6. Jahrgang
Ausgabe Nr. 9

27. Februar - 5 März 2007
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Überschriften [bitte klicken Sie an der Überschrift um den vollständigen Bericht zu lesen]:

Essensbuden beanspruchen zu viel Platz in der Walking Street

Südkoreanische Delegation informiert sich über Pattayas Verwaltungssystem

Neues staatliches Krankenhaus in Pattaya für 2010 geplant

Bürger Pattayas unterbreiten Vorschläge für neue Verfassung

Vorsorgemaßnahmen gegen hämorrhagisches Fieber werden getroffen

Bereits über eine Million Baht an Opferfonds gespendet

Gesundheitsdienst besucht Roy Lang Gemeinde

Stromversorgung für Central Plaza Pattaya Beach soll unterirdisch verlaufen

Tote ohne Angehörige werden feuerbestattet

Betrunkener Norweger wird zum Berserker

Israeli wird von Landsmann beraubt und verletzt

Eine Farang-Tragödie

Polizeikurznachrichten

 

Essensbuden beanspruchen zu viel Platz in der Walking Street

Narisa Nitikarn

Vizebürgermeister Ronakit Ekasingh leitete am 12. Februar eine Versammlung des Walking Street Komitees. Zusammen mit staatlichen und privaten Einrichtungen wurde das Thema Essensbuden debattiert. Um das ursprüngliche Flair der Walking Street zu bewahren, sollen diese nun aus ihr verbannt werden.
Ronakit sagte, dass einigen Betreibern die Erlaubnis zuteil wurde, bei verschiedenen Veranstaltungen in der Walking Street Essensstände zu errichten. Inzwischen sind jedoch zahlreiche Beschwerden diesbezüglich eingereicht worden, da die Tische und Stühle angeblich zu viel Platz in Anspruch nehmen.

Vizebürgermeister Ronakit Ekasingh sagt, dass die Essensstände in der Walking Street zu viel Platz benötigen.

Das Komitee will nun erreichen, dass künftige Veranstaltungen mehr darauf abzielen, den Touristen die thailändische Kultur näher zu bringen. Eine Tom-Tom-Show oder eine Flaggenparade spielen bei diesen Überlegungen einer Rolle.
In einer weiteren Angelegenheit wurde die Möglichkeit der Einführung einer zweiten Walking Street diskutiert, die in der Soi 33 in Naklua entstehen soll. Hierfür konnte jedoch noch keine Einigung erzielt werden. Vor allem, was den Namen betrifft, muss hier noch eine Einigung getroffen werden. Das Walking Street Komitee wird sich mit den Unternehmen der Soi 33 und mit der TAT in Verbindung setzen, um bei weiteren Gesprächen eine Lösung anzustreben.


Südkoreanische Delegation informiert sich über Pattayas Verwaltungssystem

Chatchanan Boonnak
Pattayas Stadträte Pisai Panomwan na Ayutthaya und Praiwan Arromchuen hießen am 9. Februar 14 Stadträte aus Osan, Südkorea, willkommen. Vom Vorsitzenden ihres Stadtrats, Cho Moon-Hwan, angeführt, erhielt die koreanische Delegation Einsicht in die Stadtverwaltung Pattaya. Sie informierten sich über die Art und Weise der Administration einer solchen Touristenstadt, um die Unterschiede im Vergleich zu Südkorea zu ermitteln.

Stadtrat Pisai Panomwan na Ayutthaya erhält von seinem südkoreanischen Amtskollegen Cho Moon-Hwan ein Geschenk zum Dank für die Gastfreundlichkeit überreicht.

Cho Moon-Hwan sagte, dass eine Vielzahl seiner Landsleute jedes Jahr nach Pattaya in den Urlaub fliegen würde. Mit einem Reiseführer in deren Heimatsprache könnte der Thailand-Tourismus sogar noch expandieren. Den Besuchern würde es so leichter gemacht, Sehenswürdigkeiten und Unterkünfte zu finden. Pisai versicherte, die Idee an die zuständigen Behörden weiter zu leiten.
Der Vorsitzende des Osan Stadtrats bedankte sich für den herzlichen Empfang und überreichte den Gastgebern Souvenirs aus Südkorea, bevor sich die Delegation auf die Heimreise begab.


