3. Jahrgang
Ausgabe Nr. 2

11. Januar - 17. Januar 2004
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ds'Schwyzer Eggli

Den Jahresanfang

im Ausland ‚feierten‘ 200 Schweizer im Knast. Unter anderem sind in Europa 77, in Asien 27 und in den USA 28 Schweizer inhaftiert. Ein Grossteil der Fälle hängt zusammen mit Mord, Drogendelikten und Vergewaltigungen. Auch Pädophilie oder Finanzdelikte gehören zu den verübten Verbrechen. Wenn keine Familienangehörige sich um die „Knasties" kümmern, treten die Konsulate in Aktion und helfen Anwälte zu bestellen oder Medikamente zu besorgen. In Ländern wo die drohende Strafe weit über dem Schweizer Strafmass liegt, kann das EDA informell intervenieren. Im Jahre 2002 unterzeichnete Ruth Metzler ein Abkommen mit Thailand, welches eine Überstellung von Häftlingen in die Schweiz möglich macht, um zuhause ihre Strafe abzusitzen.

Neujahrsbotschaften

via Handy sind voll im Trend. Am 31.12 und 1.1 wurden in der Schweiz nicht weniger als 66,4 Millionen SMS verschickt, dazu noch 450 000 MMS. Netzprobleme wurden durch diese Flut von Mitteilungen keine gemeldet, die Swisscom hatte jedoch am 31.12. gegen Mitternacht kurzzeitig Probleme mit der MMS Übermittlung. Verloren gegangen seien aber keine, versicherte die Swisscom. Nicht mehr auszudenken wie man früher ohne Handy auskam, und das liegt nicht mal 10 Jahre zurück.

Jahreswechsel

ist normalerweise auch die Zeit an diejenigen zu denken die nicht auf der Glanzseite des Lebens stehen. In der Schweiz sollen derzeit 850 000 Menschen in einer finanziell prekären Situation leben. In ihrem jährlichen Bericht über die wirtschaftliche und soziale Entwicklung sieht die Caritas den sozialen Frieden gefährdet. Demnach verfügen heute nur 10 Prozent der Bevölkerung über mehr Geld als vor 10 Jahren, der Rest hat real weniger Einkommen. Die Caritas geht hart ins Gericht mit den Politikern, die Vorschläge lanciere, die zu weiteren Umverteilungen von unten nach oben führten. Erhöhte Krankenkassen Beiträge, Sozialabbau in der IV und AHV, höhere Selbstbehalte, Verschärfung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes werden die Kluft sicher noch vergrössern. Wieso sollte sich die Schweiz auch von anderen Ländern unterscheiden?

Gute Vorsätze

fassen für das neue Jahr, eine lobenswerte Sache. Weniger Zigaretten und weniger Alkohol gehören wohl zu den häufigsten guten Vorsätzen. Oft sind diese guten Absichten im neuen Jahr schon nach kurzer Zeit nur noch Makulatur. Grund dafür sind „programmierte Misserfolgsfallen" sagt eine leitende Psychologin aus Deutschland. Viele nehmen sich einfach zu viel vor, ohne die notwendigen Verhaltensänderungen wirklich zu planen. Schon nach kurzer Zeit fühlen sie sich überfordert und geben die Vorsätze auf. Hier ein paar Expertentipps für eine erfolgreiche Umsetzung von Neujahrsvorsätzen:

1. Keine Vorsätze fassen nur weil es andere auch tun oder weil gerade Jahreswechsel ist.

2. Nur Vorsätze fassen die selbst gewollt sind. Nicht weil es die Familie oder Freunde so wollen.

3. Klarmachen und aufschreiben, welche Vorteile von der Veränderung zu erwarten sind.

4. Nicht zuviel vornehmen: Trinken und Rauchen gleichzeitig aufzuhören, ist definitiv zu viel verlangt von sich selbst.

5. Vorsätze klar formulieren und die Umsetzung genau festlegen.

6. Planen wie auf Versuchungen und Hemmnisse reagiert werden soll.

Teilerfolge belohnen

7. Ausrutscher passieren und sind verzeihlich: nicht aufgeben, auch wenn kurzzeitig alles durcheinander zu gehen scheint.

8. Der unbedingte Wille das Ziel zu erreichen führt auch zum Erfolg.


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