4. Jahrgang
Ausgabe Nr. 6

8. Februar - 14. Februar 2005
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Die Erde bewegt sich

Suchada Tupchai

Kürzlich veröffentlichte die Regierung eine landesweite Warnung über die Möglichkeit des Ent-
stehens von Kratern, die eine weitere Folge nach dem Erdbeben und die folgende Tsunami-Welle im Südwesten Thailands sind.

Unter den letzten Erklärungen befindet sich die Warnung des Direktor des Bergbauamtes, Lertsin Raksasakulwong, nachdem von derartigen Vorfällen im Süden und Nordosten des Landes berichtet wurde.

Das erste Anzeichen sieht man in Gegenden, in denen große Mengen von Beton wie Grundstücksmauern durch Erdbewegungen reißen.

Das zweite Warnzeichen ist, wenn man einen merkwürdigen Ton von fallender Erde, in Gebieten hört, in denen ohne offensichtlichen Grund Wasser in drei bis fünf Meter langen Bahnen ähnlich einem Spinnennetz aufsickert.

Es sieht so aus, als ob die Natur auf den Erdstoß reagiert: Der Direktor des Bergbauamtes gab 49 Provinzen bekannt, in denen die Möglichkeit für derartige Erscheinungen bestehen. Chonburi ist eine dieser Provinzen. Obwohl kein wirklicher Lärm gemacht wurde, gibt es 26 Provinzen mit noch geringeren Chancen, folglich mit weniger Aufhebens.

Der andere Aspekt in Verbindung mit der sich bewegenden Erde ist die Möglichkeit von Erdrutschen anstatt von Trichterbildung, und es gibt zwei Hauptursachen dafür: erstens, wenn der Boden weich ist, und zweitens, wenn es ein Ufergelände ist.

Mit diesen beiden Tatsachen (Krater oder Erdrutsch) im Kopf, ist jedoch niemand in der Lage aufzuzeigen, wo diese möglichen Punkte liegen und es gibt keine echten Beweise, um irgendwelche Behauptungen zu untermauern.

Allerdings ist es am meisten beunruhigend, besonders wenn die Möglichkeit eines Kraters besteht, dass eine Anzahl von Gebäuden und Baugeländen ihre Struktur im ganzen Land illegal geändert haben. Dies hinterlässt ein Potenzial kommender Katastrophen wie dunkle Wolken an einem sonnigen Tag.

Die gegenwärtige Gesetzgebung zum Bau von mehrstöckigen Gebäuden erlaubt normale Bauweise und kleinere Erdbewegungen. Das gegenwärtige Verhalten der Gebäudeeigentümer scheint so zu sein, dass sie an dem Thema nicht interessiert sind, weil ihnen so etwas ja nie passieren könnte. Genau das, was jedermann über einen Tsunami dachte, der Thailand dennoch getroffen hat.

Die Gelegenheit ist nun da und es kommt auf den Gesetzgeber und die Beamten an, den Baugesetzen Geltung zu verschaffen, bei denen mehrstöckige Gebäude mit extremen Situationen fertig werden. Vollendete Bauten können armiert werden, aber die Zeit zum Wechsel ist jetzt!

Ernsthafte Vorbeugung und die Lösung der Bauprobleme heute ist unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, nicht nur für unseren eigenen Profit. Für diejenigen, die diese Probleme nicht erkennen, wird es am Ende leider zu spät sein! Wenn Sie Ihren Halt gerade jetzt verloren haben – es gibt keine Chance, die Probleme im Nachhinein zu korrigieren.


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