insbesondere Händler und Beamte, welche in die Handelsaktivitäten involviert sind, müssen in den nächsten drei Monaten mit entsprechenden Einsätzen der zuständigen Polizei rechnen.

Die Kampagne zum Schutz der Tiere wurde vom Chef der Forstpolizei, Polizeigeneralmajor Sawek Pinsinchai, erklärt. Dieser Erklärung ging bereits eine Razzia in dem Haus einer der Schlüsselfiguren in diesem illegalen Handel in der Nonthaburi Provinz voraus.

Polizeigeneralmajor Sawek Pinsinchai führte aus, dass es in Thailand momentan vier große Händlerringe gibt, welche sich mit dem illegalen Handel beschäftigen und dabei sowohl den einheimischen als auch den Exportmarkt bedienen. Die Mehrzahl dieser Händlerringe wird von Thailändern und Malayen kontrolliert, wobei die Mehrzahl der Tiere von Malaysia über die südliche Grenzen mit dem Boot nach Thailand eingeschmuggelt werden. Anschließend werden die Tiere auf Lastkraftwagen verladen und auf einem langen und für die Tiere beschwerlichen Weg, auf welchem einige Polizeikontrollstationen passiert werden müssen, in die nördlichen Provinzen des Landes für einen möglichen Weitertransport nach China geschafft. Die Polizei ist noch auf der Suche nach Leuathai Tiewcharoen, in dessen Haus gestern die Razzia stattfand.

Es besteht der Verdacht, dass allein im letzten Monat Tiewcharon an fünf Schmuggelaktionen beteiligt war und wenn sich dieser Verdacht bestätigt, ist das zu erwartende Strafmaß eine Freiheitsstrafe von bis zu vier Jahren.

Tiere, welche bei der Razzia sichergestellt wurden, befinden sich mittlerweile in dem Wildlife Conversation Zentrum in der Provinz Ratchaburi.

Die gestrige Razzia soll als Beispiel über die zukünftige Vorgehensweise der Polizei dienen, sagte Polizeigeneralmajor Sawek Pinsinchai und veranschaulichte wie die staatliche Forstpolizei die angesagte Bekämpfung des illegalen Handels vorantreiben will.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den südlichen und nordöstlichen Provinzen des Landes, da diese für erhöhte Schmuggleraktivität bekannt sind.

Die kommenden 15 Tage gehören der Überwachung und Untersuchung von verdächtigen Firmen, Überprüfung ihrer Vorgehensweise bei der Einfuhr von Tieren, Überprüfung der Zuchtlizenzen und Einzelpersonen, welche eine Erlaubnis zur Haltung von Wildtieren haben. Stellt sich bei den Ermittlungen heraus, dass Beamte involviert sind, so wird umgehend gehandelt führte Polizeigeneralmajor Sawek Pinsinchai aus und erklärte indirekt, falls es in drei Monaten nicht gelingt, die Strukturen des illegalen Schmuggels zu durchbrechen, werde er sich überlegen in Pension zu gehen.

Der Parlamentarier Siri Wangboonkert und Vorsitzender des Parlamentsausschuss zum Schutz von Wildtieren spekuliert über die Tatsache, dass Beamte von verschiedenen Behörden in den Handel involviert sind, da die Transportfahrzeuge für die Tiere einige Polizeikontrollen mit Leichtigkeit passieren trotz des starken Geruchs, welchen die Wildtiere verströmen. Die Angelegenheit wird nun Thema im Parlament sein, führte Wangboonkert aus, da viele der Händler sogenannte „einflußreiche" Leute sind, welchen die Regierung versprochen hat sie zu verschonen. (TNA)


Grenzbewohner erhalten Malaria Diagnosetraining

TRAT. Ortsvorsteher in der Grenzprovinz Trat werden zur Zeit in der Diagnose von Malaria unterrichtet. Dadurch sollen die Bewohner dieser Region in die Lage versetzt werden, die Krankheit selbst zu diagnostizieren. Dies erklärte gestern ein leitender Beamter des staatlichen Gesundheitsamtes.

Dokrak Thongkhong, der Leiter des Kontrollzentrums zur Überwachung von Krankheiten welche durch Moskitos hervorgerufen werden, sagte, dass das Zentrum mit den Dorfvorstehern zusammenarbeite um letztere in der Diagnose von Malaria zu unterrichten. Dies sei Teil eines Programms zur Erhöhung der Lebensqualität von den Dorfbewohnern.

Das Projekt zielt hauptsächlich auf Grenzregionen, da dort die Gefahr einer Malariainfektion besonders hoch ist. Thongkhong erklärt weiter, dass die Teilnehmer des 9-tägigen Seminars vom Gesundheitsamt Trat ein Mikroskop erhalten, um anhand dieses Malariainfektionen von Patienten frühzeitig zu erkennen.

