6. Jahrgang
Ausgabe Nr. 17

24. April - 30 April 2007
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Update jeden Sonntag von Saichon Paewsoongnern
Überschriften [bitte klicken Sie an der Überschrift um den vollständigen Bericht zu lesen]:

Pak Kred Kinder erleben einen unvergesslichen Tagesausflug

YWCA Präsidentin springt vom Turm

Pattaya begeht den Nationalen Altentag

Freimaurer treffen sich zu unvergesslichem Abend

 

Pak Kred Kinder erleben einen unvergesslichen Tagesausflug

Pattaya Blatt Reporter

Einmal mehr war der Royal Varuna Yacht Club die Anlaufstelle für 200 Kinder aus dem Pak Kred Pflegeheim in Bangkok. Am 22. März organisierten nämlich die Mitglieder des Rotary Clubs Bangkok South ihren jährlichen „Kinder-Tagesausflug". Sie trommelten dazu die Kinder, Krankenschwestern, Lehrer, Aufseher und Mitarbeiter des Pak Kred Pflegeheims, das sich etwa 15 km außerhalb Bangkoks befindet, zusammen, um mit ihnen einen Tag an der Meeresküste beim Royal Varuna Yacht Club zu verbringen.

Spaß und Unterhaltung war das Hauptgeschehen des Tages.

Die Veranstaltung fand bereits zum elften Mal statt und wurde diesmal von der Shrewsbury Schule, Walls, vom Oriental Hotel, Castrol, T & B Solutions, Bartercard, TNT, Coca Cola, Walter Meyer mit Familie, lokalen Rotary Clubs und natürlich vom Rotary Club von Bangkok South und dem Royal Varuna Yacht Club gefördert.

Der Organisator, Rotarier David Record, sagte, dass er den Kindern dieses Jahr völlige Freiheit gewähre. Es war ihnen also selbst überlassen, ob sie Spiele spielen, im Pool plantschen, am Strand ausruhen oder im Meer schwimmen wollten.

150 Erwachsene, darunter Rotarier aus den Clubs in Pattaya, und Lehrer sorgten aber dafür, dass die Kinder unter ständiger Beobachtung standen. Die Kleinen genossen einen äußerst unterhaltsamen und unvergesslichen Ausflug an die Golfküste in vollen Zügen. Manche von ihnen spürten zum ersten Mal in ihrem Leben den angenehm sanft wehenden Südwind und saßen im Meer. An diesem Tag ließen sie, wenn auch nur für ein paar Stunden, alle Sorgen zurück und erfreuten sich wie jedes andere Kind der Welt am Spaß des Lebens.

Eckie der Clown zog für die Kinder eine gut einstudierte Show ab, die immer wieder für tosendes Gelächter sorgte, und das Oriental Hotel in Bangkok versorgte die hungrigen Mäuler mit schmackhaften Delikatessen, während sich die Angestellten des Bumrungrad Hospitals um kleine Wehwehchen kümmerten.

Kinder und Erwachsene hatten feuchte Augen, als die Busse wieder in Richtung Bangkok aufbrachen. Es fiel schwer, nicht an die unterschiedlichen Launen des Lebens zu denken: Da sind die unschuldigen Kinder dieses Pflegeheims, denen das Schicksal schwer zugetragen hat, und dennoch strahlen sie eine innere Schönheit aus, welcher wir Nichtbehinderte lediglich nacheifern können.

Die Freude der Kinder zu sehen, lässt einem das Herz aufgehen.

Auch wenn es nur für einen Tag sein mag: Die Kinder genießen das Abenteuer in vollen Zügen.

Auch Marliese Fritz würde diese Augenblicke am liebsten für immer festhalten.

Alle Kinder erfahren von freiwilligen Helfern persönliche Aufmerksamkeit.

Eckie der Clown sorgte mit seinen Späßchen für Bauchmuskelkrämpfe.

„Na, wo hab ich’s wohl versteckt?"

Ein ganz besonderer Tag für alle Teilnehmer.

Viele der Kinder können die Schönheit des Meeres nur fühlen, aber nicht sehen.

Selbst beim Essen findet man Zeit, mit den Fotografen zu spaßen.


