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Liebe Tante Frieda,
Ich glaube, ich habe ein richtiges Problem und weiß nicht genau, wie da
rauskommen kann. Aber lass dir erst mal erklären. Mein Mann arbeitet hier
bei einer großen Firma. Da er eine wichtige Person dort ist, hat er
natürlich wenig Freizeit. Das heißt: er lässt mich häufig alleine.
Auch im Urlaub oder auf Kurztrips bin ich meist einsam. Also neulich flog
ich nach Chiang Mai, um mir dort die Gegend einmal anzusehen. Dabei traf
ich diesen hübschen, jungen Reiseleiter. Er ist Thai und ungemein
charmant und lieb zu mir und sagt er liebt mich sehr, obwohl er cirka 15
Jahr jünger ist als ich. Mit einem Wort, ich habe mich unsterblich in ihn
verliebt. Er will ganz mit mir zusammen sein, aber davor schrecke ich doch
noch zurück, denn ich hänge auch noch ein wenig an meinem Mann. Mein
Freund bat mich, ihm Geld zu überweisen, damit er schon mal ein hübsches
Apartment für uns besorgen kann. Sag mir was soll ich tun?
Unschlüssige
Liebe Unschlüssige,
Ich danke dem Schicksal, dass es mich dies erleben lässt! Bis jetzt war
ich nämlich der Meinung, dass nur die Männer mit dem Unterleib denken,
wenn sie nach Thailand kommen. Es beruhigt mich zu wissen, dass es auch
genauso unbedarfte weibliche Wesen gibt.
Kindchen, lass die mal was sagen von mir: Bleib du mal schön bei deinem
Mann und lass die Finger von dieser kleinen Kröte. Denn wenn er jetzt
schon Geld will, angeblich um eine Wohnung einzurichten, dann ist es
sicherlich nicht weit her mit ihm. Lass die gesagt sein, du würdest dich
bei ihm genauso ausbluten, wie sehr Männer hier, die den einheimischen
Mädchen ihr Geld geben. Sieh die ganze Sache als ein einmaliges,
wahrscheinlich hübsches Abenteuer an und dabei belasse es.
Liebe Tante Frieda,
Normalerweise heißt es ja, dass man die Finger von „Muttersöhnchen"
weglassen soll. Ich habe aber ein „Muttertöchterchen" geheiratet.
Kannst du dir vorstellen, dass die Mutter meiner Frau in der
Hochzeitsnacht bei uns im Schlafzimmer geschlafen hat? Da ich ein
einfaches, anständiges Thaimädchen geheiratet habe und sie noch Jungfrau
ist, haben wir mit Sex gewartet bis nach der Hochzeit. Mit einem Wort, sie
ist immer noch Jungfrau, obwohl wir bereits seit drei Wochen verheiratet
sind, im selben Zimmer schlafen – und mit uns die Frau Mama. Auf meine
bitte hin, die liebe Mutter doch in einem anderen Zimmer unterzubringen,
reagierte meine Frau mit Tränen und sagte, dass ich ihre Familie nicht
leiden kann. Was soll ich tun?
Um die Freude gebrachter Flitterwöchner
Lieber Flitterwöchner!
Da hilft nur eines: Wirf die Mama auf freundschaftliche Art raus. Denn so
etwas gibt es auch in den besten Thaifamilien nicht. Da scheint irgend
etwas anderes im Busch zu sein. Das würde ich versuchen herauszufinden.
Stell deine Frau einfach vor die Tatsache und stelle ihr ein Ultimatum:
entweder du oder die Mama. Ich hoffe für dich, dass sie dich wählt.
Falls nicht, hoffe ich nur, dass du noch nicht nach europäischem Gesetz
verheiratet bist, sonst kann dich das teuer zu stehen kommen.
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