Neues staatliches Krankenhaus in Pattaya für 2010 geplant

Banglamung Krankenhaus soll entlastet werden

Ariyawat Nuamsawat
Als Reaktion auf die steigende Einwohnerzahl und zur Entlastung des staatlichen Krankenhauses in Banglamung soll in Pattaya ein neues Krankenhaus entstehen. Die Stadt bereitet einen Haushaltsplan vor, unter welchem das Pattaya City Hospital bis 2010 errichtet werden soll.

Vizebürgermeister Verawat Khakhay sagt, dass der Finanzierungsplan für das neue Krankenhaus bereits eingereicht wurde.

Vizebürgermeister Verawat Khakhay lud am 7. Februar einen Vertreter des Smithivate Hospitals in Sriracha sowie mehrere Architekten des Gesundheitsministeriums ein, um über den Bau zu beraten. Das Krankenhaus in Banglamung versorgt täglich mehr als 800 Menschen und stößt somit an seine Kapazitätsgrenzen, so Verawat. Er verkündete weiter, dass das Rathaus bei der Behörde für den Staatshaushalt einen Finanzplan eingereicht habe, der den Anforderungen entspreche, da alle Einwohner von der Errichtung profitierten. „Wir gehen davon aus, dass die Geldmittel 2008 bereitliegen werden und das Krankenhaus 2010 den Betrieb aufnehmen kann.“


Bürger Pattayas unterbreiten Vorschläge für neue Verfassung

Ariyawat Nuamsawat
Über 100 Einwohner Pattayas fanden sich am 15. Februar im Tiffany’s Show Theater ein und führten mit dem Ordentlichen Komitee für die Anhörung der Volksmeinung Gespräche. Das Verfassungsgebende Komitee (CDC) organisierte das Treffen, um sich Anregungen bei der Ausarbeitung von Thailands 18. Gesetzesverfassung einzuholen.

Als Vorsitzende ist Alisa Phantusak für das Ordentliche Komitee verantwortlich.

Die Vorsitzende des Ordentlichen Komitees, Alisa Phantusak, Chonburis Vizegouverneur Monthian Thongnit und das ehemalige Parlamentsmitglied Chanyuth Hengtrakul leiteten gemeinsam die Sitzung.
Die Nationalversammlung trat zuvor bereits am 18. Dezember zusammen, um aus 1.982 Personen 200 als mögliche Mitglieder für das CDC vorzuschlagen. Der Nationale Sicherheitsrat wählte später 100 von ihnen.
Die neue Gesetzesverfassung wird die vorige 16. und die jetzige vorübergehende 17. Verfassung ablösen. Zahlreiche Sparten der Gesellschaft werden bei der Ausarbeitung des Entwurfs mit einbezogen, und Bürger aus allen Schichten werden eingeladen, sich entweder als Vertreter von Organisationen oder als Privatpersonen daran zu beteiligen.
Die öffentlichen Anhörungen finden im gesamten Königreich statt. Bei der Sitzung in Pattaya fand das Thema „Rechte und Freiheit des Volkes in einer Demokratie“ das größte Interesse. 37,5 Prozent aller Fragen der Anwesenden handelten davon. Dahinter reihten sich die Angelegenheiten „Machtausübung der Regierung“ mit 18,5 Prozent und „Politische Organisation“ mit 10,5 Prozent ein.
Das Ordentliche Komitee für die Anhörung der Volksmeinung wird noch ein weiteres Mal zusammentreten und im Anschluss die Ergebnisse an die Nationalversammlung weiterleiten. Alle Ideen werden für den Entwurf der 18. Gesetzesverfassung in Betracht gezogen, der letztlich Seiner Majestät für den notwendigen Königlichen Beschluss vorgelegt wird.


