3. Jahrgang
Ausgabe Nr. 48

28. November - 4. Dezember 2004
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Überschriften [bitte klicken Sie an der Überschrift um den vollständigen Bericht zu lesen]:

Die Königin spricht zur Nation

Otto wird 20 Jahre alt

Versorgungsengpässe beim AIDS-Mittel Efavirenz

Herzlichen Glückwunsch

Nakhon Ratchasima startet Feldzug gegen Karaoke-Bars

Die Königin spricht zur Nation

Ihre Majestät, die Königin von Thailand. (Photo: Büro des königlichen Haushalts)

Ihre Majestät die Königin forderte am 16. November in einer einstündigen Rede an die Nation alle Thais auf, ihrem Heimatland, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit, treu und loyal gegenüber zu stehen. Sie forderte alle Interessengruppen auf, nach Lösungen zu suchen, um die anhaltenden Unruhen in den Südprovinzen zu beenden. Während der Ansprache Ihrer Majestät waren über 1.000 Vertreter der Regierung und des Kabinetts, der Gesetzgebung, der Judikative, Staatsbeamte, Mitglieder ziviler Gruppen, der allgemeinen Öffentlichkeit und viele Journalisten in der Dusit Thronhalle der Chitralada Villa anwesend.

Ihre Majestät erwähnte, dass sie während ihres zweimonatigen Aufenthaltes im Königlichen Taksin Rajaniwet Palast in der Provinz Narathivat das Leid unschuldiger Menschen miterlebt habe, deren Leben, Eigentum und Geschäfte durch die derzeitigen Aufstände und täglichen Morde im tiefen Süden des Landes gefährdet werden. Dieses Erlebte wolle sie mit allen Thais teilen, damit ihnen diese Notlage bewusst wird und sie alle intensiv bestrebt sind, Lösungen für diese Probleme zu finden, damit in den südlichen Grenzprovinzen Ruhe und Frieden wiederhergestellt werden kann.

„Über 30 Jahre fuhr ich mit Seiner Majestät dem König jedes Jahr für einige Zeit in diese Gegend und ich habe gesehen, dass Menschen der unterschiedlichsten Religionen friedlich Seite an Seite zusammenleben konnten. In diesem Jahr verbrachte ich zwei Monate dort und musste das Leid unschuldiger Einwohner erleben – ja selbst von Mönchen –, das durch die Aufstände verursacht wird", sagte sie. „Ich möchte alle Thais, gleich welcher Religion sie angehören, auffordern, dem thailändischen Königreich – ihrem Heimatland, in dem sie geboren und aufgewachsen sind – loyal und dankbar gegenüberzustehen. Seit uralten Zeiten haben unterschiedliche Religionen die Menschen in unserem Land niemals daran gehindert, friedlich zusammenzuleben", fügte sie hinzu.

„Selbst vor einigen Jahren, als örtliche Guerillagruppen aktiv waren, wurden nie unschuldige, unbeteiligte Menschen angegriffen, da Aktionen auf einen kleinen Bereich beschränkt waren", fuhr sie fort.

Ihre Majestät die Königin betonte, dass das thailändische Königreich die Heimat aller Thais sei, welcher Religion auch immer sie angehören würden. Darum müssen alle Gruppen der Gesellschaft nach Lösungen suchen, wie die eskalierenden Unruhen, die seit Anfang des Jahres den Süden heimsuchen, beendet werden können. Sie forderte die Nation auf: „Wir sollten nicht alle Verantwortung auf die Regierung abwälzen, sondern wir sollten die Kräfte und Kapazitäten aller Gruppen und Organisationen der Gesellschaft, staatlicher und nicht-staatlicher, zusammenlegen, um Ruhe und Frieden in der Region, die ein Teil unseres großartigen Heimatlandes ist, wiederherzustellen."

Die Königin erwähnte, ihr wäre aufgefallen, dass dort viele örtliche Bewohner, auch Frauen, an Selbstverteidigungskursen teilnehmen im Bemühen sich zu schützen.

