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Schirm- und Kunstfestival in Chiang Mai
Kittiyaporn Kanjam und Pinutda Suwanchaisri
(Chiangmai Mail) Die Hauptstadt
des Königreiches Lanna ist heutzutage bekannt für ihre altertümlichen
Tempel, ihre unverwechselbaren Kunstwerke, die Landschaft und die einmalige
nordische Küche. In der als Kunstzentrum Thailands bekannten Stadt
produzieren ortsansässige Künstler eine große Auswahl an Dingen wie
Holzschnitzereien, Silber- und Lackgegenstände, Stoffe, Keramik und Seide
und zeigen damit die vereinte Kunst der Lanna von Jahrhunderten.

Kandidatinnen
des Schönheitswettkampfes „Miss Bo Sang 2006".
Eine der bekanntesten Künste ist die der Herstellung von
Schirmen, die zumeist im Dorf Bo Sang gefertigt werden, das ein paar
Kilometer außerhalb Chiang Mais im Bezirk San Kamphaeng liegt. Fast alle
Einwohner des Dorfes leben von diesem Kunsthandwerk.
Eine
hübsche Frau zeigt Regenschirme aus Bo Sang.
Woher kommt diese Kunst, wann entstand sie und wer
brachte sie nach Bo Sang? Die genaue Geschichte des Ortes ist noch immer
unklar, aber beinahe alle älteren Einwohner erzählen sich, dass vor etwa
100 Jahren ein Mönch namens Pra Inthaa seiner Liebe zum Reisen nachgekommen
wäre und lange Zeit im Norden, nahe der burmesischen Grenze, verbracht
habe. Eines Tages während des morgendlichen Bettelrundganges erhielt der
Mönch einen Schirm von einem Burmesen, da er keinen hatte und vom Regen
nass war. Der Mönch war fasziniert von dem Schirm und bat den Burmesen, ihm
zu zeigen, wie dieser gefertigt werde. Nachdem er diese Fertigkeit
ausreichend gelernt hatte, kehrte er nach Bo Sang zurück, um die
Dorfbewohner in dieser Kunst zu unterweisen.
Zwei
Teilnehmer in Lanna-Kostümen.
Das „Bo Sang Umbrella and San Kamphaeng
Handarbeitsfestival", zu dem in jedem Jahr Tausende einheimische und
ausländischer Touristen kommen, wird jährlich zu Beginn des Jahres und zur
Erinnerung an diesen Mönch, Luang Pra Inthaa, abgehalten.
Wie immer wurden neben der Ausstellung der Kunstwerke und Schirme
Kunstwettbewerbe abgehalten, kulturelle und musikalische Darbietungen, ein
traditioneller Umzug und ein Schönheitswettbewerb gezeigt.
Unterstützung für den Premierminister

Am 26.
Februar fanden sich etwa 10.000 Bürger im „700 Year Anniversary"
Stadion in Chiang Mai ein, um ihre Unterstützung für den thailändischen
Premierminister Thaksin Shanawatra zum Ausdruck zu bringen. Zur gleichen
Zeit gab es in Bangkok auf dem Königlichen Feld (Sanam Luang) eine
Protestversammlung gegen den Premierminister, auf der zu seinem Rücktritt
aufgerufen wurde.
ESSO-Raffinerie und der Khao Kheow Zoo kooperien beim Natur-und Umweltschutz
Ariyawat Nuamsawat
Am 23. Februar vereinbarten die Esso-Raffinerie in
Sriracha und der Khao Kheow Zoo, eine erneute Zusammenarbeit beim Programm
für Jugendliche: „Tiger schützen den Wald, Fische schützen das
Meer". Suriya Saengpong, Direktor des Khao Kheow Zoos, und Mai
Kanchanawanit, technischer Direktor der Esso-Raffinerie, spendeten für das
Projekt 150.000 Baht.

Saengpong,
Direktor des Khao Kheow Zoos und Mai Kanchanawanit, technischer Direktor der
Esso-Raffinerie in Sriracha, sowie Manot Komolwanit, Ausbildungsleiter des
fachwissenschaftlichen Hochschulinstituts der Burapha Universität starten
das Projekt.
Suriya Saengpong erläuterte das Programmziel für die
Jugend: Erfahrung aus erster Hand sammeln, gemeinsames Üben,
Experimentieren und Lernen sowie freies Sprechen. Dies wird insofern
gemacht, indem ein Führer in einer Art Netzwerk die Arbeit der Gesellschaft
unterstützt. Die Organisation sei so gewählt, dass die Kinder effizient
lernen können. Besonders in der schulfreien Zeit würden sie davon
profitieren.
Mai Kanchanawanit fügte hinzu, dass Esso von 2002 bis 2005 dieses
Projekt, an dem mehr als 320 Jugendliche bisher daran teilnahmen, mit
1.150.000 Baht unterstützt habe. Die Weiterentwicklung der Jugendlichen
zeigte sich in von ihnen entwickelten sinnvollen sozialen Aktivitäten wie
der Wiederaufforstung im Rahmen des Projekts „Umweltschutz an
Meeresufern" oder bei dem Freisetzen von Meeresgetier. Die Jugendlichen
haben damit einen Beitrag zum Gleichgewicht in der Natur geleistet. Sie
qualifizierten sich als Lehrer im Sinne des Projekts und sind heute bei
Zooführungen für andere Jugendliche als sachkundige Führer tätig. Die
Esso-Raffinerie in Sriracha wird das Projekt auch weiterhin unterstützen.
Deutsche Welle gibt Radio-Mangement Kurs
Pressestelle der Deutschen
Botschaft
In Zusammenarbeit mit dem „Asia-Pacific Institute for
Broadcasting Development" (AIBD) führte die Trainingsakademie der
Deutschen Welle vom 23. Januar bis zum 3. Februar 2006 einen regionalen
Radio-Management-Kurs in Bangkok durch. Teilnehmer an dieser
Fortbildungsveranstaltung waren Radiostation-Manager aus Bangladesch,
Indien, Iran, Kambodscha, Laos, Malaysia, Pakistan, Papua-Neuguinea, Sri
Lanka, Vietnam und Thailand.