Vorsorgemaßnahmen gegen hämorrhagisches Fieber werden getroffen

Vimolrat Singnikorn
Das Staatliche Gesundheits- und Umweltamt Pattaya geht massiv gegen Stechmücken vor. Angeführt von Na Anya Chantrakat, Leiterin der Schutzeinheit vor ansteckenden Krankheiten, wurde am 8. Februar die Umgebung um den Wat Chaimongkol Markt herum besprüht. An der Vorsorgemaßnahme gegen hämorrhagisches Fieber beteiligte sich auch der Anwärter auf das Bürgermeisteramt, Itthipol Khunplome.
Itthipol erklärte, dass sich die Stadt seit jeher bemüht, die Moskitoplage an deren Wurzeln zu bekämpfen. Augenblicklich wird auch die Abwasserkanalisation Pattayas besprüht, eine von den Mücken bevorzugte Eiablagestätte. Zusätzlich wird „Larbait“ an die Eiwohner verteilt, um sich innerhalb der eigenen vier Wände vor diesen gefährlichen Krankheitsüberträgern zu schützen.
Na Anya gab bekannt, dass im vergangenen Jahr drei Menschen in Banglamung und fünf in Pattaya an hämorrhagischem Fieber erkrankten, eine Person verstarb. Drei der Patienten waren zwischen fünf und neun Jahre alt. Deshalb setzt Pattaya nun verstärkt auf Bekämpfung und Aufklärung über diese Krankheit. Sie wird vorwiegend von Moskitos übertragen die Virusinfektionen mit Blutungen verursachen, weshalb man auch von viralem hämorrhagischen Fieber (VHF) spricht. Kleinkinder unter einem Jahr sind besonders häufig betroffen. Eine VHF-Gefahr besteht das gesamte Jahr über, vor allem zur Regenzeit. Wer eine Mückenplage zu beklagen hat, kann Hilfe von der Schutzeinheit gegen ansteckende Krankheiten anfordern. Tel.: 038-420562 App. 104.


Bereits über eine Million Baht an Opferfonds gespendet

Regierung für Kriminalitätsbekämpfung verantwortlich

Chonburis Gouverneur Pracha Taerat bedankt sich bei den vielen Spendern.

Ariyawat Nuamsawat
Die Privatwirtschaft Pattayas ließ einer Empfehlung von Chonburis Gouverneur Pracha Taerat Taten folgen und gründete einen Fonds, mit welchem Touristen aus dem In- und Ausland, die Opfer von kriminellen Handlungen wurden, geholfen werden soll. Der Gouverneur lud am 13. Februar ins Garden Sea View Resort ein, und über 200 Betreiber von Hotels, Restaurants, Unterhaltungsetablissements oder anderen Firmen, aber auch viele Privatleute, folgten dem Aufruf. Außerdem nahmen Bürgermeister Niran Wattanasartsathorn, sein Berater Ittiphol Khunplome, Banglamungs Bezirkshauptmann Pratheep Chongsuebtham sowie einige Vizebürgermeister und Stadträte an der Versammlung teil. Wie immer übersetzte Pratheep „Peter“ Malhotra, Pattaya Mails geschäftsführender Direktor, hervorragend die Ausführungen des Gouverneurs in die englische Sprache.

Chonburis Gouverneur Pracha Taerat überlässt die Verwaltung des Fonds Bürgermeister Niran Wattanasartsathorn und Banglamungs Bezirkshauptmann Pratheep Chongsuebtham.

Im Januar erst äußerte Gouverneur Pracha die Idee, diesen Fonds zu gründen, und schon jetzt gingen bereits Zuwendungen in Höhe von insgesamt 1.032.000 Baht ein. Bis zum 30. April kann man mithelfen, die Summe mit Spenden noch zu erhöhen. Durch dieses Hilfsprojekt, an dem sich neben dem Privatsektor auch staatliche Einrichtungen beteiligen, wird man weiter dazu beitragen, das Image der Stadt Pattaya zu verbessern.
„Der Fonds ist absolut transparent. Die Provinzverwaltung wird keinerlei Einfluss auf die Vergabe der Geldmittel haben. Diese Entscheidungen fällt ausschließlich das lokale Komitee unter dem Vorsitz des Landrats von Banglamung und des Bürgermeisters von Pattaya. Die Privatwirtschaft ist zum Spenden nicht verpflichtet. Dennoch nehmen wir jede freiwillig geleistete Zuwendung dankend entgegen“, sagte Pracha. Für die Probleme der anhaltenden Kriminalität könne man lediglich Regierungskreise verantwortlich machen, fügte er hinzu. Durch die groß angelegte „Kampagne für Schutz und Sicherheit“ konnte die Polizei unter Mithilfe von Militär und freiwilligen Helfern die Kriminalitätsrate inzwischen um 60 Prozent senken.
Wer Spenden leisten möchte, findet unter www.chon buri.go.th einen passenden Link. Man kann aber auch direkt beim Rathaus Pattaya vorbeischauen.


