7. Jahrgang
Ausgabe Nr. 16

15. April - 21. April 2008
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Sind Parkgebühren wirklich eine Lösung?

Franz Schmid

Der Mangel an Parkplätzen plagt Pattaya schon seit Jahren. Vor allem wildes und unreguliertes Parken macht der Stadt zu schaffen. Kaum jemand hält sich an die einschlägigen Verkehrsvorschriften. Besonders auffällig ist dies an der Beach Road und Teilen der Second Road, hier vor allem vor dem Central Festival Center.
Die Stadt will dem nun einen Riegel vorschieben, indem Parkgebühren erhoben werden sollen. Betroffen davon ist vor allem die Beach Road vom Dusit Thani bis zur Walking Street. Es sollen die Plätze gekennzeichnet werden, an den Parken gegen Entgelt möglich ist. Wer an Stellen parkt, die nicht dafür vorgesehen sind, soll einen Strafzettel erhalten. Die Verkehrssituation an der Beach Road hat seit langem zu Beschwerden von Touristen und Geschäftsleuten geführt. Jetzt endlich haben sich dafür zuständige Beamte aufgerafft, die Situation persönlich in Augenschein zu nehmen. Hat zwar lange gedauert, aber immerhin scheint sich jetzt etwas zu tun. Die Beamten nahmen nun wahr, was dem durchschnittlichen Touristen und Einwohner schon lange bekannt ist.
Jede Menge Mietautos und Mietmotorräder parken dort unendlich lange, weil die betreffenden Unternehmer die Beach Road anscheinend als ihren Privatparkplatz betrachten, der zudem mit selbst gefertigten Absperrungen und Stühlen gekennzeichnet ist. Dies verstärkt das schon vorhandene Verkehrschaos auf der Beach Road. Touristen, die mit dem Auto zur Beach Road kommen, suchen in der Regel verzweifelt nach einer Parkmöglichkeit.
Die Idee mit den Parkgebühren mag auf den ersten Blick bestechend wirken, aber ist sie wirklich die Lösung des Verkehrsproblems an der Beach Road bzw. in der Stadt? Mit einer Verminderung der abgestellten Fahrzeuge ist wohl kaum zu rechnen, es werden halt Parkgebühren bezahlt. Nur die Stadtverwaltung hat durch diese Lösung einen Vorteil, da nun mehr Geld in die Stadtkasse fließt. Der normale Verkehrsteilnehmer wird vielleicht kaum merken, dass sich irgendetwas geändert hat, das Kind hat nur einen neuen Namen bekommen. Sinnvoller wäre es, das Parken an der Beach Road selbst ganz einzuschränken und Parkplätze auf unbebauten und nicht genutzten Grundstücken zu schaffen, ähnlich wie es in Südpattaya schon seit langem gemacht wird. In diesem Zuge sollte man auch die Bahtbusse berücksichtigen. Es sind einfach zu viele, die sich da den ganzen Tag durch diese sowieso schon überlastete Straße quälen. Vielleicht macht der nächste Bürgermeister bzw. Bürgermeisterin endlich einmal Nägel mit Köpfen! Zeit wäre es.


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