Am
letzten Seminartag erhalten die Teilnehmer ein Zeugnis über ihre
erfolgreiche Teilnahme am Workshop.
Am letzten Seminartag erhielten die Teilnehmer ein
Zeugnis über ihre erfolgreiche Teilnahme am Workshop.
Der Schwerpunkt des Workshops, der unter Leitung von Jochen Walter,
Leiter Ost-
europa und Zentralasien der DW-Akademie, in den Räumen des „Institute of
Public Relation" in Bangkok abgehalten wurde, lag in den Bereichen „Programme
Marketing" und „Audience Research".
Bayerischer Landtagspräsident bereist Asien
Elfi Seitz
Alois Glück, der bayerische Landtagspräsident, machte
während seiner Asienreise auch Station in Bangkok.

Die
Gäste lauschen den launigen Ausführungen von Landtagspräsident Glück.
Der deutsche Botschafter, Seine Exzellenz Dr. Christoph
Brümmer, und seine Gattin Antje begrüßten den Landtagspräsidenten mit
einem Empfang am 27. Februar in ihrer Residenz, zu der viele Politiker und
hohe Persönlichkeiten aus der Wirtschaft erschienen waren, um Gedanken mit
dem bayerischen Politiker auszutauschen und gleichzeitig die nette
Gastfreundschaft im Botschafterhaus zu genießen.
Seine
Exzellenz, der deutsche Botschafter Dr. Christoph Brümmer, Dr. Frank
Rösler, Präsident und CEO von BMW Bangkok und Landtagspräsident Alois
Glück.
Nach der Ansprache des Botschafters, in der er seine
Freude über den hohen Besuch aussprach, fungierte er gar als Dolmetscher
für Alois Glück, der dies mit einigen launigen Worten kommentierte: „Noch
nie habe ich eine so hohe Persönlichkeit als Dolmetscher gehabt."
Alois Glück, der auch der Vizepräsident der Hans Seidl
Stiftung ist, besuchte nach seinen eigenen Worten diese Region, da hier eine
dynamische Entwicklung stattfindet. „Aber auch, um die eigene Situation
einschätzen zu lernen", wie er sagte. „Die bayerische Industrie
sucht ein neues Marktpotential, und es herrscht eine große
Aufgeschlossenheit in Bayern Thailand gegenüber. Es herrscht hier ein
großer Wachstumsmarkt, speziell im technologischen Bereich", führte
Alois Glück weiter aus.
Hans
Seidel Leute unter sich: Klaus-Peter Schönfisch und Alois Glück.
Der Landtagspräsident ist der Ansicht, dass nunmehr
Asien über ASEAN mehr forciert wird als noch vor einigen Jahren. Er
vermutet, dass es bald drei große Regionen auf dem Weltmarkt geben wird:
Europa, USA und Asien. „Wichtig ist vor allem, hinzuhören wie die Rolle
von China sein wird", meinte er.
Alois Glücks Leitspruch ist „Global denken – lokal
handeln" und er hofft, dies wird auch der Leitspruch aller in der
Zukunft werden. „Eine Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem, politischem und
kulturellen Gebiet ist anzustreben, da mittelfristig alles von geistigen
Strömungen geleitet wird", sagte er.
Alois Glück hat auch den Süden Thailands bereist und
findet, dass Thailand in sich die Spannungen vieler Entwicklungs- oder
Schwellenländer trägt. „Das könnte hohe Technologie bedeuten, aber auch
gesellschaftliche Zersplitterung."
Auf Bundeskanzlerin Angela Merkel angesprochen, meinte
Alois Glück, dass die schwierige Zeit erst ab April beginnen wird. Es ist
daher wichtig für Deutschland, der Regierung so viel Vertrauen wie möglich
entgegen zu bringen.
Nach seinem Thailandbesuch flog Alois Glück für einen Tag nach
Kambodscha, um anschließend wieder nach Bayern zurückzukehren.
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