2. Jahrgang
Ausgabe Nr. 51

21. Dezember - 27. Dezember 2003
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Österreich - Rundschau: 

Transitgegner

blockierten die Tauernautobahn in Kärnten. Ein Großteil der Fahrzeuge musste über die Katschberg-Bundesstraße ausweichen. FPÖ Infrastrukturminister und Vizekanzler Hubert Gorbach zeigte Verständnis, da die Zunahme des Transits Negativeinflüsse auf Umwelt und Lebensqualität hat.

Negativ wirkt sich

auch die Kürzung im Schulbetrieb aus. Deshalb gingen 1700 Wiener Lehrer auf die Straße und zogen vom Finanzministerium zum Bildungsministerium. Davon war der Stadtschulrat nicht sonderlich begeistert, obwohl die Lehrer extra einen Zeitpunkt außerhalb der Unterrichtszeiten gewählt hatten, um den Protestmarsch durchzuführen. Man will damit die Nachbesetzung der 300 Lehrer, die durch Frühpensionierungen ausgefallen sind, durchsetzen.

Durchgesetzt

wurde die Erhöhung der Stromgebühren im Jahr 2004. Grund ist der europaweite Anstieg der Großhandelspreise um 26 %. Alte, unrentable Kraftwerke werden stillgelegt und dadurch fallen Kapazitäten aus dem Markt.

Im Marktwert

steigen deutlich Österreich-Produkte bei den Amerikanern: vom grünen Veltliner und Blauer Zweigelt über Manner Schnitten bis zu Red Bull. In Restaurants trinkt man gerne Gösser Bier. Manner Schnitten haben Kultstatus in den USA, nach dem Schwarzenegger-Film, in dem er sie verspeiste. Swarovski verkauft seine Kristallprodukte in eigenen Shops und verfügt über eine eigene Vertriebstochter. Und Meinl-Coffeeshops werden auch immer beliebter. Besonders Österreichs Wein ist in den Vereinigten Staaten gefragt. Grüner Veltliner sind heuer die Exportschlager.

Schnee ist zwar kein Exportschlager,

aber lebenswichtig für Österreichs Tourismus. Nun können sich alle freuen: der Winter mit der weißen Pracht hält Einzug. Die Chancen auf weiße Weihnachten steigen, denn in weiten Teilen Österreichs sind die ersten Schneeflocken gefallen.

Vielen wird das nicht zusagen.

Den Asylanten nämlich, die von der Regierung laut Gesetz buchstäblich auf die Straße gesetzt werden. Täglich werden bis zu 30 Flüchtlinge aus der Bundesbetreuung entlassen. Österreichische Hilfsorganisationen fordern eine rasche Winterlösung, da weder die Caritas, noch die Diakonie, das Rote Kreuz oder die Volkshilfe die Kapazitäten hätten, diese Flüchtlinge unterzubringen. Sie behaupten, das Gesetz sei unmenschlich und einer Republik wie Österreich nicht würdig.

Unwürdig sind manche Steuern.

Das Wirtschaftforschungs-Institut fordert die Regierung auf, die Reichen und nicht die Armen zu schröpfen. Obwohl Österreich bei Steuern auf Vermögen auf einer Liste unter den Niedrigsteuer-Ländern liegt, sollen noch andere Steuern gesenkt werden, heißt es. Dazu gehört auch die Körperschaftssteuer. Lohnnebenkosten sollen ebenfalls gesenkt werden, denn obwohl die effektive Lohnsteuer in Österreich mit 15,4 bis 15,5 Prozent vergleichsweise niedrig liegt, stellt sie bei kleinen Einkommen ein großes Problem dar.

Vor ein großes

Problem sah sich eine Mödlinger Chatterin gestellt. Ein Mann im norddeutschen Rostock kündigte an, dass er sich gerade das Leben nimmt und seine Pulsadern aufgeschnitten habe. Gemeinsam mit dem Roten Kreuz Niederösterreich konnte die engagierte Frau den Selbstmord verhindern. Sie verständigte das Rote Kreuz und die wiederum ihre Kollegen in Rostock. Diese kamen gerade noch zurecht. Damit ist dies der erste Fall internationaler Lebensrettung durch das NÖ Rote Kreuz. Eine gute Tat zur Weihnachtszeit.

Ja, Weihnachten naht,

aber wie kann man in Weihnachtsstimmung kommen? Ganz einfach: durch Kerzen, Weihnachtslieder und Zimtgeruch! Dabei kommt es allerdings nicht auf die Einzelteile, sondern auf den Cocktaileffekt an. Außerdem hilft gemeinsames Kekse backen. In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten!


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