Ganz allgemein „Köter" genannt, was kann ein
thailändischer Hund schon bieten, den es überall zu viel gibt. Er hat
nicht die Fähigkeiten eines deutschen Schäferhundes, er ist nur begrenzt
trainierbar, von jedermann bestechlich und scheint nur Fortpflanzung im Kopf
zu haben.
Ich bin der Meinung dass er einiges zu bieten hat, aber
er gehört hier nun mal nach Thailand, aber absolut nicht in die Stadt,
sondern er hat seinen richtigen Platz in einer ländlichen Gegend. Zunächst
würde ich gerne einmal näher beschreiben, was ich persönlich mit
thailändischem Hund meine.
Es gibt in diesem Lande mittlerweile zu viele Rassehunde
und das Mischlingsprodukt, das man hier überall herrenlos durch die Gassen
laufen sieht, hat wohl einiges von dem typischen Thaihund verloren. Dann
gibt es auch noch den Bang Geo, ein spitzähnliches Tier, weiß mit roten
und schwarzen Flecken, den man eigentlich auch als thailändischen Hund
bezeichnen könnte, den ich hier aber nicht meine.
Pferde
und Hunde vertragen sich gut miteinander.
Was mir wohl vorschwebt, hat alle Schattierungen von
Braun, ab und zu auch eine hellere Farbe am Bauch und um das Maul, ist
mittelgroß, und hat stehende Ohren. Eine seiner hervorstechenden
Eigenschaften ist seine Fähigkeit sich selber zu ernähren, weswegen ich
der Meinung bin, dass er aufs Land gehört.
In der Stadt artet diese Fähigkeit in Betteln und
Mülltonnenüberfälle aus. Auf dem Land sieht man auch seltener Thaihunde,
die mit Ungeziefer befallen sind oder gar haarlos von Milben befallen ihr
Dasein fristen.
Ich habe täglich Gelegenheit, unsere eigenen Thaihunde
bei der Jagd zu beobachten. Wenn sie wissen, dass wir ausreiten, kann sie
niemand mehr zurück halten. Ihre Beutetiere sind meist Palmratten und
Eidechsen. Oft hüpfen sie im Ananasfeld auf allen Vieren von einer Reihe in
die andere, worüber sich jedermann herzlich amüsiert.
Dies hat aber seinen guten Grund, da sich versteckt
haltendes Kleinvieh erschreckt und davon rennt. Sie jagen natürlich mit
Vorliebe im Rudel und dieses Verhalten zeigt auch ihre sehr umgängliche Art
mit Menschen.
Vor Jahren, als die Tierwelt noch vollständiger war,
hatte ich einmal die Gelegenheit zu beobachten, wie vier Thaihunde eine
Königskobra bekämpften, die absolut keine Chance hatte. Die Hunde spielten
im wahrsten Sinne des Wortes mit der Schlange, die gut und gerne beinahe
vier Meter lang war. Das tödliche Spiel bestand darin, die Schlange
abzulenken, während einer der Hunde sie immer wieder von hinten unterhalb
des Kopfes biss.
Dies klinkt ein bisschen arg makaber, aber vielleicht gibt uns dies ein
wenig zu denken, wenn wir das nächste Mal einen Mülltonnenräuber sehen.
Er ist nicht am falschen Platz. Wir haben ihm seine natürliche Umgebung
weggenommen.