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Witwerrente
Sehr geehrte Redaktion,
Ich habe ein sehr wichtiges Anliegen, das auch einen Großteil Ihrer Leser
interessieren wird. Im Jahr 1996 bin ich durch den Tod meiner Frau Witwer
geworden. Sie starb im Alter von 56 Jahren. Sie hätte beim Erreichen des 60.
Lebensjahres Anspruch auf ihre Altersrente. Damit würde der Staat ihr eine
lebenslange Rente garantieren.
Ich bin 2005 nach Thailand ausgewandert, zusammen mit meiner thailändischen
Lebensgefährtin. Bin jetzt 68 Jahre alt und wir wollen zu meinem 70.
Geburtstag heiraten. Jetzt kommt mein Anliegen. Der deutsche Gesetzgeber im
sozialen Bereich hat festgelegt: wenn sich Witwer oder Witwen wieder
verheiraten, dann wird die Witwer- bzw. Witwenrente gestrichen. Ist dies
noch sozial? Warum wird man dafür bestraft, wenn man durch
Wiederverheiratung seinen Lebensabend bereichert? Meine verstorbene Frau hat
ihre Pflichtversicherung ca. 37 Jahre von ihrem Gehalt bezahlt. Es ist im
höchsten Maße ungerecht, dass diese Beträge der Staat einbehält und dem
Nutznießer, wenn er sich wieder verheiratet, eine schallende Ohrfeige gibt.
Ich verstehe nicht, dass die Betroffenen nicht schon längst auf die
Barrikaden gestiegen sind. Hier werden soziale Anrechte vom Staat geraubt.
Ihr E. Bortz
Pflanzenöl als Alternative
Sehr geehrte Redaktion,
Es ist begrüßenswert, dass die Welt nach nachwachsenden Energieträgern sucht
und anwendet. Mit Solarenergie hat sie einen großen Schritt für die
zukünftigen Energiequellen gefunden und weiter technologisch erweitert.
Aber jetzt wird auf Palmöl gesetzt. Selbst die Grünen fördern die neue
Energiegewinnung. Riesige Regenwaldflächen werden dafür abgeholzt, gerodet
und verbrannt, für den Anbau von Palmpflanzenplantagen.
Indonesien ist hier in der Welt führend, keine Umweltschützer reagieren. Den
Orang-Utans wird der Lebensraum genommen. 90 Prozent der Waldfläche
verschwindet, bis zu ca. 5.000 Orang-Utans verenden jährlich. Kürzlich ist
eine Delegation nach Indonesien gereist, und da kam die Erkenntnis aufgrund
der Ausmaße der Abholzung des Regenwaldes, das dieses nicht mehr zu fördern
ist.
Regenwälder sind Filteranlagen, welche die giftigen Schadstoffe in der Luft
aufnehmen und reinen Sauerstoff wieder abgeben.
Wir müssen drastisch umdenken. Wir müssen zurück zur Kohle und Atomkraft.
Kohle ist zwar nicht umweltfreundlich, aber in Mengen vorhanden. Es gibt den
Kohle fördernden Regionen Arbeit und Wohlstand.
E. Bortz
An alle deutschen
Verkehrsteilnehmer
Sehr geehrte Redaktion,
Ich fahre Auto, seit 43 Jahren unfallfrei und bin sehr diszipliniert. Im
Gegensatz zu den Thais, welche im Straßenverkehr auf niemanden Rücksicht
nehmen. Beispiele: Sie kommen aus einer Seitenstraße, wollen sich einfädeln
in den fließenden Verkehr. Aber denkste! Selbst wenn sich auf der
Hauptstraße ein Stau bildet, machen die Thais zu, sie lassen keine Lücke.
Wenn Sie nach rechts abbiegen wollen, oha, seien Sie aufmerksam, sie werden
rechts trotzdem noch überholt. Es gibt zehntausende Verkehrsverstöße, welche
die Thais begehen.
In sehr vielen Fällen im Straßenverkehr habe ich den Thais Vorfahrt gegeben,
in jeder Hinsicht. Aber jetzt komme ich auf den Punkt. Am 28. Juni fuhr ich
auf der Hauptstraße Richtung Suphan Buri. Diese Route ist bei allen
einheimischen Autofahrern bekannt. Sie wissen, auf der linken Fahrspur ist
die Fahrbahn von unzähligen mangelhaften Flickstellen übersät. Deshalb
fahren die Einheimischen rechts, auf der zweispurigen Hauptstraße. Ich fahre
häufig diese Strecke und habe mir die Verhaltensweisen der Thais angenommen
und bleibe nach Möglichkeit rechts. Dies war an diesem Tag mein Verhängnis.
Die Polizei dirigierte mich nach links, ich musste anhalten und wurde mit
200 Baht bestraft. Lohnt es sich noch, wenn man sich diszipliniert im
Straßenverkehr verhält?
E. B.
Es ist nicht zu glauben!
Hallo Briefkasten,
Zum Artikel: „Gestatten, mein Name ist Heinz Thielemann“. Hat dieser Herr
keine Krankenversicherung? Ein Erwachsener, 69 Jahre alt, kam vor drei
Jahren nach Thailand, um hier seinen Ruhestand zu genießen. Bevor ich mich
zu einem weiteren Kommentar hinreißen lasse, bitte ich den Autor des
Artikels um die ergänzende Auskunft: krankenversichert, ja oder nein?
Werner Gawron
Anmerkung der Redaktion: Herr Thielemann hat keine
Krankenversicherung. Damit aber steht er nicht alleine da in Thailand. Es
gibt sehr viele deutsche Bürger, die hier ihren Lebensabend verbringen, es
aber nicht für nötig halten oder es sich leisten können/wollen, eine
Krankenversicherung abzuschließen.
Meine Ansicht über den „Wai“
Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter Herr Dieter aus dem
Isan,
Sie haben recht, man kann seine Heimat nicht verleugnen, nur wenn man in
einem Land lebt, wo man statt Sie Khun sagt und statt Du ebenfalls Khun,
darf man davon ausgehen, das es kein Fehler ist sich so zu verhalten. In
einer Gesellschaft mit Schlips und Kragen, ist hier auch eine Begrüßung mit
dem Wai natürlich. Deshalb sollte nur einer den Wai machen, der den Sinn
beherrscht, denn es ist eine Zeremonie und soll nicht eine Begrüßung
zwischen Tür und Angel sein.
Mit freundlichem Gruß
Manfred Wallraff
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