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Jugendliche informieren sich über AIDS
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Wohltätigkeitsessen für AIDS-kranke Kinder
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„Handycam & Cybershot“ Seminar von Sony
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Belgische Weihnachtsmänner in Pattaya
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Künstliche Riffe zu Ehren für die Königin
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Eine Zigarre auf dem Diwan genießen
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Flugzeugtypen sind auch Thema beim ABC
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40 Jahre Politik und Wirtschaft
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Gemeinsames in den Vordergrund stellen
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Jugendliche informieren sich über AIDS
Suchada Tupchai
Im Rathaus von Pattaya wurde kürzlich ein Seminar über AIDS
von Professor Phichet Charoenket abgehalten, einem Experten der Medizinischen
Fakultät der Universität Burapha. Über 200 Jugendliche nahmen daran teil.
Wuttisak
Rermkijakarn, stellvertretender Bürgermeister von Pattaya, hält die
Eröffnungsrede.
Das Gesundheitsamt von Pattaya veranstaltet jährlich diesen
Trainingskurs, um die Jugendlichen auf die Ausbreitung von AIDS in der
Gesellschaft aufmerksam zu machen. Statistiken für 2004 zeigen, dass über eine
Million Menschen mit dem HIV-Virus infiziert sind, und dass erwartungsgemäß
jeden Tag 70 bis 80 neue Infektionen hinzukommen. Die Rate der Barmädchen bei
den Neuerkrankungen ist stark rückläufig, da sich der Gebrauch von Kondomen
weiter ausbreitet. Diese Bevölkerungsschicht schützt sich jetzt besser,
dagegen ist die Neuerkrankungsrate in der Gruppe der Hausfrauen aufgrund von
Scheidungen und untreuer Ehemänner ansteigend. Die höchste Rate an
AIDS-Infektionen findet man jedoch bei den Jugendlichen, da sie unüberlegt
sexuelle Beziehungen untereinander eingehen und sicheren Sex ignorieren. Der
häufige Wechsel von Sexualpartnern ist einer der Hauptgründe für die rasche
Ausbreitung der Krankheit.

Arjarn
Phichet Charoenket, ein Experte der Medizinischen Fakultät der Burapha
Universität, referiert über die Ausbreitung von AIDS.
Der stellvertretende Bürgermeister Wuttisak Rermkijakarn
sagte, Pattaya sei ein Touristenort mit hohen Ansteckungsrisiko. Touristen
sollten sich der Gefahren dieser Krankheit bewusst sein.
Wohltätigkeitsessen
für AIDS-kranke Kinder
Ariyawat Nuamsawat
Christina Boden
Wie jedes Jahr veranstaltete der Pattaya Charity Club
auch diesmal am 13. November unter Beteiligung vieler großzügiger
Mitglieder und Gäste einen Wohltätigkeitsabend im Restaurant Casa Pascal.
Der Erlös der Dinner-Karten für 1.500 Baht ging zugunsten der
AIDS-Patienten des Camillian Centers in Rayong sowie des Straßenkinderheims
von Pattaya.
Christina
Boden gemeinsam mit Elvis Presley auf der Bühne.
Natürlich wurde auch eine Tombola mit vielen tollen
Preisen durchgeführt. Darunter wurden freie Hotelübernachtungen und
Schlemmergutscheine verlost.
Das Essen wurde vom Casa Pascal erwartungsgemäß
hervorragend zubereitet und ein Elvis-Imitator sorgte für allgemeine
Begeisterung. Das tat allerdings auch Mike Gerard, der als „Frau mit
riesigem Hintern" die Lacher auf seiner Seite hatte und der auch die
folgende Versteigerung leitete, bei der unter anderem thailändische
Teakholzmöbel, 1970er Quinta Di Noval Wein, Vintage Port 1970 und ein 29
Zoll Samsung-Fernseher unter den Hammer kamen. Von der Firma DEVA in der
Thepprasit Road gespendeter Wandschmuck aus Teakholz ging für 7.000 Baht an
Donna und Bernie Pollard. Der Samsung-Fernseher wurde von Tesco Lotus
gespendet und ging für 15.000 Baht an Georgios Joannou. Ron Hall vom U.K.
