5. Jahrgang
Ausgabe Nr. 22

30. Mai - 5 Juni 2006
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Update jeden Sonntag von Saichon Paewsoongnern
Überschriften [bitte klicken Sie an der Überschrift um den vollständigen Bericht zu lesen]:

Liebespaar beim Rendezvous am Strand ermordet

Herzlichen Glückwunsch!

Kultur, Tradition und Lebensweise der Karen wird in einem Dorf vorgestellt

Europäische Botschafter besuchen Flüchtlingslager im Norden

Liebespaar beim Rendezvous am Strand ermordet

Ein Liebespaar wurde vor einer Woche nachts beim heimlichen Liebesspiel am Nai Yang Strand brutal angegriffen wurde und getötet.
Bei den Toten handelt es sich um Chian Petcharat, 59, und Sriprai Chai-intha, 40. Beide waren mit anderen Partnern verheiratet gewesen und hatten sich für ein Rendezvous am Aussichtsturm des Nai Yang Strandes im Sirinath Nationalpark in Phuket getroffen.
Sie wurden von mindestens drei Leuten angegriffen, während sie Sex im Aussichtsturm hatten. Chian starb am Tatort, während Sriprai bewusstlos am Strand aufgefunden wurde. Sie war vom Aussichtsturm gefallen und starb auf dem Weg ins Thalang Krankenhaus.
Die Polizei glaubt, dass die Tat nachts gegen 1.30 Uhr geschah. Der Ehemann der Frau, Nikorn Pratheep Na Thalang, 48, wurde bereits befragt. Er bestreitet jedoch die Tat. Die Polizei wartet nun auf die Ergebnisse der forensischen Untersuchungen und hofft bald darauf die Mörder zu finden. Es wird vermutet, dass es kein Mord aus räuberischen Motiven war, da die Wertsachen der Toten nicht gestohlen wurden. (TNA)


Herzlichen Glückwunsch!

Pierre Andre Pelletier (hintere Reihe, Mitte), der Generalmanager des Amari Watergate Hotels Bangkok, überreichte kürzlich ein Blumenbukett im Grappino Restaurant des Hotels an Dr. Prakit Vateesatokij (hintere Reihe, 2. von rechts) anlässlich seiner Wahl zum Senator. Mit dabei waren (hintere Reihe von links) Kapitän Woravut Ratanawayru, Sopon Onkgara, Pisal Akrasenee, (vordere Reihe von links) Oberst Noparat Pankaew, Nichaya Chaivisuth, Direktorin für Öffentlichkeitsarbeit des Hotels, Chetsada Techaprasertpron, Exekutiv Assistenzmanager des Hotels, und Chatri Dachasense.


Kultur, Tradition und Lebensweise der Karen wird in einem Dorf vorgestellt

Unterkünfte des Projekts „Home Stay“ .

Saksit Meesubkwang
(Chiangmai Mail) Baan Mae Klang befindet sich cirka 1.500 m über dem Meeresspiegel inmitten von Wäldern am Hang des Doi Inthanon, dem höchsten Berg Thailands. Das Dorf liegt bei Tambon Baan Luang im Chom Thong Distrikt, cirka 90 km von Chiang Mai entfernt. Über 250 Menschen, ausschließlich Karen, leben hier. Die meisten Leute hier sind im Ackerbau beschäftigt, einige in der Waldbeforstung. Der kurvige und hügelige Weg ist von Wald und zwei kleinen Wasserfällen umgeben.

