5. Jahrgang
Ausgabe Nr. 11

14. März - 20. März 2006
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Überschriften [bitte klicken Sie an der Überschrift um den vollständigen Bericht zu lesen]:

Schirm- und Kunstfestival in Chiang Mai

Unterstützung für den Premierminister

ESSO-Raffinerie und der Khao Kheow Zoo kooperien beim Natur-und Umweltschutz

Deutsche Welle gibt Radio-Mangement Kurs

Bayerischer Landtagspräsident bereist Asien

Schirm- und Kunstfestival in Chiang Mai

Kittiyaporn Kanjam und Pinutda Suwanchaisri

(Chiangmai Mail) Die Hauptstadt des Königreiches Lanna ist heutzutage bekannt für ihre altertümlichen Tempel, ihre unverwechselbaren Kunstwerke, die Landschaft und die einmalige nordische Küche. In der als Kunstzentrum Thailands bekannten Stadt produzieren ortsansässige Künstler eine große Auswahl an Dingen wie Holzschnitzereien, Silber- und Lackgegenstände, Stoffe, Keramik und Seide und zeigen damit die vereinte Kunst der Lanna von Jahrhunderten.

Kandidatinnen des Schönheitswettkampfes „Miss Bo Sang 2006".

Eine der bekanntesten Künste ist die der Herstellung von Schirmen, die zumeist im Dorf Bo Sang gefertigt werden, das ein paar Kilometer außerhalb Chiang Mais im Bezirk San Kamphaeng liegt. Fast alle Einwohner des Dorfes leben von diesem Kunsthandwerk.

Eine hübsche Frau zeigt Regenschirme aus Bo Sang.

Woher kommt diese Kunst, wann entstand sie und wer brachte sie nach Bo Sang? Die genaue Geschichte des Ortes ist noch immer unklar, aber beinahe alle älteren Einwohner erzählen sich, dass vor etwa 100 Jahren ein Mönch namens Pra Inthaa seiner Liebe zum Reisen nachgekommen wäre und lange Zeit im Norden, nahe der burmesischen Grenze, verbracht habe. Eines Tages während des morgendlichen Bettelrundganges erhielt der Mönch einen Schirm von einem Burmesen, da er keinen hatte und vom Regen nass war. Der Mönch war fasziniert von dem Schirm und bat den Burmesen, ihm zu zeigen, wie dieser gefertigt werde. Nachdem er diese Fertigkeit ausreichend gelernt hatte, kehrte er nach Bo Sang zurück, um die Dorfbewohner in dieser Kunst zu unterweisen.

Zwei Teilnehmer in Lanna-Kostümen.

Das „Bo Sang Umbrella and San Kamphaeng Handarbeitsfestival", zu dem in jedem Jahr Tausende einheimische und ausländischer Touristen kommen, wird jährlich zu Beginn des Jahres und zur Erinnerung an diesen Mönch, Luang Pra Inthaa, abgehalten.

Wie immer wurden neben der Ausstellung der Kunstwerke und Schirme Kunstwettbewerbe abgehalten, kulturelle und musikalische Darbietungen, ein traditioneller Umzug und ein Schönheitswettbewerb gezeigt.


Unterstützung für den Premierminister

Am 26. Februar fanden sich etwa 10.000 Bürger im „700 Year Anniversary" Stadion in Chiang Mai ein, um ihre Unterstützung für den thailändischen Premierminister Thaksin Shanawatra zum Ausdruck zu bringen. Zur gleichen Zeit gab es in Bangkok auf dem Königlichen Feld (Sanam Luang) eine Protestversammlung gegen den Premierminister, auf der zu seinem Rücktritt aufgerufen wurde.


ESSO-Raffinerie und der Khao Kheow Zoo kooperien beim Natur-und Umweltschutz

Ariyawat Nuamsawat

Am 23. Februar vereinbarten die Esso-Raffinerie in Sriracha und der Khao Kheow Zoo, eine erneute Zusammenarbeit beim Programm für Jugendliche: „Tiger schützen den Wald, Fische schützen das Meer". Suriya Saengpong, Direktor des Khao Kheow Zoos, und Mai Kanchanawanit, technischer Direktor der Esso-Raffinerie, spendeten für das Projekt 150.000 Baht.

Saengpong, Direktor des Khao Kheow Zoos und Mai Kanchanawanit, technischer Direktor der Esso-Raffinerie in Sriracha, sowie Manot Komolwanit, Ausbildungsleiter des fachwissenschaftlichen Hochschulinstituts der Burapha Universität starten das Projekt.

Suriya Saengpong erläuterte das Programmziel für die Jugend: Erfahrung aus erster Hand sammeln, gemeinsames Üben, Experimentieren und Lernen sowie freies Sprechen. Dies wird insofern gemacht, indem ein Führer in einer Art Netzwerk die Arbeit der Gesellschaft unterstützt. Die Organisation sei so gewählt, dass die Kinder effizient lernen können. Besonders in der schulfreien Zeit würden sie davon profitieren.