Sie sagte weiter, dass die Bewohner vor Ort hoffen, dass staatliche Sicherheitskräfte im Süden stationiert bleiben, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, bis sich die Situation wieder normalisiert hat. (TNA)


Otto wird 20 Jahre alt

Elfi Seitz

In Anwesenheit von distinguierten Gästen wie Seiner Exzellenz dem deutschen Botschafter Andreas von Stechow, Dr. Paul Strunk, dem Leiter der Deutsch-Thailändischen Handelskammer, sowie vielen anderen hochgestellten Ehrengästen, feierte Otto Duffner das zwanzigjährige Bestehen seines beliebten deutschen Lokals „Bei Otto".

Botschafter Andreas von Stechow (links) zeigt stolz sein „Otto"-Hemd, das er von Otto bekommen hat.

Der Botschafter sowie Dr. Paul Strunk hielten jeweils eine Glückwunschansprache und drückten die Hoffnung aus, dass sie noch die nächsten 20 Jahre „Bei Otto" verkehren können.

Auch Thitiya Boonchoo, Herbert Loster, Riko Schachermeyer, Ulrich Scholz und Wolfgang Taubert genießen den lustigen Abend.

Da Otto aus dem Schwarzwald stammt, sorgte eine Showband aus seiner Heimat für die nötige Stimmung. Besonders mit ihrem selbstgetexteten Lied „Bei Otto", bei dem alle Gäste bei Nennung des Namens ein „Otto"-Schild hochhielten, brodelte der vollgepackte Garten des Restaurants über. Gäste, die eine dringend nötige Abkühlung suchten, fanden diese nur kurzzeitig im Innern des Lokals, da auch dieses bis zum Bersten voll war.

Hans Westphal ist mit seinen beiden Söhnen und einem ihrer Freunde bei der Gaudi dabei.

Das opulente Büffet sorgte auch für hervorragende Stimmung, genauso wie das gute Bier und selbstverständlich der Film, den Otto vorbereitet hatte, um seinen Gästen die letzten 20 Jahre in Erinnerung zu rufen.

Klänge aus der Heimat zum 20jährigen Jubiläum.

Wer noch nicht am Schwitzen war, dem standen schon alleine beim Zusehen der Holzsägewettbewerbe die Schweißperlen auf der Stirn. Noch heißer allerdings wurde es, als eine Gruppe schöner Thaimädchen traditionelle Thaitänze aufführte.

Bevor es zur Verlosung von tollen Preisen kam, zeichnete Otto Duffner noch drei seiner langjährigsten Mitarbeiterinnen aus, die alle seit Anbeginn bei ihm arbeiten.

Es war wieder einmal ein gelungener Abend bei Otto und daher kein Wunder, dass alle immer wieder sagen: „Wo fühlen wir uns am wohlsten? Bei Otto natürlich."


Versorgungsengpässe beim AIDS-Mittel Efavirenz

Aufgrund von landesweiten Versorgungsengpässen hat eine Vereinigung HIV-infizierter Thais die Staatliche Pharmazeutische Organisation (GPO) gedrängt, eine neue Medizin gegen HIV/AIDS zu produzieren und auf den Markt zu bringen.

Die Aids Access Stiftung appellierte an die Regierung Standards festzulegen, um die pharmazeutische Industrie in die Lage zu versetzen, das Aids-Mittel Efavirenz herzustellen, das in steigendem Maße von HIV-infizierten Patienten in Thailand gebraucht wird. Die GPO stellt GPO-Vir her, eine Kombination verschiedener viral wirksamer Substanzen gegen HIV-Viren. Jedoch haben viele der betroffenen Patienten zwischenzeitlich eine Resistenz gegen dieses Mittel entwickelt, wodurch über die letzten Jahre der Bedarf für das neue Mittel Efavirenz gestiegen ist.

