Geschichtliche Streiflichter
3. Jahrgang
Ausgabe Nr. 23

6. Juni - 12. Juni 2004
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Der französisch-thailändische Krieg 1940-1941

Teil 5: Sieg und Frieden

Duncan Stearn

Die letzte große Aktion dieses Krieges fand am 16. oder 22. Januar (das Datum ist nicht sicher) statt, als thailändische Einheiten bei Yang Dang Khum auf eine französische Verteidigungslinie trafen. Frankreich behauptet, die Stellungen seien gehalten worden und die Thais seien zum Rückzug gezwungen worden. Thailand dagegen behauptet, es sei nur darauf gewartet worden, genügend Kräfte herbei zu schaffen, um die Franzosen endgültig zu besiegen. Der Kriegsverlauf wird wie gesagt von den beiden Parteien unterschiedlich dargestellt.

Während des Krieges bot sich Japan mit Unterstützung des thailändischen Premierministers Pibul Songgram als Vermittler an. Beide Seiten akzeptierten die japanische Vermittlung und für den 28. Januar wurde eine Feuereinstellung vereinbart. Drei Tage später wurde ein Waffenstillstand an Bord des japanischen Kreuzers Natori im Hafen von Saigon unterzeichnet. Dies beendete die militärischen Aktionen und führte zu einer Friedensvereinbarung.

Die Verlustlisten des Krieges der Kontrahenten unterscheiden sich maßgeblich. Fest steht, dass bei der Seeschlacht von Koh Chang die thailändische Seite 83 Tote zu beklagen hatte. Die französischen Verluste sind unbekannt. Insgesamt belaufen sich die Toten auf beiden Seiten – einschließlich Zivilisten – zwischen 200 und 2.000.

Interessanterweise entschied sich eine große Anzahl französischer Fremdenlegionäre in Thailand zu bleiben.

Am 7. Februar 1941 begann eine Friedenskonferenz unter der Schirmherrschaft des japanischen Außenministers Matsuoka Yosuke in Tokio.

Die thailändische Delegation unter Führung des Karrierediplomaten Prinz Wan stellte eine Reihe von territorialen Forderungen, die die französische Delegation unter Führung von Rene Robin und Paul Arsene Henry, dem Botschafter in Japan, nicht akzeptieren konnte. Die Verhandlungen drohten zu scheitern, bis der japanische Außenminister einige Vorschläge präsentierte. Rene Robin antwortete mit alternativen Vorschlägen. Obwohl Prinz Wan fühlte, dass die Japaner Partei zugunsten der Franzosen ergriffen, akzeptierte er auf Rat des thailändischen Premierministers Pibul Songgram die Bedingungen.

Am 11. März wurde eine Vermittlungsvereinbarung in Tokio unterzeichnet, während am 9. Mai der formelle Vertrag von Tokio offiziell den Krieg beendete.

Die Franzosen mussten nun die kambodschanischen Provinzen Siam Reap (aber nicht die Tempel von Angkor Wat) und Battambang wie auch die laotische Provinz Sayaboury abtreten. Thailand stimmte zu, dass die abgetretenen Gebiete entmilitarisierte Zonen wurden. Im Gegenzug war Thailand einverstanden eine Summe von 10 Millionen Baht an Frankreich als Kompensation zu zahlen.

Darauf unterzeichneten die Franzosen einen Vertrag mit Luang Prabang im August 1941. Vientiane, Xieng Khouang und Luang Nam Tha wurden an das französische Protektorat abgetreten, um den Verlust von Sayaboury zu kompensieren.

Japan tauschte Noten mit Thailand und Frankreich aus, in denen festgelegt wurde, dass die Vereinbarung unwiderruflich sei, solange keines der Länder einem Pakt mit einer dritten den Japanern feindlich gesinnten Macht beitritt.


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