2. Jahrgang
Ausgabe Nr. 50

14. Dezember - 20. Dezember 2003
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Österreich - Rundschau: 

Vorsicht – Christbäume!

So müsste man fast schon die Bevölkerung warnen. Denn so schön sie sind, können sie manchmal zur Gefahr für Leib und Leben ihrer Bewunderer werden. So musste der Christbaum am Christkindlmarkt vor dem Schloss Schönbrunn abgesägt werden, da er durch starke Windböen umzustürzen drohte. Aber, der neue Baum ist schon wieder errichtet und erstrahlt im alten Lichterglanz.

Ohne Lichterglanz,

Dafür mit der Aufschrift „gekürzt" steht der Christbaum in Berlin. Unbekannte Studenten, die wieder einmal gegen Studienkürzungen demonstrierten, haben sich sechs Meter von der 25 Meter hohen Fichte abgesägt. Der Baum stammte aus Tirol und wurde dem Berliner Oberbürgermeister erst vergangene Woche von Landeshauptmann Herwig van Staa übergeben. Beim Sturz fiel der Baum auf ein geparktes Auto, verletzte aber niemand. Allerdings gab es vier Verletzte in Prag, als der Christbaum dort umstürzte. Das kann für die Verantwortlichen teuer werden.

Ein teurer Spaß

können auch die Lichterketten für Christbäume werden. Künstliche Kerzen am Christbaum verbrauchen zwar nur ein paar Kilowattstunden Strom, aber wer es mit der Außenbeleuchtung übertreibt, kann hohe Kosten verursachen. Lichtschläuche von zehn Metern Länge, die man vom 1. Advent bis zum Dreikönigstag eingeschaltet hat, verbrauchen etwa 133 Kilowattstunden Strom – das ist der Jahresverbrauch einer Waschmaschine. Trotzdem geht der Trend heuer dahin, ganze Fensterfronten oder Vorgärten zu erleuchten. Na, Hauptsache, man hat einen schöneren Weihnachtsschmuck als der Nachbar, dann nimmt man die Ausgaben gern in Kauf.

Gern in Kauf genommen

wurde die Öffnung der Läden am 8. Dezember trotz Feiertag. Die Geschäfte wurden regelrecht gestürmt. Speziell die Einkaufszentren profitierten davon. Allerdings ist die Kirche gegen diesen Kaufrausch eingestellt. Sie wirbt lieber mit dem Slogan: „Kommt in die Kirche" und bietet Alternativen zum Einkaufstrubel an.

Keine Alternative zu natürlichen Pflanzen

bieten anscheinend die Gen-veränderten Pflanzen. Die Europäischen Union hat der Zulassung von Gen-Pflanzen am Montag eine Absage erteilt. Speziell der umstrittene Bt11-Mais, der für die menschliche Ernährung gedacht ist, bildet das selbe giftige Eiweiß wie Bt176. Laut Henning Strodthoff, einem Genexperten von Greenpeace hätte der Gen-Mais niemals zugelassen werden dürfen. Sogar die USA haben ihn inzwischen wieder vom Markt genommen. Spanien, Irland, Großbritannien, die Niederlande, Schweden und Finnland stimmten trotzdem dafür, Deutschland, Belgien und Italien enthielten sich der Stimme, die übrigen sechs Länder stimmten dagegen. Jetzt müssen sich die Verantwortlichen innerhalb von drei Monaten einigen.

Nicht mehr einigen

konnte sich ein Ehepaar in Wien und stritt häufig, dass die Fetzen flogen. Beim letzten Streit flog allerdings der Hund mit. Die erboste und betrunkene Gattin warf ihn ihrem Mann aus dem zweiten Stockwerk mit den Worten: „Du hast was vergessen", nach, als dieser das Weite suchte und die gemeinsame Wohnung verließ. Der Ehemann trug keinen Schaden davon, der Hund ist leicht verletzt und die Frau wird wegen Tierquälerei angezeigt.

Nicht wegen Tierquälerei,

sondern weil er drei Kollegen bei einer Treibjagd aus Versehen angeschossen hat, wird ein Jäger in Schwadorf angeklagt. Statt der angezielten Wildente erlegte er mit einem Schuss gleich drei andere Jäger, die zum Teil von den Schrotkugeln schwer verletzt wurden.


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