Gesundheitsdienst besucht Roy Lang Gemeinde

Vimolrat Singnikorn
Das, Na Anya Chantrakat, Leiterin der Schutzeinheit vor ansteckenden Krankheiten, und ihre Helfer vom staatlichen Gesundheits- und Umweltamt besuchten am 12. Februar das Primäre Gesundheitszentrum der Roy Lang Gemeinde. Dort boten sie den Bewohnern ab dem frühen Morgen Dienstleistungen rund um die Gesundheit an.

Unermüdlich arbeitet das Gesundheitszentrum für das Wohl der Einwohner der Roy Lang Gemeinde.

Gemeindevorsteherin Yaoworaluck Theerapong sagte, dass sich der Stadtteil Roy Lang seit ihrem Amtsantritt stetig entwickelt habe. Neben regelmäßigen Aerobic-Kursen finden auf dem Übungsplatz vor dem Gesundheitszentrum von Freitag bis Sonntag auch Tanzkurse statt. Probleme sieht Yaoworaluck bei der Trinkwasserversorgung für ihre Gemeinde. Nun wurde die Stadt darum gebeten, in dieser Angelegenheit Abhilfe zu leisten.
Das Primäre Gesundheitszentrum zählt 16 freiwillige Helfer (Sor Sor Mor Chor), die den Menschen mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Eine von ihnen ist Nipa Ngarnpriem. Sie sagte, das Zentrum würde jeden Montag eine ärztliche Versorgung anbieten. Häufig werden Fieber und Erkältungen behandelt. Bei ernsteren Angelegenheiten veranlassen sie jedoch einen Arztbesuch.
Na Anya Chantrakat fügte hinzu, dass zu den Hauptkunden Hausfrauen zählten, die ihren Blutdruck oder den Blutzuckerwert messen lassen. Zusätzlich wird kostenlos eine Art Kammerjägerdienst geboten. In den Häusern der Gemeinde wird gegen Moskitos gesprüht, und die Bewohner bekommen zur Vorsorge Larbait verteilt. Mittel zur Bekämpfung von Nagetieren sind ebenfalls kostenlos erhältlich.


Stromversorgung für Central Plaza Pattaya Beach soll unterirdisch verlaufen

Narisa Nitikarn
Am 5. Februar debattierten Bürgermeister Niran Wattanasartsathorn, Sittiprap Nuangkoom, ständiger Sekretär von Pattaya, Suwit Samanlothiwong, Vizedirektor der Stromversorgung, und Vertreter des Central Plaza Pattaya Beach, wie die 115 kV Stromleitung für das im Bau befindliche Projekt verlegt werden soll.
Laut der Stromversorgung benötige das Central Plaza Pattaya Beach Projekt diese Starkstromleitung, um den Betrieb zu sichern. Hierfür müsste jedoch auf der Straße eine große Säule errichtet werden, die erstens eine Gefahr darstellt und zweitens das Landschaftsbild nicht gerade verschönert.
Aufgrund der Größe der Säule gestaltet sich deren Errichtung vor allem bei der Standpunktfrage schwierig. Allerdings könnte der momentane Gehweg eine Lösung sein, da die Stadt diesen ohnehin erneuern und für Touristen und Rollstuhlfahrer ausbauen möchte.
Niran machte sich jedoch dafür stark, die alten Leitungen abzumontieren und die neuen unterirdisch zu verlegen. Dies soll auch für die Zukunft richtungweisend sein, damit sich das Gesicht von Pattaya bald verschönert. Für den Verlauf ab der Sukhumvit Road bis zur Stadtmitte, dann an der Kreuzung von Second Road und Central Road links bis hin zur Soi 9, wo das Projekt entsteht, sollen sämtliche Stromkabel unterhalb der Oberfläche verlegt werden. Nur bei den letzten 300 Metern muss das Central selbst für die Kosten aufkommen, da es sich hierbei ausschließlich um den eigenen Nutzen handelt. Für die restliche Strecke tragen die Stromversorgung und die Stadt die Kosten mit.
Unabhängig von der endgültigen Entscheidung sprach sich ein Vertreter des Central Plaza Pattaya Beach für eine baldige Lösung aus. Das Gebäude soll in zwei Jahren eröffnet werden, und bis dahin müssen auch alle Arbeiten für die Stromversorgung abgeschlossen sein.


