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Was sagt man, nachdem man „Hallo“ gesagt hat?
Diplom-Psychologe behandelt drei Personalitäten in jeder Person
Michaela Anders
Die erste Versammlung des Deutschsprachigen Unternehmens-Treffs im neuen
Jahr fand am 26. Januar wieder bei „Hans - Fine Dining“ an der 3. Road
statt. Auch diesmal hatte DSU-Vorsitzende Elfi Seitz ein ganz besonders
interessantes Thema gefunden: die Interaktion im Betrieb bzw. das
aufeinander bezogene Handeln zweier oder mehrerer Personen am Arbeitsplatz.
Für ein intaktes Betriebsklima ist die Wechselwirkung zwischen den Kollegen
von entscheidender Bedeutung. Welche Wortwahl ist in welchen Situationen
angemessen? Wie reagiere ich auf Kritik meines Vorgesetzten? Wie verhalte
ich mich als leitender Angestellter gegenüber meinem Team?
Als Gastsprecher war diesmal Wolfram Reda anwesend. Der Diplom-Psychologe
wurde vor 67 Jahren in Berlin-Lichtenberg geboren. Seinen Abschluss an der
TU Berlin feierte er 1971 mit der Note 1,6. Im Anschluss war Reda als
Betriebspsychologe bei der Deutschen Lufthansa in Köln und später bei der
Bayer AG in Leverkusen tätig. Von 1977 bis 2005 arbeitete er als Lehrer an
der Thomas Eßer Schule in Euskirchen. In seiner Zeit als Angestellter
sammelte Reda viel Erfahrung in den Bereichen Psycho- und Verhaltenstherapie
und war zeitweise auch Leiter einer Kindertagesstätte.
Elfi
Seitz, Chefredakteurin des Pattaya Blatt, interviewt Wolfram Reda. Das Interview
wird am Mittwoch, den 6. Februar, auf PMTV ausgestrahlt.
Seit Januar 2007 lebt er nun mit seiner thailändischen Frau in Bangkok. So
manche haben den Musikbegeisterten, er spielt noch heute in einem Orchester,
vielleicht schon bei einem seiner monatlichen Auftritte bei der Messe der
deutschsprachigen katholischen Gemeinde im Redemptorist Center gesehen. Dort
liefert er regelmäßig eine Kostprobe auf seinem Fagott ab, das er schon seit
über 20 Jahren spielt.
„Menschen handeln aus einem Gefühl heraus“, weiß Reda, der in seinem Vortrag
schnell auf den wesentlichen Bestandteil bei der Interaktionsanalyse zu
sprechen kam: die Gliederung der drei Ich-Zustände (Eltern-Ich,
Erwachsenen-Ich, Kind-Ich) einer an der Kommunikation beteiligten Person.
Dabei lässt sich der jeweilige Ich-Zustand seines Gegenübers an verbalen und
nicht-verbalen Äußerungen (Mimik, Gestik, Haltung, etc.) erkennen. So kann
das Eltern-Ich sorgend („Ist Ihr Arbeitsplatz hell genug?“) oder
kontrollierend („Haben Sie schon die Post erledigt?“) sein. Das
Erwachsenen-Ich ist dagegen eher von Sachlichkeit und Vernunft geprägt („Sie
haben noch zehn Urlaubstage.“ „Wie können wir die Produktivität erhöhen?“).
Beim Kind-Ich wird nochmals unterteilt. So gibt es das Eltern-Ich im
Kind-Ich, auch Schweine-Ich genannt („Das möchte ich lieber selbst
machen.“), den Kleinen Professor („Gibt es ein Leben nach dem Tod?“) und das
Reine Kind-Ich („Ich will – und möglichst sofort!“).
Mit
Spannung erwarten die Teilnehmer den Vortrag des Diplom-Psychologen Wolfram
Reda.
Ein Gespräch verläuft komplementär, wenn zwei Personen im Verlauf den
Ich-Zustand, der zwischen beiden durchaus unterschiedlich sein darf,
beibehalten. Folgend ein komplementärer Gesprächsverlaufs zweier Personen
mit gleichem Ich-Zustand (Eltern-Ich an Eltern-Ich). Person X: „Herr Schmidt
ist schon seit drei Wochen krank.“ Person Y: „Ja, ich hoffe, es ist nichts
Ernstes.“ Bei unterschiedlichen Ich-Zuständen könnte ein Gespräch wie folgt
verlaufen. Person X (Eltern-Ich an Kind-Ich): „Wann sind Sie endlich mit
Ihrem Bericht fertig?“ Person Y (Kind-Ich an Eltern-Ich): „Soll ich heute
länger bleiben, damit er fertig wird?“ Auch diese Interaktion ist
komplementär.
