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Krieg gegen illegalen Handel mit Wildtieren
Die staatliche Forstpolizei von Thailand erklärte den
Krieg gegen den illegalen Handel mit Wildtieren. Insbesondere Händler und
Beamte, welche in die Handelsaktivitäten involviert sind, müssen in den
nächsten drei Monaten mit entsprechenden Einsätzen der zuständigen
Polizei rechnen.
Die Kampagne zum Schutz der Tiere wurde vom Chef der
Forstpolizei, Polizeigeneralmajor Sawek Pinsinchai, erklärt. Dieser
Erklärung ging bereits eine Razzia in dem Haus einer der Schlüsselfiguren
in diesem illegalen Handel in der Nonthaburi Provinz voraus.
Polizeigeneralmajor Sawek Pinsinchai führte aus, dass es
in Thailand momentan vier große Händlerringe gibt, welche sich mit dem
illegalen Handel beschäftigen und dabei sowohl den einheimischen als auch
den Exportmarkt bedienen. Die Mehrzahl dieser Händlerringe wird von
Thailändern und Malayen kontrolliert, wobei die Mehrzahl der Tiere von
Malaysia über die südliche Grenzen mit dem Boot nach Thailand
eingeschmuggelt werden. Anschließend werden die Tiere auf Lastkraftwagen
verladen und auf einem langen und für die Tiere beschwerlichen Weg, auf
welchem einige Polizeikontrollstationen passiert werden müssen, in die
nördlichen Provinzen des Landes für einen möglichen Weitertransport nach
China geschafft. Die Polizei ist noch auf der Suche nach Leuathai
Tiewcharoen, in dessen Haus gestern die Razzia stattfand.
Es besteht der Verdacht, dass allein im letzten Monat
Tiewcharon an fünf Schmuggelaktionen beteiligt war und wenn sich dieser
Verdacht bestätigt, ist das zu erwartende Strafmaß eine Freiheitsstrafe
von bis zu vier Jahren.
Tiere, welche bei der Razzia sichergestellt wurden,
befinden sich mittlerweile in dem Wildlife Conversation Zentrum in der
Provinz Ratchaburi.
Die gestrige Razzia soll als Beispiel über die
zukünftige Vorgehensweise der Polizei dienen, sagte Polizeigeneralmajor
Sawek Pinsinchai und veranschaulichte wie die staatliche Forstpolizei die
angesagte Bekämpfung des illegalen Handels vorantreiben will.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den südlichen und
nordöstlichen Provinzen des Landes, da diese für erhöhte
Schmuggleraktivität bekannt sind.
Die kommenden 15 Tage gehören der Überwachung und
Untersuchung von verdächtigen Firmen, Überprüfung ihrer Vorgehensweise
bei der Einfuhr von Tieren, Überprüfung der Zuchtlizenzen und
Einzelpersonen, welche eine Erlaubnis zur Haltung von Wildtieren haben.
Stellt sich bei den Ermittlungen heraus, dass Beamte involviert sind, so
wird umgehend gehandelt führte Polizeigeneralmajor Sawek Pinsinchai aus und
erklärte indirekt, falls es in drei Monaten nicht gelingt, die Strukturen
des illegalen Schmuggels zu durchbrechen, werde er sich überlegen in
Pension zu gehen.
Der Parlamentarier Siri Wangboonkert und Vorsitzender des
Parlamentsausschuss zum Schutz von Wildtieren spekuliert über die Tatsache,
dass Beamte von verschiedenen Behörden in den Handel involviert sind, da
die Transportfahrzeuge für die Tiere einige Polizeikontrollen mit
Leichtigkeit passieren trotz des starken Geruchs, welchen die Wildtiere
verströmen. Die Angelegenheit wird nun Thema im Parlament sein, führte
Wangboonkert aus, da viele der Händler sogenannte „einflußreiche"
Leute sind, welchen die Regierung versprochen hat sie zu verschonen. (TNA)
Grenzbewohner erhalten Malaria Diagnosetraining
TRAT. Ortsvorsteher in der Grenzprovinz Trat werden zur
Zeit in der Diagnose von Malaria unterrichtet. Dadurch sollen die Bewohner
dieser Region in die Lage versetzt werden, die Krankheit selbst zu
diagnostizieren. Dies erklärte gestern ein leitender Beamter des
staatlichen Gesundheitsamtes.
Dokrak Thongkhong, der Leiter des Kontrollzentrums zur
Überwachung von Krankheiten welche durch Moskitos hervorgerufen werden, sagte,
dass das Zentrum mit den Dorfvorstehern zusammenarbeite um letztere in der
Diagnose von Malaria zu unterrichten. Dies sei Teil eines Programms zur
Erhöhung der Lebensqualität von den Dorfbewohnern.
Das Projekt zielt hauptsächlich auf Grenzregionen, da
dort die Gefahr einer Malariainfektion besonders hoch ist. Thongkhong
erklärt weiter, dass die Teilnehmer des 9-tägigen Seminars vom
Gesundheitsamt Trat ein Mikroskop erhalten, um anhand dieses
Malariainfektionen von Patienten frühzeitig zu erkennen.
