4. Jahrgang
Ausgabe Nr. 29

19. Juli - 25. Juli 2005
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Ein siamesischer Elefant erobert Pattaya

Aus der Vergangenheit in die Gegenwart … und weiter in die Zukunft

Ein siamesischer Elefant erobert Pattaya

Peter Nordhues

Am Samstag, den 9. Juli, eröffnete das neue Restaurant „Siam Elephant Restaurant and Bar" im Siam Bayshore Resort & Spa Pattaya in einem glanzvollen musikalischen Rahmen. Die Gastgeberin Kamala Sukosol, die kleine Dame mit der großen Stimme, und Generalmanager Hans Spoerri, der sich wieder einmal um alles kümmerte und jeden umsorgte, begrüßten die Gäste herzlich.

Kornchanok Kavayatanik, CEO von Avatar Spa, gratuliert Khun Kamala.

Belegschaftsmitglieder des Hotels unterhielten die Gäste in professioneller Art und Weise mit Tanzdarbietungen, wobei insbesondere die 20 in goldene Thai-Kostüme gekleideten jungen Damen alle Blicke auf sich zogen.

Nach einem Willkommensdrink in der Cocktail Lounge führten besagte goldgewandete Damen und ein thailändisches Musikensemble, ausgerüstet mit Trommeln und Zimbeln, die Gäste nach draußen, um sie zum neuen „Siam Elephant Restaurant and Bar" zu geleiten.

Vor dem Restaurant zerschnitten Kamala, ihre Tochter Marisa, Pattayas Bürgermeister Niran Wattanasartsathorn und der Direktor der TAT Central Region 3, Chattan Kunjara Na Ayudha, unter dem Applaus der Anwesenden das Eröffnungsband.

Kamala begrüßt Helena und Axel Schmidt.

Die zum anschließenden Dinner geladenen Gäste wurden mit einem nicht alltäglichen Konzept in der Kunst der feinen thailändischen Küche überrascht. Die einzelnen Gänge kamen auf meisterhaft dekorierten Platten auf den Tisch. Schon der Anblick der Platten war ein Genuss. Jeder Gast wurde von den freundlichen Serviererinnen auf charmante Weise individuell bedient. Es stand eine kulinarische Entdeckungsreise durch Thailand bevor, mit Spezialitäten aus dem ganzen Land.

An diesem Abend wurde ein besonderes Menü serviert, aber alle angebotenen Speisen finden sich auch auf der normalen Speisenkarte. Einige Leckereien sollen hier beispielhaft erwähnt werden: Mee Krob (knusprige Reisnudeln in süß-sauerer Soße mit Krabben, Bohnenkeimlingen und chinesischem Schnittlauch) als Vorspeise, Yum Pla Salmon (kräftig gewürzter Lachssalat mit einer Kräutersoße) als Hauptgang, und natürlich darf ein traditionelles Dessert nicht fehlen. Ein süßer Mango mit Klebreis, mit Kokosnussmilch angerichtet und eine feine Auswahl an traditionellen thailändischen Nachspeisen waren der passende Abschluss für dieses hervorragende Dinner. Alle Gäste erhielten beim Aufbruch noch ein hübsches und passendes Geschenk: eine Kerze in einem Porzellanelefanten.

Die neue Attraktion der gastronomischen Szene Pattayas wird Kamalas Lieblingslied „You’ll fall in love in Pattaya" noch mehr Gewicht verleihen.

Bürgermeister Niran Wattanasartsathorn (Mitte) und Kamala und Marisa Sukosol durchschneiden das Eröffnungsband in Gegenwart von Ehrengästen.

Kamala Sukosol und Hans Spoerri (2. von links), Gruppengeneralmanager der Siam City Hotels und Resorts, begrüßen den Direktor der thailändischen Tourismusbehörde Central Region 3, Chattan Kunjara Na Ayudhya, Bürgermeister Niran Wattanasartsathorn und das Ehepaar Kenneth und Maureen Williams.

Musikanten mit Langtrommeln führen die Gäste zur Eröffnungszeremonie.


Aus der Vergangenheit in die Gegenwart … und weiter in die Zukunft

Die Umwandlung des TGI von Entwicklungshilfe zur Industriekooperation

Suchada Tupchai / Thomas Sassen

Eine ganz besondere Feier fand am 30. Juni in den Räumen des Thai German Institute (TGI) in Chonburi statt, als die Änderung der Trägerschaft des Instituts gefeiert wurde. Der Festakt stand unter dem Titel „Umwandlung von Entwicklungshilfe zu Industriekooperation". Viele Ehrengäste nahmen an der Feier teil, darunter Chakramon Phasukhavanich, ständiger Sekretär im Industrieministerium, Seine Exzellenz der deutsche Botschafter Andreas von Stechow, Jürgen Koch, Direktor der GTZ, sowie Dr. Paul Strunk, geschäftsführender Direktor der Deutsch-Thailändischen Handelskammer in Bangkok. Alle Gäste wurden von Walter Kretschmar, dem deutschen Direktor des TGI, Narong Warongkriengkrai, dem thailändischen Direktor des TGI, und Narong Rattana, dem ersten thailändischen Direktor, der immer noch als Berater für das TGI tätig ist, aufs herzlichste begrüßt.

Walter Kretschmar, der deutsche Direktor des TGI, gibt ein gutes Beispiel für internationale Zusammenarbeit.

