4. Jahrgang
Ausgabe Nr. 30

26. Juli - 1. August 2005
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Nutzbringende Kooperation im Asien-Pazifik-Raum

Fernerkundung

Nutzbringende Kooperation im Asien-Pazifik-Raum

Die Entwicklung der globalen Gesellschaft kann nur mit stabiler und erfolgreicher Asien-Pazifik-Region erreicht werden

Prof. Dr. Ioan Voicu, Gastdozent an der Assumption Universität
in Bangkok

Im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York fand kürzlich eine bedeutende Konferenz des Ökonomie- und Sozialkonzils (Economic and Social Council, ECOSOC) der UN statt. Neben der Verkündung des jährlichen Berichts der ökonomischen und sozialen Kommission für die Asien-Pazifik-Region (Economic and Social Commission for Asia and the Pacific, ESCAP) – der größten Regionalkommission der UN – wird das ECOSOC versuchen, einige Richtlinien auszuarbeiten, um effektivere Synergien und Verbindungen zwischen den fünf Regionalkommissionen und anderen Partnern auf den globalen, interregionalen und regionalen Ebenen zu schaffen.

Das ist keine Routineübung, denn die Entwicklung der globalen Gesellschaft kann nicht ohne eine stabile und erfolgreiche Asien-Pazifik-Region erreicht werden. Unter diesem Aspekt ist es die Aufgabe der in Bangkok angesiedelten ESCAP, ihren 62 Mitgliedern und zugeordneten Mitgliedern zu helfen, eine robuste multilaterale Kooperation aufzubauen, die allen Vorteile bringt und beweist, dass der Regionalismus eine echte Antriebskraft ist.

Welche Botschaft gibt ESCAP an die Welt? Die Region pulsiert und wächst schnell. Trotz des apokalyptischen Tsunamis vom 26. Dezember und anderer Naturkatastrophen hatte die Ökonomie in den ESCAP-Staaten im Jahre 2004 eine durchschnittliche Wachstumsrate von 7,2 Prozent – die höchste seit dem Jahr 2000. Die eindrucksvolle Wirtschaftsleistung dieser gigantischen Region bietet die Gelegenheit zur Einnahme einer dynamischen Führungsposition in der Weltwirtschaft.

Aber dieser offensichtliche Prozess ist noch anfällig. Während Asien und besonders China die Triebfedern für das Weltwirtschaftswachstum sind, gibt es anhaltende Zweifel über die mittelfristige Nachhaltigkeit. Acht der zehn am stärksten verschmutzten Städte der Welt befinden sich in Asien. Tiefste Armut, große Einkommensunterschiede und Unterentwicklung liefern einen fruchtbaren Boden für transnationale organisierte Kriminalität, darunter Drogen-, Waffen- und Menschenhandel.

Das allgemeine Ergebnis der 61. ESCAP-Konferenz in Bangkok war durchaus erfolgreich. Elf Resolutionen wurden verabschiedet, die klare Richtlinien und Strategien fordern, um das weitverbreitete Armutsproblem der Region zu durchbrechen und um ökonomische und Sozialprogramme einzuführen, die dazu beitragen, die UN Milleniums-Entwicklungsziele zu erreichen.

In sozialen Belangen wurde auf der Konferenz regionale Kooperation zum Schutz benachteiligter Menschen durch die Förderung von Sozialleistungen angeregt. Das Sekretariat der ESCAP wurde beauftragt, ein Forum für den Austausch von Erfahrungen in den Bereichen Ressourcemobilisierung, Finanzen und Handel einzurichten. Zum möglichen Aufbau einer Asian Investment Bank, die sich nach dem Vorbild der European Investment Bank richten würde, soll eine Machbarkeitsstudie durchgeführt werden.

Ein richtungsweisendes Abkommen der UN, das Asian Highway Agreement, das im April 2004 in Shanghai von 25 Mitgliedsländern unterzeichnet wurde, wird im Juli 2005 in Kraft treten. Daneben laufen derzeit Verhandlungen über ein transasiatisches Bahnverkehrs-Abkommen.

Es muss noch viel getan werden

Die ESCAP hat bereits große Beiträge zur wirtschaftlichen Entwicklung und zum sozialen Fortschritt in der Asien-Pazifik-Region geleistet. Dennoch bleibt noch viel zu tun. Wie der thailändische Außenminister Kantathi Suphamongkhon hervorhob, sollte auch die Kooperation des Südens mit dem Süden gestärkt werden, einschließlich auf den Gebieten des intra-regionalen Handels und der Investitionen.

Die Deklaration von Shanghai, die im April 2004 übernommen wurde, betont die einzigartige Rolle der ESCAP als die repräsentativste Organisation für den Asien-Pazifik-Raum. Die ESCAP ist aufgerufen, die Region dabei zu unterstützen, ihre infrastrukturellen Ziele durch die Förderung technischer Kooperation bei Finanzen, Handel und Investitionen zu erreichen. Sie soll auch eine engere Kooperation zwischen sub-regionalen Gruppen anregen, um eine Integration zu erreichen und ein Wissens-Management-Zentrum aufzubauen, um die Erfahrungen bei der Finanzierung der infrastrukturellen Entwicklung zu teilen.

Darüber hinaus sollte es im Laufe des Jahres 2006 den Aufbau eines regionalen Netzwerks von Forschungsinstitutionen und Universitäten in der ESCAP-Region fördern, um den Bildungsstand, die Entwicklung der technischen Fertigkeiten und den Technologietransfer zu steigern.

