7. Jahrgang
Ausgabe Nr. 6

5. Februar - 11. Februar 2008
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Überschriften [bitte klicken Sie an der Überschrift um zu dem vollständigen Bericht zu gelangen]:

Was sagt man, nachdem man „Hallo“ gesagt hat?

Take-Off für einheitlichen Zahlungsverkehr in Europa

Marine startet Schutzprojekt für seltene Dugongs

 

Was sagt man, nachdem man „Hallo“ gesagt hat?

Diplom-Psychologe behandelt drei Personalitäten in jeder Person

Michaela Anders

Die erste Versammlung des Deutschsprachigen Unternehmens-Treffs im neuen Jahr fand am 26. Januar wieder bei „Hans - Fine Dining“ an der 3. Road statt. Auch diesmal hatte DSU-Vorsitzende Elfi Seitz ein ganz besonders interessantes Thema gefunden: die Interaktion im Betrieb bzw. das aufeinander bezogene Handeln zweier oder mehrerer Personen am Arbeitsplatz. Für ein intaktes Betriebsklima ist die Wechselwirkung zwischen den Kollegen von entscheidender Bedeutung. Welche Wortwahl ist in welchen Situationen angemessen? Wie reagiere ich auf Kritik meines Vorgesetzten? Wie verhalte ich mich als leitender Angestellter gegenüber meinem Team?
Als Gastsprecher war diesmal Wolfram Reda anwesend. Der Diplom-Psychologe wurde vor 67 Jahren in Berlin-Lichtenberg geboren. Seinen Abschluss an der TU Berlin feierte er 1971 mit der Note 1,6. Im Anschluss war Reda als Betriebspsychologe bei der Deutschen Lufthansa in Köln und später bei der Bayer AG in Leverkusen tätig. Von 1977 bis 2005 arbeitete er als Lehrer an der Thomas Eßer Schule in Euskirchen. In seiner Zeit als Angestellter sammelte Reda viel Erfahrung in den Bereichen Psycho- und Verhaltenstherapie und war zeitweise auch Leiter einer Kindertagesstätte.

Elfi Seitz, Chefredakteurin des Pattaya Blatt, interviewt Wolfram Reda. Das Interview wird am Mittwoch, den 6. Februar, auf PMTV ausgestrahlt.

Seit Januar 2007 lebt er nun mit seiner thailändischen Frau in Bangkok. So manche haben den Musikbegeisterten, er spielt noch heute in einem Orchester, vielleicht schon bei einem seiner monatlichen Auftritte bei der Messe der deutschsprachigen katholischen Gemeinde im Redemptorist Center gesehen. Dort liefert er regelmäßig eine Kostprobe auf seinem Fagott ab, das er schon seit über 20 Jahren spielt.
„Menschen handeln aus einem Gefühl heraus“, weiß Reda, der in seinem Vortrag schnell auf den wesentlichen Bestandteil bei der Interaktionsanalyse zu sprechen kam: die Gliederung der drei Ich-Zustände (Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich, Kind-Ich) einer an der Kommunikation beteiligten Person. Dabei lässt sich der jeweilige Ich-Zustand seines Gegenübers an verbalen und nicht-verbalen Äußerungen (Mimik, Gestik, Haltung, etc.) erkennen. So kann das Eltern-Ich sorgend („Ist Ihr Arbeitsplatz hell genug?“) oder kontrollierend („Haben Sie schon die Post erledigt?“) sein. Das Erwachsenen-Ich ist dagegen eher von Sachlichkeit und Vernunft geprägt („Sie haben noch zehn Urlaubstage.“ „Wie können wir die Produktivität erhöhen?“). Beim Kind-Ich wird nochmals unterteilt. So gibt es das Eltern-Ich im Kind-Ich, auch Schweine-Ich genannt („Das möchte ich lieber selbst machen.“), den Kleinen Professor („Gibt es ein Leben nach dem Tod?“) und das Reine Kind-Ich („Ich will – und möglichst sofort!“).

Mit Spannung erwarten die Teilnehmer den Vortrag des Diplom-Psychologen Wolfram Reda.

