5. Jahrgang
Ausgabe Nr. 52

26. Dezember - 1 Januar 2007
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Das Wesentliche an Weihnachten

Werner Kuenstle
Alle und alles waren im Weihnachtsstress. Heiligabend ist gerade vorbei. Ob die verteilten Geschenke nützlich oder unnütz sind, ist die Frage.
Ich habe schon sechs Schals aller Marken und kann nur einen anziehen. Und die Frage ist dann nur, wann und wo, denn in Asien ist es fast immer warm. Und Krawatten trage ich nur noch höchst selten. Hemden habe ich auch genug.
Was sind also unsere Ansprüche? Denn diese zählen für mich unter die Rubrik der „Besinnlichkeit“. – Ich frage deshalb: Sind alle unsere Ansprüche gerechtfertigt? Kann und muss ich alles haben?
Besinnen wir uns also auf das Wesentliche zu Weihnachten. Auf das Finden der inneren Ruhe und indem wir wieder die innere Ausgeglichenheit suchen.
Ich war dieser Tage im Krankenhaus und saß neben einer älteren Dame im Wartezimmer. Beide warteten wir auf unseren Termin beim Chefarzt. Die Frau sprach mit mir über ihre Krankheit und dass sie Weihnachten wohl in der Klinik verbringen muss. Auf meine Frage, ob sie Familie hätte, antwortete sie mir mit „ja“, aber die Kinder würden an Weihnachten verreisen. Somit wäre sie al-
leine, mit sich und mit ihrer Krankheit. Ein ungewisses Schicksal und mit Sicherheit kein Einzelfall. Jedoch stimmt er nachdenklich. Die Angst vor dem Alleinsein, dem Alleinegelassenwerden. Allein zu sein, ob gesund oder krank, sondern überhaupt, das ist in unserer heutigen Zeit für viele Menschen etwas Schreckliches. Dabei sollte man sich dieses Wort einmal genau ansehen. Wenn man es abtrennt, dann wird ein All – ein daraus. Ein All Eins sein mit allem, der Natur und den Menschen und Gott.
Wissen wir eigentlich, an was wir uns erfreuen? – Das sollten wir uns einmal in einer stillen Stunde fragen? Weihnachten: „ein Fest der Freude“, „gesegnete Weihnachten“ und das „Fest der Besinnlichkeit“ sollte uns Gelegenheit geben, einmal auch all-ein darüber nachzudenken. Wir sollten mit diesen Worten wohl überlegt umgehen. Und diesen Worten einen wirklichen Inhalt und Glauben geben.
Verbunden mit den Wünschen für eine „gesundes und zufrieden stellendes Jahr“ 2007, möchte ich noch ein Gedicht weiter geben:
Wer das Ziel kennt,
kann entscheiden;
Wer entscheidet,
findet Ruhe;
Wer Ruhe findet,
ist sicher;
Wer sicher ist,
kann überlegen;
Wer überlegt,
kann verändern;
Wer verändert,
kann verbessern!


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