3. Jahrgang
Ausgabe Nr. 52

26. Dezember - 1. Januar 2005
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BOT steigert Zinsniveau

SET könnte nächstes Jahr über 700 Punkte klettern

Regierung senkt Autobahngebühr

Tabak-Monopol soll Zigarettenexporte steigern

Premierminister verspricht Wachstum in nächster Amtsperiode

BOT steigert Zinsniveau

Die Thailändische Staatsbank (BOT) hat entschieden, den 14-tägigen Wiederanlage-Zinssatz um 0,25 Prozent auf dann 2,0 Prozent p.a. zu steigern, um eine langfristige Wirtschaftsstabilität zu gewährleisten.

Atchana Waiquamdee, die für die Geldpolitik verantwortliche Vizegouverneurin der BOT, gab bekannt, das Komitee für Geldpolitik (Monetary Policy Committee, MPC) kam in seiner Sitzung am 15. Dezember überein, den Wiederanlage-Zinssatz mit sofortiger Wirkung anzuheben.

Das Komitee hält eine Aufwärtsjustierung des Zinsniveaus zur langfristigen Stabilisierung der Wirtschaftslage für adäquat. Zu niedrige Zinssätze würden längerfristig die Inflationsrate anheizen und das Wirtschaftswachstum des Landes behindern.

„Seit dem Frühjahr sind die Anlage-Zinssätze in den negativen Bereich geraten. Gewöhnlich wird eine Politik ,negativer‘ Zinssätze nur eingesetzt, wenn es gilt, das Wirtschaftswachstum in Gang zu bringen", sagte sie. „Wenn die Wirtschaft dann starke Wachstumsraten aufweist, müssen wir den Verfall der Zinssätze aufhalten. Sehr niedrige Zinssätze sind dann für das Wirtschaftswachstum nicht mehr notwendig.

Atchana sagte, das fortgesetzte Sinken der globalen Erdölpreise und das Anziehen des Bahtkurses würden dazu beitragen, den Inflationsdruck abzubauen. Im November ist die Zunahme der Inflationsrate auf drei Prozent gesunken.

Sie sagte, die BOT hätte angesichts der weiterhin sinkenden Rohölpreise auf den Weltmärkten den durchschnittlichen Schätzpreis von 39 auf 35 US-Dollar pro Barrel reduziert und fügte hinzu, die Zentralbank würde weiterhin für das laufende Fiskaljahr (Oktober 2004 bis September 2005) an ihrer Projektion des Wirtschaftswachstums von 5,5 bis 6,5 Prozent bei einer Basis-Inflationsrate von null bis ein Prozent festhalten.

Trotz eines Rückgangs des Verbrauchervertrauens Anfang diesen Jahres betrug das Wirtschaftswachstum in den ersten neun Monaten des jetzigen Kalenderjahres 6,4 Prozent, hauptsächlich gestützt auf den Export und auf die Inlandsnachfrage. (TNA)


SET könnte nächstes Jahr über 700 Punkte klettern

Einer führenden Anlagefirma zufolge könnte der Index der thailändischen Börse (SET), angetrieben durch das fortdauernde Vertrauen einheimischer und ausländischer Investoren, im nächsten Jahr wahrscheinlich die 700 Punkte-Marke überschreiten.

Der Präsident der Siam Commercial Security, M.L. Chayothit Krisdakorn, sagte, bei einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von sechs Prozent für das nächste Jahr hätte auch die Börse einen hohen Wachstumsspielraum.

Nach seiner Ansicht sind viele Werte weiterhin für nationale und internationale institutionelle Anleger von hohem Interesse.

Der steigende Baht-Kurs würde zu einem starken und optimistischen Markt beitragen, sagte er und fügte hinzu, auch der Aufwärtstrend des Zinsniveaus würde dem Bankensystem zugute kommen.

M.L. Chayothit prophezeite, dass viele Unternehmen für einen Börsengang bereit wären, wodurch sich Anlegern neue Möglichkeiten eröffnen.

Er sagte, die Siam Commercial Securities würden dieses Jahr einen Ertrag von 1,2 Milliarden Baht erwarten, eine Steigerung von 35 Prozent gegenüber den 900 Millionen Baht im letzten Jahr.

Für nächstes Jahr schätzt das Unternehmen, ungeachtet der zunehmenden Konkurrenz institutioneller Anleger an der Börse den Ertrag auf 1,4 Milliarden Baht und den Marktanteil auf fünf Prozent steigern zu können. (TNA)


Regierung senkt Autobahngebühr

Premierminister Thaksin hat in der Kabinettssitzung letzte Woche eine Senkung der Autobahngebühren auf der nach Norden führenden Autobahn vorgeschlagen, um die Verkehrssituation auf einer der wichtigsten Hauptverbindungsstraßen in die Innenstadt Bangkoks zu entspannen.

Nach einem Rundflug per Helikopter zwecks Begutachtung der Verkehrssituation am 15. Dezember sagte Thaksin, die Gebühr zur Benutzung der Don Muang Autobahn sollte um die Hälfte auf 20 Baht gesenkt werden, um mehr Autofahrer zu veranlassen, die Autobahn anstatt der darunter liegenden Hauptstraße zu benutzen.