Obwohl das Projekt im Moment nur in Einzelabschnitten der
Provinz Trat durchgeführt werde, da dort die Gefahr einer Infektion durch
die Nähe zu Kambodscha und des weit ausgedehnten tropischen Regenwaldes
besonders hoch ist, wird das Projekt in Zukunft auf die gesamte Provinz
ausgedehnt werden. (TNA)
Kampagne zur Verkehrssicherheit für Neujahr geplant
Anzahl der Verkehrsunfälle muss reduziert werden
Das Transportministerium begann am 15.
November eine Kampagne zur Verkehrssicherheit während der Feiertage über
Neujahr, um das jährlich stattfindende Blutbad auf Thailands Straßen so
weit wie möglich zu verhindern.
Der stellvertretende Transportminister Nikorn Jamnong
sagte, dass die Kampagne neben der strikten Durchsetzung der
Straßenverkehrsordnung, wie beispielsweise die Helmpflicht für
Motorradfahrer, auch Werbemaßnahmen für einen Verzicht von Alkohol im
Straßenverkehr enthalte. Zusätzlich werden Kontrollpunkte errichtet um die
Verkehrsteilnehmer zu überprüfen.
Der stellvertretende Minister Jamnong erklärte, dass die
Durchführung und Überwachung der Kampagne den Provinzgouverneuren ihrer
„geschäftsführenden" Funktion obliegt. Dies soll als Test für das
von der Regierung geschaffene System dienen, demnach die Provinzen durch
ihren Gouverneur, wie in der Privatwirtschaft der Geschäftsführer einer
Firma, die Geschicke leitet.
Die Kampagne war auch Gegenstand eines Treffens des
Kabinetts und der geschäftsführenden Gouverneure am 17. November im
Regierungspalast.
Minister Jamnong sagte weiter, dass es sich bei der
Kampagne nicht um ein saisonales Ereignis handelt, da für die Ziele der
Kampagne das ganze Jahr über geworben wird, die Durchsetzung der
Straßenverkehrsordnung während der Feiertage jedoch konsequent
durchgesetzt werde.
Die Zahl der Todesopfer durch Verkehrsunfälle ist seit
Einführung der Straßenverkehrsordnung unter die 1000 Opfermarke gefallen.
Trotzdem wünscht sich das Transportministerium einen Rückgang der Quote
von Straßenverkehrsopfern von 22 auf 15 Todesfälle, je 100.000 Bewohner.
Diese Quote soll in Kürze erreicht werden, erklärte der stellvertretende
Transportminister. (TNA)
Ein Abend mit Raphael Trezzini
Peter Nordhues
Bangkok. Die Schweizer Botschaft lud am Donnerstag, dem
13. November zu einer Ausstellungseröffnung des Schweizer Malers Raphael
Trezzini ein. Das Hôtel Plaza Athénée in der Wireless Road stellte dafür
die Mezzanin-Etage zur Verfügung.
Raphael Trezzini ist ein weltweit beachteter Künstler.
Er malt in einer Technik, die beinahe verloren gegangen ist, nämlich einer
Mischung aus Tempera- und Ölmalerei. Diese Technik wurde vom holländischen
Maler Jan van Eyck entwickelt, der zusammen mit seinem Bruder Hubert im 13.
Jahrhundert neue Wege in der Ölmalerei suchte. Trezzinis Hauptmotive sind
vor allem Stillleben.
Erinnerungsfoto
an den Abend (von links) Plaza Athénées Generalmanager Bruno Huber,
Raphael Trezzini, Schwester Joan, der Schweizer Botschafter Hans-Peter
Ersimann, Chaiyos Eiamamornpan und Stephan Ritzmann.
Bei einem Cocktailempfang im Hotel begrüßte der
Schweizer Botschafter Dr. Hans-Peter Erismann die Gäste. Er erwähnte
eingangs die Sponsoren der Ausstellung, nämlich Swiss International
Airlines, Thai Zurich Insurance, das Hôtel Plaza Athénée und die
Uhrenfirma Breguet. Dieses alteingesessene Schweizer Unternehmen besteht
seit 1775 und hatte so berühmte Kundschaft wie den französischen Kaiser
Napoleon. Die Firma stellte am gleichen Abend einige ihrer Schmuckstücke in
Vitrinen aus.
Eines
der wunderschönen Stillleben von Trezzini.
Dann umriss er kurz den Lebensweg des ausstellenden
Künstlers. Trezzini wurde 1950 in Horgen/Zürich geboren. Er studierte
Kunst in Florenz, in Paris und Nizza. Am meisten beeinflusst wurde er jedoch
vom Schweizer Meister der klassischen Schule Egon von Vietinghoff. Seit 1972
stellte Trezzini in der Schweiz aus, dann folgten Ausstellungen in San
Francisco, Hongkong, Deutschland, New York, Saudi Arabien, Abu Dhabi,
Johannesburg und Santiago de Chile. Der Botschafter meinte dann, dass sein
Freund Trezzini gar nicht so schnell malen kann, wie er seine Bilder
verkauft. Damit hatte er die Lacher auf seiner Seite.
