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Die endlose Geschichte
…über die Verschönerung des Strandes
Franz Schmid
Im April 2006 wurde ein ehrgeiziges Projekt auf den Weg gebracht, um den
Strandabschnitt vom Dusit Thani bis zum alten Pier in Südpattaya zu verschönern.
Ziel war es, den Strand landschaftsgärtnerisch so zu gestalten, dass er als Park
für Einheimische und Touristen zur Erholung dienen sollte. Das „Pattaya Beach
Public Park Project“ wurde mit einem Etat von 50 Millionen Baht auf den Weg
gebracht.
Doch alles, was heute nach über zwei Jahren zu sehen ist, sind eine verdorrte
Graslandschaft, mickrige Kokosnusspalmen und trostlose Sandflächen. Eigentlich
sollte das Projekt mit angenehmem Schatten und attraktivem Landschaftsbild für
Freude bei den Touristen sorgen. Leider ist es inzwischen zum Ziel von
Beschwerden und Unmut bei Einheimischen und Besuchern geworden. Viele fragen
sich, wo die 50 Millionen geblieben sind; es kursieren viele Gerüchte.
Letztendlich sind es Steuergelder, die hier buchstäblich im Sand des Strandes
auf Nimmerwiedersehen versickern.
Die Stadtverwaltung hat zu den andauernden Beschwerden Stellung genommen, und
zwar in Gestalt eines Vizebürgermeisters. Dieser will mit dem Bürgermeister die
Situation erörtern und die Aufgabenstellung für die zuständigen Ämter neu
ordnen. Der Strand soll in Zonen aufgeteilt werden, für die dann das
entsprechende Amt für die Pflege und die Sauberkeit des Strandes sorgen soll.
Nach Meinung des Vizebürgermeisters gibt es in Pattaya genug Beamte, die sich
darum kümmern können. Auch sollen die Sonnenschirm- und Liegestuhlvermieter
eingebunden werden. Wieso gerade Letztere diese Ehre erfahren, blieb unklar,
denn schließlich gibt es genug Beschwerden über die „Sauberkeit“ im Bereich
dieses Personenkreises.
Das leidige Thema „Pattaya Beach Public Park Project“ stand in der Vergangenheit
bei vielen Stadtratssitzungen auf der Tagesordnung und ist in der lokalen Presse
ausführlich behandelt worden. Öffentliche Parkanlagen liegen anscheinend der
Stadtverwaltung nicht sehr am Herzen – das mag vielleicht daran liegen, dass an
ihnen nichts verdient werden kann und man nur Arbeit damit hat. Oder es liegt an
einer gewissen Mentalität, zuerst alles schön zu machen und mit vielen Schnörkel
zu versehen, um dann später einfach darüber hinweg zu sehen, wie sich der Staub
darin sammelt, wie es um Schönheit und Ordnung in diesen Anlagen, vielleicht der
ganzen Stadt, bestellt ist? Die Verantwortlichen drücken sich um klare Aussagen,
niemand will die Verantwortung übernehmen, diese wird dann subalternen Beamten
zugeschoben.
Das Projekt wird solange im Gerede bleiben, bis geklärt ist, wo die 50 Millionen
Baht geblieben sind, da helfen keine Ausflüchte. Denn es kann doch nicht sein,
dass leere Flächen, Erdlöcher, welke Palmen und Hoffnungslosigkeit das Ergebnis
der 50 Millionen Baht Investition sind. Welch ein Armutszeugnis für die Stadt...
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