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Erwartetes Wirtschaftswachstum wegen Risikofaktoren auf 4 Prozent reduziert
Das Wirtschaftsprognosezentrum der Universität der
thailändischen Handelskammer hat jetzt negative Risikofaktoren, darunter
besonders die immer weiter steigenden Ölpreise, die Vogelgrippe in
Südostasien, die anhaltende Dürre und die Unruhen in Südthailand dafür
verantwortlich gemacht, dass es seine Prognose des Wirtschaftswachstums in
Thailand für 2005 auf nunmehr nur noch vier Prozent reduziert hat.
Das Zentrum wird diese Woche eine fundierte
Zusammenstellung von neu überarbeiteten Statistiken über die
thailändische Wirtschaft veröffentlichen, kündigte Thanawat Polvichai,
der Direktor des Prognosezentrums, an.
In früheren Prognosen war das Zentrum bisher von einem
Wirtschaftswachstum im Bereich von 5,5 bis 6 Prozent für dieses Jahr
ausgegangen. Aber Faktoren wie der Anstieg des Verkaufspreises von
Dieseltreibstoff um drei Baht und damit um etwa 20 Prozent, der daraus
resultierende Anstieg der Inflationsrate und die wirtschaftlichen Folgen der
Tsunami-Katastrophe Ende letzten Jahres haben es erfordert, die
Wachstumsprognose nach unten zu korrigieren.
Thanawat rechnet, dass der Tsunami in Summe zwischen 30
und 50 Milliarden Baht wirtschaftlichen Schaden in Thailand verursacht hat.
Die wirtschaftlichen Zusatzbelastungen durch die Dürre-Krise werden
mittlerweile auf 37 Milliarden Baht geschätzt. Die Kaufkraft im Inland ist
auf 7,5 Milliarden Baht pro Monat gesunken, was insbesondere auf die
gestiegenen Kraftstoffpreise zurückzuführen ist, nachdem die Regierung die
Treibstoff-Subventionen gekürzt hat.
Thanawat nannte die neue Prognose von vier Prozent „beunruhigend".
Das Zentrum wird weiterhin genau beachten, inwieweit Investitionen in
Projekte zur Entwicklung der allgemeinen Infrastruktur, die von der
Regierung geplant sind, die Wirtschaft unterstützen und das Wachstum
fördern. (TNA)
Aktienmarkt hofft auf schnelle Erholung
Bangkok (TNA) Trotz eines Kurssturzes Anfang
vorletzter Woche wird sich der thailändische Aktienmarkt schnell erholen,
prophezeite der Präsident der thailändischen Börse (SET), Kittirat Na
Ranong.
„Die starken Fundamente der Wirtschaft, die guten
Leistungen und Resultate notierter Unternehmen und die niedrigen Preise und
hohen Gewinnspannen vieler Aktien werden der thailändischen Börse helfen,
schon bald ihre Stärke wiederzuerlangen", sagte Kittirat zu TNA.
Bei dem Kurssturz hatte der SET-Index als Folge der
anhaltenden Schwäche ausländischer Börsen sowohl in Europa wie in Asien
um mehr als 20 Punkte nachgegeben.
Asiens Aktienmärkte haben aufgrund der steigenden
Spannungen zwischen China und Japan stark nachgegeben. Kittirat sagte, er
persönlich glaube, die Spannungen zwischen den zwei Ländern werden
demnächst wieder nachlassen. Die Börse werde ihre früheren Verluste
schnell wieder wettmachen, sagte er.
„Es ist möglich, dass westliche Investoren ihr
Investitions-Portfolio in Ost- und Südostasien reduzieren, sollten, wie
einige Analysten erwarten, die Spannungen anhalten. Aber in meiner
Überzeugung werden die zurückgezogenen Investitionen relativ gering
bleiben", sagte er.
Der Chef der SET räumte ein, dass die Gewinnmargen
notierter Unternehmen, insbesondere von Handels- und Privatbanken, fallen
könnten, speziell im ersten Quartal. Aber unter Berücksichtigung der
stattlichen Einkommen und Dividenden der Banken würden keine Anzeichen
bestehen, dass ihre Rentabilität abnehmen würde, sagte er.
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