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ds'Schwyzer Eggli
Berner Politik
war in aller Munde, sogar über die Grenzen hinaus. Herr
Blocher ist in den Bundesrat gewählt und das war eine Schlagzeile wert. Die
Schweizer Bevölkerung ist sich, laut ersten Umfragen, mehrheitlich einig.
Nur ein Drittel glaubt daran, dass Blocher die Schweiz positiv verändern
kann. Auf Gegenkurs ist die Mehrheit bezüglich Asyl und Ausländerpolitik.
In sozialen Fragen ist das Volk ebenfalls nicht in Übereinstimmung mit
Blocher, eine staatliche Mutterschaftsversicherung würde man sich
wünschen, nur 15% sind für eine Rentenanhebung auf 67 Jahre. Ein
Leistungsabbau der Krankenversicherungen wird abgelehnt, auch wenn dadurch
die Prämien steigen sollten. Wie zu erwarten, die Frauenorganisationen
gehen auf die Barrikaden und auf die Strassen. Die neue Regierung zeichnet
sich aus durch die Attribute konservativ, männlich und jugendfrei.
Positive Signale
nach der Wahl gibt es natürlich auch. Das Volk steht
hinter den Blocher Ideen in der Finanz- und Europapolitik. Man traut ihm zu
die Bundesfinanzen zu sanieren, was auch übereinstimmend als das dringenste
Problem angesehen wird. 52 Prozent lehnen einen Beitritt der Schweiz zur EU
bis zum Jahr 2010 ab. Am besten schneidet Blocher mit seiner patriotischen
Haltung ab, was auch erklärt, dass 80 Prozent der Befragten stolz darauf
sind, Schweizer zu sein.
Ausländische Reaktionen
auf das Geschehen in Bern waren nie so ausführlich. Man
war halt in Bern unter sich und immer einig. Soviel politische Harmonie
ergibt eben keine Schlagzeilen, im Ausland ohnehin nicht. Die ausländischen
Zeitungen, vor allem in Deutschland, begrüssen die Wahl von Blocher in den
Bundesrat. Uneinig sind sie sich darüber, was er bewirken kann oder eben
nicht. Die Süddeutsche Zeitung meint, die Schweiz rückt weiter nach
rechts, und die politischen Ziele des Zürcher Milliardärs seien schlecht
für die Schweiz. Die Ungleichheit werde zunehmen und das Land „igele"
sich weiter ein, auch habe man sich endgültig für einen Alleingang in
Europa entschieden. Trotz allem, so das Blatt, gebe es keine vernünftige
Alternative zu der Blocher Wahl. Die Frankfurter Rundschau meint, Blocher
werde entweder Kreide essen oder er, vergleichbar mit dem Rechtspopulist
Ronald Schill in Bremen, entsorgt sich selbst. Hart ins Gericht geht der
österreichische Standard, er bezeichnet Blocher als nationalkonservativen
Chauvinisten. Von Blocher könnten Rechtspopulisten der Nachbarländer in
Sachen politischer Niedertracht und Menschenrechtsverachtung noch etwas
lernen.
Politisch
oder auch nur zweckorientiert handelte eine Täterschaft
im Kanton Zug, als sie eine Radaranlage mit zugehöriger Kamera
abmontierten. Der Gesamtwert der Anlage beträgt 100 000 Franken. Die Täter
zersägten den Stahlmast, dann entfernten sie das rund 80 Kilogramm schwere
Gehäuse mit dem Radarmessgerät und der Fotokamera. Das muss eigentlich mit
viel Lärm verbunden gewesen sein, aber Zeugen gibt es bisher keine. Kein
gebührliches Benehmen, andererseits …..
Weihnachten
ein Fest der Liebe und Besinnung, aber nicht für alle ist das so
verstanden. Eine vierköpfige Familie aus Bulgarien tummelte sich in einem
Einkaufzentrum in Basel und klaute vor allem Geld und Handies. Das jüngste
Familienmitglied war ganze 13 Jahre alt und voll mit im Einsatz. Die Polizei
erwischte die Gauner in flagranti. Bei einer Personenkontrolle kam auch ein
Handy zum Vorschein, das Tage zuvor in Baden gestohlen wurde. Ein frohes
Weihnachtsfest auch dieser Familie, das sie aber hoffentlich nicht mehr in
der Schweiz feiern dürfen.
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