Tote ohne Angehörige werden feuerbestattet

Narisa Nitikarn
Bei der Sawang Boriboon Stiftung leitete Wisit Chawalitnititham, Vorsitzender der Stiftung, am 11. Februar eine Zeremonie, bei der die Gebeine von Menschen ohne bekannte Angehörige exhumiert und eingeäschert wurden. Die letzte Feuerbestattung fand vor 13 Jahren statt, die fünfte dieser Art fiel in diesem Jahr auf den 60. Jahrestag der Stiftungsgründung.

(Von links) Prasit Thongtidcharoen, Vorsitzender der Rettungseinheit der Sawang Boriboon Stiftung Pattaya, Wisith Chawalitnititham, Stiftungsvorsitzender in Pattaya, und Banchong Kanawattanakul vom Gründungskomitee der Stiftung sind die Organisatoren der Zeremonie.

Generalmanager Thongchai Wongthongsawang sagte, dass sich über 750 Gräber auf dem alten und dem neuen Friedhof der Stiftung angesammelt hatten. Aus diesem Grund wurden die Gräber nun geräumt und die Gebeine während einer ehrenvollen Zeremonie eingeäschert.
Mit traditionellen chinesischen und thailändischen Gebeten wurden die Seelen der Toten auf ihrem Weg in die nächste Welt begleiten. Die Asche wird in einem großen Stupa auf dem Friedhof beigesetzt.


Betrunkener Norweger wird zum Berserker

Boonlua Chatree
Der Norweger Edmund Nikolai Johnsen, 48, hatte in der „Best Friend Beer Bar“ keine Freundschaft im Sinn, als er seine eigenen Freunde, die schnell davon liefen, attackierte.

Viele kräftige Männer waren nötig, um den Norweger zu überwältigen.

Als er anschließend ein körperliches Bedürfnis verspürte, stellte er sich vor einer Imbissbude auf, um zu urinieren. Vor der Bude standen Ausländer und andere Leute. Als der Inhaber ihm sagte, dass er dazu in eine Toilette gehen müsse, wurde er wütend und attackierte alle, die gerade vorbei kamen. Darunter befand sich auch Natee Wichatayanon, 24, den der Norweger in den Schwitzkasten nahm und auf ihn einschlug. Natee wusste nicht, wie ihm geschah. Obwohl alle Anwesenden versuchten, die Rauferei zu beenden, führte sich Johnsen auch nach Eintreffen der Polizei noch wie ein Berserker auf. Er konnte überwältig und verhaftet werden. Aber es gelang ihm, sich aus dem fahrenden Auto zu werfen, mit einem Ruck seine Fesseln zu zerbrechen und anschließend den Fahrer des Polizeiautos, Sergeant Krairit Karnjanasiri, der ihn wieder einfing, zu verletzen. Es waren eine Menge Polizisten und Volontiere nötig, um den Mann endgültig überwältigen zu können.
Allerdings bezahlte er nach kurzer Zeit 100.000 Baht Kaution und befindet sich bereits wieder auf freiem Fuß – zumindest bis zu seinem Prozess.