Eine Karen-Frau in Alltagskleidung.
Da ein Fluss durch das Dorf fließt, ist der Boden sehr fruchtbar. Auf dem aufbereiteten Boden wächst die Reispflanze „Khao Rai“, die zusammen mit der beliebten Bergamotte, die hier überall wächst, oder anderen Leckereien gegessen wird. Die Karen haben ihre Tradition und Kultur gut erhalten und halten sich an strikte Vorschriften, um Tiere an Land und im Wasser zu schonen.
Ein 70jähriger Mann erklärte, dass auch großer Wert auf das Respektieren des Anführers des Dorfes, traditionelle Tänze und die Teilnahme an den Festtagen gelegt wird.
Das Projekt „Home Stay“ wurde von den Dorfbewohnern ins Leben gerufen, da immer sehr viele Touristen ins Dorf strömten. Bald war nicht mehr genügend Platz vorhanden, um sie alle unterzubringen. So wurden auf zehn Rai Land zehn Unterkünfte im Stil der Karen für diejenigen gebaut, die im Dorf übernachten wollen. Zwei Gemeinschafts-Hütten und ein Hof, in dem junge Studenten ein Lagerfeuer halten können, runden alles ab.
Die Besucher können die Karen bei verschiedenen Aufführungen beobachten. Die Karen spielen Musikin-
strumente und erzählen Geschichten über den Stamm, über Glauben und das Leben im Wald und zeigen Rituale. Nach der fesselnden und heiteren Show kehren alle in die Hütten zurück. Man kann die Zikaden und andere Tiere aus dem Wald hören und bekommt das Gefühl, eins mit der Natur zu sein.
Nachts wird das Dorf von Wächtern einer Gruppe freiwilliger Helfer zum Schutz des Waldes überwacht.
In den Morgenstunden wird man vom Zwitschern der Waldvögel rechtzeitig geweckt, um sich den schimmernden Nebelschleier anzusehen, der über dem Dorf liegt. In dieser Morgendämmerung kann man im Wald des Doi Inthanon die Reichhaltigkeit der Natur in einem der letzten unberührten Waldgebiete Thailands erleben.

Der Mae Klang Fluss mit seinem Fischreichtum wird von den Dorfbewohnern nach alten Vorschriften geschont.


Europäische Botschafter besuchen Flüchtlingslager im Norden

Dorfbewohner erwarten die Ankunft der europäischen Botschafter aus Bangkok.

Andreas Aschaber
Die Österreichische Botschaft organisierte anlässlich des österreichischen EU-Vorsitzes am 3. und 4. Mai 2006 einen Besuch des Flüchtlingslagers Baan Kwai Nai Soi, auch „Site 1“ genannt. Dazu eingeladen waren die Botschafter aller in Bangkok vertretenen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.
Das Camp befindet sich in der Mae Hong Son Provinz in unmittelbarer Nähe zur thailändisch-burmesischen Grenze und beherbergt zur Zeit rund 19.000 Flüchtlinge aus Burma.
Anhand einer Kurzinformation wurden alle Teilnehmer über die Gegebenheiten im Camp informiert. Es wurden aber auch Vorträge von Vertretern diverser Organisationen wie TBBC (Thailand Burma Border Consortium), UNHCR (Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen), IRC (International Rescue Committee) und JRS (Jesuit Refugee Service) gehalten, um nur die wichtigsten zu nennen. Dabei kommt dem TBBC eine tragende Rolle zu, denn diese Organisation ist für die Errichtung der Unterkünfte und die Versorgung der Flüchtlinge mit Lebensmitteln zuständig. Das IRC kümmert sich um die medizinische Versorgung, um den Bau sanitärer Einrichtungen und die JRS ist mit der Ausbildung der Flüchtlinge betraut.
Dem Briefing folgte am darauf folgenden Tag der Besuch im Camp. Dort konnten sich die die offiziellen Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten selbst ein Bild von den Gegebenheiten im Camp machen. Die Flüchtlinge wohnen in rudimentären Bambusbehausungen unter einfachsten Verhältnissen, jedoch ist die Grundversorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs gesichert. Es wurden das Berufsausbildungszentrum und das Sprachenzentrum besucht. Diese Einrichtungen sollen einen späteren Wiedereinstieg der Flüchtlinge in das tägliche Leben garantieren. Seit Beginn dieses Jahres werden sie in Fremdsprachen, unter anderem auch in Thailändisch, unterrichtet. Es erfolgt auch eine Ausbildung im Umgang mit Computern und eine Zeichenschule soll die künstlerisch begabten Campbewohner fördern. Eine Schmiede und eine Ausbildungsstätte zur Lehmziegelproduktion sollen die handwerklichen Fähigkeiten erweitern.
Durch diesen Besuch sollte Verständnis und Interesse der EU an der Flüchtlingssituation in Thailand zum Ausdruck gebracht werden. Mehrere Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission leisten schon seit vielen Jahren einen bedeutenden Teil der finanziellen Unterstützung für die Flüchtlinge aus Burma.
Die Diplomaten freuten sich während des Besuchs zu erfahren, dass neue Bauressourcen zur Errichtung weiterer dringend benötigter Infrastruktur von der Regierung freigegeben wurden. Der österreichische Botschafter und Vertreter der EU-Präsidentschaft, Arno Riedl, äußerte sich sehr anerkennend zur Bereitschaft der thailändischen Regierung, weitere Flüchtlinge aufzunehmen.

Bei einem Rundgang werden die Gäste mit den Gegebenheiten des Flüchtlingslagers bekannt gemacht.


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