Jürgen Schulz erblickte 1939 in Berlin das Licht der
Welt, zog aber gleich danach mit seinem Eltern nach Frankfurt am Main, wo
er die Schule besuchte und später seine Lehre zum Textilkaufmann
absolvierte.
Im
Alter von elf Jahren kam Jürgen zum ersten Mal mit einem Musikinstrument
in Berührung, als sein Vater ihn in Frankfurt zum Akkordeon-Unterricht
schickte. Mit 16 faszinierte ihn jedoch das Trompetenspielen derart, dass
er sich ein Instrument kaufte und das Spielen autodidaktisch erlernte. Es
bedurfte Jahre des Übens bis dieses schwierige Instrument von Jürgen
beherrscht wurde.
In den 60er Jahren zog Jürgen ins „Ländle"
nach Stuttgart um und wurde ein Schwabe. Dort schloss er sich einer
Sieben-Mann-Kapelle names „All-Sound-Septett" an und gab in der
Band sein Trompetenspiel zum besten. Jürgen bereiste mit seiner Band den
gesamten süddeutschen Raum und war auch dreimal in den USA zu Gast. Das
„All-Sound-Septett" spielte vornehmlich Unterhaltungs- und
Tanzmusik.
Auch beruflich wandte sich Jürgen der Musik zu und
arbeitete als Vertreter für einen Musikverlag in Süddeutschland,
Österreich und der Schweiz, blieb anschließend der Musikbranche treu und
verdiente seine Brötchen in Süddeutschland als
Instrumentengroßhändler.
Mitte der 70er-Jahre kaufte sich Jürgen ein Keyboard
und verdiente am Wochenende als Alleinunterhalter einige Mark nebenbei. Er
spielte auf Geburtstagspartys, Hochzeiten, Jubiläen und in Festzelten.
Gefragt waren vor allem Volksmusik, Schlager und Oldies. Seine ganz große
Liebe jedoch ist der Jazz und die Dixieland-Musik, welche er mit seiner
Trompete regelrecht zelebriert.
1985 kam er zum ersten Mal nach Thailand und machte
eine Rundreise durchs ganze Land – außer nach Pattaya. Erst weitere
Thailand-Urlaube führten ihn hierher. Er verliebte sich, wie so viele
andere, in dieses schöne Land und wechselte mit Eintritt in die Rente
seinen Wohnsitz von Deutschland nach Pattaya. Jürgen hatte es ganz
besonders eilig nach Thailand zu kommen und vollzog den Umzug am
allerersten Tag seines Rentnerdaseins.
In Pattaya ging Jürgen des öfteren in Kneipen und
Pubs mit Livemusik und spielte dort als Gast, aus Spaß und um in Übung
zu bleiben, seine geliebte Trompete. Vom Wirt des „Deutsches Haus"
erhielt er den Spitznamen „James Osterwald". Noch heute wird er
mitunter von Pattayanern mit diesem Namen angesprochen, im Glauben, es
wäre sein richtiger Name. In der Folgezeit kam Jürgen in ganz Pattaya
herum und spielte fast in allen deutschsprachigen Etablissements. Selbst
bis nach Bangkok wurde er bekannt und spielt dort mit seinem Freund Peter
aus der Schweiz bei verschiedenen Veranstaltungen.
Jürgen versucht schon längere Zeit in Pattaya eine
Dixieland-Band zu gründen, fand jedoch bisher noch nicht die richtigen
Musiker hierzu. Sollten Dixieland-Liebhaber Interesse daran haben, die in
der Lage sind Saxophon, Klarinette oder Piano zu spielen, würde sich
Jürgen über jeden Anruf freuen. Er steht unter der Telefon-Nummer
099832034 für alle Anfragen zur Verfügung.