Einfach tierisch
3. Jahrgang
Ausgabe Nr. 25

20. Juni - 26. Juni 2004
Zum Anfang
Nachrichten
Wirtschaft
Aus ganz Thailand
Der Briefkasten
Sport
Feuilleton
Aus unserer Gesellschaft
Gestatten, mein Name ist
Sanfte Heilung aus der Natur
Was gibts Neues?
Fragen Sie Tante Frieda
Spass
Kinderecke
Gedanken zur Woche
Einfach tierisch
Geschichtliche Streiflichter
Kleinanzeigen
Abo
Wir über uns
Anzeigenpreise

Der thailändische Hund

Willi Netzer erzählt über Pferde

Ganz allgemein „Köter" genannt, was kann ein thailändischer Hund schon bieten, den es überall zu viel gibt. Er hat nicht die Fähigkeiten eines deutschen Schäferhundes, er ist nur begrenzt trainierbar, von jedermann bestechlich und scheint nur Fortpflanzung im Kopf zu haben.

Ich bin der Meinung dass er einiges zu bieten hat, aber er gehört hier nun mal nach Thailand, aber absolut nicht in die Stadt, sondern er hat seinen richtigen Platz in einer ländlichen Gegend. Zunächst würde ich gerne einmal näher beschreiben, was ich persönlich mit thailändischem Hund meine.

Es gibt in diesem Lande mittlerweile zu viele Rassehunde und das Mischlingsprodukt, das man hier überall herrenlos durch die Gassen laufen sieht, hat wohl einiges von dem typischen Thaihund verloren. Dann gibt es auch noch den Bang Geo, ein spitzähnliches Tier, weiß mit roten und schwarzen Flecken, den man eigentlich auch als thailändischen Hund bezeichnen könnte, den ich hier aber nicht meine.

Pferde und Hunde vertragen sich gut miteinander.

Was mir wohl vorschwebt, hat alle Schattierungen von Braun, ab und zu auch eine hellere Farbe am Bauch und um das Maul, ist mittelgroß, und hat stehende Ohren. Eine seiner hervorstechenden Eigenschaften ist seine Fähigkeit sich selber zu ernähren, weswegen ich der Meinung bin, dass er aufs Land gehört.

In der Stadt artet diese Fähigkeit in Betteln und Mülltonnenüberfälle aus. Auf dem Land sieht man auch seltener Thaihunde, die mit Ungeziefer befallen sind oder gar haarlos von Milben befallen ihr Dasein fristen.

Ich habe täglich Gelegenheit, unsere eigenen Thaihunde bei der Jagd zu beobachten. Wenn sie wissen, dass wir ausreiten, kann sie niemand mehr zurück halten. Ihre Beutetiere sind meist Palmratten und Eidechsen. Oft hüpfen sie im Ananasfeld auf allen Vieren von einer Reihe in die andere, worüber sich jedermann herzlich amüsiert.

Dies hat aber seinen guten Grund, da sich versteckt haltendes Kleinvieh erschreckt und davon rennt. Sie jagen natürlich mit Vorliebe im Rudel und dieses Verhalten zeigt auch ihre sehr umgängliche Art mit Menschen.

Vor Jahren, als die Tierwelt noch vollständiger war, hatte ich einmal die Gelegenheit zu beobachten, wie vier Thaihunde eine Königskobra bekämpften, die absolut keine Chance hatte. Die Hunde spielten im wahrsten Sinne des Wortes mit der Schlange, die gut und gerne beinahe vier Meter lang war. Das tödliche Spiel bestand darin, die Schlange abzulenken, während einer der Hunde sie immer wieder von hinten unterhalb des Kopfes biss.

Dies klinkt ein bisschen arg makaber, aber vielleicht gibt uns dies ein wenig zu denken, wenn wir das nächste Mal einen Mülltonnenräuber sehen. Er ist nicht am falschen Platz. Wir haben ihm seine natürliche Umgebung weggenommen.


E-mail: ptyblatt@loxinfo.co.th
Pattaya Mail Publishing Co., Ltd. 
370/7-8 Pattaya Second Road, Pattaya City, Chonburi 20260, Thailand 
Tel.66-38 411 240-1, 413 240-1, Fax:66-38 427 596

Copyright © 2002 Pattaya Mail. Alle Rechte vorbehalten
Alle Inhalte dienen der persönlichen Information. Eine Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.