Ein Gespräch verläuft komplementär, wenn zwei Personen im Verlauf den Ich-Zustand, der zwischen beiden durchaus unterschiedlich sein darf, beibehalten. Folgend ein komplementärer Gesprächsverlaufs zweier Personen mit gleichem Ich-Zustand (Eltern-Ich an Eltern-Ich). Person X: „Herr Schmidt ist schon seit drei Wochen krank.“ Person Y: „Ja, ich hoffe, es ist nichts Ernstes.“ Bei unterschiedlichen Ich-Zuständen könnte ein Gespräch wie folgt verlaufen. Person X (Eltern-Ich an Kind-Ich): „Wann sind Sie endlich mit Ihrem Bericht fertig?“ Person Y (Kind-Ich an Eltern-Ich): „Soll ich heute länger bleiben, damit er fertig wird?“ Auch diese Interaktion ist komplementär.
Ist dem nicht so, spricht man von einer Überkreuz-Transaktion, d. h., die Äußerung von Person X (unabhängig ihres Ich-Zustands) wird von Person Y mit einer Äußerung beantwortet, die an einen anderen Ich-Zustand von Person X gerichtet ist. Beispiel: Person X (Eltern-Ich an Kind-Ich): „Die Kopien sind zu hell!“ Person Y (Eltern-Ich an Kind-Ich): „Ihre Vorlage taugt nichts!“ Ein weiteres Beispiel: Person X (Kind-Ich an Kind-Ich): „Ich bin reif für die Insel.“ Person Y (Erwachsenen-Ich an Erwachsenen-Ich): „Ihnen stehen noch acht Urlaubstage zu.“ Wie man erkennt, sind Überkreuz-Transaktionen nicht automatisch negativ.
Wichtig für den positiven Verlauf einer Interaktion ist selbstverständlich, Respekt gegenüber seinem Gesprächspartner zu zeigen. Menschen, die zusätzlich Erfahrung im Bereich der Interaktionsanalyse haben, können mitunter selbst unangenehme Momente souverän meistern. Dazu bedarf es zwar einer gewissen Feinfühligkeit, doch diese kann sich jeder Mensch aneignen.
Aufgrund der Komplexität des interessanten Themas war es nicht überraschend, dass die Gäste wieder wesentlich länger als geplant verweilten. Mit einem feinen Vier-Gänge-Menü, edlem Wein und herbem Bier war für das Wohlbehagen der Teilnehmer, wie immer bei „Hans“, ohnehin bestens gesorgt.

Die Teilnehmer des DSU-Treffs posieren für ein Erinnerungsphoto.


