7. Jahrgang
Ausgabe Nr. 32

5. August - 11. August 2008
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Die endlose Geschichte

…über die Verschönerung des Strandes

Franz Schmid

Im April 2006 wurde ein ehrgeiziges Projekt auf den Weg gebracht, um den Strandabschnitt vom Dusit Thani bis zum alten Pier in Südpattaya zu verschönern. Ziel war es, den Strand landschaftsgärtnerisch so zu gestalten, dass er als Park für Einheimische und Touristen zur Erholung dienen sollte. Das „Pattaya Beach Public Park Project“ wurde mit einem Etat von 50 Millionen Baht auf den Weg gebracht.
Doch alles, was heute nach über zwei Jahren zu sehen ist, sind eine verdorrte Graslandschaft, mickrige Kokosnusspalmen und trostlose Sandflächen. Eigentlich sollte das Projekt mit angenehmem Schatten und attraktivem Landschaftsbild für Freude bei den Touristen sorgen. Leider ist es inzwischen zum Ziel von Beschwerden und Unmut bei Einheimischen und Besuchern geworden. Viele fragen sich, wo die 50 Millionen geblieben sind; es kursieren viele Gerüchte. Letztendlich sind es Steuergelder, die hier buchstäblich im Sand des Strandes auf Nimmerwiedersehen versickern.
Die Stadtverwaltung hat zu den andauernden Beschwerden Stellung genommen, und zwar in Gestalt eines Vizebürgermeisters. Dieser will mit dem Bürgermeister die Situation erörtern und die Aufgabenstellung für die zuständigen Ämter neu ordnen. Der Strand soll in Zonen aufgeteilt werden, für die dann das entsprechende Amt für die Pflege und die Sauberkeit des Strandes sorgen soll. Nach Meinung des Vizebürgermeisters gibt es in Pattaya genug Beamte, die sich darum kümmern können. Auch sollen die Sonnenschirm- und Liegestuhlvermieter eingebunden werden. Wieso gerade Letztere diese Ehre erfahren, blieb unklar, denn schließlich gibt es genug Beschwerden über die „Sauberkeit“ im Bereich dieses Personenkreises.
Das leidige Thema „Pattaya Beach Public Park Project“ stand in der Vergangenheit bei vielen Stadtratssitzungen auf der Tagesordnung und ist in der lokalen Presse ausführlich behandelt worden. Öffentliche Parkanlagen liegen anscheinend der Stadtverwaltung nicht sehr am Herzen – das mag vielleicht daran liegen, dass an ihnen nichts verdient werden kann und man nur Arbeit damit hat. Oder es liegt an einer gewissen Mentalität, zuerst alles schön zu machen und mit vielen Schnörkel zu versehen, um dann später einfach darüber hinweg zu sehen, wie sich der Staub darin sammelt, wie es um Schönheit und Ordnung in diesen Anlagen, vielleicht der ganzen Stadt, bestellt ist? Die Verantwortlichen drücken sich um klare Aussagen, niemand will die Verantwortung übernehmen, diese wird dann subalternen Beamten zugeschoben.
Das Projekt wird solange im Gerede bleiben, bis geklärt ist, wo die 50 Millionen Baht geblieben sind, da helfen keine Ausflüchte. Denn es kann doch nicht sein, dass leere Flächen, Erdlöcher, welke Palmen und Hoffnungslosigkeit das Ergebnis der 50 Millionen Baht Investition sind. Welch ein Armutszeugnis für die Stadt...


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