3. Jahrgang
Ausgabe Nr. 35

29. August - 4. September 2004
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Paradise Restaurant & Grill

Ach du Schreck – im Paradies gibt’s Heuschrecken

Elfi Seitz

Tja, werden nun viele sagen, dazu ist es eben ein Paradies, da muss es ja alles geben, was kreucht und fleucht. Und genau das ist es auch, was Hans Bänziger, der Eigentümer vom Paradise & Grill macht: er bietet seinen Gästen das Exotische an.

Seit Jahren können bei ihm die Gäste Krokodil, Känguru, Strauß, Emu, Wildschwein, Hirsch und Reh und noch viele andere Sorten Wildfleisch à la carte genießen. Nach dem immer mehr zunehmenden Trend zu gesunder Ernährung, greifen auch die Europäer lieber auf leichte, vitamin- und nährstoffreiche Kost zurück. Und darum war Hans Bänzigers Idee ein einschlagender Erfolg.

Nun hatte er wieder eine glanzvolle Idee. Was viele Touristen auf den Märkten angeboten bekommen, erhalten sie nun in verfeinerter und absolut sauberer Form in diesem vornehmen Lokal, das als das führende Restaurant für exotische Speisen gilt: Heuschrecken.

„In Nord- und Zentralthailand sind Insekten eine beliebte Spezialität und eigentlich überall verbreitet", sagt Hans dazu. Und recht haben sie, die Thais, denn Heuschrecken haben einen hohen Nährwert, fast kein Fett, dafür wertvolles Protein, Kalzium, Vitamin B, Eisen und Spurenelemente. Zum Beispiel haben 100 Gramm Heuschrecken nur 121 Kalorien und lediglich 5 Gramm Fett. Das lässt sich hören im Vergleich zu Rinderhack, das 288 Kalorien pro 100 Gramm aufweist.

Auch Heuschrecken haben ihren eigenen Geschmack. Obwohl wir als Europäer ja immer irgendwelche Vergleiche anstellen müssen. So denken wir, dass Krokodil wie Hühnchen oder Kalbfleisch schmeckt und Strauß wie Rinderfleisch. Nun, da kann man eben die Heuschrecken mit der Sonntagsbratenkruste von Muttern vergleichen, die den Gaumen genauso schön kitzelt.

Die Eßgewohnheiten der Menschen verändern sich im Laufe der Jahre und im Laufe der Zeit. Viele Leute, die früher „Igitt" gerufen haben, beim Anblick von Garnelen und Muscheln, sind heute begeisterte Konsumenten von Meeresfrüchten. Bei Schnecken fielen die Leute fast vom Hocker und die Franzosen hatten lange Zeit den bösen Beinamen „Froschfresser". Aber wie gesagt, zum Glück ändern sich die Zeiten.

So haben sich eben auch die Zeiten im Paradies, pardon Paradise Restaurant & Grill, geändert und es wird wirklich und wahrhaft immer mehr eine Paradies für diejenigen, die echte paradiesische Speisen bevorzugen und vielleicht dadurch paradiesische Gesundheit erhalten.

Die Heuschrecke oder Grashüpfer oder Grasshoppers, wie immer man sie auch nennen mag, kommen in drei Variationen, jeweils am Dienstag und Freitag auf den paradiesischen Tisch. Dazu werden vier verschiedene Saucen gereicht: eine süßsaure Pflaumensauce, eine scharfe Chillisauce, eine Sojasauce und eine Currysauce. Dazu ein kaltes gepflegtes Bier und/oder einen Tequilla Marguerita und schön ist man in paradiesisch guter Stimmung. Herz, was willst du mehr?


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