Mai Kanchanawanit fügte hinzu, dass Esso von 2002 bis 2005 dieses Projekt, an dem mehr als 320 Jugendliche bisher daran teilnahmen, mit 1.150.000 Baht unterstützt habe. Die Weiterentwicklung der Jugendlichen zeigte sich in von ihnen entwickelten sinnvollen sozialen Aktivitäten wie der Wiederaufforstung im Rahmen des Projekts „Umweltschutz an Meeresufern" oder bei dem Freisetzen von Meeresgetier. Die Jugendlichen haben damit einen Beitrag zum Gleichgewicht in der Natur geleistet. Sie qualifizierten sich als Lehrer im Sinne des Projekts und sind heute bei Zooführungen für andere Jugendliche als sachkundige Führer tätig. Die Esso-Raffinerie in Sriracha wird das Projekt auch weiterhin unterstützen.


Deutsche Welle gibt Radio-Mangement Kurs

Pressestelle der Deutschen Botschaft

In Zusammenarbeit mit dem „Asia-Pacific Institute for Broadcasting Development" (AIBD) führte die Trainingsakademie der Deutschen Welle vom 23. Januar bis zum 3. Februar 2006 einen regionalen Radio-Management-Kurs in Bangkok durch. Teilnehmer an dieser Fortbildungsveranstaltung waren Radiostation-Manager aus Bangladesch, Indien, Iran, Kambodscha, Laos, Malaysia, Pakistan, Papua-Neuguinea, Sri Lanka, Vietnam und Thailand.

Am letzten Seminartag erhalten die Teilnehmer ein Zeugnis über ihre erfolgreiche Teilnahme am Workshop.

Am letzten Seminartag erhielten die Teilnehmer ein Zeugnis über ihre erfolgreiche Teilnahme am Workshop.

Der Schwerpunkt des Workshops, der unter Leitung von Jochen Walter, Leiter Ost-
europa und Zentralasien der DW-Akademie, in den Räumen des „Institute of Public Relation" in Bangkok abgehalten wurde, lag in den Bereichen „Programme Marketing" und „Audience Research".


Bayerischer Landtagspräsident bereist Asien

Elfi Seitz

Alois Glück, der bayerische Landtagspräsident, machte während seiner Asienreise auch Station in Bangkok.

Die Gäste lauschen den launigen Ausführungen von Landtagspräsident Glück.

Der deutsche Botschafter, Seine Exzellenz Dr. Christoph Brümmer, und seine Gattin Antje begrüßten den Landtagspräsidenten mit einem Empfang am 27. Februar in ihrer Residenz, zu der viele Politiker und hohe Persönlichkeiten aus der Wirtschaft erschienen waren, um Gedanken mit dem bayerischen Politiker auszutauschen und gleichzeitig die nette Gastfreundschaft im Botschafterhaus zu genießen.

Seine Exzellenz, der deutsche Botschafter Dr. Christoph Brümmer, Dr. Frank Rösler, Präsident und CEO von BMW Bangkok und Landtagspräsident Alois Glück.

Nach der Ansprache des Botschafters, in der er seine Freude über den hohen Besuch aussprach, fungierte er gar als Dolmetscher für Alois Glück, der dies mit einigen launigen Worten kommentierte: „Noch nie habe ich eine so hohe Persönlichkeit als Dolmetscher gehabt."

Alois Glück, der auch der Vizepräsident der Hans Seidl Stiftung ist, besuchte nach seinen eigenen Worten diese Region, da hier eine dynamische Entwicklung stattfindet. „Aber auch, um die eigene Situation einschätzen zu lernen", wie er sagte. „Die bayerische Industrie sucht ein neues Marktpotential, und es herrscht eine große Aufgeschlossenheit in Bayern Thailand gegenüber. Es herrscht hier ein großer Wachstumsmarkt, speziell im technologischen Bereich", führte Alois Glück weiter aus.

Hans Seidel Leute unter sich: Klaus-Peter Schönfisch und Alois Glück.

Der Landtagspräsident ist der Ansicht, dass nunmehr Asien über ASEAN mehr forciert wird als noch vor einigen Jahren. Er vermutet, dass es bald drei große Regionen auf dem Weltmarkt geben wird: Europa, USA und Asien. „Wichtig ist vor allem, hinzuhören wie die Rolle von China sein wird", meinte er.

Alois Glücks Leitspruch ist „Global denken – lokal handeln" und er hofft, dies wird auch der Leitspruch aller in der Zukunft werden. „Eine Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem, politischem und kulturellen Gebiet ist anzustreben, da mittelfristig alles von geistigen Strömungen geleitet wird", sagte er.

Alois Glück hat auch den Süden Thailands bereist und findet, dass Thailand in sich die Spannungen vieler Entwicklungs- oder Schwellenländer trägt. „Das könnte hohe Technologie bedeuten, aber auch gesellschaftliche Zersplitterung."

Auf Bundeskanzlerin Angela Merkel angesprochen, meinte Alois Glück, dass die schwierige Zeit erst ab April beginnen wird. Es ist daher wichtig für Deutschland, der Regierung so viel Vertrauen wie möglich entgegen zu bringen.

Nach seinem Thailandbesuch flog Alois Glück für einen Tag nach Kambodscha, um anschließend wieder nach Bayern zurückzukehren.


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