Israeli wird von Landsmann beraubt und verletzt

Boonlua Chatree
Den 15. Februar wird der Israeli Nahm Iasav Raham, 46, nicht so schnell vergessen. An diesem Tag wurde er von seinem ihm bekannten Landsmann Ron Bazilai, 35, in seinem Zimmer in der 3. Road brutal überfallen und beraubt. Ein anderer noch unbekannter Mann war mit von der Partie. Beide Männer schlugen mit einem Eisenstock auf Raham ein und versetzten ihm einige Fausthiebe. Der aus Wunden am Arm und Knie Blutende aber konnte durch die offene Zimmertüre entfliehen und die Polizei zu Hilfe rufen. Die Räuber suchten daraufhin das Weite, nicht aber ohne die Geldtasche ihres Opfers mit 290.000 Baht, ein Handy, den Reisepass des Opfers und seine ATM Karte mitzunehmen.

Die Polizei konnte einen Verdächtigen im Gebüsch aufspüren.

Raham gab an, dass ein anderer Bekannter, Shalom, ein Israeli aus Australien, ein angeblich verdächtiges Telefongespräch mit jemandem geführt habe, bevor es zu dem Überfall kam.
Zum Zeitpunkt als Raham seine Angaben machte, fuhr ein Taxi vorbei, dessen Insassen, ein Ausländer und eine Thai-Lady, sich sofort auf den Boden des Taxis warfen, als sie die Polizisten entdeckten. Diese, misstrauisch geworden, folgten dem Taxi, aber der Ausländer hatte sich bereits in einem Erdloch im nahen Gebüsch versteckt und seinen Kopf mit Trockengras bedeckt. Nach Umzingelung gelang es der Polizei den Verdächtigen zu verhaften. Er gab an, nur geflüchtet zu sein, da er die Polizei hassen würde. Seine Begleiterin Chootikan Sudchantuk, 30, aus Khon Kaen, wurde ebenfalls festgenommen. Es stellte sich heraus, dass das Visum des Mannes bereits am 3. Februar abgelaufen war und er sich illegal im Königreich befindet. Deswegen wird er zwar angeklagt, aber man konnte ihm keine Verbindung zu dem Überfall nachweisen.
Eingreifen der Touristenpolizei klärt den Fall
Bereits am 17. Februar gelang es der Touristenpolizei die Verdächtigen Ron Bazilai aus Israel und Bojan Papo, 27, aus Australien, in ihrem Versteck in der Nonsri Residence No. 87 auf der Chuaploeng Road in Bangkok festzunehmen. Die Beweise, dass beide an dem Überfall beteiligt waren, hatten sich gefestigt.
Ron Bazilai, der seit 14 Jahren ein israelisches Restaurant an der Kaoarn Road in Bangkok betrieb, hatte seit einiger Zeit immer wieder finanzielle Hilfe bei Rahim, seinem späteren Opfer gefordert, die dieser auch gerne erteilte, da er einem Landsmann im Ausland behilflich sein wollte. Am Tag des Überfalls fragte Bazilai gemeinsam mit Bojan Papo wieder nach Geld, aber Raham, vorsichtig geworden, verweigerte es ihm. Daraufhin schlugen ihn die Männer zusammen und beraubten ihn.
Die Polizei forscht nun nach, ob man den beiden Männern weitere Straftaten in Verbindung mit Ausländern anhaften kann.