„Während der letzten zehn Jahre, seit seiner Gründung im Jahre 1995, wurde das Thai German Institute als eine gemeinsame Initiative der thailändischen Regierung, vertreten durch das Industrieministerium und der Industrial Development Foundation (IDF), der deutschen Bundesregierung, vertreten durch das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), betrieben. Während dieser Zeit hat das TGI einen effektiven Technologietransfer von der deutschen zur thailändischen Industrie und für deutsche Unternehmen in Thailand betrieben. Es wurde von den Regierungen beider Länder unterstützt. Ebenso wurde der Prozess des Technologietransfers vom Asien-Pazifik-Komitee der deutschen Wirtschaft (APA) und vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) für den lokalen industriellen Sektor unterstützt. Beide Organisationen haben die Deutsch-Thailändische Handelskammer (GTCC) mit der Verantwortung für diesen Prozess betraut, um die 40 Millionen Baht Investitionen der deutschen Regierung in das Projekt zu verwalten", sagte Narong Warongkriengkrai in seiner Rede.

Diese Trägerschaft als Entwicklungshilfeprojekt lief zum letzten Jahreswechsel aus. Während des letzten halben Jahres hat sich in langwierigen Verhandlungen ein Konsortium von über 50 deutschen und thailändischen Unternehmen zusammengefunden, die in einer industriellen Kooperation die Trägerschaft übernehmen. Koordiniert wird diese Trägerschaft von der Deutsch-Thailändischen Handelskammer. Gleichzeitig hat sich der Modus Operandi des TGI geändert, da es künftig gewinnorientiert arbeiten wird. Die Unterzeichnungszeremonie für die Übertragung der Trägerschaft fand am 29. Juni im Oriental Hotel in Bangkok unter Beteiligung der Direktoren des TGI, dem Vorstand der GTCC, Vertretern des thailändischen Industrieministeriums und verschiedener Industrieunternehmen statt. Bei der Feier am 30. Juni wurde auch eine Videoaufzeichnung dieser Zeremonie vorgeführt.

Alle vereint: (von links) Walter Kretschmar, deutscher Direktor des TGI, Prof. Narong Warongkriengkrai, thailändischer Direktor des TGI, Botschafter Andreas von Stechow, Chakramon Phasukhavanich, ständiger Sekretär im Industrieministerium, Dr. Paul Strunk, geschäftsführender Direktor der Deutsch-Thailändischen Handelskammer, Jürgen Koch, Direktor der GTZ, und Padetpi Meekun-Jam, ein führender Experte für Technologie und Management.

Der ständige Sekretär im Industrieministerium, Chakramon Phasukhavanich, sagte in seiner Ansprache: „In Zusammenarbeit mit dem APA und dem BDI hat das TGI großartige Leistungen vollbracht, indem es die Entwicklung des industriellen Sektors in Thailand durch Technologietransfer in die produzierende Industrie gefördert hat. Das hilft thailändischen Unternehmen, die industriellen Standards soweit anzuheben, dass ihre Produkte auf den europäischen Märkten konkurrenzfähig werden. Auch durch Innovation hat das TGI der thailändischen Industrie geholfen, in neue Märkte einzudringen." Darüber hinaus lobte Chakramon das TGI für seine beispiellose Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMUs) in Thailand. „Das Image von in Thailand erzeugten Produkten hat sich wesentlich verbessert, genauso wie die Qualität des KMU-Sektors in Thailand."

Auch Seine Exzellenz der deutsche Botschafter, Andreas von Stechow, ließ es sich nicht nehmen, das TGI in einer Ansprache zu würdigen und seine Bedeutung für die thailändische Industrie zu unterstreichen. „Nun stehe ich bereits zum fünften Mal an diesem Rednerpult, aber leider ist es das letzte Mal", schloss er seine Rede. „Im August endet meine Amtszeit hier in Thailand, die ich sehr genossen habe. Jedoch ist zu erwarten, dass mein Amtsnachfolger wenigstens ebenso oft als Gast hier beim TGI zu Ihnen sprechen wird."

Narong Rattana gab den Gästen einen Abriss über die Entstehung und die Geschichte des TGI, mit der er als ehemaliger Direktor sehr vertraut ist. Jürgen Koch, der Direktor der GTZ, erläuterte die Gründe, weshalb das Projekt TGI nach zehn Jahren aus der Trägerschaft mit Mitteln der deutschen Entwicklungshilfe ausläuft, und der Direktor der Deutsch-Thailändischen Handelskammer, Dr. Paul Strunk, berichtete von den Anstrengungen, dieses Konsortium für die neue Trägerschaft zusammenzubringen. Er ging auch darauf ein, dass sich das TGI künftig größtenteils selbst finanzieren müsse, äußerte aber seine Zuversicht, dass es einer großartigen Zukunft entgegensieht.

Unterhalten wurden die Gäste einer traditionellen thailändischen Tanz- und Musikgruppe von einer örtlichen Schule, aber auch von einer Vorführung nach einer Idee und unter Leitung des immer agilen deutschen Direktors des TGI, Walter Kretschmar. Eine große Anzahl Kartons wurde dabei willkürlich auf der Bühne verteilt, aus denen die Akteure nach und nach eine Mauer bauten, bis die Slogans „Internationale Ausbildungsstandards", „Weiterentwicklung der Arbeitnehmerschaft", „Technische Partnerschafts-Services", „Investitionen mit geringem Risiko", „Unterstützung der Produktentwicklung", „Bilateraler Marktzugang" und als Schlussfolgerungen „Zwei Teams zusammen brauchen Kooperation", „Von einer Vision zur Vollendung", „Vom Traum zur Realität" und als Fazit „Nicht Deutsch, nicht Thai, TGI!" zu sehen waren. Walter Kretschmar zog zwischendurch einen roten Faden, der sich von der Entstehung des TGI über die gegenwärtige Situation bis zu zukünftigen Aufgaben hinzog.


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