Ist dem nicht so, spricht man von einer Überkreuz-Transaktion, d. h., die
Äußerung von Person X (unabhängig ihres Ich-Zustands) wird von Person Y mit
einer Äußerung beantwortet, die an einen anderen Ich-Zustand von Person X
gerichtet ist. Beispiel: Person X (Eltern-Ich an Kind-Ich): „Die Kopien sind
zu hell!“ Person Y (Eltern-Ich an Kind-Ich): „Ihre Vorlage taugt nichts!“
Ein weiteres Beispiel: Person X (Kind-Ich an Kind-Ich): „Ich bin reif für
die Insel.“ Person Y (Erwachsenen-Ich an Erwachsenen-Ich): „Ihnen stehen
noch acht Urlaubstage zu.“ Wie man erkennt, sind Überkreuz-Transaktionen
nicht automatisch negativ.
Wichtig für den positiven Verlauf einer Interaktion ist selbstverständlich,
Respekt gegenüber seinem Gesprächspartner zu zeigen. Menschen, die
zusätzlich Erfahrung im Bereich der Interaktionsanalyse haben, können
mitunter selbst unangenehme Momente souverän meistern. Dazu bedarf es zwar
einer gewissen Feinfühligkeit, doch diese kann sich jeder Mensch aneignen.
Aufgrund der Komplexität des interessanten Themas war es nicht überraschend,
dass die Gäste wieder wesentlich länger als geplant verweilten. Mit einem
feinen Vier-Gänge-Menü, edlem Wein und herbem Bier war für das Wohlbehagen
der Teilnehmer, wie immer bei „Hans“, ohnehin bestens gesorgt.

Die Teilnehmer des DSU-Treffs posieren für ein
Erinnerungsphoto.
Take-Off für einheitlichen Zahlungsverkehr in Europa
IBAN und BIC lösen Kontonummer und Bankleitzahl ab
Trutz Fiddikow
Nach mehrjährigen Vorarbeiten hat die Umstellungsphase auf das
einheitliche, paneuropäische Zahlungssystem SEPA (Single Euro Payments Area)
begonnen. Für alle Euro-Zahlungen gelten für grenzüberschreitende Zahlungen
in Zukunft die gleichen Bedingungen und Standards wie für landesinterne
Transaktionen. Das gewohnte Format mit Kontonummer und Bankleitzahl wird
dabei auch bei Inlandsüberweisungen vom internationalen Standard IBAN und
BIC abgelöst, was zur eindeutigen Identifizierung des Empfängers beitragen
soll. „Die Kunden müssen mit den neuen Zahlenwerten vertraut gemacht werden,
ähnlich wie bei der Einführung des Euro, auch wenn IBAN und BIC bei
Online-Überweisungen bereits jetzt vorhanden sind“, erklärt Stephan Rabe,
Leiter der Pressekommunikation beim Bundesverband öffentlicher Banken
Deutschlands http://www.voeb.de, auf Anfrage von pressetext.
Seit 1. Januar 2008 muss es Bankkunden in 31 europäischen Ländern (die EU-27
plus Norwegen, Schweiz, Island und Liechtenstein) möglich sein, einheitliche
Instrumente des Zahlungsverkehrs zu verwenden. Ab 28. Januar erfolgt mit
Einführung der „SEPA-Überweisung“ der schrittweise Übergang zum neuen
System. So enthält der IBAN-Code Informationen über Staat, Bank, Institut
und Kontonummer. „Von den Banken muss eine Aufklärungskampagne gestartet
werden, um die Konsumenten an die SEPA-Verfahren zu gewöhnen“, meint Rabe.
Dafür sei ein Parallelbetrieb von altem und neuem System notwendig. „Dabei
handelt es sich um einen marktgetriebenen Prozess. Die Banken haben in SEPA
investiert und wollen doppelte Kosten aus dem Parallelbetrieb verhindern“,
prognostiziert Rabe lediglich ein kurzes Nebeneinander von Kontonummer und
IBAN.
