4. Jahrgang
Ausgabe Nr. 19

10. Mai - 16. Mai 2005
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  Keltische Heilkunst feiert Wiedererstehen

Elfi Seitz

Teil 2

Druiden, Hexen oder Feen – das ist, was wir von den Kelten zu wissen glauben. Aber gerade diese Druiden oder Hexer verfügten über ein profundes Wissen magischer Heilkunst und den Kräften der Natur. Sie arbeiteten zwar auch mit Räucherstäbchen, Amuletten und Symbolen, aber sie nahmen auch Edelsteine, deren Heilkraft auch in vielen anderen Kulturen bekannt ist, und vor allem Kräuter zu Hilfe.

Druiden und Schamanen, die keltischen Priester, werden auch als „Wanderer zwischen den Welten" bezeichnet. Zu ihren bekannten Heilungsritualen gehörten Handauflegen und Geistheilung, wobei der Einsatz von Amuletten und Symbolen zum Einsatz kam, also all das, was die heutigen „Geistheiler", ob sie sich nun zu Reiki oder zu anderen Heilungsmethoden hingezogen fühlen, ebenfalls praktizieren. Speziell die Heilungsmethode mit Merlin (er war wohl der bekannteste Druide und „Zauberer" der Kelten und Lehrer König Arthus’), zeigt dass auch die moderne Naturheilwissenschaft sich an diese alten Riten anlehnt.

Mittel- und Nordeuropa war damals bedeckt mit dichten Urwäldern, welche auf die menschliche Seele einen starken Einfluss ausübten. Die geistige und energetische Kraft der Baumwesen war also hier am größten. Dort, in den dichten Wäldern, hatten die Kelten ihre heiligen Haine. Diese Kraftorte voll spiritueller Energie waren überwachsen von dichten Bäumen und lagen meist neben einer sprudelnden, heiligen Quelle. Diese Orte wurden als die Tore zum Jenseits betrachtet, in denen die Gottheiten wohnten, die mit besonderen Ritualen verehrt wurden.

Speziell die Bäume waren den Kelten und den Druiden heilig, da sie als Türen in eine geistige Welt betrachtet wurden. Sie wurden von unsichtbaren Wesen bewohnt, galten als das Abbild des Kosmos und als Ausdruck des Lebens schlechthin. Die Kronen der Bäume mit ihren Blättern und Blüten entsprechen dem Firmament und den Sternen, während ihre Wurzeln die Verbindung zur Erde herstellen, die Grundierung, den Halt, die Stabilität.

Die Bezeichnung „Druide" heißt übersetzt „Baumwissender". Die Druiden waren von dem Glauben – oder Wissen – durchdrungen, dass die Welt von Lebensbereichen anderer Wesen durchdrungen ist. In ihrer Annahme lebten Geister, Feen, Gottheiten, aber auch ihre Ahnen zwar unsichtbar, aber allgegenwärtig im gleichen Lebensraum wie die Menschen und in der Natur. Die Druiden hatten ein umfassendes Wissen der einzelnen Baumarten und benutzten dieses unterschiedlich bei ihren heiligen Ritualen.

Aber sie wussten auch über alle anderen Pflanzen Bescheiden und wandten diese zu Heilungszwecken an.

Die wichtigste Pflanze der Kelten war die Mistel. Besonders die Misteln, die auf Eichen wuchsen, denn da galt sie als besonders heiliges Objekt der Heilkraft. Sogar der Baum, auf dem diese Misteln wuchsen, wurde als Symbol der göttlichen Kraft verehrt.

In der nächsten Folge erzähle ich Ihnen über die Wirkung der Anwendung von Misteln und anderen Pflanzen.


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