Club spendete eine Flasche 1970 Dows Vintage Port, die für 18.000 Baht
ebenfalls von Georgios Joannou ersteigert wurde, der dachte, es wäre ein
weiterer Fernseher.
Georgios
Joannou ist glücklich, den Fernseher ersteigert zu haben.
Bereits jetzt kann gesagt werden, dass der Abend ein
voller Erfolg für den Pattaya Charity Club war, denn insgesamt kamen
122.960 Baht für die Kinder des Camillian Centers in Rayong und für das
Straßenkinderheim in Pattaya zusammen.
Besonderer Dank gebührt folgenden Sponsoren: Indian By
Nature, Captain’s Corner, Kilkenny, Amari Orchid & Henry J. Bean’s
Pattaya, Edelweiß, Tiffany’s, Dusit Resort Hotel Pattaya, Bruno’s
Restaurant, Sofitel Khon Kaen, Lotus Crystal, Mermaid’s Tauchschule,
Massic Travel, Classic Tailor, Tower Inn Hotel Bangkok, Sofitel Bangkok,
Horseshoe Point, Tesco Lotus, Hyatt Hotel Hua Hin, Amari Watergate Bangkok,
Evergreen Hotel Bangkok, Rabbit Resort Jomtien, Pan Pacific Hotel Bangkok,
Deva, Marriott Resort & Spa Pattaya, U-Thong Inn und Carrefour.

Malcolm
Boden (rechts) präsentiert den Wandschmuck aus Teakholz.
Einzelheiten über die nächste
Wohltätigkeitsveranstaltung des Pattaya Charity Club sind über die
Email-Adresse ccop1@yahoo.com erhältlich.
„Handycam & Cybershot“ Seminar von Sony
Ekachai Kamolsri

Die Seminarteilnehmer stellen
sich zum Gruppenbild auf.
Für die Kunden, die sich für digitale Videokameras von
Sony interessieren, hat die Firma Siam Komin Co., Ltd. unter ihrem
Präsidenten Preecha Hirintharanukul am 13. November das erste „Handycam
& Cybershot" Seminar veranstaltet. Experten der Firma Sony und
professionelle Fotografen führten die Kameras „Cybershot" und „Handycam"
vor und erläuterten ihre Funktion. Sie referierten über Techniken, mit
digitalen Kameras Photos und Videos aufzunehmen, und erläuterten
Möglichkeiten, diese digital zu bearbeiten und zu verbessern. Auch die
Videospiele der Sony-Familie wurden vorgeführt. Die überwiegend jungen
Teilnehmer des Seminars fanden die Veranstaltung sehr interessant und haben
viel über die neuen Techniken gelernt.
Belgische Weihnachtsmänner in Pattaya
Gidavi Co., Ltd. neu eröffnet
Ariyawat Nuamsawat
Die Gidavi Co., Ltd., die seit acht Jahren erfolgreich
von ihrem Präsidenten J. Matthysen betrieben wird, der auch der Botschafter
von Belgien in Thailand ist, hat eine neue Produktionseinrichtung für
Kuchenglasuren zum Export in Betrieb genommen. Chalerm Ketchae von der
Provinzverwaltung von Chonburi, Mai Chaiyanit, der Verwaltungsleiter von
Nongprue und viele andere Ehrengäste nahmen gemeinsam mit den Angestellten
an dieser Veranstaltung teil.

Weihnachtsmänner
aus der Produktion der Firma.
Die Gidavi Co. Ltd., dessen Firmeninhaber Van Den Bogert
und dessen Generalmanager Sompong Blianwithee ist, investierte auf einem
Gelände von vier Rai über 30 Millionen Baht in die neue
Produktionseinrichtung. Die Firma produziert Kuchenverzierungen und Glasuren
in vielen Formen entsprechend der Nachfrage, so etwa Tiere, Häuser,
Weihnachtsmänner und anderes. Der größte Teil der Produktion geht in den
Export nach Europa und Asien, nach Belgien, den Niederlanden, Schweden,
Malaysia und andere Länder. Ein Teil der Produktion ist auch für den
inländischen Markt bestimmt.
