Geschichtliche Streiflichter
5. Jahrgang
Ausgabe Nr. 31

1. August - 7 August 2006
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Update jeden Sonntag von Saichon Paewsoongnern

Pridi Banomyong: Ein kontroverses Leben

Duncan Stearn
Teil 2: 1932-1933
„Die Förderer“ schufen eine politische Gruppierung, die als „Volkspartei“ bekannt wurde. Das Exekutivkomitee, bei dem Pridi ein führendes Mitglied war, bildete eine provisorische Regierung. Der Richter am Berufungsgericht, Phraya Manoprakorn Nithithada, besser bekannt als Phraya Mano, wurde zum Vorsitzenden der Volkspartei ernannt.
Einstweilig wurde Pridi zum Generalsekretär des Parlaments gemacht und erhielt die Aufgabe, das erste Gesetz für nationale Wahlen gemeinsam mit dem Komitee für eine nationale Verfassung, die am 10. Dezember 1932 geschaffen wurde und die erste Verfassung in der thailändischen Geschichte war, zu entwerfen. Die Verfassung sah vor, dass die Hälfte der Parlamentsmitglieder ernannt wurde, die andere Hälfte wurde gewählt. Pridi und Pibulsongkram waren die ersten, die ernannt wurden.
Die „Heirat“ des linksgerichteten Zivilisten Pridi und des rechtslastigen Militärs Pibulsongkram war zum Scheitern verurteilt. Zur Zeit der Dezember-Verfassung gab es in der Volkspartei einen Riss zwischen den Zivilisten und den Militärs, die in Fraktionen zersplitterten. Pridi hielt unverändert zum linken Flügel.
Im März 1993 ging das Innenministerium an Pridi und als Finanzminister stellte er der Regierung von Praya Manoprakorn seinen Entwurf eines nationalen Wirtschaftsplans vor. Die große Depression hinterließ wie überall auch in Thailand ihre Spuren. Pridis Ideen der Verstaatlichung natürlicher Ressourcen wurden als kommunistisch angesehen. Pridis Rivalen einschließlich Pibulsongkram sahen darin eine Möglichkeit, dessen Macht zu beschneiden. Am 1. April erhielt Premierminister Phraya Mano vom König die Erlaubnis, die Nationalversammlung aufzulösen und per Erlass zu regieren.
Pridis Unterstützer waren aber überwiegend in der Nationalversammlung und so war er gezwungen, zurückzutreten. Die Verfassung wurde außer Kraft gesetzt, Standrecht ausgerufen und ein antikommunistisches Gesetz erlassen. Pridi wurde der Rat gegeben, sich ins Exil nach Frankreich zu begeben.


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