3. Jahrgang
Ausgabe Nr. 34

22. August - 28. August 2004
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  Ursula Aep-Iam

Peter Nordhues

Wenn man Ursula Aep-Iam, oder besser Uschi, zum ersten Mal trifft, kann man gar nicht glauben, dass man einer 69-jährigen Dame gegenüber steht. Trotz ihres bewegten Lebens ist sie so vital und geistig wie auch körperlich rege geblieben, wie es sich zwar viele Menschen wünschen, aber nicht erreichen.

Aus ihrem Alter macht sie von Anfang an keinen Hehl: „Ich wurde 1935 in der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Hilden geboren. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich als Kriegsflüchtling. Wir sind vor den Bomben geflohen, quer durch Deutschland."

Aus ihrem Alter macht sie von Anfang an keinen Hehl: „Ich wurde 1935 in der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Hilden geboren. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich als Kriegsflüchtling. Wir sind vor den Bomben geflohen, quer durch Deutschland."

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ließ sich die Familie in Düsseldorf nieder. Dort besuchte Ursula die höhere Klosterschule und arbeitete anschließend bei der Lufthansa.

Ihre erste Ehe mit einem Ägypter scheiterte nach sieben Jahren. Es ist für ihre Lebenseinstellung typisch, wenn sie sagt: „Ich hege keinen Groll, noch heute habe ich sehr guten Kontakt zu meinem ersten Mann und wir, mein jetziger Mann und ich, sind mit ihm eng befreundet."

Fast zwei Jahrzehnte führte sie dann in der Modestadt Düsseldorf einen Kosmetiksalon und eine Boutique. Nach persönlichen Krisen entdeckte sie eine Gabe, die wenigen Menschen gegeben ist. Sie hatte 1975 ihren spirituellen Durchbruch und erkannte, dass sie als spirituelle Heilerin ihren Weg gehen kann. „Den Begriff ,Geistheiler‘ mag ich nicht so gerne, das hört sich etwas seltsam an", lächelt sie verschmitzt.

Auf einer Studienreise durch Burma und Thailand lernte sie ihren jetzigen Mann, den Thailänder Thatsana kennen. Ursula wollte sich mit der traditionellen thailändischen Massage vertraut machen und besuchte daher in Bangkok den Wat Pho, der in Thailand auf dem Gebiet der traditionellen thailändischen Massage tonangebend ist. Thatsana ist eigentlich ein Beamter der staatlichen Eisenbahn, aber auch er hatte immer schon das Gefühl Heilungen durchführen zu können und lernte deshalb im Wat Pho und wurde dort dann später Massagelehrer und führte auch selbst Massagen aus.

Es war Liebe auf den ersten Blick und nach einigen Monaten heirateten die beiden in Deutschland. Ursulas Boutique wurde daraufhin noch eine Abteilung für thailändische Massage angegliedert.

Im Jahre 1988 gab sie jedoch das Geschäft auf und führte eine Praxis als spirituelle Heilerin.

„Ich sehe mich als Vermittlerin. Selbsterkenntnis und Meditation haben mich auf den richtigen Weg gebracht", sagt sie im Rückblick.

Nach drei Jahren jedoch beschloss das Ehepaar für immer nach Thailand zu ziehen. Ursula erzählt: „Zuerst haben wir in einem kleinen Apartment weiter gemacht, bevor wir uns 1993 ein eigenes Haus kauften. Ich arbeite weiter als spirituelle Heilerin und kann auf eine 30-jährige Praxis zurückblicken. Auch mein Mann hat die Massage nicht aufgegeben." Allerdings verlangt Uschi keine Gebühr für ihre Arbeit und auch ihr Ehemann ist viel zu gutmütig dazu.

Was ist das Geheimnis ihres Erfolges? Ursula ist da bescheiden: „In erster Linie kommt es auf den Patienten an. Viele Krankheiten haben seelischen Ursprung, daher muss sich der Patient mir gegenüber öffnen. Bevor es überhaupt zu einer Sitzung kommt, führe ich mit dem Patienten ein oder mehrere Vorgespräche. Auch führe ich auf Wunsch astrologische Beratungen durch. Das Vertrauensverhältnis muss stimmen, das ist am allerwichtigsten."

Die Frage nach ihren Zukunftsplänen beantwortet sie gelassen: „Viele Patienten haben gute Erfahrungen gemacht und ohne unbescheiden zu sein, kann ich behaupten, dass meine spirituellen Heilungen zu 100 Prozent erfolgreich sind. Das ist für mich ein großer Ansporn weiterzumachen."


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