YWCA Präsidentin springt vom Turm

Freiwillige Touristenpolizisten legen Mutprobe ab

Narisa Nitikarn

Kapitän Chirawat Sukontasaph, stellvertretender Inspektor bei der Touristenpolizei, und 87 zukünftige freiwillige Hilfspolizisten versammelten sich am 5. April beim Ausbildungszentrum der Königlich Thailändischen Marine (RTN) in Sattahip. Die Volontäre, die sich für das Wohl der Touristen einsetzen, legten nun beim Prinz Chumporn Khetudomsak Camp die Mutprobe ab. Obwohl Nittaya Patimasongkhorh, die Präsidentin vom YWCA, keine freiwillige Touristenpolizistin ist, führte sie dennoch die Gruppe der Freiwilligen an und stellte ihren Mut unter Beweis, als sie vom 10 Meter hohen Turm sprang.

(Von links) Pattaya Mails Generalmanager Kamolthep Malhotra interviewt Nittaya Patimasongkhorh und Kapitän Chirawat Sukontasaph, stellvertretender Inspektor der Touristenpolizei, nach der bestandenen Mutprobe.

Es war dies bereits die zweite Prüfung für die freiwilligen Polizisten, und diesmal nahmen zwölf Frauen und 75 Männer teil. Auch einige Ausländer befanden sich unter den Mutigen.

Zweiter Leutnant zur See Somjit Kujirapan, Ausbilder in der Spezialabteilung für Kriegsführung zur See, verfolgte, wie die Teilnehmer die Mutprobe, mit Seilen gesichert von einem zehn Meter hohen Turm zu springen, bestanden. Auch wenn so mancher dabei weiche Knie hatte: Alle sind imstande, sich für die Sicherheit und Hilfe der Touristen einzusetzen, meinte Somjit.

Und auf geht’s nach unten!

Zweiter Leutnant zur See, Somjit Kujirapan, Ausbilder in der Spezialabteilung für Kriegsführung zur See, bereitet die Teilnehmer auf den Sprung vom Zehnmeterturm vor.


Pattaya begeht den Nationalen Altentag

Vimolrat Singnikorn

Am 10. April wurde im Staatlichen Gesundheitszentrum Pattaya der „Nationale Altentag" gefeiert. Mit Jasmin- und Rosenduftstoffen angereichertes Wasser wurde den älteren Menschen über die Hände gegossen, um sie nach thailändischer Tradition zu ehren. Bürgermeister Niran Wattanasartsathorn, dessen Berater Itthipol Khunplome, Vizebürgermeister Verawat Khakhay und Pattayas ständiger Sekretär Apichat Puetphan fanden sich neben vielen Menschen der älteren Generation zu dieser Veranstaltung ein. Insgesamt nahmen über 200 Leute an diesem Segen spendenden Ereignis teil.

Bürgermeisterberater Itthipol Khunplome ehrt die älteren Menschen, indem er ihnen nach thailändischer Tradition Duftwasser über die Hände gießt.

Zur Eröffnung führte der Bürgermeister zusammen mit den anderen einen thailändischen Volkstanz auf. Später spielte er sogar auf der Tom-Tom Trommel, und die Bewohner des Ban Banglamung Sozialen Wohlfahrts- und Entwicklungszentrums tanzten zu den eingängigen Rhythmen. Dafür gab es von allen Seiten einen großen Applaus.

Die Bewohner des Ban Banglamung Altenheimes führen einen thailändischen Volkstanz auf.

Niran sagte in seiner Rede, dass die Menschen Thailands aufgrund der wirtschaftlichen, sozialen und umwelttechnischen Entwicklung immer älter werden. Die jüngere Generation sollte daher zu den Älteren aufschauen und sie ehren. Auch der Staat ehrt seine ältesten Einwohner jedes Jahr am 13. April mit dem „Nationalen Altentag".

Die Gründung des Nationalen Altentages geht bis in die Zeit von General Prem Tinasulanon zurück. Die Blume „White Cheesewood" wurde zum Symbol der alten Menschen bestimmt.

Bürgermeister Niran Wattanasartsathorn bringt am „Nationalen Altentag" mit einer Tom-Tom Trommel die ältere Generation zum Tanzen.


Freimaurer treffen sich zu unvergesslichem Abend

Der Ehrwürdige Großmeister des Distrikts, Dr. Daljit Singh Nagreh, spricht zu der Versammlung. Sitzend von links nach rechts: Bruder Krisda Arunvongse, Bruder Mike Johnston, Bruder Dustan Fernandez und Bruder Christopher Moore.

Paul Strachan

Freimaurerei ist ein Begriff, der in den Köpfen der Menschen Gedanken an verborgene Gesellschaften mit altertümlichen Ritualen, Traditionen und vielen Geheimnissen hervorruft. Manche denken gar, dass es sich um eine Welt handelt, in welche sie nicht eintreten dürfen.

