4. Jahrgang
Ausgabe Nr. 33

16. August - 22. August 2005
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  Meditation gegen Angst und Stress

Tony U-Thasoonthorn, Gründer und Direktor des Internationalen Meditation Club

Teil 4

Betrachtet man die Symptome der Angst, wird klar, warum das so ist. Die meisten Menschen verbinden Symptome wie Schlaflosigkeit, Magenbeschwerden, Durchfall, Schwindelgefühl, Schmerzen im Nacken- und Lendenbereich, Benommenheit und Kribbeln an Händen und Füßen nicht mit Angst. Sie glauben, dass diese physisch bedingte Ursachen haben. 50 bis 70 Prozent der Menschen, die unter Angst leiden, erhalten eine ärztliche Fehldiagnose, da sie mit vagen Symptomen kommen, die dann medikamentös behandelt werden. Viele andere brauchen Alkohol, um schlafen zu können, Kaffee um am Tag wach zu bleiben und Medikamente für ihre Angstgefühle.

Unser rascher Lebenswandel schafft konstant Stress und Angst, das wiederum veranlasst das Gehirn dazu, Adrenalin auszuschütten, was Krankheiten zur Folge haben kann. Stress und Angst sind stark genug, um Löcher in Mägen zu fressen und Magengeschwüre zu verursachen. Angst kann sich in Familien verbreiten. Eltern mit diesen Problemen haben siebenmal so häufig Kinder mit Angstgefühlen. Einige Ängste werden durch bio-chemische Komponenten ausgelöst, die definierbar sind und behandelt werden können.

Angst ist ein schmerzvoller Zustand der Psyche, der oft nur mit Hilfe von Tabletten bekämpft werden kann. Es dauert seine Zeit dieses Problem zu lösen. Medita-
tion wirkt dem bio-chemischen Ungleichgewicht entgegen und kann viel effektiver als alle Medikamente sein.

Es besteht eine Koexistenz zwischen Angst und Depression. Übermäßige Angst kann Depressionen verursachen. Ein gravierender Einschnitt im Leben, wie der Verlust des Arbeitsplatzes, des eigenen Unternehmens oder eines geliebten Menschen kann auch Angst und Depressionen verursachen. Weitere Beispiele wie ein Bewerbungsgespräch, Examen, Präsentationen oder die Bitte, eine vorzubereiten, etc. kann auch Angst auslösen. In solchen Fällen kann Meditation wenig helfen, da Meditation keine Fertigkeit für die Bewältigung dieser Art von emotionalen Problemen ist. Meditation kann andererseits jedoch ein wesentliches Instrument sein, das Leben effektiv anzugehen, da sie hilft Lösungen für Probleme durch das Bewusstsein dafür zu finden, dass man seine eigene Angst durch eine Überreaktion in bestimmten Situationen erzeugt.

Sowohl positives als auch negatives Denken kann abhängig machen, und es ist für manche Menschen wesentlich einfacher negativ als positiv zu sein. Z. B. ist es kein Problem, zehn negative Gedanken aufzuschreiben. Aber wenn man zehn positive Gedanken aufschreiben soll, muss man nachdenken. Warum ist das so?

Es ist traurige Realität, dass Menschen ungeachtet ihres Berufes aufgrund von Angst kein erfülltes Leben führen. Sie müssten wissen, dass sie ihre Probleme mittels Meditationstechniken fixieren können, die Angst beseitigen und helfen, ihre Zweifel und Ängste zu kontrollieren, um positiver und produktiver zu werden. Eine wenig bekannte Tatsache ist, dass Problemlösung nicht zwingend während der Wachphase erfolgen muss. Mit einem ruhigeren Gemüt kann dies auch im Schlaf geschehen.

Fortsetzung nächste Woche


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