Geschichtliche Streiflichter
5. Jahrgang
Ausgabe Nr. 26

27. Juni - 3 Juli 2006
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Update jeden Sonntag von Saichon Paewsoongnern

Nun sprechen wir ein wenig über das Wetter

Duncan Stearn
Teil 1
Wenn es ein Thema gibt, über das praktisch jedermann etwas zu sagen hat, dann ist es das Wetter: sei es zuviel Regen, nicht genug Regen, zu heiß, zu kalt oder eben erfreulich. Es wird als perfektes und neutrales Thema angesehen, mit dem man ein Gespräch beginnen kann.
In Thailand wird gesagt, dass das Land drei Jahreszeiten hat: heiß, sehr heiß, feucht und heiß. Das Wetter erscheint auch an prominenter Stelle - wie erwartet – in den Artikeln von Ausländern in Zeitungen, Magazinen und gewöhnlichem Schriftwechsel. Zum Beispiel schrieb im April 1901 die englischsprachige Zeitung Bangkok Times unter der einfachen Überschrift „Das Wetter“ folgendes:
„Es erscheint zweifelhaft, ob eine Persönlichkeit wie der älteste Einwohner sich an einen solch langen Zeitraum kalten Wetters im Januar und Februar, wie wir ihn jetzt haben, erinnern kann. Anstelle von ein paar Mango-Schauern im Januar und Februar und daneben anhaltende Dürre und Hitze bis Mai, haben wir zur Zeit das Wetter, das man nach dem Ende des Monsuns erwartet. Mit Sicherheit ist dieses Phänomen in den letzten fünfzehn Jahren nicht aufgetreten. Gibt es einen Klimawechsel und der Terror der heißen Jahreszeit gehört der Vergangenheit an? Oder müssen wir das gegenwärtige freundliche Wetter mit einer langen Verzögerung des kommenden Monsuns bezahlen?“
Im August 1900 jedoch berichtete die Bangkok Times: „Das Verlangen nach Regen macht sich überall bemerkbar. Berichte von flussaufwärts ....(besagen) der Erdboden zerbröckelt unter der Trockenheit, und wenn es nicht sehr bald wieder genügend Wasser gibt, wird die Reisernte wohl nicht zufriedenstellend ausfallen.“
Das Wetter wurde auch als Grund oder auslösendes Moment für Krankheiten unter Ausländern angesehen, die im Lande lebten oder es besuchten. Die Cholera, eine ernsthafte infektiöse Seuche, die durch unhygienische Bedingungen ausgelöst wird, blieb eine Geißel in manchen Gesellschaften.


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