Neulich war ich zu einem Harmonieabend im Royal Cliff Grand eingeladen, wo mir ein Einblick in diese geheime Organisation gewährt wurde, die für mich seit Jahren als Quelle für Intrigen galt. Als Schotte war es mir eher peinlich, nur wenig über die Freimaurer zu wissen. In der Hinterstube meines Gedächtnisses war aber noch die Erinnerung an den Tag, als ich den schmalen Treppenaufgang zum prachtvollen Denkmal in Edinburghs Princess Street hinaufstieg. Ich wusste sogar noch, dass dieses Monument von Sir Walter Scott von der Freimaurerloge gesponsert worden war.

Diese Erinnerung ist allerdings lange her und basiert auf Hörensagen. Deshalb nahm ich die Chance wahr und unterhielt mich mit dem Ehrwürdigem Großmeister des Distrikts, Dr. Daljit Singh Nagreh, der mich sogleich über die Werte der Freimaurerei aufklärte. Die Freimaurer sind eine ehrenwürdige, brüderliche Gesellschaft, die über 250 Jahre alt ist und in welcher alle Mitglieder die gleichen moralischen und metaphysischen Ideale verfolgen. Die Organisation, die mit Steinmetzwerkzeug metaphorisch über Moral lehrt und aus guten bessere Menschen macht, ist heutzutage nur spärlich aktiv.

Die Mitglieder können der Gesellschaft keinesfalls einfach so beitreten, sondern werden ausgewählt, sagte der Großmeister. Ich fragte, auf welche Eigenschaften sie bei der Auswahl ihrer Mitglieder achten. Menschen, die sich in der Gesellschaft ehrenwert und respektvoll verhalten, kämen hierfür in Frage. Sie würden von einem Beitritt profitieren, genauso, wie umgekehrt alle anderen Mitglieder von ihm profitierten, meinte Dr. Daljit. Oft als Geheimgesellschaft bezeichnet ist der Begriff esoterische Gesellschaft eher zutreffend. Es sind lediglich bestimmte Aspekte, die vertraulich sind.

Die Freimaurerei des 21. Jahrhunderts ist weniger eine Geheimgesellschaft als eine Gesellschaft mit Geheimnissen. Das einzige Geheimnis ist heute, wie sich die Gefährten untereinander erkennbar machen. Durch das Internet werden viele Geheimnisse gelüftet, die man Organisationen wie den Freimaurern zuschreibt.

Jeder, der Informationen sucht, findet diese auch. Alle Logen haben ihre Webseiten. Die meisten Mitglieder betrachten die Geheimhaltung als Beweis dafür, ein Versprechen halten zu können. Ich lernte übrigens auch, dass sich die Freimaurer nicht unbedingt in einer Loge sondern vielmehr als eine Loge treffen.

An diesem Harmonieabend wurde etwas gefeiert, das schon zuvor hinter verschlossenen Türen stattfand. Die neuen Großmeister der beiden Logen Lane Xang (LLX) und Pattaya West Winds (LPWW) sowie mehrere Amtsinhaber wurden neu gewählt. Diese Veranstaltung war natürlich ausschließlich eingeweihten Freimaurern vorbehalten. Beim Festessen durften jedoch auch Nichtmitglieder wie ich und Ehefrauen teilnehmen.

Wie üblich tischte das Royal Cliff Beach Resort ein köstliches Gericht nach dem anderen auf, kombiniert mit edlen Weinen. Die Förmlichkeit untereinander einerseits gemischt mit den vielen Trinksprüchen andererseits, unterstrich die Kameradschaft der Mitglieder. Dann war es Zeit für die Musik.

Bruder Peter Malhotra führte die Versammlung bei der mitreißenden Wiedergabe des Masterliedes. LPWW Großmeister Mike Johnston bedankte sich bei allen Anwesenden, die sich zum Harmonieabend der LPWW und der LLX eingefunden hatten und vor allem bei den Schwesternlogen sowie bei den Brüdern der Logen von Morakot und Chula. Einen ganz besonderen Dank richtete Johnston an die Amtsinhaber, die aus Malaysia angereist waren und mit viel zeitlichem und finanziellem Aufwand die Veranstaltung organisierten. „Wer sich fragt, ob er gerade ein Déjà-vu-Erlebnis hatte, der hat Recht. Ich bin wieder hier! In alten Liedern heißt es ,Beim zweiten Mal ist es immer besser!‘ Das kann ich zwar nicht versprechen, aber ich werde nächstes Jahr darauf zurückkommen." Das vergangene freimaurerische Jahr als Großmeister sei ihm eine wahre Freude gewesen. Er hatte die Möglichkeit, mit einigen der ehrenwertesten Menschen zusammen zu arbeiten und von ihnen zu lernen. Zudem kam er auf ein paar Errungenschaften aus dem letzten Jahr zu sprechen.

