3. Jahrgang
Ausgabe Nr. 26

27. Juni - 3. Juli 2004
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„T-Speed“ in Pattaya

Autoindustrie sucht nach Alternativen

Nachtklubs erneut im Visier

„T-Speed“ in Pattaya

Die multinationale Kommunikationsfirma TT & T, die ihren Hochgeschwindigkeits-Internetservice Anfang des Jahres in Thailand einführte, hat ihre Tätigkeit nun auch auf Pattaya ausgeweitet. Die Firma, die in der Region 1,5 Millionen Telefonabonnenten hat, startete T-Speed am 10. Juni in ihrer Zweigstelle im Carrefour.

Viele Interessenten wollen sich den neuen Breitbandservice in Pattaya näher betrachten.

Suroch Lumchum, der Marketing und Service Direktor, sagte bei der Eröffnung von „Meet & Greet T-Speed": „TT & T hat die Hochgeschwindigkeits-Internetdienstleistungen in den vier Provinzen Chiang Mai, Phuket, Khon Kaen und Nakhon Ratchasima begonnen. Pattaya in der Provinz Chonburi ist die jüngste Zweigstelle. Wir haben zur Zeit 8.000 Abonnenten, 21 Prozent benutzen es von zu Hause aus, 20 Prozent sind Internetcafés, 15 Prozent sind Firmen, und 10 Prozent sind On-Line-Spieler. Hotels, Schulen und die Industrie teilen sich den Rest. Was Chonburi betrifft, so haben wir gegenwärtig 300 Kunden, die T-Speed benutzen."

Es wird erwartet, dass die Zahlen landesweit um mindestens 30.000 zum Ende des Jahres ansteigen. Die Firma rühmt sich einer Geschwindigkeit von zwei Megabits pro Sekunde (Mbps) und bietet für Privatbenutzer einen Service für 999 Baht im Monat mit unbegrenzter Stundenzahl an.

Weitere Informationen bei: TT & T über 0 2693 2100, App. 1501-4, oder Website www.ttt.co.th


Autoindustrie sucht nach Alternativen

Erste Fahrzeuge sollen vor 2009 auf den Markt kommen

Von AP-Korrespondent Oliver Schmale

Stuttgart Auf der Suche nach Alternativen zu Benzin und Diesel hat die deutsche Autoindustrie Wasserstoff als Energiequelle der Zukunft entdeckt. DaimlerChrysler setzt dabei auf die Brennstoffzelle und BMW ähnlich wie Opel auf mit Wasserstoff betriebene Motoren. Volkswagen hingegen will die klassischen Motoren so weiterentwickeln, dass sie mit Treibstoffen fahren können, die Benzin oder Diesel zwar ähneln, aber nicht aus Erdöl, sondern aus Biomasse gewonnen werden.

Im vergangenen Jahr haben die deutschen Hersteller nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) insgesamt 14,8 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung gesteckt, davon floss ein „erheblicher Teil" der Mittel in den Bereich alternative Antriebe. Der Vorsitzende des Auto Club Europa, Wolfgang Rose, forderte verstärkte Forschungsanstrengungen der Industrie: „Was Sparsamkeit und alternative Antriebe betrifft, werden die Entwicklungsingenieure häufig ausgebremst, weil die Parole aus den Vorstandsetagen der Automobilindustrie nach wie vor lautet: schneller, schwerer, schicker."

DaimlerChrysler baut auf die Brennstoffzelle: Sie ist ein kleines elektrochemisches Kraftwerk, bei dem aus der Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff Energie freigesetzt wird. Die Zelle ermöglicht dabei mit Hilfe einer „kalten Verbrennung" die direkte Umwandlung der chemisch gespeicherten Energie in elektrischen Strom. Die erzeugte Energie treibt den Elektromotor des Autos an. Für die Wasserstoffspeicherung und die Zufuhr gibt es verschiedene Möglichkeiten: komprimierter gasförmiger oder flüssiger, auf einer Temperatur von mindestens Minus 254 Grad gehaltener Wasserstoff oder Methanol, Benzin, Natriumborhydrid oder Metallhydride. Ab dem Jahr 2010, so hofft der deutsch-amerikanische Autobauer, sollen die Fahrzeuge „im größeren Umfang kommerziell zur Verfügung stehen".

Die Konkurrenz aus Bayern hingegen hat mit der Serienentwicklung eines Wasserstoff-Autos mit Verbrennungsmotor begonnen. Das Fahrzeug kann automatisch von Wasserstoff auf Benzin umstellen, wie BMW-Sprecher Daniel Kammerer erklärt. Das Auto soll noch vor 2009 auf den Markt kommen. Anders als bei Brennstoffzellen-Fahrzeugen sei man beim BMW-Modell nicht auf Wasserstofftankstellen angewiesen. „Man kann mit Benzin fahren, bis eine Wasserstofftankstelle kommt", erklärt Kammerer. Opel will nach den Worten von Vorstandschef Carl-Peter Forster bis zum Jahr 2010 ein mit Wasserstoff betriebenes Fahrzeug auf den Markt bringen. Derzeit testet das Unternehmen den Prototypen „HydroGen 3" auf einer Langstreckenfahrt quer durch Europa. Das Fahrzeug basiert auf einem Opel Zafira. Derzeit kostet ein solches Fahrzeug noch etwa 80.000 Euro, das Vierfache eines normalen Zafira.