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Künstliche Riffe zu Ehren für die Königin
Pacharapol
Panrak
300 alte, ausgediente Waggons der Staatlichen Eisenbahn
von Thailand (SRT) wurden per Schiff in die zwei Südprovinzen Pattani und
Narathiwat gebracht, um sie vor der Küste im Meer zu versenken. Das soll
dazu dienen, dass sich Organismen der Meeresfauna daran festsetzen und im
Laufe der Zeit langsam Riffe bilden. Die Aktion wurde von Dr. Sithi
Boonratpalin, Generaldirektor der Fischereibehörde, und Suchai Roywirat,
dem Vizegouverneur der SRT, organisiert.
Im
Hafen von Sattahip werden ausgediente Eisenbahnwaggons auf Schiffe verladen,
um in die südlichen Provinzen Pattani und Narathiwat gebracht zu werden.
Mitglieder der Provinzverwaltung von Pattani hatten das
Königshaus davon unterrichtet, dass die Meeresvegetation und besonders die
Meeresfauna stark am Schwinden sei und baten um Hilfe, damit sie
Gegenmaßnahmen ergreifen können.
Eine Gruppe von Experten wurde deshalb vom Königshaus
beauftragt, Untersuchungen anzustellen. Diese fand heraus, dass die
Meeresorganismen, aus denen Korallenriffe aufgebaut werden, eine geeignete
Struktur als Basis brauchen, an der sie sich festsetzen können, um dann
langsam ein Riff aufzubauen. Sind die Riffe dann gewachsen und die richtige
Größe haben, sammeln sich Fischschwärme und andere Meeresbewohner an
diesen Riffen.
Im Jahre 2002 fanden sich die SRT, die Autobahnbehörde,
die Fischereibehörde und die Königliche Marine zusammen und man besann
sich auf ein ähnliches Projekt, bei dem vor einigen Jahren vor der Küste
von Florida (USA) alte, ausgediente Panzer im Meer versenkt wurden. Die SRT
prüfte ihren Bestand und fand eine ganze Reihe ausgedienter Waggons, die
nutzlos auf Bahnhöfen im ganzen Land herumstanden. 208 dieser alten Waggons
und 707 gebrauchte Kanalisationsrohre von der Autobahnbehörde sollten vor
der Küste von Narathiwat versenkt werden.
Im Jahre 2003 stellte die Staatsbahn weitere 100 Waggons
für dieses Projekt zur Verfügung. 25 wurden an drei Stellen in Pattani und
75 an vier Stellen in Narathiwat vor der Küste versenkt. Zu Ehren des 72.
Geburtstages Ihrer Majestät der Königin hat die Staatliche
Eisenbahngesellschaft in diesem Herbst weitere 300 ausgediente Waggons
gespendet, die im Hafen von Sattahip auf Frachtschiffe verladen wurden, um
sie nach Pattani und Narathiwat zu transportieren. Bei der Versenkung im
Meer wird darauf geachtet, dass keine Schifffahrtsrouten oder
Fischereireviere oder die bestehende Meereslandschaft beeinträchtigt
werden.
Die örtliche Bevölkerung und die Fischer in dieser
Gegend wurden darüber aufgeklärt, wie wichtig eine gesunde Meereskultur
ist und wie man sie erhalten und schützen kann. Sie wurden darauf
hingewiesen, dass sie dem Meer nur das entnehmen sollten, was sie wirklich
zum Leben brauchen, um die Balance des Meereslebens nicht zu
beeinträchtigen.
Eine Zigarre auf dem
Diwan genießen
„Cigar Divan“ eröffnet Pattaya Filiale
Suchada
Tupchai
Zigarrenliebhaber können nun unter 200 Zigarrensorten
aus der ganzen Welt auswählen. Dies verdanken sie der Eröffnung von „Pattaya
Cigar Divan", die vor kurzem im Pattaya Marriott Resort und Spa
stattfand. „Pattaya Cigar Divan" ist die vierte Filiale von Pacific
Cigar (Thailand) Company Limited in Thailand und ihrem CEO Dag Holmboe.