Zur Umsetzung von SEPA wird in den 31 Staaten ein einheitlicher technischer
und rechtlicher Rahmen geschaffen, für dessen Erarbeitung das European
Payments Council (EPC) http://www.euro peanpaymentscouncil.eu, ein
Zusammenschluss aus Banken und Bankverbänden, in Zusammenarbeit mit der
EU-Kommission und der EZB zuständig ist. Den größten Anteil der auf rund
zehn Mrd. Euro geschätzten Kosten für die SEPA-Einführung, die unter den
Teilnehmern aufgeteilt werden, macht die vollständige Neuprogrammierung der
Banken-Zahlungsverkehrs-Infrastruktur aus. „Die öffentliche Verwaltung hat
zum Unmut der Institute noch keine Zusagen für die Nutzung der
SEPA-Zahlungsverkehrsmodalitäten gemacht“, heißt es von Rabe im
pressetext-Gespräch.
Hauptsächlich international agierende Unternehmen werden aus der
europaweiten Gleichschaltung der Zahlungsverkehrsmodalitäten Vorteile
ziehen. Über geringere Überweisungskosten hinaus werden banklogistische
Vorgänge vereinfacht, was zu einer unkomplizierteren Abwicklung der
länderübergreifenden Geschäfte führt. Dementsprechend soll es ab November
2009 möglich sein, Lastschriftverfahren aus allen SEPA-Teilnehmerstaaten
einzuleiten. Zuverlässigere Transaktionen und die Möglichkeit, Bankkarten
auch im europäischen Ausland zu benutzen, stellen Vorteile des bargeldlosen
Zahlungsverkehrs für Privatkunden dar. „Für Überweisungen wird es äußerst
attraktive Preismodelle geben, die für alle Konsumenten attraktiv sein
dürften. Hinzu kommt, dass die Fristen für den Eingang von Zahlungen
verkürzt und genau festgelegt sind, was primär für den Empfänger interessant
sein dürfte“, sagt Rabe. Die maximale Überweisungsdauer für Transaktionen
ohne Betragslimit innerhalb der SEPA-Länder wurde anfangs auf drei, ab 2012
auf nur einen Tag festgelegt. (pte.)
Marine startet Schutzprojekt
für seltene Dugongs

Über 100 Schüler werden über die
Lebensgewohnheiten
der Dugongs unterrichtet.
Patcharapol Panrak
Die Königlich Thailändische Flotte (RTF) leitet gemeinsam mit der
Gemeindeverwaltung und Schulen aus Sattahip ein Projekt, das den vom
Aussterben bedrohten Dugongs (Dugong dugon) zugute kommt. Die Marine will
sicherstellen, dass die Hauptnahrung der letzten verbliebenen Art aus der
Familie der Gabelschwanzseekühe (Dugongidae), das Seegras, ausreichend
vorhanden ist.
Konteradmiral Pachon Ramkomut, stellvertretender Oberbefehlshaber der RTF
und Präsident des Projekts, leitete am 21. Januar in der Singsamut Schule
ein Seminar, bei welchem die Schüler über allerlei Wissenswertes rund um den
Schutz und Erhalt der Dugongs, auch Seeschweine genannt, aufgeklärt wurden.
Man erhofft sich, dass die Menschen entlang des Küstengebiets, vor allem die
Fischer, mehr Rücksicht auf die inzwischen so selten gewordene Tierart
nehmen.
Wie bei allen Meeresbewohnern wirkt sich die vom Menschen verursachte
Umweltverschmutzung auch auf das Leben der Dugongs aus. Der Erhalt ihres
Vorkommens setzt zwei Dinge voraus: sauberes Wasser und ausreichend Nahrung.
Auch Vertreter von anderen Gemeindeverwaltungen und der Küstenwache sowie
Dozenten des Instituts für Meereswissenschaften an der Burapha Universität,
des Meeresforschungszentrums der Ostküste und des Ausbildungs- und
Entwicklungszentrums in Kung Graben waren neben den etwa 100 Schülern
anwesend.
Regelmäßig entdecken Segler vor der Küste Sattahips das eine oder andere
Exemplar, sagte Konteradmiral Pachon. In der Nähe des Apakorn Kiatwing
Hospitals wurden Dugongs sogar schon in unmittelbarer Ufernähe gesichtet. In
dieser Hoffnung besuchen zahlreiche Touristen das Gebiet. Vizeadmiral
Chamnong Kittipeerachon, Oberbefehlshaber der RTF, rief deshalb dieses
Schutzprojekt ins Leben, das nach und nach auf angrenzende Gebiete
ausgeweitet werden soll.
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