BMW hat vor einem Jahr den X5 „Efficient Dynamics", ein Modell mit Hybridantrieb, vorgestellt, das nicht mit einem Batteriesystem, sondern mit Hochleistungskondensatoren ausgerüstet ist. Vorteil davon ist laut Kammerer unter anderem, dass der Strom schnell aufgenommen und abgegeben wird. Das Auto kann extrem sportlich anfahren, dennoch reduziert es den Benzinverbrauch um 15 Prozent. Trotzdem ist der Hybridantrieb für BMW in erster Linie ein „Forschungsthema", wie Kammerer erklärt. Der Autobauer geht davon aus, dass der Hybridantrieb Verbrennungsmotoren nicht grundsätzlich ersetzen kann. So sieht es auch DaimlerChrysler.

VW setzt nicht auf neuartige Techniken wie etwa den Hybrid-Motor, sondern will die klassischen Motoren so weiterentwickeln, dass sie mit Treibstoffen, die Benzin oder Diesel ähneln, fahren können. Das Geheimnis nennt sich Synfuel und Sunfuel. Synfuel lässt sich zum Beispiel aus Erdgas herstellen, das sehr sauber verbrennt. So würde Synfuel zum Beispiel auch viel weniger Russpartikel in die Luft schleudern als Diesel. Mit Hilfe moderner Technik sollen diese Motoren zudem sparsamer sein als heutige Modelle.

Der nächste Schritt ist für VW das Sunfuel. Dabei wird Sprit aus Biomasse gewonnen: Holz, Laub, Dung, Stroh. Auch daraus kann in chemischen Prozessen Sprit erzeugt werden. Ein derart betriebenes Auto soll unter dem Strich sogar völlig CO2-neutral fahren, weil nur so viel Kohlendioxid frei wird, wie die Pflanzen vorher gebunden haben. An beiden Projekten arbeitet VW, teilweise zusammen mit Shell. Synfuel und Sunfuel können auch mit Sprit aus Erdöl gemischt werden. Der Vorteil gegenüber Erdgasautos: Die bisherige Tankstellenstruktur kann bleiben. VW sieht in dieser Technik den Übergang zum Wasserstoffzeitalter.


Nachtklubs erneut im Visier

Diesmal geht es ums Energiesparen

Die Regierung kündigte kürzlich an, dass sie eine frühe Schließung von Unterhaltungseinrichtungen plant, um die Energiekosten zu reduzieren. Damit gestand das Energieministerium ein, dass seine bisherigen Energiesparmaßnahmen weitgehend erfolglos waren.

Der Energiestaatssekretär Cherdpong Siriwit äußerte sich nach einer gemeinsamen Sitzung des öffentlichen und privaten Sektors zum Thema Energiesparen. Er kündigte einen Themenwechsel in der Kampagne der Regierung zum Energiesparen an.

Während in der Vergangenheit die Regierung fast nur auf öffentliche Kooperation gesetzt hatte, werden nun mehr verpflichtende Maßnahmen eingeführt, um den Treibstoffverbrauch zu reduzieren.

Die Vorschläge, die während des Treffens vorgebracht wurden, beinhalteten unter anderem eine Freigabe der Benzinpreise. Dies würde Oktan 95 auf 21,07 pro Liter und Oktan 91 auf 20,37 Baht pro Liter verteuern. Der Preis von Diesel allerdings würde sich wegen seiner lebenswichtigen Rolle für die Wirtschaft nicht ändern. Der zweite Vorschlag war die Schließung der Tankstellen, während die dritte Anregung die Schließung aller Unterhaltungseinrichtungen um 1 Uhr nachts betraf.

Viertens schlug das Treffen die Abschaltung der Straßenbeleuchtung vor, fünftens, die Schließung der Fernsehstationen nach Mitternacht und sechsten das Ausschalten der Leuchtreklamen nach 21 Uhr.

Cherdpong sagte, dass die Vorschläge beim der nächsten Kabinettsitzung vorgebracht werden, um über die Umsetzung zu entscheiden.

Nach Schätzungen der Regierung könnten die Ölimporte in den nächsten 10 bis 20 Jahren um 100 Prozent steigen. Dieses Jahr gab es schon besonders hohe Ölimporte. Die Ölimporte im Mai alleine betrugen 544 Millionen Liter. Die Ölimporte im April waren kolossale sechs Milliarden Baht mehr wert als im selben Zeitraum 2003. (TNA)