Zigarrenexperte
Arnaldo Ovalles Briñones zeigt das fachgerechte Rollen einer Zigarre.
Ihre Exzellenz, Maria Fernandez, die kubanische
Botschafterin zu Thailand, war der ganz spezielle Ehrengast dieser
Veranstaltung, bei der sich nicht nur Zigarrenliebhaber eingefunden hatten,
sondern auch viele bekannte Größen der Gesellschaft.
Die Filiale in Pattaya bietet viele bekannte hand- oder
maschinengerollte Marken an, unter anderen Monte Cristo und Romeo Y
Julietta. Im wohltemperierten Verkaufsraum, der immer um die 20 bis 21 Grad
Celsius haben muss, bleiben die Zigarren frisch.
70 Prozent der Kunden sind Ausländer und 30 Prozent Thais. Die Firma hat
vor, weitere Filialen in Phuket und Chiang Mai zu eröffnen.
Flugzeugtypen sind
auch Thema beim ABC
Thomas
Sassen
Ein Vortrag über Flugzeugtypen war das Thema beim
Treffen des Asian Business Club (ABC), das kürzlich im Woodlands Resort
stattfand.
Helmut Buchberger, der Vorsitzende des ABC, gab anfangs
allgemeine Informationen über den Club. Er sagte, ursprünglich sei der
Club als Zusammenschluss deutschsprachiger Mitglieder gedacht, aber da sich
immer mehr englischsprachige Mitglieder und Gäste beteiligen, werden die
Vorträge nun zweisprachig gehalten.
Luftfahrtexperte
Peter Rutishauser.
Peter Rutishauser, ein Luftfahrtexperte aus Basel, der
seit rund 40 Jahren in der Luftfahrtindustrie arbeitet und sich mit
Flugzeugen beschäftigt, hielt anschließend einen Diavortrag über die
verschiedensten Typen von Verkehrsmaschinen, die in der zweiten Hälfte des
vorigen Jahrhunderts konstruiert und gebaut wurden. Er nannte die ungefähre
Anzahl der Exemplare, die von dem jeweiligen Typ gebaut wurden und gab
einige technische Daten, so etwa die Reichweite, die Passagieranzahl, die
Reisegeschwindigkeit oder die erreichbare Flughöhe. Bei vielen Flugzeugen
erwähnte er auch die Fluggesellschaften, die den jeweiligen Flugzeugtyp
bevorzugt eingesetzt haben, und sprach über Besonderheiten verschiedener
Fluggesellschaften und einiger Flughäfen, so etwa den binationalen
Flughafen von Basel oder den alten Flughafen von Hongkong, der hervorragende
Möglichkeiten zum Fotografieren von Flugzeugen bot.
Eine
Boeing 747-400 der British Airways. (Photo Boeing)
Bei den Verkehrsmaschinen begann er mit der Douglas DC-3,
einem legendären Flugzeugtyp, der schon seit 1935 gebaut wurde und in der
Nachkriegszeit, während der Berliner Luftbrücke, ebenso wie ihr
Nachfolger, die DC-4, als „Rosinenbomber" zum Einsatz kam. Mit diesem
Flugzeug begann die Entwicklung des zivilen Luftverkehrs nach dem zweiten
Weltkrieg, und die DC-3 flog noch bis in die 90er Jahre bei vielen
Fluggesellschaften. Es gab sie in verschiedenen Ausführungen für 24 bis 32
Passagiere, sie hatte eine Reisegeschwindigkeit von 315 km/h, eine maximale
Flughöhe von 6.600 Metern und eine Reichweite von 2.400 Kilometern.
Insgesamt (inkl. Lizenzbauten) wurden über 12.000 Exemplare der DC-3
gebaut. Viele waren zuvor bei der amerikanischen Luftwaffe eingesetzt und
wurden nach dem Krieg an zivile Fluggesellschaften verkauft.