Take-Off für einheitlichen Zahlungsverkehr in Europa

IBAN und BIC lösen Kontonummer und Bankleitzahl ab

Trutz Fiddikow
Nach mehrjährigen Vorarbeiten hat die Umstellungsphase auf das einheitliche, paneuropäische Zahlungssystem SEPA (Single Euro Payments Area) begonnen. Für alle Euro-Zahlungen gelten für grenzüberschreitende Zahlungen in Zukunft die gleichen Bedingungen und Standards wie für landesinterne Transaktionen. Das gewohnte Format mit Kontonummer und Bankleitzahl wird dabei auch bei Inlandsüberweisungen vom internationalen Standard IBAN und BIC abgelöst, was zur eindeutigen Identifizierung des Empfängers beitragen soll. „Die Kunden müssen mit den neuen Zahlenwerten vertraut gemacht werden, ähnlich wie bei der Einführung des Euro, auch wenn IBAN und BIC bei Online-Überweisungen bereits jetzt vorhanden sind“, erklärt Stephan Rabe, Leiter der Pressekommunikation beim Bundesverband öffentlicher Banken Deutschlands http://www.voeb.de, auf Anfrage von pressetext.
Seit 1. Januar 2008 muss es Bankkunden in 31 europäischen Ländern (die EU-27 plus Norwegen, Schweiz, Island und Liechtenstein) möglich sein, einheitliche Instrumente des Zahlungsverkehrs zu verwenden. Ab 28. Januar erfolgt mit Einführung der „SEPA-Überweisung“ der schrittweise Übergang zum neuen System. So enthält der IBAN-Code Informationen über Staat, Bank, Institut und Kontonummer. „Von den Banken muss eine Aufklärungskampagne gestartet werden, um die Konsumenten an die SEPA-Verfahren zu gewöhnen“, meint Rabe. Dafür sei ein Parallelbetrieb von altem und neuem System notwendig. „Dabei handelt es sich um einen marktgetriebenen Prozess. Die Banken haben in SEPA investiert und wollen doppelte Kosten aus dem Parallelbetrieb verhindern“, prognostiziert Rabe lediglich ein kurzes Nebeneinander von Kontonummer und IBAN.
Zur Umsetzung von SEPA wird in den 31 Staaten ein einheitlicher technischer und rechtlicher Rahmen geschaffen, für dessen Erarbeitung das European Payments Council (EPC) http://www.euro peanpaymentscouncil.eu, ein Zusammenschluss aus Banken und Bankverbänden, in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission und der EZB zuständig ist. Den größten Anteil der auf rund zehn Mrd. Euro geschätzten Kosten für die SEPA-Einführung, die unter den Teilnehmern aufgeteilt werden, macht die vollständige Neuprogrammierung der Banken-Zahlungsverkehrs-Infrastruktur aus. „Die öffentliche Verwaltung hat zum Unmut der Institute noch keine Zusagen für die Nutzung der SEPA-Zahlungsverkehrsmodalitäten gemacht“, heißt es von Rabe im pressetext-Gespräch.
Hauptsächlich international agierende Unternehmen werden aus der europaweiten Gleichschaltung der Zahlungsverkehrsmodalitäten Vorteile ziehen. Über geringere Überweisungskosten hinaus werden banklogistische Vorgänge vereinfacht, was zu einer unkomplizierteren Abwicklung der länderübergreifenden Geschäfte führt. Dementsprechend soll es ab November 2009 möglich sein, Lastschriftverfahren aus allen SEPA-Teilnehmerstaaten einzuleiten. Zuverlässigere Transaktionen und die Möglichkeit, Bankkarten auch im europäischen Ausland zu benutzen, stellen Vorteile des bargeldlosen Zahlungsverkehrs für Privatkunden dar. „Für Überweisungen wird es äußerst attraktive Preismodelle geben, die für alle Konsumenten attraktiv sein dürften. Hinzu kommt, dass die Fristen für den Eingang von Zahlungen verkürzt und genau festgelegt sind, was primär für den Empfänger interessant sein dürfte“, sagt Rabe. Die maximale Überweisungsdauer für Transaktionen ohne Betragslimit innerhalb der SEPA-Länder wurde anfangs auf drei, ab 2012 auf nur einen Tag festgelegt. (pte.)


Marine startet Schutzprojekt für seltene Dugongs

Über 100 Schüler werden über die Lebensgewohnheiten
der Dugongs unterrichtet.

Patcharapol Panrak
Die Königlich Thailändische Flotte (RTF) leitet gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung und Schulen aus Sattahip ein Projekt, das den vom Aussterben bedrohten Dugongs (Dugong dugon) zugute kommt. Die Marine will sicherstellen, dass die Hauptnahrung der letzten verbliebenen Art aus der Familie der Gabelschwanzseekühe (Dugongidae), das Seegras, ausreichend vorhanden ist.
Konteradmiral Pachon Ramkomut, stellvertretender Oberbefehlshaber der RTF und Präsident des Projekts, leitete am 21. Januar in der Singsamut Schule ein Seminar, bei welchem die Schüler über allerlei Wissenswertes rund um den Schutz und Erhalt der Dugongs, auch Seeschweine genannt, aufgeklärt wurden. Man erhofft sich, dass die Menschen entlang des Küstengebiets, vor allem die Fischer, mehr Rücksicht auf die inzwischen so selten gewordene Tierart nehmen.
Wie bei allen Meeresbewohnern wirkt sich die vom Menschen verursachte Umweltverschmutzung auch auf das Leben der Dugongs aus. Der Erhalt ihres Vorkommens setzt zwei Dinge voraus: sauberes Wasser und ausreichend Nahrung.
Auch Vertreter von anderen Gemeindeverwaltungen und der Küstenwache sowie Dozenten des Instituts für Meereswissenschaften an der Burapha Universität, des Meeresforschungszentrums der Ostküste und des Ausbildungs- und Entwicklungszentrums in Kung Graben waren neben den etwa 100 Schülern anwesend.
Regelmäßig entdecken Segler vor der Küste Sattahips das eine oder andere Exemplar, sagte Konteradmiral Pachon. In der Nähe des Apakorn Kiatwing Hospitals wurden Dugongs sogar schon in unmittelbarer Ufernähe gesichtet. In dieser Hoffnung besuchen zahlreiche Touristen das Gebiet. Vizeadmiral Chamnong Kittipeerachon, Oberbefehlshaber der RTF, rief deshalb dieses Schutzprojekt ins Leben, das nach und nach auf angrenzende Gebiete ausgeweitet werden soll.


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