Der Staat hält einen 40-prozentigen Anteil an der privat betriebenen Don Muang Autobahn, welche die nördlichen Vorstädte Bangkoks und den Flughafen mit der Innenstadt verbindet. Die Autobahn wurde für eine Kapazität von 180.000 Fahrzeugen täglich konzipiert, jedoch liegt die Auslastung zur Zeit nur bei etwa 110.000 Fahrzeugen pro Tag, da viele Autofahrer die Benutzungsgebühren für zu hoch halten.

Viele Autofahrer, die aus den nördlichen Vorstädten in die Innenstadt fahren wollen, benutzen stattdessen die darunter liegende Vibhavadee-Rangsit Road, die dadurch kontinuierlich verstopft wird.

Ebenfalls am 15. Dezember hat der Premierminister offiziell zwei neue „Park & Ride" Parkareale an den Anschlusspunkten zu Bangkoks öffentlichen Nahverkehrsmitteln, der Hochbahn (Sky Train) und der U-Bahn, eröffnet. Die Unterstützung und Förderung der öffentlichen Nahverkehrsmittel ist ein zentraler Teil der Regierungspolitik zur Energieeinsparung angesichts der weltweit steigenden Rohölpreise.

„Derzeit investiert Thailand jährlich bis zu 900 Milliarden Baht für Energiekosten, davon 40 Prozent in Bangkok. Wenn wir also durch eine gesteigerte Auslastung der öffentlichen Nahverkehrsmittel Kosten für fossile Brennstoffe einsparen können, wird das einen großen Nutzen für die Nation haben und die Lebensqualität aller Thais steigern", sagte der Premierminister. (TNA)


Tabak-Monopol soll Zigarettenexporte steigern

Während der Gesundheitsminister mit seiner Kampagne gegen das Rauchen fortfährt, hat der Finanzminister das staatseigene thailändische Tabak-Monopol gedrängt, die Produktion stärker auf den Export auszurichten.

Finanzminister Somkid Jatusripitak sagte, in naher Zukunft würde er mit der Geschäftsleitung des Monopols ein Konzept der „Sündensteuern" besprechen, wobei die Einkünfte aus Tabak- und Alkoholsteuern für soziale Zwecke in die Gesellschaft zurückfließen sollen.

Zentraler Punkt bei dem Vorstoß des Ministeriums ist es, das Monopol dazu zu veranlassen, die Produktion für den einheimischen Markt zu drosseln, gleichzeitig aber zu versuchen, die Exporte stark ansteigen zu lassen. Derzeit gehen etwa 95 Prozent der in Thailand produzierten Zigaretten in den inländischen Markt.

Das Monopol hat derzeit eine Reihe von Maßnahmen in Angriff genommen, um seine Zigaretten „gesünder" zu machen, darunter eine Verkürzung der Zigaretten und eine Verringerung des Nikotingehalts.

Somkid sagte, es müsse mehr Klarheit geschaffen werden, wofür die „Sündensteuern" verwendet werden sollen und in welchem Umfang. Weiter gab er an, er würde die Behörde für Verbrauchssteuern bitten, eine Gesetzesgrundlage zu schaffen, um auch das Onlinespielen im Internet mit Steuern belegen zu können.

Utid Tamvatin, Generaldirektor der Behörde für Verbrauchssteuern, sagte, das Hauptproblem bei einer solchen Besteuerung würde in der Tatsache bestehen, dass viele Spiele über das Internet aus dem Ausland heruntergeladen werden und dass eine entsprechende Steuer somit eher als eine Art Importsteuer gestaltet werden müsste. (TNA)


Premierminister verspricht Wachstum in nächster Amtsperiode

Premierminister Thaksin Shinawatra hat am 16. Dezember mit Prognosen über eine weitere Verbesserung der Wirtschaftsleistung seinen Wahlkampf gestartet, sollte seine Regierung für eine zweite Wahlperiode im Amt bleiben,.

Bei einer Ansprache vor Mitgliedern der amerikanischen Handelskammer in Thailand im Dusit Thani Hotel hat der Premierminister seine Gewissheit ausgedrückt, bei den Parlamentswahlen am 6. Februar ein zweites Mal zum Premierminister gewählt zu werden.

Er sagte auch voraus, dass sich während seiner zweiten Amtsperiode die Wirtschaftsleistung weiter verbessern und dass das derzeitige Wachstum des Bruttosozialprodukts von 6 Prozent ebenfalls bald übertroffen werde, da dieser niedriger als erhoffte Wert nur einer Reihe ungünstiger Faktoren zu verdanken sei, darunter die Geflügelgrippe, die Lungenkrankheit SARS und die Unruhen in den Südprovinzen.

Bei der Darstellung seiner Regierungspolitik legte Thaksin die Betonung auf die Entwicklung in den unteren Ebenen, etwa die gezielte Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMUs) oder die 30 Baht Krankenversorgung für die Bevölkerung.

Der Premierminister sprach sein Publikum direkt an, indem er eine Liberalisierung des Handels zwischen Thailand und den USA sowie eine Fortsetzung der Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen versprach. (TNA)