Obwohl das Projekt im Moment nur in Einzelabschnitten der Provinz Trat durchgeführt werde, da dort die Gefahr einer Infektion durch die Nähe zu Kambodscha und des weit ausgedehnten tropischen Regenwaldes besonders hoch ist, wird das Projekt in Zukunft auf die gesamte Provinz ausgedehnt werden. (TNA)


Kampagne zur Verkehrssicherheit für Neujahr geplant

Anzahl der Verkehrsunfälle muss reduziert werden

Das Transportministerium begann am 15. November eine Kampagne zur Verkehrssicherheit während der Feiertage über Neujahr, um das jährlich stattfindende Blutbad auf Thailands Straßen so weit wie möglich zu verhindern.

Der stellvertretende Transportminister Nikorn Jamnong sagte, dass die Kampagne neben der strikten Durchsetzung der Straßenverkehrsordnung, wie beispielsweise die Helmpflicht für Motorradfahrer, auch Werbemaßnahmen für einen Verzicht von Alkohol im Straßenverkehr enthalte. Zusätzlich werden Kontrollpunkte errichtet um die Verkehrsteilnehmer zu überprüfen.

Der stellvertretende Minister Jamnong erklärte, dass die Durchführung und Überwachung der Kampagne den Provinzgouverneuren ihrer „geschäftsführenden" Funktion obliegt. Dies soll als Test für das von der Regierung geschaffene System dienen, demnach die Provinzen durch ihren Gouverneur, wie in der Privatwirtschaft der Geschäftsführer einer Firma, die Geschicke leitet.

Die Kampagne war auch Gegenstand eines Treffens des Kabinetts und der geschäftsführenden Gouverneure am 17. November im Regierungspalast.

Minister Jamnong sagte weiter, dass es sich bei der Kampagne nicht um ein saisonales Ereignis handelt, da für die Ziele der Kampagne das ganze Jahr über geworben wird, die Durchsetzung der Straßenverkehrsordnung während der Feiertage jedoch konsequent durchgesetzt werde.

Die Zahl der Todesopfer durch Verkehrsunfälle ist seit Einführung der Straßenverkehrsordnung unter die 1000 Opfermarke gefallen. Trotzdem wünscht sich das Transportministerium einen Rückgang der Quote von Straßenverkehrsopfern von 22 auf 15 Todesfälle, je 100.000 Bewohner. Diese Quote soll in Kürze erreicht werden, erklärte der stellvertretende Transportminister. (TNA)


Ein Abend mit Raphael Trezzini

Peter Nordhues

Bangkok. Die Schweizer Botschaft lud am Donnerstag, dem 13. November zu einer Ausstellungseröffnung des Schweizer Malers Raphael Trezzini ein. Das Hôtel Plaza Athénée in der Wireless Road stellte dafür die Mezzanin-Etage zur Verfügung.

Raphael Trezzini ist ein weltweit beachteter Künstler. Er malt in einer Technik, die beinahe verloren gegangen ist, nämlich einer Mischung aus Tempera- und Ölmalerei. Diese Technik wurde vom holländischen Maler Jan van Eyck entwickelt, der zusammen mit seinem Bruder Hubert im 13. Jahrhundert neue Wege in der Ölmalerei suchte. Trezzinis Hauptmotive sind vor allem Stillleben.

Erinnerungsfoto an den Abend (von links) Plaza Athénées Generalmanager Bruno Huber, Raphael Trezzini, Schwester Joan, der Schweizer Botschafter Hans-Peter Ersimann, Chaiyos Eiamamornpan und Stephan Ritzmann.

Bei einem Cocktailempfang im Hotel begrüßte der Schweizer Botschafter Dr. Hans-Peter Erismann die Gäste. Er erwähnte eingangs die Sponsoren der Ausstellung, nämlich Swiss International Airlines, Thai Zurich Insurance, das Hôtel Plaza Athénée und die Uhrenfirma Breguet. Dieses alteingesessene Schweizer Unternehmen besteht seit 1775 und hatte so berühmte Kundschaft wie den französischen Kaiser Napoleon. Die Firma stellte am gleichen Abend einige ihrer Schmuckstücke in Vitrinen aus.

Eines der wunderschönen Stillleben von Trezzini.

Dann umriss er kurz den Lebensweg des ausstellenden Künstlers. Trezzini wurde 1950 in Horgen/Zürich geboren. Er studierte Kunst in Florenz, in Paris und Nizza. Am meisten beeinflusst wurde er jedoch vom Schweizer Meister der klassischen Schule Egon von Vietinghoff. Seit 1972 stellte Trezzini in der Schweiz aus, dann folgten Ausstellungen in San Francisco, Hongkong, Deutschland, New York, Saudi Arabien, Abu Dhabi, Johannesburg und Santiago de Chile. Der Botschafter meinte dann, dass sein Freund Trezzini gar nicht so schnell malen kann, wie er seine Bilder verkauft. Damit hatte er die Lacher auf seiner Seite.