Der
Meister (ganz rechts) überreicht das ersteigerte Bild an den meistbietenden
Chaiyos Eiamamornpan. Neben ihm seine Gattin Bunnaporn, Schwester Joan und
die Gattin des Schweizer Botschafters, Freda Erismann.
Nach der Eröffnungsansprache des Botschafters ergriff
Trezzini das Wort. Er umriss kurz sein bisheriges Schaffen und sagte, dass
es seine erste Ausstellung in Südostasien sei. Er dankte den Sponsoren, die
ihm die Möglichkeit gegeben hatten, erstmals in Südostasien auszustellen.
Seine Arbeiten stellen oft landestypische Schweizer Nahrungsmittel dar. „Die
Schweiz ist ja bekannt für Käse und Schokolade." „Aber für Uhren
auch!", bemerkte der Schweizer Botschafter dazu halblaut.
Auch
die Uhrenausstellung war äußerst interessant.
Aber der Abend hatte auch eine ernsthaftere Seite. In
Zusammenarbeit mit dem Auktionshaus Christie’s Thailand wurde ein Gemälde
Trezzinis versteigert. Es zeigt ein Stillleben mit Käse, Brot und einer
Weinflasche. Der Erlös sollte der Wohltätigkeitsarbeit von Schwester Joan
zugute kommen, die sich um Arme und Obdachlose im Bezirk Klong Toey kümmert.
Das Eröffnungsgebot für das Gemälde lag bei 100.000
Baht, weitere Gebote mussten 10.000-Baht betragen. Den Zuschlag erhielt
Chaiyos Eiamamornpan, der Präsident von Frank’s Jewelry Creation Co.,
Ltd., der das höchste Gebot mit 200.000 Baht machte.
Unter großem Applaus überreichte Trezzini schließlich
Schwester Joan einen symbolischen Scheck, den sie dankend entgegen nahm. Die
Gäste verweilten nach der Auktion noch lange im Ausstellungsraum und
unterhielten sich angeregt beim ausgezeichneten Büffet.
Antragsteller für US-Visa müssen Fingerabdrücke abliefern
Personen welche ein US-Visa beantragen, müssen von nun
an ihre Fingerabdrücke in einem digitalisierten Verfahren bei der
amerikanischen Botschaft in Bangkok oder den konsularischen Vertretungen in
Thailand hinterlegen, berichtete eine Nachrichtensendung.
Diese neue Vorschrift der amerikanischen Regierung wurde
durch die amerikanische Botschaft verkündet und trat bereits am 14.
November in Bangkok und in den amerikanischen Konsulaten in Thailand am 26.
November in Kraft, laut Nachrichtensendung auf Kanal 7 und Modernine T.V. (T.V.
Kanal 9).
Die amerikanische Botschaft in Thailand führte weiter
aus, dass die neue Vorschrift nicht nur für thailändische
Staatsangehörige, sondern uneingeschränkt für alle Nationalitäten gelte,
welche ein Einreisevisum für die USA beantragen.
„Diese neue Vorschrift erging aus Gründen der
Sicherheit und der Bekämpfung von ausländischen Reisenden, welche mit
gefälschten Visa in die USA einreisen", erklärte ein Mitarbeiter der
amerikanischen Botschaft gegenüber dem Nachrichtensender.
„Durch die eingesetzte moderne Technologie, ist es lediglich eine Frage
von Sekunden, den Fingerabdruck zu erfassen:" fügte der Mitarbeiter
hinzu. Neben den USA haben auch Länder in Europa, Kanada, Zentral- und
Lateinamerika die gleiche Vorschriften zur Visa-Beantragung eingeführt, wie
die amerikanische Botschaft abschließend erklärt (TNA)
Thailand eröffnet nationales Nuklearinstitut
Die Mahidol Universität hat ein nationales Nuklear Institut
eröffnet, das den Bedarf an nuklearen Technologiedienstleistungen für kleine
und mittlere Unternehmen decken soll.
Die Universität kündigte das Projekt des neuen Instituts
während eines kürzlich stattgefundenen Gemeinschaftsseminars an, welches das
College of Management der Universität Mahidol mit der Atomenergiebehörde für
friedliche Nutzung und das Keenan Institut von Asien zusammenbringt.
Das neue Institut zielt auf die Bestrahlung von
Lebensmittelexporten zur Konservierung sowie auf eine breite Angebotspalette im
Rahmen der nuklearen Dienstleistungen für die Öffentlichkeit sowie für die
Privatwirtschaft ab. Das Institut wurde am 11. November im College of Management
auf dem Campus der Mahidol Universität eröffnet. (TNA)
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