Die Natur sorgte für reichlich Arbeit für die Brüder der LPWW. Letzten Juni sorgte eine schreckliche Flut mit einem anschließend wütenden Feuer dafür, dass ein Großteil der Pakanyor Stiftung in Chiang Mai beschädigt wurde. Viele Schüler verloren ihre Schlaf- und Schulräume. Die Brüder der LPWW konnten zwei Unterkünfte ausfindig machen, die in Phuket als Hilfsprojekt für Tsunamiopfer errichtet worden waren und keine Verwendung mehr fanden.

Sie erwarben diese, ließen sie nach Chiang Mai verfrachten und dort wieder aufbauen. Die Brüder Kevin Fisher, Middy Campbell, David Doll und „Mister Pakanyor Stiftung" persönlich, Bruder James Soutar, realisierten dieses Projekt. Während der Arbeiten wurden Doll und Soutar bei einem Autounfall verletzt, und „Jimmy" musste monatelang das Bett hüten. Inzwischen ist er wieder genesen, so dass er an diesen Feierlichkeiten teilnehmen konnte.

Im Dezember 2006 ereignete sich ein ähnliches Szenario in Ban Yai Nonthaburi, wo zwei Schulen überschwemmt wurden. Wieder wurden zwei ausgediente Unterkünfte ausgemacht, transportiert und aufgestellt. Diesmal waren es die Brüder Kevin Fischer, Middy Campbell und Tony Shuttleworth, die sich um alles kümmerten.

Im September organisierte die LPWW zusammen mit dem Charity Club Pattaya einen Ballabend, an welchem 120.000 Baht für bestimmte Wohltätigkeiten zusammen kamen. Die Hälfte geht an das Camillian Center in Rayong. Dort bietet Vater Giovanni Contarin Unterkunft und medizinische Versorgung für HIV-Patienten allen Alters. Die zweiten 60.000 Baht kamen der Pakanyor Stiftung zugute. Bruder James Soutar leitet diese Einrichtung, die sich um das Mon Bergvolk aus Chiang Mai und Chiang Rai kümmert.

Großmeister Mike begrüßte dann die neu gewählten Großmeister Duncan Niven von der St. John Loge, Chris Moore von der Lane Xang Loge und Chompol Nilavadhanananda von der Rattankosin Loge und wünschte ihnen ein erfolgreiches Jahr im König Salomon Stuhl. Der herzliche Beifall von allen Brüdern und Gästen verdeutlichte die Beliebtheit von Bruder Mike Johnston.

Dann bedankte sich Chris Moore wiederum bei dem stellvertretenden Großmeister des Distrikts, Bruder Dunstan Fernandez, für die tolle Amtseinweihung. Er gratulierte allen neu gewählten LLX Amtsinhabern und richtete einen besonderen Dank an den ehemaligen Großmeister, Bruder Leighton Fowles, für seine exzellente Arbeit und Leitung im vergangenen Jahr. „Lane Xang ist eine kleine Loge, aber wir verzeichnen einen Mitgliederzuwachs. Ich freue mich, bald noch mehr Menschen aufzunehmen. Wir werden viele Logen besuchen und hoffen auf ein Wiedersehen bei unserem Treffen in Bangkok."

Dann traute ich meinen Augen kaum, als drei Vollblut-Schotten herein traten und Haggis auftischten. Jeder, der für einen Augenblick seine vegetarischen Neigungen beiseite schieben konnte, durfte sich bedienen.

Auf meinem Heimweg musste ich immer an die Worte denken, die ich an diesem Abend gehört hatte: „Nächstenliebe und Wohltätigkeit sind unsere Eckpfeiler, Hilfe für Bedürftige ist unser Hauptanliegen. Die Brüder geben ihr Möglichstes, positiv auf unsere Gesellschaft einzuwirken und das Leben der Bedürftigen zu verbessern, indem sie die freimaurerischen Ideale vorleben."

Bruder Mike Johnston (sitzend, Mitte), Ehrwürdiger Großmeister des Distrikts Lodge West Winds No. 1803 S.C., mit Mitgliedern der Bezirksgroßloge des Mittleren Ostens und Mitgliedern seiner Loge.

Bruder Christopher Moore (sitzend, Mitte), Ehrwürdiger Großmeister der Loge Lane Xang No. 1632 S.C., mit Mitgliedern der Bezirksgroßloge des Mittleren Ostens und Mitgliedern seiner Loge.


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