Anschließend ging Peter Rutishauser auf die
Nachfolgemaschinen der Douglas Aircraft Co., später McDonell-Douglas, bis
zur DC-10 und MD-11 ein. Er berichtete auch über sehr bekannte
Flugzeugmodelle wie die Super Constellation oder die Lockheed Tristar. Die
Flugzeugbauten von jenseits des Eisernen Vorhangs, wie etwa die Tupolev,
blieben auch nicht unerwähnt. Ein ausführliches Kapitel widmete er den
verschiedenen Typen der Boeing-Familie bis hin zur 747, dem gigantischen
Jumbo-Jet, der 1969 seinen Erstflug hatte. Den größten Umsatz macht Boeing
allerdings mit dem kleinen Regionaljet 737, von dem auch heute noch immer
wieder neue Baureihen entwickelt werden. Der Vortrag wäre aber
unvollständig ohne Erwähnung der Concorde, des einzigen
Überschall-Passagierflugzeugs, das jemals kommerziell genutzt wurde. Die
Concorde flog in nur dreieinhalb Stunden von Paris oder London nach New York
und war dabei schneller als eine Gewehrkugel. Zum Abschluss seines Vortrags
berichtete Peter Rutishauser schließlich über den europäischen
Flugzeugbau und stellte die verschiedenen von Airbus gebauten Modelle vor,
darunter auch den doppelstöckigen A-380, mit dem Airbus demnächst dem
Jumbo-Jet von Boeing Konkurrenz machen will.
Nach dem Vortrag stand Peter Rutishauser zur Beantwortung von Fragen aus
der Runde zur Verfügung, und dabei kamen einige interessante Fakten über
die Zivilluftfahrt ans Licht. So verbraucht zum Beispiel eine 747 auf der
Strecke von Bangkok nach Frankfurt etwa 70 Tonnen Kerosin. Die Anzahl von
Flugunfällen mit Todesopfern ist rückläufig. 2003 kamen bei 21
Flugunfällen 674 Menschen ums Leben, dieses Jahr waren es bei bisher 15
Unfällen nur 294 Todesopfer. Dies muss man aber in Relation dazu sehen,
dass weltweit bei etwa 6.500 Fluggesellschaften insgesamt ungefähr 30.000
Passagiermaschinen registriert sind.
40 Jahre Politik und Wirtschaft
Dr. Herbert Traxl Gastredner beim DSU-Treff
Thomas
Sassen
Der DSU-Treff deutschsprachiger Unternehmer traf sich am
20. November wieder einmal im Rossini-Restaurant des Royal Cliff Beach
Resort. Gastsprecher war diesmal Seine Exzellenz der Botschafter
Österreichs, Dr. Herbert Traxl.

Ein
Gruppenfoto auf der Terrasse vor dem Rossini Restaurant.
Schon beim Sektempfang vor dem eigentlichen Treffen auf
der Terrasse vor dem Restaurant zeigte sich, dass der Botschafter ein
äußerst angenehmer, umgänglicher und hochgebildeter Gesprächspartner
ist. Auf die Frage aus der Runde, woher die weltweit gebräuchliche Anrede
„Exzellenz" für Botschafter stamme, antwortete er, dieser in Europa
nicht mehr sehr gebräuchlicher Ausdruck wäre 1648 im Rahmen der
Verhandlungen zum Westfälischen Frieden nach dem Dreißigjährigen Krieg
geprägt worden. Anders als ein Konsul ist ein Botschafter der persönliche
Vertreter eines Staatsoberhauptes, bei vielen Ländern also des Königs oder
der Königin. Aufgrund dieser Tatsache wäre damals diese Anrede, die
innerhalb Europas allerdings kaum noch verwendet wird, gebräuchlich
geworden.
Der
Botschafter bei seinem spannenden Vortrag.
Elfi Seitz, die diesmal den Vorsitz hatte, vermittelte
den Gästen einige Informationen über den beruflichen Werdegang und die
bisherigen Stationen des Botschafters.
