Hereinspaziert
6. Jahrgang
Ausgabe Nr. 10

6. März - 12 März 2007
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Update jeden Sonntag von Saichon Paewsoongnern
 

Die Heinrich-Böll-Stiftung

Auszug aus dem „Newsletter der Deutschen Botschaft“

Die Heinrich-Böll-Stiftung mit Sitz in Berlin ist eine politische Stiftung und steht der Partei Bündnis 90/Die Grünen nahe. Die Stiftung arbeitet in rechtlicher Selbständigkeit und geistiger Offenheit. Ihre Organe der regionalen Bildungsarbeit sind die 16 Landesstiftungen. Vorrangige Aufgabe der Stiftung ist die politische Bildung im Ausland zur Förderung der demokratischen Willensbildung, des gesellschaftspolitischen Engagements und der Völkerverständigung. Darüber hinaus fördert die Stiftung Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung und die Entwicklungszusammenarbeit. Dabei orientiert sie sich an den politischen Grundwerten Ökologie, Demokratie, Solidarität und Gewaltfreiheit. Heinrich Bölls Ermutigung zur zivilgesellschaftlichen Einmischung in die Politik ist Vorbild für die Arbeit der Stiftung.
Das Büro Chiang Mai wurde Ende Februar 2000 offiziell eröffnet. Die Repräsentantin ist Dr. Heike Löschmann. Thematisch werden in Südostasien und Korea die Debatten um Nachhaltigkeit und über zivilisatorische Alternativen unterstützt und versucht, sie durch entsprechende Angebote mitzugestalten. In diesem Zusammenhang ist auch die Förderung des Austauschs zwischen Nichtregierungsorganisationen und anderen Trägern zivilgesellschaftlicher Initiativen in Süd- und Südostasien von großer Bedeutung für die Heinrich-Böll-Stiftung.

Das Büro in Chiang Mai.

Die aktuellen Arbeitsfelder sind: Ökologie, Förderung partizipativer Demokratie (mit dem Schwerpunkt Geschlechterdemokratie), Menschenrechtsarbeit und die Förderung von Rechtsstaatlichkeit – letzteres auch mit Blick auf Kontrollmöglichkeiten für den Ressourcenschutz. Besondere Aufmerksamkeit legt die Stiftung in ihrer regionalen Programmarbeit auf die Nachzügler der ASEAN-Integration, die Transformationsländer Indochinas und Burma, da hier im Interesse gleichberechtigter Partnerschaft ein besonders hoher Fortbildungsbedarf besteht. Es geht dabei auch um die Stärkung der Akzente, die diese Länder in den regionalen Staatenbund einzubringen haben.
Tätigkeiten
der Heinrich-
Böll-Stiftung

Das Südostasienbüro der Heinrich-Böll-Stiftung initiierte im Juli 2005 das Tsunami Aid Watch (TAW)-Programm für eine systematische Überprüfung der (Aus-)Wirkung von Tsunami-Hilfspaketen und der Art und Weise ihrer Umsetzung. TAW ist ein eigener Beitrag innerhalb eines größeren Kontexts von Development Watch-Initiativen, die das Südostasien-Programm der Heinrich-Böll-Stiftung bereits seit Jahren durchführt. Die angewandten Kriterien der Stiftung für eine nachhaltige Entwicklung unterstützen ein stärkeres partizipativ-demokratisches und zivilgesellschaftliches Engagement sowie Prinzipien guter Regierungsführung in Thailands Entwicklungsprozess.
Das Ziel von TAW ist es, systemisch die Mechanismen, Prozesse und Defizite der Entwicklungs- und Hilfsstrukturen der Tsunami-Wiederaufbauhilfe zu analysieren. Grundlage dafür bilden konkrete Fallstudien. TAW verbindet diese Ergebnisse mit allgemeinen strukturellen Eigenschaften der Wiederaufbauhilfe in der Region. TAW trägt dazu bei, eine politische Perspektive auf die Prozesse und Strukturen der Hilfsprojekte in Thailand zu entwickeln.
Teil des TAW-Programms ist ein Ansatz zur Entwicklung nachhaltiger Konzepte in der mittel- und langfristigen Wiederaufbauhilfe mit ihren sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten.
„SCOPE-Charters - an alternative ownership and management model in the tourism sector“ ist die erste TAW-Veröffentlichung zu diesem Thema. Auf die SCOPE-Charter-Veröffentlichung folgten Ende Dezember zwei weitere Konzeptpapiere. Das eine befasst sich mit einem Tsunami-Siegel im Tourismussektor, das andere mit Frauengruppen in vom Tsunami betroffenen Gebieten.
Weitere Informationen das SCOPE-Charter-Konzepts finden Sie im Internet unter: www. taw-hbf.org Tel.: (+66) 053 810 430-2, Fax: (+66) 053 810 124, Email: sea@hbfasia.org


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