Eine Farang-Tragödie

Frau nahm ihm Haus und Geld weg

Boonlua Chatree
Als man am 13. Februar einen Ausländer auf der Sukhumvit-Road Ecke Soi Sulaotonkrabok sah, wie er mit einem nackten Kind im Arm versuchte Autos anzuhalten, dachte man zuerst, dass es sich um einen Geistesgestörten handelt. Die herbeigerufene Polizei und Rettungsdienstleute der Sawang Boriboon Stiftung wurden jedoch bald eines anderen belehrt.
Bei dem Mann handelte es sich um den 29-jährigen Franzosen Alexandre Sylvain Vandenbulcke, der mit seinem zweijährigen Sohn unbedingt nach Bangkok wollte. Als er die Polizisten sah, fing er an zu schreien und trotz eines einstündigen Versuches ihn zu beruhigen, musste er gewaltsam überwältigt werden, um ihn zur Polizeistation zur Befragung bringen zu können.
Die Geschichte, die er dann erzählte, ist eigentlich hierzulande fast alltäglich. Er war mit der 23-jährigen Parnthip aus Buriram verheiratet gewesen und sie hatten einen gemeinsamen Sohn, Nino. Nach der rechtsgültigen Scheidung nahm die Dame sein gesamtes Geld an sich und natürlich auch das gemeinsame Haus, das er in ihrem Namen gekauft hatte und verließ ihn und ihren Sohn für immer.
Vandenbulcke erzählte, dass er seit einem Jahr alleine für seinen Sohn in einem gemieteten Zimmer in Nordpattaya sorge. Ursprünglich sei er ein Juwelierimporteur gewesen, aber da die Geschäfte schlecht liefen, verlor er so ziemlich alles, was er noch hatte. Er wollte zurück nach Frankreich und seinen Sohn mitnehmen, hatte aber nicht genügend Geld für die Reise. Deshalb wollte er per Anhalter zur französischen Botschaft in Bangkok, damit diese ihm weiterhilft.
Die Polizei verständigte die französische Botschaft, nahm dem Mann aber vorläufig das Kind weg, da er mental zu unstabil erschien, um sich gut um dieses kümmern zu können.
Vandenbulcke war bereits Mitte letzten Jahres in die Schlagzeilen gekommen, da er seinen Sohn vor einem Minimart in Zentralpattaya im versperrten Auto liegen ließ, während er einkaufen ging. Da der Wagen nicht mit der Handbremse gesichert war, rollte er über die Straße und beschädigte dabei ein anderes Fahrzeug. Die Polizei hatte damals das Schloss des BMW aufgebrochen, um das Kind zu befreien.


Polizeikurznachrichten

Boonlua Chatree
Wasserlieferant
vergewaltigt 14-Jährige

Am 13. Februar konnte Nipon Uthainet, 47, ein Wasserlieferant verhaftet werden, da ihm vorgeworfen wird, eine 14-Jährige Schülerin, seine Nachbarin, vergewaltigt zu haben, während er sie zu ihrem Cousin fahren sollte. Er bedrohte sie mit dem Tod, falls sie sich wehren oder etwas weiter erzählen würde. Ihr Cousine brachte sie zum Frauen-Schutzzentrum, wo die Vergewaltigung festgestellt wurde.
Betrunkener will sich aus Liebeskummer selbst verbrennen
Chotika Posod, 32, eine Angestellte vom 7-Eleven Laden an einer Tankstelle rief die Polizei, nachdem sich ihr betrunkener Ex-Lover Montree Kochasene, 39, mit Benzin überschüttet hatte und drohte, sich selbst zu verbrennen. Er verlangte, dass Chotika ihr Verhältnis, dass sie vor einem Jahr wegen seiner Trunksucht und seinen Schlägen beendet hatte, wieder aufnehmen sollte, da sich der Valentinstag nähere. Der Polizei gelang es, ihn durch Verhaftung von seinem Vorhaben abzubringen.
Spielsucht Jugendlicher
wird kontrolliert
Die Touristenpolizei Pattayas ging am 13. Februar von Spielhölle zu Spielhölle und kontrollierte, ob Jugendliche unter 18 Jahren dem Spiel frönten. Sie wurde in vielen Fällen fündig und acht Ladeneigentümer wurden hart bestraft. Die Jugendlichen waren zumeist zwischen 12 und 17 Jahren alt.
Zwei Prostituierte werden wegen Drogenverabreichung an Urlauber verhaftet
Kiyawee „Bow“ Wongyat, 35, und Malika „Kem“ Piewpud, 23, zwei Strand-Prostituierte, konnten im Zusammenhang mit dem Touristen Mustafa Hassan aus Kuwait, den die beiden mit Drogen außer Gefecht setzten und ihm Wertsachen in der Höhe von 188.000 Baht raubten, verhaftet werden. In den Zimmern der beiden fand man viele andere Dinge, die aus anderen Raubzügen stammten. Darunter befanden sich vier Armbanduhren, ein Diamantenarmband, zwei Handys, vier Bankbücher und zwei Packungen Schlafmittel, die sie benützten, um ihre Opfer zu betäuben. Die beiden Frauen gaben an, dass sie die Diebstähle machten, um ihre Thai-Zuhälter ernähren zu können.


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