„Efavirenz kann derzeit nicht in Thailand hergestellt werden, und das Importverfahren ist komplex und schwerfällig. Darum sollte die Regierung die Pläne beschleunigen, Efavirenz hier im Lande herzustellen", sagte Nimit Tiandom, der Direktor der Stiftung.

Der stark ansteigende Bedarf und die gleichzeitigen Engpässe bei der Beschaffung von Efavirenz hat zu einem Mangel des Mittels bei den Patienten geführt, die darauf angewiesen sind. Örtliche Hospitäler müssen sich das Mittel häufig leihweise aus anderen Provinzen beschaffen, um es an die von HIV/Aids Betroffenen ausgeben zu können.

Am stärksten trifft das diejenigen, die in Gegenden mit einem hohen Prozentsatz von HIV-Infizierten leben, wie etwa in den nördlichen Provinzen Chiang Mai und Chiang Rai.

Früher mussten die betroffenen Patienten einmal im Monat ein Krankenhaus aufsuchen, um sich das Mittel zu verschaffen, aber aufgrund der Lieferengpässe sind viele heute schon gezwungen, einmal wöchentlich im Hospital auf die Verschreibung zu warten. (TNA)


Herzlichen Glückwunsch

Die Geschäftsleitung des Amari Watergate Hotel Bangkok richtete vor kurzem im Henry J. Bean’s Bar & Grill des Hotels eine Geburtstagsfeier für Watanyoo Mungmai (3. von links) aus. Pierre Andre Pelletier (4. von rechts), Generalmanager des Amari Watergate Hotel Bangkok, überreichte die Geburtstagstorte. Mit dabei waren (von links vorne) Nattapong Techapanya, Pinsiri Siripin, Charnkitti Na Ranong, Nichaya Chaivisuth, Jirasak Srivichai, Chanat Ungkabkaew, (hintere Reihe) Sarut Na Ranong, Karnda Marsong und Sutas Sirtpipatkul.


Nakhon Ratchasima startet Feldzug gegen Karaoke-Bars

Der Gouverneur der nordöstlichen Provinz Nakhon Ratchasima, Phongphayom Wassaphut, hat einen Feldzug gegen die Betreiber von Karaoke-Bars gestartet und angekündigt, dass solcherlei Unterhaltungsbetriebe trotz der zu erwartenden Proteste geschlossen werden.

Phongphayom, unter dessen Leitung am 18. November eine Razzia in 20 Karaoke-Bars durchgeführt wurde, die nahe den Gleisen der Eisenbahnstrecke nach Hua Thale gelegen sind, sagte, die örtliche Bevölkerung hätte Beschwerden vorgebracht und behauptet, dass diese Bars Unruhen verursachen und ein Hort für die Prostitution sind.

Der Gouverneur sagte, die Tatsache, dass derartige Bars in der Stadt wie Pilze aus dem Boden schießen, würde die Probleme des Drogenmissbrauchs und der Kriminalität erhöhen. Die Betreiber der betreffenden Karaoke-Bars hätten gegen Verträge verstoßen, die sie fünf Jahre zuvor mit der Staatlichen Eisenbahngesellschaft von Thailand (SRT) abgeschlossen haben, fügte er hinzu. Am 31. März dieses Jahres hatte das Provinzgericht von Nakhon Ratchasima angeordnet, dass die Karaoke-Bars am 5. Oktober entfernt werden müssen.

Die Provinzverwaltung hat angekündigt, dass allen Karaoke-Bars die umgehende Schließung drohe. Phongphayom sagte, die Schließung würde in jedem Fall durchgeführt werden, trotz der zu erwartenden Proteste der Betreiber.

Derzeit haben sich auf den Geländestreifen entlang der Eisenbahnstrecke in Nakhon Ratchasima bereits über 170 Karaoke-Bars niedergelassen, die täglich eine Gebühr von 100 bis 200 Baht für die Miete des Geländes an die Eisenbahn zahlen. (TNA)