Zu Beginn seiner Rede vertiefte Herbert Traxl diese
Informationen und stellte seinen beruflichen Werdegang dar. Er erwähnte,
dass, anders als in Deutschland, in Österreich nicht alle Akademiker,
sondern nur Absolventen der Geisteswissenschaften für die Bewerbung zum
Dienst als Botschafter zugelassen werden. „Deutschland kann die
Betreffenden später gezielt ausbilden. In einem kleinen Land wie
Österreich dagegen müssen Bewerber für diesen Posten bereits entsprechend
ausgebildet sein", sagte er. Er betonte, dass es für die Prägung der
Persönlichkeit sehr wichtig wäre, einen Teil des Studiums im Ausland zu
absolvieren und erwähnte, dass er einige Semester in den USA und Bologna
studiert hatte.
Der Botschafter stellte die Entwicklung Österreichs aus
seiner persönlichen Sicht dar. Geboren wurde er 1940 in Österreich, in
einem von den Deutschen besetzten und vom Krieg geschüttelten Land. Diese
Situation und die frühen Nachkriegsereignisse haben seine Kindheit
geprägt. Der anschließende Wiederaufbau des Landes hatte starken Einfluss
auf seine berufliche Laufbahn. „Beim Wiederaufbau des Landes und bei der
Entwicklung der Wirtschaft war ein Charakterzug der Österreicher prägend:
die Solidarität. Wir haben ein Modell der Sozialen Partnerschaft
eingeführt, das zu einer starken Basis für unsere Wirtschaft wurde. Bei
uns stand schon immer ‚Leben und leben lassen‘ an erster Stelle. Die
Streikrate ist in Österreich erheblich geringer als in anderen Ländern
Europas. Dieses Modell hat sich auch heute nicht überlebt, allerdings muss
es im Hinblick auf die Entwicklung der Weltwirtschaft, die Globalisierung
und der wirtschaftlichen Situation in Österreich reformiert werden."
Die Wirtschaft Österreichs ist stark und gesund, stellte
er dar. Dies gelte ganz besonders im Hinblick auf kleine und
mittelständische Unternehmen. Was allerdings fehle, wären die großen
Markennamen. „Nennen Sie mir ein weltbekanntes österreichisches
Produkt", stellte er die Frage in den Raum. „Ob Mercedes, Siemens
oder Höchst – alles kommt aus Deutschland. Auch Nestle ist weltbekannt,
aber schweizerisch. Leider haben wir in Österreich nur wenige große
Unternehmen, deren Markenname weltbekannt ist und die jeder sofort mit
Österreich in Verbindung bringt. Dazu gehören natürlich Swarovski und
Fischer Ski, aber sonst hat unsere Wirtschaft in dieser Beziehung
Defizite."
Anschließend referierte er über die Aufgaben einer
Auslandsvertretung und die Funktion eines Botschafters. Er berichtete, wie
sich diese Aufgaben im Wandel der Zeiten geändert haben, dass in den
heutigen Tagen nicht mehr die rein politische Vertretung im Vordergrund
steht, sondern dass der Aufgabenbereich einer Auslandsvertretung viel
breiter geworden ist. Neben konsularischen Aufgaben stehen heutzutage vor
allen Dingen wirtschaftliche Funktionen im Vordergrund. Daneben muss eine
Botschaft ihr Land auch kulturell repräsentieren und das Image des Landes
im Ausland prägen, muss den allgemeinen Bekanntheitsgrad steigern. „Wir
arbeiten hart daran, dass ‚Austria‘ nicht ständig mit ‚Australia‘
verwechselt wird. Diese Verwechslung ist allerdings regional sehr
unterschiedlich ausgeprägt. Im Iran zum Beispiel, mit dem Österreich schon
im 19. Jahrhundert sehr enge Beziehungen unterhielt, würde niemand
Österreich mit Australien verwechseln. Weiter östlich aber gibt es sehr
viele Leute, die noch nie etwas von Österreich gehört haben."
Dann gab Dr. Traxl eine hochinteressante Darstellung
seines diplomatischen Einsatzes in den 70er Jahren in Äthiopien, das nach
der Entmachtung von Kaiser Haile Selassie I. durch das Militär am 12.