Die Länder der Asien-Pazifik-Region können der Welt erfolgreiche Beispiele der Kooperation zum gegenseitigen Nutzen liefern. Es wird von allen 62 Mitgliedern der ESCAP und zugeordneten Mitgliedern erwartet, dass sie eine sichtbarere und aktivere Rolle bei der Förderung einer intra-regionalen und inter-regionalen Kooperation spielen, um gegen den Terrorismus und andere globale Gefahren anzukämpfen.

Auf der nächsten Konferenz 2006 in Indonesien wird die ESCAP erneut alle diese Themen behandeln und die regionale Kooperation bei der Entwicklung der Infrastruktur vorantreiben, einschließlich dem Umgang mit Naturkatastrophen und nationalen/regionalen Notfällen.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass die Menschen der Asien-Pazifik-Region, animiert und geleitet von den fundamentalen Prinzipien und Werten der UN, guten Grund haben, einen moderaten Optimismus bezüglich ihrer kollektiven Kapazität zu entwickeln, den gewaltigen Herausforderungen einer Welt, die unter globaler Verwundbarkeit leidet, zu begegnen, und ihrem vitalen Verlangen nach Frieden, Fortschritt und Wohlstand Ausdruck zu geben.


Fernerkundung

Vorschläge zur Lösung der Wasserkrise in unserer Region

Hans Kuenne

Fernerkundung ist ein Wissenschaftszweig der optischen Photographie. Dabei werden über Satelliten in 400 km Höhe Landstriche aufgenommen, um das Erdinnere zu erforschen. Die Photolinsen werden durch Fernbedienung mit unterschiedlichen Filtern belegt und daraus für die Forscher wertvolle Erkenntnisse im Zusammenhang der photographischen Aufnahmen geliefert.

Bei unseren Bohrarbeiten in der Sahara (1.200 m Tiefe) waren Wasserdrücke von mehr als 10 Bar keine Seltenheit. Die Schwierigkeit bestand darin, den Druck der endogenen Kräfte unter Kontrolle zu halten. Die Temperatur des austretenden Wasser war in etwa 35 Grad Celsius.

Satellitenaufnahme von Wasserbohrgebieten in der Sahara.

Die Lithosphäre ist die Erdkruste und der obere Teil des Erdmantels. Die Astheno-
sphäre ist das darunter liegende plastische und langsam fließende Magma. Durch die Rotation unserer Mutter Erde verschieben sich die Grenzmassen und steuern ernorme Kräfte zu den Hohlräumen der Wasserläufe. Der Druck kann sich so bis hin zum Erdbeben aufbauen! Die kosmischen Strahlen im Erdinnern geben bei ihrem Austritt an die Oberfläche genaue Hinweise über den Verlauf der Wasserströme. Der optische Standort der Bohrlöcher des gesamten Wassergebietes wurde in unserer Zeitspanne des Arbeitsvorgangs zuzüglich mit Hilfe der Spektralanalyse (Bunsenbrenner-Methode) einbezogen und damit bestimmt.

Die jungen angehenden Geologen waren besonders hoch motiviert für unsere praktischen Arbeitsabläufe. In den wissenschaftlichen Disziplinen wurden wir teils einvernommen und somit für die Unterrichtung in den Fächern gut geschult.

Um nun vorgehende informative Aufklärung für eine Wasserortung anzugehen, sind die kosmischen Strahlen ein Wegweiser für positive Entscheidungsmomente!

Die Strahlen kann man messen und somit den unterirdischen Verlauf der Wasseradern nachvollziehen. Diese Kennlinien vermitteln die Ansätze für die Bohrstellen, nachdem weitere hydrologische Standortprüfungen die Freigabe für die Arbeiten der Baustelle anweisen.

Bedenken wir, das die von mir vorgegebene Wasserfindung eine Behandlung für den Verzehr ausschließt und damit kostengünstig in das Wassernetz eingespeist wird. Auch der Abstand von der Wassergewinnung bis hin zur Verteilerstelle ist hier bedeutend kürzer als die Lösung, Wasser aus dem Bangpakong anzubieten.

Hinzu kommt beim Flusswasser der Prozess einer aufwendigen Reinigung der Flüssigkeit Wasser in Verbindung verbleibender Rückstände aus dem landwirtschaftlichen Sektor, die nicht abgebaut werden können, z. B. medikamentöse Rückstände aus der Nahrungskette der Viehhaltung, Antibiotika sowie Fäkalienrückstände, und vor allem eingeschwemmte Pestizid-Rückstände wie chlorierter Wasserstoff!

Das sind nicht abbaubare Substanzen, die schwere Schäden an Nieren und Leber zur Folge haben und bei Kindern zum Tode führen können. Ärztliche Befunde aus der Sahelzone gaben darüber Aufschluss, bevor unsere Wasserhebung begonnen hatte. Offene Gewässer waren der Anlass weit verbreiteter Krankheiten.

Nun bewegt mich doch eine Frage an die „Eastern Water Resources Development and Management" als Denkanstoss zur Wasserqualität: Wie steht es mit dem Messen des PH-Wertes, dem Redoxpotenzial und dem Wasserwiderstand, da positive Ergebnisse unverzichtbare Messwerte für den Verzehr von Wasser voraussetzen? Frage an die Betreiber des Projekts: Wo ist die Unbedenklichkeitserklärung, die euch entlastet, wenn der Krankenstand plötzlich ansteigt und in Folge eines ärztlichen Nachweises eine Kostenlawine auf die Betreiber zurollt? Eine Folge wäre das Ende des Tourismus! Ich wünsche dem „Eastern Water Resources Development and Management" als Ausrichter der Arbeiten für die Wasserversorgung viel Glück bei seinem Vorhaben!


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