4. Jahrgang
Ausgabe Nr. 49

5. Dezember - 12. Dezember 2005
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  Jürgen Schulz

Musiker mit Leib und Seele

Guido Roth

Jürgen Schulz erblickte 1939 in Berlin das Licht der Welt, zog aber gleich danach mit seinem Eltern nach Frankfurt am Main, wo er die Schule besuchte und später seine Lehre zum Textilkaufmann absolvierte.

Im Alter von elf Jahren kam Jürgen zum ersten Mal mit einem Musikinstrument in Berührung, als sein Vater ihn in Frankfurt zum Akkordeon-Unterricht schickte. Mit 16 faszinierte ihn jedoch das Trompetenspielen derart, dass er sich ein Instrument kaufte und das Spielen autodidaktisch erlernte. Es bedurfte Jahre des Übens bis dieses schwierige Instrument von Jürgen beherrscht wurde.

In den 60er Jahren zog Jürgen ins „Ländle" nach Stuttgart um und wurde ein Schwabe. Dort schloss er sich einer Sieben-Mann-Kapelle names „All-Sound-Septett" an und gab in der Band sein Trompetenspiel zum besten. Jürgen bereiste mit seiner Band den gesamten süddeutschen Raum und war auch dreimal in den USA zu Gast. Das „All-Sound-Septett" spielte vornehmlich Unterhaltungs- und Tanzmusik.

Auch beruflich wandte sich Jürgen der Musik zu und arbeitete als Vertreter für einen Musikverlag in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz, blieb anschließend der Musikbranche treu und verdiente seine Brötchen in Süddeutschland als Instrumentengroßhändler.

Mitte der 70er-Jahre kaufte sich Jürgen ein Keyboard und verdiente am Wochenende als Alleinunterhalter einige Mark nebenbei. Er spielte auf Geburtstagspartys, Hochzeiten, Jubiläen und in Festzelten. Gefragt waren vor allem Volksmusik, Schlager und Oldies. Seine ganz große Liebe jedoch ist der Jazz und die Dixieland-Musik, welche er mit seiner Trompete regelrecht zelebriert.

1985 kam er zum ersten Mal nach Thailand und machte eine Rundreise durchs ganze Land – außer nach Pattaya. Erst weitere Thailand-Urlaube führten ihn hierher. Er verliebte sich, wie so viele andere, in dieses schöne Land und wechselte mit Eintritt in die Rente seinen Wohnsitz von Deutschland nach Pattaya. Jürgen hatte es ganz besonders eilig nach Thailand zu kommen und vollzog den Umzug am allerersten Tag seines Rentnerdaseins.

In Pattaya ging Jürgen des öfteren in Kneipen und Pubs mit Livemusik und spielte dort als Gast, aus Spaß und um in Übung zu bleiben, seine geliebte Trompete. Vom Wirt des „Deutsches Haus" erhielt er den Spitznamen „James Osterwald". Noch heute wird er mitunter von Pattayanern mit diesem Namen angesprochen, im Glauben, es wäre sein richtiger Name. In der Folgezeit kam Jürgen in ganz Pattaya herum und spielte fast in allen deutschsprachigen Etablissements. Selbst bis nach Bangkok wurde er bekannt und spielt dort mit seinem Freund Peter aus der Schweiz bei verschiedenen Veranstaltungen.

Jürgen versucht schon längere Zeit in Pattaya eine Dixieland-Band zu gründen, fand jedoch bisher noch nicht die richtigen Musiker hierzu. Sollten Dixieland-Liebhaber Interesse daran haben, die in der Lage sind Saxophon, Klarinette oder Piano zu spielen, würde sich Jürgen über jeden Anruf freuen. Er steht unter der Telefon-Nummer 099832034 für alle Anfragen zur Verfügung.


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