Der Meister (ganz rechts) überreicht das ersteigerte Bild an den meistbietenden Chaiyos Eiamamornpan. Neben ihm seine Gattin Bunnaporn, Schwester Joan und die Gattin des Schweizer Botschafters, Freda Erismann.

Nach der Eröffnungsansprache des Botschafters ergriff Trezzini das Wort. Er umriss kurz sein bisheriges Schaffen und sagte, dass es seine erste Ausstellung in Südostasien sei. Er dankte den Sponsoren, die ihm die Möglichkeit gegeben hatten, erstmals in Südostasien auszustellen. Seine Arbeiten stellen oft landestypische Schweizer Nahrungsmittel dar. „Die Schweiz ist ja bekannt für Käse und Schokolade." „Aber für Uhren auch!", bemerkte der Schweizer Botschafter dazu halblaut.

Auch die Uhrenausstellung war äußerst interessant.

Aber der Abend hatte auch eine ernsthaftere Seite. In Zusammenarbeit mit dem Auktionshaus Christie’s Thailand wurde ein Gemälde Trezzinis versteigert. Es zeigt ein Stillleben mit Käse, Brot und einer Weinflasche. Der Erlös sollte der Wohltätigkeitsarbeit von Schwester Joan zugute kommen, die sich um Arme und Obdachlose im Bezirk Klong Toey kümmert.

Das Eröffnungsgebot für das Gemälde lag bei 100.000 Baht, weitere Gebote mussten 10.000-Baht betragen. Den Zuschlag erhielt Chaiyos Eiamamornpan, der Präsident von Frank’s Jewelry Creation Co., Ltd., der das höchste Gebot mit 200.000 Baht machte.

Unter großem Applaus überreichte Trezzini schließlich Schwester Joan einen symbolischen Scheck, den sie dankend entgegen nahm. Die Gäste verweilten nach der Auktion noch lange im Ausstellungsraum und unterhielten sich angeregt beim ausgezeichneten Büffet.


Antragsteller für US-Visa müssen Fingerabdrücke abliefern

Personen welche ein US-Visa beantragen, müssen von nun an ihre Fingerabdrücke in einem digitalisierten Verfahren bei der amerikanischen Botschaft in Bangkok oder den konsularischen Vertretungen in Thailand hinterlegen, berichtete eine Nachrichtensendung.

Diese neue Vorschrift der amerikanischen Regierung wurde durch die amerikanische Botschaft verkündet und trat bereits am 14. November in Bangkok und in den amerikanischen Konsulaten in Thailand am 26. November in Kraft, laut Nachrichtensendung auf Kanal 7 und Modernine T.V. (T.V. Kanal 9).

Die amerikanische Botschaft in Thailand führte weiter aus, dass die neue Vorschrift nicht nur für thailändische Staatsangehörige, sondern uneingeschränkt für alle Nationalitäten gelte, welche ein Einreisevisum für die USA beantragen.

„Diese neue Vorschrift erging aus Gründen der Sicherheit und der Bekämpfung von ausländischen Reisenden, welche mit gefälschten Visa in die USA einreisen", erklärte ein Mitarbeiter der amerikanischen Botschaft gegenüber dem Nachrichtensender.

„Durch die eingesetzte moderne Technologie, ist es lediglich eine Frage von Sekunden, den Fingerabdruck zu erfassen:" fügte der Mitarbeiter hinzu. Neben den USA haben auch Länder in Europa, Kanada, Zentral- und Lateinamerika die gleiche Vorschriften zur Visa-Beantragung eingeführt, wie die amerikanische Botschaft abschließend erklärt (TNA)


Thailand eröffnet nationales Nuklearinstitut

Die Mahidol Universität hat ein nationales Nuklear Institut eröffnet, das den Bedarf an nuklearen Technologiedienstleistungen für kleine und mittlere Unternehmen decken soll.

Die Universität kündigte das Projekt des neuen Instituts während eines kürzlich stattgefundenen Gemeinschaftsseminars an, welches das College of Management der Universität Mahidol mit der Atomenergiebehörde für friedliche Nutzung und das Keenan Institut von Asien zusammenbringt.

Das neue Institut zielt auf die Bestrahlung von Lebensmittelexporten zur Konservierung sowie auf eine breite Angebotspalette im Rahmen der nuklearen Dienstleistungen für die Öffentlichkeit sowie für die Privatwirtschaft ab. Das Institut wurde am 11. November im College of Management auf dem Campus der Mahidol Universität eröffnet. (TNA)