September 1974 sozialistisch geprägt war. Er erzählte, mit welch einem
Fingerspitzengefühl man als Botschafter in einem derart instabilen,
krisenreichen Land arbeiten muss. Er vertiefte das Thema politischer
Instabilitäten, speziell in Afrika, und nannte als positives Gegenbeispiel
Indien. Dieses riesige Land mit allen seinen Problemen und seiner
katastrophalen Infrastruktur, das auch oft von Krisen heimgesucht wird,
hätte eine wirklich stabile und funktionierende Demokratie aufgebaut. Man
konnte spüren, mit welcher Zuneigung der Botschafter über Indien sprach.
Dies mag auch nicht verwunderlich erscheinen, da er mit einer sehr bekannten
indischen Tänzerin verheiratet ist.
Am Ende seines Vortrags waren alle Zuhörer stark
beeindruckt und es mangelte nicht an Fragen, die der Botschafter gern
beantwortete.
Gemeinsames in den Vordergrund stellen
Peter
Nordhues
Die Evangelische Gemeinde deutscher Sprache lud am
Sonntag, den 21. November, die deutschsprachigen evangelischen und
katholischen Christen zu einem ökumenischen Gottesdienst in das
Gemeindehaus in Bangkok ein.

Diese
Gruppe aus Pattaya lässt es sich nicht nehmen, in Bangkok mit dabei zu
sein. Pfarrer Burkhard Bartel ist als dritter von rechts ganz hinten zu
sehen.
Der Gottesdienst wrde vom evangelischen Pfarrer Burkhard
Bartel und seinem katholischen Amtskollegen Clemens Fabry gestaltet.
An dem Gottesdienst nahmen nahezu einhundert Personen
teil. Dies zeigt, wie groß das Interesse der Christen ist, Trennendes zu
überwinden. Pfarrer Burkhard Bartel ging darauf auch in seiner Begrüßung
am Anfang des Gottesdienstes ein. Ziel und Sinn dieses Gottesdienstes sei
es, die Gemeinsamkeiten der Glaubensrichtungen zu betonen und die
Unterschiede in den Hintergrund rücken zu lassen. Das erste Lied, welches
im Gottesdienst gesungen wurde, war daher bedacht ausgewählt worden. „Lobet
den Herrn" findet sich sowohl in den Gesangbüchern der evangelischen
Landeskirchen als auch im katholischen Gesangbuch „Gotteslob".
Pfarrer Clemens Fabry stellte in den Mittelpunkt seiner
Predigt die Definition des Begriffs „Gemeinde". Die heutigen
Gemeinden können sich naturgemäß schwer mit den urchristlichen Gemeinden
vergleichen. Dennoch haben sowohl die urchristlichen als auch die heutigen
Gemeinden drei Merkmale, die in der Heiligen Schrift beschrieben sind: das
(gemeinsame) Feiern, das Dienen (am Nächsten) und Zeugnis (für den
Glauben) ablegen. Nur Gemeinden, die diese drei Merkmale aufweisen, können
sich zu recht „Gemeinde" nennen.
Trotz aller ökumenischen Bemühungen ist es bis heute
leider nicht gelungen, das Abendmahl bzw. die Kommunion in einem gemeinsamen
Gottesdienst zu begehen, wie es von mir irrtümlicherweise im Pattaya Blatt
angekündigt wurde. Für diesen Fehler bitte ich um Entschuldigung.
Die Einnahmen und Spenden dieses Tages gehen an zwei
Kinderheime in Nordthailand, die von der evangelischen Kirche betreut
werden. Nach dem Gottesdienst gab es ein rustikales Büfett, in
altbewährter Form von Frank Böer ausgerichtet. Nachdem sich alle gestärkt
hatten, kam es zu einer lustigen Tombola, in der es viele
Überraschungspreise zu gewinnen gab. Der Nachmittag klang bei Kaffee und
Kuchen aus.
Die Teilnehmer machten sich mit den Eindrücken eines nicht alltäglichen
Gemeinschaftserlebnisses auf den Heimweg und werden diesen Tag noch lange in
guter Erinnerung behalten.
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